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bei

61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- hrecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorrätbig bei Georg Nenzel Maschinenfabrik.)

506) Eine schwere hydraulifcde --Piaffe, ganz in Eisen, steht billig zu verkaufen ei _____________________G g. Nenzel.

5l>7) Ein Billard

(fast noch neu) neuester Construction, zu verkaufen. Offerten anMainzer Anzei­ger" in Mainz sub A. 511.

629) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im__________Darmstädter Haus.

672) Bei Earl Fischer UI. in Vidi steht ein guter einspänniger Wagen zu verkaufen.___

097) Mnnen in der Schwarzlach neben der K a tz en st e i n'schen Besitzung gelegenen, 152 Ruthen hallenden Garten, bin ich Wil­lens aus freier Hand zu verkaufen.

__________________ August Oeser.

694) Ein Garten am Riegelpfad ist zu verpachten. Näheres bei Andr. Plank Wtttwe auf dem Kreuz.__________________

688) Ein Acker im Altenfeld ist auf mehrere Jahre zu verpackten bei

Römer, Lehrer.

Vermiethnugen.

675) Ein Familienlogis, bestehend aus 8 ineinandergehenden Zimmern, Küche, Kel­ler, Holzstall und Bodenraum ist zu ver- miethen und 1. April zu beziehen.

PH. Bötz, neben der Gärtnerei von Earl Deines.

178) In einem neuerbauten Hause außer­halb der Stadt ist der mittlere Stock und ein Mansarden-Logis zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

669) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver­miethen bei Glaser Harz,

in der Neustadt.

Vermischte Anzeigen

693) Ich ersuche hiermit Denjenigen, der mir das Schild ausgehängt und von mei­ner Wohnung entfernt bat, solches sofort wieder an Ort und Stelle zu bringen, als ich sonst genöthigt sein würde, gegen den­selben, indem er bei der Abnahme des Schildes gesehen worden ist, gerichtliche Klage zu erheben.

Ada in Kalbfleisch, Steinmetz.

689) Für einen kleinen Haushalt wird ein anständiges Mädchen gesucht. Auskunft ertheilt eorg Mallomesius in der Neustadt._________________________________

692) Einen guten Schuhmachergesellen sucht Philipp Becker, Weidgasse.

695) In Lit D. Nr. 39 wird ein Mäd­chen gesud)t, das kochen kann und alle häus­lichen Arbeiten versteht.

696) Ein braves Dienstmädchen wird für 25 März in eine kleine Haushaltung gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

556) Im unteren Riegelpfad wird ein Garten zu pachten gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.

668) Ein braves Kindermädchen wird pesucht I. Noll, Goldarbeiter.

670) Ein junger Mensch kann das Glaser­geschäft erlernen bei

Glaser Harz, in der Neustadt, in Gießen.

Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster

Bedienung

3. M. J5djull|ii|;

am RathhauS.

Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu erth ilen.

P. S. Wechsel für Amerika werden zum Tagcsconrse baldigst besorgt. (618)

Auf Anregung des deutschen Centralcomitss sollen deßhalb am Wahltage (3. März d.'I.) in allen Wahllokalen des deutschen Reichs, und insbesondere mit Genehmigung der höchsten Staatsbehöide auch im Großherzogthnrn Hessen, Sammelbüchsen mit der Aufschrift:

Dank der Wähler an die deutschen Krieger ausgestellt und der Ertrag für die Pflege der Verwundeten und Kranken verwendet werden.

Wir brauchen wohl kein Wort weiter hmzuzufügen. Wo wir zum erstenmal im neuen deutschen Reich unsere politische Pflicht als Wähler üben, wollen wir auch unsere Pflicht des Dankes erfüllen, jeder nach Vermögen, aber alle freudig und in dem Bewußtsein, daß Alles, was wir auch thuu, hinter dem zurückbleibt, was unsere kämpfen­den Brüder dem Vaterland dargebracht haben.

Darmstadt, 15. Februar 1871.

Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde.

Der Vorsitzende: Der Schriftführer:

A. Weber. A. Buchner.

An die Wähler!

Der nahe bevorstehende Tag, welcher alle deutschen Wähler zu- sammensühlen wird, um die von unseren Heeren auf den Gefilden Frankreichs blutig erkämpfte Einigung der deutschen Stämme und Wiederbegrü'.idung des deutschen Kaiserreichs durch die Wahlen zum ersten deutschen Rcichstage zu besiegeln, erscheint vo zugsweise geeignet, der Fürsorge für Diejenigen zu gedenken, welche in jenem Kampfe Gesundheit und Leben eingesetzt haben und noch jetzt an Wunden oder Krankheit darniederliegen.

686) Trotz einer Erklärung, welcke der Provmzialdirector Herr vp. Gold mann, sowie der Unterzeichnete in einer öffeiulickien Versammlung des hiesigen Hilfsvereins abgegeben hatten, wird hier fortwährend die unwahre Behauptung herumgetragen, als seien die Aerzte des academiscken Hospitals für die Ausbildung von Pflegerinnen aus den Mitteln des hiesigen Localvereins, bezahlt und diese dadurch verkürzt worden. Bei der Hartnäckigkeit, mit welcher diese Unwahrheit festgehalten wird, sehe ich mich, fa wenig ick) sonst auf hier coursirendes Stadtgerede Werlb lege, zu folgender Erklärung veranlaßt:

Vor Beginn des jetzigen Krieges, zu Ostern vorigen Jahres, wurde ich von Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Ludwig aufgefordert, die Ausbildung von Pflegerinnen des AlicemVereins in der hiesigen Klinik zu übernehmen. Ich e, klärte, daß ich, ohne Herrn Professor Seitz gesprochen zu haben, keine Zusage machen könne und daß mir überlegen müßten, ob es uns erlaubt sei, von den spärlichen Mitteln des academischen Hospitals etwas zu diesem, ihm fremden Zwecke zu verwenden. Ihre Königliche Hoheit bemerkten hier- auf, daß das Ccntralcomitb die Kosten des Unterhalts der Pflegerinnen tragen werde. Wir gingen darauf auf den Wunsch der Princessin em, und da die Vorstände der Hospitäler in Mainz, Frankfurt, Darmstadt, für den Unter- hall der wenigen Pflegerinnen, welche dort ausgebildet worden waren, keine Entschädigung beansprucht hatten, so verzichteten wir gleichfalls auf dieselbe so lange die Zahl der uns zugewiesenen nicht 2 3 zugleich überstieg Mit Beginn des Krieges wuchs die Zahl derselben jedoch plötzlich, indem, außer den jungen Damen, welche von hier eintraten, eine größere Zahl von ver-- schiedencn Städten, namentlich Darmstadt, Butzbach, Nidda, Nauheim u. s. w. uns zugewiesen wurden, um theils in den neu errichteten Resei ve-und Vereins- lazmethen, theils im Felde verwendet zu werden. Die Unterhaltungskosten derselben, deren wir zu einer Zeit bis zu 28 im Hause hatten, überstieg bei weitem unsere Mittel und wir waren nicht in der Lage, die Verantwortung für die Verwendung derselben zu Zwecken, die dem hiesigen Hospitale fremd waren und nur anderen Anstalten zu Gute kamen, zu übernehmen. Zufolge einer Mitkheilung, welche ich deshalb an den Geschäflsführer des Eentral- Comilö's, Herrn Hofgerichtsrath Stieb er gelangen ließ, antwortete mir der- selbe, daß aus der Kasse, des Central-Comite's in Darmstadt, 1000fl.cn., nack) Bcdürfniß mehr, hierher geschickt werden sollten, um das academische Hospital für seine Auslagen zu entschädigen. Den betreffenden Brief habe ich zu den Acten des hiesigen Localvereins abgegeben. Von de^ genannten Summe nahmen wir jedoch, mit Zustunmung des hiesigen Local-Comite's nur 500 fl. und lange nicht so viel, als unsere Auslagen betragen, in An- spruck. Der Rest floß in die Kasse des hiesigen Localoereins zu anderweitigen Verwendungen. Jene 500 fl. sind unter dcn Einnahmen des academischen Hospitals mit dcm UniversitätS-Rentamte, verrechnet worden. Auck) die mit den Comitv-Vorständen von Butzback, Nauheim, so wie die mit dem hiesigen Comitö für die Verköstigung rc. von Pflegerinnen vereinbarten Entschädigungen, haben wir nicht cingefordcrt

Es crgiedt fid) hieraus, daß der hiesige Localoercin für die Ausbildung refp. den Unterhalt von Pflegerinnen überhaupt Nichts, weder eine außer- ordentliche Summe, nod) auch nur diejenige, zu der er fid) protokollaiisch verpflichtet hatte, an uns bezahlt hat, daß ihm im Gegenthcil aus jener Veranlassung 500 fl. überlassen worden sind, sowie, daß die Aerzte und Vor- steber der hiesigen Kliniken für ihre Bemühung bei der Ausbildung von Pflegerinnen and) nur einen Pfennig weder beansprucht noch erhalten haben."

W e r n h e r-

Zur Frikdcnsfeter.

Am Mittwoch Abend haben die Vertreter der größeren hiesigen Vereine sämmtliche Sänger- und Turnvereine, Feuerwehren ie. die Veranlassung der Sieges- und Friedensfeicr für Gießen besprochen. Je nach der Tageszeit, zu welcher die erhoffte Depesche eintrifft, soll für denselben, oder für den folgenden Tag durch Anschlag zu einem allgemeinen Fackelzug und gleichzeitiger Illumina­tion tingelnden werden. Der Zug geht, wenn es genehmigt wird, unter dem Geläute sämmtlicher Glocken, vom Wallthor ab über die.Hauptstraße, den Neuen­weg, die neue Anlage, del; Seltersweg und durch die Neustadt nach dem Lahn- thor. Vor dem Nathhaus wird ein Choral und das Arndt'sche Vaterlandslied, am LahuthorDeutschland über Lilles" gesungen werden. Hierauf Bankett im großen Leib'schcn Saal mit Eintrittsgeld zu Gunsten des Hüfsvereinv. Möge die Feier in Betheiliguug und Verlauf ihrem Gegenstände entsprechen.

Redaktion, Truck und Verlai der Brühl'sckcn Untv.-Druckcrci (Fr. Ebr. Pietsch) in Gießen.

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