Das nämliche Kriegsgericht sprach eine
Die „Agence Havas" meldet: Graf Arnim
Versailles, 28. September.
mit Hrn. v. Nemusat, dem Minister des Aeutzern, fortgesetzt. Eine nahe Verstän-
Auszug sus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Den 24. Septem'ber. Georg Heinrich Friedrich Nöhlich, heimathsberechtigt
3 - 25%
E. Schlotte in Bremen.
bahnen eingeführt würde.
Schließlich dürste der Vorschlag am Platze sein, auch die Bahnen deö neu erworbenen Elsaß-Lothringen mit diesem Tarif zu bedenken und der Provinz den Ausfall gegen die gegenwärtige Personen-Einnahme bis zur Deckung des etwaigen Deficits durch Frequenzzunahme aus Neichsmittel zu vergüten.
und kämpfte zuletzt auf dem Pere Lachatse. Von dort flüchtete er nach Joinville- le-Pont, wo er festgenommen wurde. Bei seiner Verhaftung sand man 4650 Fr. in Gold, 86 Eisenbahn - Actten und einen von Bergcre unterzeichneten Bon von 20,000 Fr. bei ihm. Das Geld und die Aktien scheinen jedoch ihm angehört zu haben. Seine Mutter, die noch lebt, ist nämlich wohlhabend und besitzt ein
dtgung ist nicht zweifelhaft. — Die Subskription aus das Aulehen der Stadt Paris hat eine zehnfache Deckung des aufgelegten Betrages ergeben. Das Syndikat der Wechfelmakler allein hat eine Milliarde gezeichnet.
Petersburg, 27. September. Wie hiesige officiöse Blätter melden, hat der russische Gesandte beim italienischen Hofe, Graf Uexküll, von seiner Regierung die Leisung erhalten, seinen Wohnsitz dauernd von Florenz nach Rom zu verlegen. Dieser Schritt des Petersburger CabinetS, der Seitens der übrigen Eabinete bald Nachahmung finden wird, ist insofern von weitreichender politischer Bedeutung, als er die rechtliche Anerkennung Roms als Haupt- und Residenzstadt Italiens voraussetzt.
Constantinopel, 27. September. Der päpstliche Legat Franchi, erhielt von der Pforte eine osficielle Note, worin erklärt wird, die Regierung werde die be- stehenden Verträge genau beobachten, welche die Freiheit und Unabhängigkeit der verschieoenen Gemeinden des Kaiserreichs in der Führung ihrer religiösen Angelegenheiten verbürgen; zugleich erklärt die Note, die armenisch-katholische Frage sei als Gegenstand der Mission Franchi's gelöst.
Local-Notizen.
Gießen, 29. September. Wahrend der mit Montag den 2. k. Mts. Vormittags 9 Uhr beginnenden Schwurgerichtdperiode von, IV. Quartal l. I., werden vor dem Schwurgerichtshof der Provinz Qbeiheffen nachbenannte Anklagefalte zur öffentlichen Verhandlung beziehungsweise Aburthcilung kommen, nämlich:
Den 2. October, Vormitt. 9 Uhr, gegen Heinrich Kimpel von Liederbach, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Henslcr.
Denselben, Vormitt. 11 Uhr, gegen Johannes Schweitzer von Nieder-MooS, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Heusler.
Den 3. Oktober, Vormitt. 8 Uhr, gegen Christian Hartmetz von Daubringen, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Dr. Gutfletsch.
Den 4. October, Vormilt. 8 Uhr, gegen Karl Roth s Ehefrau von Nieder - Florstadt, wegen Urkundenfälschung; Bertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Diery.
Denselben, Nachmitt. 2>/z Uhr, gegen Friedrich Wiegand von Bönstadt, wegen Urkunden, fälschung; Bertheid.: Gr. Hofger. Advocat Weidtg.
Den 5. Oktober, Bormitt. 8 Uhr, gegen Heinrich Schwarz von Ruttershausen, wegen Verbuchen gegen die Sittlichkeit; Bertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Hirschhorn.
Denselben, Nachmitt. 2>/z Uhr, gegen Georg Conrad von Schotten, wegen Meineids; Bertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Baist.
Den 6. Oktober. Vormitt. 8 Uhr, gegen Heinrich Altenburg III, von Hainchen, wegen MenridS; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Thorw a rt und gegen Adolf CriSpenS von Lindheim, wegen Verleitung zum Meineid; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Dr. Eckstein.
Den 7. Oktober, Vormitt. 8 Uhr, gegen August Schopbach, Feldschütze von Alsfeld, wegen Bestechung; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Dr. Muhl.
Evangelische Gemeinde.
Kopullirte.
' Den 25.' September. Wilhelm Christian Otto Johann Joseph Andreas Petri, des Bürgers und Weißbindermeisters, Christian Petri HL, ehelicher Sohn, alt
unbegründet.
Dresden, 28. September. Das „Dresdener Journal" bestätigt, daß die preußische Jnfantertebesatzung der Festung Königstein am 1. October durch sächsische Truppen abgelöst wird. FestungS-Commandant bleibt der preußische General v. Beeren.
Baden-Baden, 28. September. Der Kaiser besuchte gestern Mittag das Militärlazareth in der Turnhalle und das Armenhaus. Heute Nacht 1 Uhr traf der Großyerzog mit Familie hier ein. Der Kronprinz und die Kronprinzessin des deutschen Reiches werden morgen Abend 7 Uhr hier erwartet. Der Kaiser erfreut sich des erwünschtesten Wohlseins.
Straßburg, 28. September. Gestern vor einem Jahre, schreibt die „Straßb. Ztg.", Nachmittags halb 4 Uhr, erschien die weiße Fahne aus dem Walle beim Steinthor und bald darauf auf dem Münster, worauf das Beschießen der Stadt eingestellt und die parlamentarischen Unterhandlungen angeknüpst wurden. Nach 10 Stunden, ungefähr gegen 2 Uhr Morgens des folgenden Tages, ist die Capi- tulation gegenseitig unterschrieben worden und die deutschen Truppen nahmen Vormittags Besitz von der Stadt. Heute, an diesem denkwürdigen Jahrestag, Vor- mittags 9 Uhr, fand im Münster zum Andenken an die während dew Bombar
dement Gefallenen eine große Seelenmesse statt, welcher eine ungewöhnliche Menge
Darmstadt, 28. September. Die soeben beendigte Stimmenzählung der Wahl der Klrchenvorstände ergiebt den Sieg der Candidatenliste des Protestanten- Vereins mit drei Viertel sämmtlicher abgegebenen Stimmen.
Berlin, 28. September. Die „Kreuzzeitung" erklärt die Mitthcilungen über etne bevorstehende Reise deS Kaisers durch Elsaß - Lothringen für durchaus
Preußen 1869 deren noch nicht 3 per Kopf und Jahr zählen konnte. Wenn Vermögen von wenigstens 300,000 Fr. daber in Enalanv die Frequenz mehr als das vierfache derjenigen auf den preußi- Concierge frei, die des Diebstahls angeklagt war. sch-n Bahnen beträgt, so wird man zugeben, daß es auch unter Berücksichtigung Versailles, 28. September. Die „Agence Havas" meldet: Gras Arnim verschiedenen Volködtchtigkett nicht das mindeste Unwahrscheinliche hat, baß bei ist seit Montag nicht mehr hierher gekommen; die Verhandlungen werden indeß einem Taris wie dem vorgeschlagenen die Frequenz in Preußen bald um ihr 9I'*,6'rn
faches steigen und so den Ausfall bald mehr als decken würde.
Zweckmäßig und richtig würde es erscheinen, die Preise für Schnell- und Courterzüge auf das doppelte der gewöhnlichen Taxe, als auf 10 Sgr. in IU. Klaffe, 20 Sgr. in II. Klaffe und 4 Thlr. in I. Klaffe zu stellen. Damit würde mehr als eine Million des zu erwartenden Ausfalls von vornherein beseitigt, so daß es sich höchstens, d. h. ohne jede Frcquenzsteigerung, um ca. 4 Millionen, in Wirk- lichkeit aber voraussichtlich im ersten Jahre vielleicht um einen Ausfall von ca. 2 Millionen handeln könnte, wenn der proponirte Tarif auf allen preußischen Staats-
Bekanntmachungen aller Art
b-förbert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter Md Fach-Zeitschriften mit 3—28% Kosten-Ersparniß
die Annoncen-Expedition von
Gläubige beiwohnten.
Wien, 25. September. In der Laibacher Danica veröffentlicht ein Pfarrer folgende Erklärung: „Im Laibacher Tagblatt war einmal zu lesen, daß ich bc.i Leuten auf der Kanzel ein Langes und Breites auSeinandersetzte, dessen Inhalt sich in folgenden Worten zufammenfaffen lasse: Wer in der Civilehe sterbe, sei^nicht - - - VWK
werth, baß ihn ber Schinder auf der Hutwetbe begrabe. 3c nun, "enn ich da- wo$ncr| ^ud Maurers zu Wurzbach, Johann Heinrich David Nöhlich, ehelicher Sohn; mit anstieß, so will ich das Wort wiverrusen und sagen: Wer in der Civtleye Sophie Helene Marie Karoline Friederike Rodner, des verstorbenen hiesigen Bürgers stirbt, ist würdig, daß ihn der Schinder auf der Hutweioe begrabe. Georg Humar, und Maurers, Gerhard Rodner, eheliche Tochter.
mLrrJ .'n TfAermDfAnitfd) " Den 27. September. Johannes Weber, heimathsberechtigt m Willofs und
Pfarrer m Tschermoschmtsch. Gastwirth dahier, des Ortsbürgers und Oekonomen, Balentm Weber zu Willofs,
Wien, 26. September. Das Comtte der das ^nfallibtlitatsdogma vicht x^ttcher Sohn; und Elifabetha Bcück, des Ortsbürgers und Korbmachers zu Londorf, anerkennenden Katholiken Wiens hatte sich, nachdem vom Cultusminlstenum em Brück, eheliche Tochter.
an dasselbe gerichtetes Gesuch um Veranlassung der Ueberlassung einer hiesigen ka-
Ull VU||UV, mh. -............ ... ............. Denselben. Jakob Petz, heimathsberechtigt in Rüddingshausen und Arbeiter
.h°lisch-n Kirche zur Abhaltung altkalholischen GottrSbienAe« al- zu einer d«h°rb. dahier und K°r°lin>^H-dwig K°^b°E
ltchen Amtshandlung nicht geeignet zurückgewiesen worden war, mit einem Gesuch fcer merCn’ Bürgerschule zu Witten an der Ruhr, des Briegadiers im Großh.
um Ueberlassung der evangelischen Kirche in Gumpendors an daS evangeltsche PreS- Gcnsdarmeriecorps in Crbach, Heinrich Matthes, ehelicher Sohn; und Wilhelmine
bpterium Augsburger Convention gewendet. In der gestrigen, eigens zur Ber- Auguste Susanne Christine Balser, des hiesigen Bürgers und Buchbindermeisters,
Handlung über diesen Gegenstand anberaumten Sitzung des Presbpteriums wurde August Balser, eheliche Tochter.
nun ein von einem ad hoc bestellten vorberathenben Comite gestellter Antrag, die Getaufte.
Beschlußfassung hierüber bis zu jenem Zeitpunkte zu vertagen, wo die Beschlüsse Den 24. September. Dem Bürger und Schlosser an der Main-Weserbahn der aeaenwärtia tagenden Münchener Katholikenversammlung vorliegen werden, dahier, Wilhelm Dörr, ein Sohn, Theodor, geboren dm 10. September.
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Bittstellern die evangelische Kirche in Gumpendors zur Abhaltung des katyolischen > Denselben. Dem Ortsbürger in Groß-Buscck und Schreiner dahier, Bal» Gottesdienstes unter der Voraussetzung einzuräumen, daß von Seiten der pvli- jhasar Althaus, eine Tochter, Karoline Katharine, geboren den 3. September, tischen Behörde kein Anstand gegen die Abhaltung dieses Gottesdienstes erhoben Beerdigte.
werde", nach längerer Debatte mit allen gegen drei Stimmen zum Beschluß er- Den 22. September. Friedrich Salentin von Saint-George, Bürger unb hoben. Die beiden anwesenden Pfarrer Porubszky und Jvanka stimmten ebenfalls othcker dahier, alt 66 I. 4 M., gestorben den 21. September.
für diesen Antrag. Es wurde ein Fünfer-Comite bestellt, um die weiter nöthigen $Ctt 25. September. Wilhelm Christian Otto Johann Joseph Andreas Vereinbarungen mit den Gesuchstellern zu treffen. (W. Bl.) Petri, des Bürgers und Weitzbindermeisters, Christian Petri HL, ehelicher Sohn, alt
Paris, 25. September. D-, Patrie infolge h-t da« Lomite des Gesellen. 11 I. 9M. 6^ ges-o^m den 2i^Sep ember.^^ $obt< b;§ ecrftoI;
Vereins in Paris beschlossen, daß von nun ab sammiltche Gehulsen, welchem Ge- benen Ql.t5büroer3 in Groß-Buseck und Postillons dahier, Johannes Todt, eheliche
werbe sie auch angehören mögen, sich von der Gemeinschaft mit der Internationale 5od)ter ait 12 I. 3 M. 1 T., gestorben den 25. September.
loSsaam und keinen Strike mehr machen, vielmehr die Regierung in ihren Be- Den 28. September. Johannettc Charlotte Schinall, geborne Bader, dcs wuhungcn zur sri-Liich-n Wievrransnahme der Arbeit unb zur Aufrcchthaltnng Cer Bürgers W^Scvtem )tl edS"nal1' Äl '
Ordnung unterstützen sollen. Leider hat das Comite des Gesellen - Vereins wenig Den 29. September. Johann Christian Seibel, Material-Verwalter an der Einfluß auf die Masse der Arbeiter. Main-Veserbahn dahier, alt 53 I. 25 T., gestorben den 27. September.
Parlö. 26. September. Der Kaiser von Oesterreich hat der Stadt Nancy Denselben. Johann Karl Otto Müller, des Bürgers, Elfenhändlers um 100 000 Fr. gesandt, die für den Wiederaufbau ihres Museums verwandt werden Ortsgeuchtsmanns, Friedrich Müller, ehelicher Sohn, alt 17 I. 5 M. 3 flc|tor e sollen. — Heute begann im Louvre die Versteigerung des Silberzeugs der Tuile- den 27. Septem er. ricen. Ein großer Theil desselben ist aus Neusilber. Der Exkaiser hat Befehl gegeben, den größten Theil des wirklichen Silberzeugs anzukaufen. — Gestern standen sechs Offiziere der Commune vor dem dritten Versailler Kriegsgerichte. Einer wurde zur lebenslänglichen Galecrenstrafe, drei zur einfachen Deportation und zwei zu drei und fünf Jahren Gefängniß verurtheilt. Das fünfte Kriegs- gericht sprach eine Verurtheilung zur Deportation in eine Festung aus, nämlich gegen Heinrich Bauer, der in Frankreich von fremden, wahrscheinlich deutschen Eltern, geboren wurde. Bauer war einer der Adjutanten des Generals Bergere
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