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stärkungen von allen Seiten, die Stellungen der Armee sind gut, die Armee ist rität in der belagerten Stadt noch reicht. Der Rücktritt des General-Gouver- solid; die Nachrichten aus dem Osten bezeugen die Disciplin und Festigkeit von neurs Trochu und seines Alterego, des Kriegsministers Leflo, scheint eine Folge Bourbakis Armee. Die Preußen machen große Anstrengungen, um die Ankunft der Massen-Meetings vom letzten Sonntag gewesen zu sein, in Folge dessen die der Verstärkungen für den Westen und Paris zu beschleunigen; ein beträchtliches provisorische Regierung sich gezwungen sah, das Entlassungsgesuch dieser beiden CorpS kam auf dem Marsche nach Südost durch Angers; die Dispositionen Männer zu acceptiren. Für den Kriegsminister hat sich bis zur Stunde noch kein Bourbaki's in Folge der Gefechte bei Belfort beseitigen jede Gefahr für den linken Nachfolger gefunden; als Trochu's Ersatzmann dagegen stellte sich General Vinoy französischen Flügel; man meldet den Abmarsch neuer feindlicher Verstärkungen." ein. Dieser ehrgeizige Mann coquettirte schon längere Zeit mit den Ultra's und Man sieht hieraus, was Gambetta hofft und fürchtet. Eine andere Depesche namentlich mit der von Delescluze (vomReveil") geführten Partei der Ent- meldet:Die Deutschen bedrohen AngcrS, um Chanzy'S linken Flügel zu um- schiedenen, deren Idol früher Ledru Rollin gewesen. General Vinoy steht noch gehen; die Räumung von TourS ist nicht vollständig, ein Theil der deutschen unter der Autorität der Regierung der nationalen Vertheidigung auf wie lange Truppen ist noch immer dort. DerLafayette" traf vor Havre ein. Preußische Zeit aber, das ist die Frage. Schon werden die Clubs aufsässig gegen die Re- Reiterei kam am 26. Januar durch Caudebec; eine preußische Colonne rückte am gierung, schon zählt man im Club FabvieS zu Bellville die vorhandenen Revol- 27. Januar in Ioetot ein." So der KriegSmiuister Gambetta. DerDiplomat" ver und Pistolen, schon bezeichnet man nicht nur Trochu offen als Verräther, macht bekannt, daß er den Nachrichten von Verhandlungen in Versailles keinen sondern gewisse exaltirte Redner erklären unter dem Jauchzen ihres wilden Audi-

Glauben schenke, sobald jedoch die Delegation Nachrichten erhalte, werde sie die- toriumS:daß Jules Favre nichts werth sei und Gambetta so viel als Jules

selben sogleich veröffentlichen. DaS Pikante an dieser Mittheilung ist, daß sie Favre." Dem General Trochu mag r« sehr erwünscht gewesen sein, durch seinen

vom 27. datirt ist, während Favre in Versailles am 25. doch bereits von Paris Rücktritt einen Ausweg zu finden, der ihn vor dem Bruche seines Wortes bt-

wieder eingetroffen war und eine lange Conferenz mit dem Grafen Bismarck batte, wahrt:er werde nie als Generalgouverneur die Capitulation von Paris unter- Die Regierung in Paris hatte einen plausibeln Grund, Gambetta zunächst bei zeichnen." General Vinoy, der, wie es he ßt, einen großen Mass.nauSsall an- Seite zu lassen, da er nicht auf seinem Posten in Bordeaux war. ordnet, mit Weibern und Kindern an der Spitze, ist jedenfalls nicht durch so

DieN. F. Pr." schreibt über die Verhandlungen zwischen Bismarck und feierliche Erklärungen gebunden und hat nicht nothig, sich so schmählich innerhalb JuleS Favre:Der gemüthvolle, von seiner leidenschaftlichen Vaterlands- und 48 Stunden zu dementiren, wie dies dem so eben noch so heftig bramarbasiren- FreiheitSliebc an vorurtheilslosen Anschauungen der Dinge verhinderte, durch an- den Commandanten von Longwy bei der in dieser Nacht erfolgten Uebergabe geborenes fränkisches Naturell und seinen Lebensbcruf zum Pathos neigende Franzose dieser Festung geschehen.

ist der Gegenfüßler des hinter dem Schirme burschicoser Manieren die kälteste, London, 30. Jan. Sämmtliche Morgenblätter begrüßen den Waffenstill­grausamste Berechnung verbergenden, wider alle Gefühlsregungen blasirten und mit stand und glauben, daß das Ende des Krieges gekommen ist.Times" sagt: die durchdringender Verstandesschärfe ausgerüsteten Bismarck. Für letzteren ist die gegenwärtige Mäßigung Deutschlands gegen den gänzlich unterdrückten Feind ist Gelegenheit gar zu verlockend, dem Gegner die Ueberlegenheit des kühnen Ver» ein gutes Vorzeichen für die weiteren Unterhandlungen. Frankreich hätte in seiner standes über die Gefühlsauswallung empfindlich zu machen und zugleich durch seine äußersten Notb freigiebigere Bedingungen niemals erwarten können. Frankreich Kenntniß milltärischer Dinge den in diesen gänzlich urtheilsunfähigen Favre ad wird die Bedingungen des Siegers annehmen und der Letztere hat selbst ein Jn- absurdum zu führen. Das muß Favre und das muß die gesammte Pariser Re- teresse daran, die Bedingungen möglichst erträglich einzurrchten. Die französische gierung und Bevölkerung wissen. Wenn trotzdem kein Soldat, sondern der Mi- Botschaft fordert officiell zur Beförderung aller disponiblen Vorräthe an Korn, nister des Auswärtigen sich in's preußische Hauptquartier begeben hat, so müssen Mehl und Kohlen nach Dieppe auf, wo die französische Regierung Vorbereitungen die Versailler Verhandlungen sich wenigstens in zweiter Linie um den Frieden zum Ankauf träfe. Earl Granville hat einen Gichtanfall.

hatten

Theodor Frenzel, von dcrs. Comp., auo Haycrswcxde in Preußen,

G.-Chev.

St. Petersburg, 22. Jan.

DieKarlsr. Ztg." bringt folgende, wie es

Kriegsnachrichten.

Deutschland und alle diejenigen Ortschaften verbreitet hvben, in denen französische Gefangene internirt sind. Unter diesen Emissären sollen sich neben Franzosen na-

Gesreiter G.-Chev.

Preußen erhobenen Anschuldigungen und wiederholt insbesondere die Behauptung, Preußen habe die Bestimmungen der Genfer Convention nicht beachtet. Graf Chaudordy versucht es ferner, d:e vom Grafen Bismarck gegen Frankreich gerich­teten Anklagen zu widerlegen. Die Anschuldigungen, Frankreich habe den See-

Rußland ein verständiger Mensch nicht schwärmen. Seit dem Beginn dieses Jahr­hunderts hat sich Frankreich stets als Gegner Rußlands bethätlgt. Am 15. Januar ist die Commission zusammengctreten, welche für die Armeereform die Entwürfe zur Durchführung der allgemeinen persönlichen Dienstpflicht aufzu- stellen hat.

Aus Madrid, 17. Januar, wird derAllg. Ztg." geschrieben: Amadeus seinerseits erweckt durch seine Freigebigkeit, eine Tugend, welche die Spanier höher schätzen als jedes andere Volk, gut königl che Gesinnung; außer seinen Schenkungen an die verschiedenen WohlthätigkeitSanstalten hat er das erste MonatSgeld seiner

9. Januar, betreffend die völkerrechtswidrige Kriegführung der Franzosen, beant- Regiment wortet. Es sei zunächst heroorgehoben, daß Graf Bismarck auf die in dem fron- Verluste:

mentlich Polen befinden; auch Engländer sollen ihre Franzosenliebe so weit ge­trieben haben, sich zu dieser gefährlichen Mission hinzugeben. Die in letzter Zeu häufig vorgenommenen Verhaftungen sollen hiermit in Verbindung stehen und zu diesen Entdeckungen geführt haben.

2. Infanterie Regiment, beim Patrouillengang nach Gien am 11. Jan.

W'lh. Melior, v. d. 7. Comp., aus Groß-Buseck, 1. v., Sch. d. d. r. Seite, liegt in Gien.

Versailles, 25. Jan. Jules Favre verließ gestern Nachmittag wiederum Cioilliste zur Auszahlung der den früheren Palastdienern schuldigen Ruhegehalte Versailles, um nach Kenntnißnahme der deutschen Bedingungen hinsichtlich des verwandt. Während seine Beliebtheit bei dem gemeinen Volk und bei den Sol-

Friedensschlusses und der Capitulation nach Paris zurückzukehren^ von dem er am daten wächst, scheint sich der Adel immer noch in einer schroff ablehnenden Hal-

23. Mittags abgereist war. Er hatte eine Anfrage an den Reichskanzler gesandt, tung gefallen zu wollen; die Sprößlinge der Grandeza setzen den Hut auf, wenn ob dieser ihn zu empfangen geneigt sei. An die bejahende Antwort war die Be- Der König in der Oper erscheint, und einzelne Familien verlassen mit Geräusch

dingung geknüpft worden, daß von der Londoner Conferenz nicht die Rede sein ihre Logen, was alles den König offenbar ganz kalt läßt. Die Formel, welche

dürfe. So langte der französische Minister des Aeußern am 23. Januar, Nach- an der Spitze seiner Decrete künftig stehen soll, wird lauten:Amadeus I., durch mittags 5 Uhr, im Neichskanzleramt, in Begleitung seines Schwiegersohnes, des die Gnade Gottes und den Willen der Nation." Der König hat bereits die spanischen Malers Martinez Del Rio, an. Beide sp isten gemeinsam mit Graf Schreibewmnterzeichnet, durch welche er den fremden Mächten seine Thronbesteigung Bismarck in dessen Privatgemächern. Die Gerüchte über Die von uns gestellten zur Kenntniß bringt, und den englischen und den italienischen Gesandten, die ihm Bedingungen sind zahllos wie der Sand am Meer. Wer aber diese Gerüchte ihre Beglaubigungsschreiben überreichten, in feierlicher Audienz empfangen. Der zur Basis seines Raisonnements nehmen wollte, hätte auch nur auf Sand gebaut, norddeutsche Gesandte hat von seiner Regierung die Weisung erhalten, zu der Der Curiosität halber will ich nur erwähnen, daß man erzählt, der Reichskanzler Regierung des Königs Amadeus in so freundliche Beziehungen zu treten, als nur habe unter Anderem die Abtretung der französischen Stationen auf Madagaskar Der Gesandte irgendeiner andern Macht. Die Königin, Deren Ankunft noch in unD Die gänzliche Aufgebung der algerischen Colonie verlangt. Das sind natür- diesem Monat stattfinDen soll, wird vom König und von einigen bereits ernannten lich nur Hirngespinnste, an die im Ernst kein vernünftiger Mensch glauben mag, Civilen und militärischen Ausschüssen an der Gränze eingeholt w.rden, und nach die nichtsdestoweniger aber doch in Umlauf sind und gläubige Gemüther finden, kurzem Aufenthalt je an Den Stationen Burgos, Vitoria, BalladoliD hier cm* Welcher Art indeß auch unsere Bedingungen sein mögen, so viel steht fest, daß treffen.

Jules Favre selbst keine feste Ansicht darüber hat, wie weit überhaupt seine Auto- --------

28. Jan. Das 2. Infanterie-Regiment und Das 1. Reiter- bet nachverzeichneten Patrouillen - Gefechten die beibemerften

z'ösifchen Rundschreiben vom 29. November erhobenen Anklagen gegen die preußische Kriegssührung nicht weiter gegangen sei und dieselben foadt als erwiesen ange­sehen werben müßten. Den Vorwurf des Grafen Bismarck, daß man in Frank- Sergeant reich Deutschland nicht kenne, will Graf Chaudordy nicht gelten lassen; er selbst habe längere Zeit in Deutschland gelebt und sich eine genauere Kenntniß von Musketier Balth. Friedr. Fauerbach, von Der 7. Comp., aus BüDesheim, l. v., Land unD Volk ungeeignet; td fei traurig, zu sagen, daß er jetzt freilich Deutsch Sch. D. D. I. Oberschenkel, liegt in Gien.

lanD nicht wieder erkenne, nachdem es auf ganz andeiem Pfade und ganz anderen Bei gleicher Veranlassung am 20. Jan, sind

Zielen entgegengeführt werde, als diejenigen feien, welche ihm bisher seine Denker, Musketier Georg Brod, v. d. Leibcomp., aus Fauerbach. Philosophen, Dichter, Geschichtsschreiber eröffnet hätten. Im Uebrigen beharrt 1 ~

Graf Chaudordy bei (einen im Circularschreiben vom 29. November v. I. gegen

krieg in völkerrechtswidriger Weise geführt, erklärt Graf Chaudordy bereits in feiner früheren Note entkräftet zu haben. Was Die Entweichung französischer Offiziere unter Bruch des gegebenen Ehrenwortes betrifft, so habe Die Regierung Der nationalen Vertheidigung Dieselbe durchaus nicht gebilligt. Gegenüber Der Anklage, wegen Der von den algerischen Truppen verübten Unmenschlichkeiten, erklärt Graf Chaudoroy, Diese Truppen hätten sich nur durch Vaterlandsliebe unD Hin­gebung besonders ausgezeichnet; von einem inhumanen Auftreten Derselben sei nichts bekannt geworden. Zum Schluß Der Note beschwert sich Graf Chaudordy Dar- scheint, oificiöse Correipondenz: Die von König Wdhelm nunmehr vollzogene Ueber- über, Daß Graf Bismarck Den von Herrn Favre erbetenen Geleitschein verweigert nähme Der deutschen Kaiserwürde macht hier in weiten Kreisen Den freudigsten habe, und Daß sich Die Preußen nicht scheuten, Paris, den Sitz der europäischen Eindruck. Schon seit Wochen erwartete man diesen wichtigen Act. Ein mach-

Civilisation, zu bombardiren und Durch Hunger zu Decimiren. tigeS consolidirtes Deutschland, in welchem alle Einzelstaaten Die mit Den gemein-

Wie DieD. R. C." hört, ist man einem förmlichen Complot, einer weil (amen Interessen verträgliche Selbstständigkeit bewahren, ist ein Hauptbürge des verzweigten Verbindung auf Die Spur gekommen, welche Die Befreiung resp. Re- allgemeinen Friedens. Bei den innigen Freuudschaftsbeziehungen aber, welche feit voltirung Der französischen Gefangenen zum Zweck hatte. Der Sitz Dieser Ver- lange zwischen Rußland und Deutichland belieben, kommt es unserer eigenen Sache

binDung soll in Frankreich fein, die Emissäre derselben aber sich bereits über ganz zu Gute, daß der vielbewährte Bundesgenosse möglichst gekräftigt aus dem jetzigen

Kriege hervorgehe. Für das übermütige unD friedenstörende Frankreich kann in

gedreht haben."

Graf Cvaudordy hat unterm 25. Januar ein Circularfchreiben an Die Ge- fandten Frankreichs gerichtet, in welchem er Die Note des Grafen Bismarck vom Darmstadt,

Job. Gebhardt, von Vers. Comp., aus Lauterbach, in Gefangenschaft gerathen.

1. Reiter-Regiment, Leibschwadron bei La Ferte Beauharnais am 22. Januar Carl Ludw. Schambach aus WormS, Carl Schmidt aus Groß-Buseck, vermißt.

Bei la Motte Bcuvron am 23. Jan.

Leonhard Luley aus Bensheim, vermißt,

Martin Gömmer aus Rtnderbügen, l. v., Schuß Durch Die Nase und Quetschung Der Stirne und des 1. Backenknochens, liegt im Lazareth zu Orleans.

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