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। . Gewinne betragen ui, 190,000, 115,000, ii, 160,000, 155,000, ui, 50,000, 40,000, ii M, 3 ä 15,000, a'10,000, 4 a 8000, a 5000, 4000, 29 ä mH ti ä 1500, 5 a 1)00, 206 ä 500 , 6 a
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Volks- und Kindervorstellung
in der
Amerikanischen Ausstellung
im Cafe Leib
Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, von Nachmittags 2 bis Abends 9 Uhr, zum Letztenmal.
Cntrve: Klein wie Groß 6 kr.
9080) Freitag den 1. October nimmt meine Schule wieder ihren Anfang.
Frau Dr. Di eh m.
9073) Ein Mitleser zur „Cölnischen Zei- tung wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.
Für die Hinterbliebenen der im Plauen'- schen Grunde verunglückten Bergleute sind durch Herrn Pfarrer Eigenbrodt in der Gemeinde Steinbach gesammelt 39 fl. 9 kr. und an uns abgeliefert worden.
Die Exped. oes Gieß. Anzeigers.
Grosse garantirte Geldverloosung.
9082) Am 20. September d. I. beginnt die vorn Staate eingerichtete und garantirte große Geldverloosung, worin: 25,300 Gewinne mit zusammen 3 Millionen 677,400 Thaler zur Entscheidung kommen.
Hierzu kostet ein ganzes Loos 2 Thlr.,
„ halbes „ 1 „
„ viertel „ V2 „
diese versenden wir auf vorherige Einsendung des Betrages mit amtlichem Plan, und mach Entscheidung sofort die betreffende Liste.
Gewinngelder zahlen wir gegen Einlieferung der Trefferloose sofort baar aus, und berufen uns auf unsere bekannte reelle Geschäftsführung. Unter den größeren Gewinnen figuriren folgende:
230,000. 130,000. 100,000. 50,000. 10,000. 25,000. 2 ä 20,000.
3 ä 13,000. 3 ä 12,000. 1 ä 11,000. 3 10,000. 4 ä 8,000. 3 a 6,000.
11 ä 5,000. 1 ä 4,000. 29 ä 3,000 131 ä 2,000. 6 ä 1,300. 3 ä 1,200.
156 ä 1,000. 206 ä 300 rc. rc.
Mit dem Verkaufe dieser Loose sind wir betraut worden und wolle man bei Bestellungen'sich direct an uns wenden. Beträge können der Postersparniß halber auf Postanweisungen machen, wobei um deutliche Adresse der Absender bitten.
8. Ä. Behrens «fc Co.,
Bank- und Wechselgeschäft in Hamburg.
Wichtig für Gicht- und Rheumatismus-Leidende.
9059) Die H. Schmid t'sche Waldwoll-Waaren-Fabrik in Remda empfiehlt den Gicht- und Rheumatismus-Leidenden ihre seit Jahren bekannten,
in Paris nur allein prämiirten Waldwollzeugniffe,
als Unterjacken, Unteibeinkleider, Strümpfe, Leibbinden, Flanelle, Garne, Köper, Gichtwatte, Kiefernadel-Oel und Extract rc-
Ausgezeickmet durch soliden Preis, Haltbarkeit und Eleganz, finden die Unterkleider auch bei Nichtleidenden mehr und mehr verdiente Aufnahme.
Zeugnisse und Information, sowie vollständiges Lager bei
I. A. Busch Söhne, in Gießen, wo auch die Zeugnisse und Empfehlungen von den Herren Aerzten eingesehen werden können; es sind dies die Herren:
Dr. Schillbach, Professor der medicinischen Fakultät in Jena.
Dr. W- Heuschkel, Amtsphysikus in Kaltennordheim.
Dr. Jacoby, praktischer Arzt in Magdeburg.
Dr. Pauly, praktischer Arzt in Tost.
Dr. Bujakowsky, praktischer Arzt in Rosenberg.
Gewinne und Zinsen werden in Gold in Paris, Brüssel, Frankfurt rc. bezahlt
Zur Erleichterung des Ankaufs kann man bei Unterzeichneten diese Obligations-Loose auch gegen monatliche Ratenzahlungen erwerben, und schon durch eine sofortige Anzahlung von nur
.W Thaler 2. — oder fl. 3. 30 für jedes Loos
stpiclt solches bereits in obiger Ziehung zu Gunsten des Käufers mit.
Die Beträge können durch Post-Einzahlung, Einsendung oder auch gegen Nachnabine berichtigt werden. — Verloosungspläne sowie jede weitere Auskunft gratis.
Morir Stiebet Söhne
Bank- und Staats-Effecten-Geschäft in Frankfurt a. M. An- und Verkauf aller Anlehens-Loose, Staatseffecten, Actien, Coupons rc. besorgen wir zum Börsencourse. (9065)
Privatmädchenlchule von Frau Math. Weissenbach.
9101) Den verehrlichen Eltern hiermit die ergebenste Anzeige, daß der Unter- richt am 4. October, Morgens 8 Uhr (für die IV. Elaste um 9 Uhr) wieder beginnt. Anmeldungen werden lederzeit entgegengenommen. B
Gießen, den 27. Sept. 1869. __________________Math. Weiffenbach.
|$tabt Madrider uriynglichr Fr. 100 Bbligations-Lovsk ZH^uptgcwinuc: Frs. 250,000, 100,000, 70,000, 50,000, 40,000, I 35,000 ii. s. s. '
ptädhffe Gcwi« n Zichu » g am 1. Oktober 1869.
Wegen Einsendung des Betrags ist der Preis eines Obligations-Looscs Rthlr. 16 = fl. 28.
Diese Anlehens-Loose rentiren zum jetzigen Cours, ohne die Chance der größeren Gewinne, auf 5 pCt- Zinsen per anno; sind mit jährlichen ^ins-Coupons versehen und spielen m allen Gewinnziehungen so lange mit, bis ihnen einer der im Plane verzeichneten Gewinne, wovon der geringste schon Frs. 100 — beträgt ru Theil geworden ist. — 0,0
Norddeutsche Paket Beförderung.
9097) Die Norddeutsche Paket-Beförderungs - Gesellschaft in Berlin wird mit dem 1. November den Betrieb eröffnen, zu welchem Zweck bis dahin alle Städte des Norddeutschen Postgebiets mit Agenturen zur Annahme und Ausgabe von Paketen besetzt sein müssen. Die Gesellschaft gewährt für jedes Paket eine bestimmte Provision, aus welcher sich für diese Agenturen eine nicht unerhebliche Einnahme entwickeln dürfte. — Bewerber in Langgöns, Treis, Allendorf, GrcLen-Buseck, Steinbach und Lich wer; den gebeten, ihre Addressen sah IV. P. B, G. Gießen poste restante niederzulegen.
F e u i l
D i e Namenlose.
Novelle von Theodor König.
(Fortsetzung.)
Einen außerordentlich lieblichen Anblick bot das tobte junge Mädchen dar.
Von einem Todtenhemde hatte Felicie durchaus nicht hören wollen.
Hyacintha lag in einem Nachtrocke von blauem Seidendamast da, auf dem Kopfe eine kleine Spitzenmütze, die Hände, deren rechte eine schöne weiße Lilie hielt, über dem Busen gekreuzt und den Sargdeckel schmückte eine Guirlande derselben duftenden Blumen.
Felicie selbst saß, andächtig in einem Gebetbuche lesend, ebenfalls neben der Leiche, als sie plötzlich schnelle Fußtritte vernahm nnd, erschrocken empor- blickend, mit den bleichen, abgehärmten Zügen eines Geistes Berthold vor sich stehen sah.
„Monsieur !" rief sie erschrocken aus.
„Felicie!" antwortete er in einem Tone, den die Gegenwart des Todes zum leisen Geflüster dämpfte.
„Felicie, ich wünsche meine kleine Schwester auf dieser Erde zum letzten Male zu sehen. Möchten Sie mich wohl auf einige Augenblicke mit ihr allein lassen?"
Felicie zögerte.
Sie glaubte ja fest, daß der Redende Schuld an Hyacintha's Tode sei.
ES schien ihr entsetzlich, den Mörder mit seinem Opfer allein zu lassen.
Was aber blieb ihr zu thun übrig?
Möglich ja immerhin, daß er bereute!
Wer vermochte zu sagen, wie sehr einige Augenblicke in der Gegenwart dieser unschuldigen Todten vielleicht auf seine schuldige Seele einwirkten?
„Wollen Sie mir diese Gefälligkeit denn nicht erzeigen, Felicie," bat der junge Militär ganz demüthig.
Der stolze Mann war durch seinen Gram bis zur kindergleichen Unterwürfigkeit gebeugt.
Der Ton, in welchem er sprach, und fein tief schmerzlicher Blick rührten sie, deshalb erhob sie sich.
„3a wohl, ich werde Sie auf einige Augenblicke verlassen, Monsieur," sagte sie. „Bitten Sie Mademoiselle, im Himmel Fürsprache für Sie einzulegen," fügte sie dann sehr ernst und feierlich hinzu.
Das unheimliche Grauen, welches er ihr verursachte, gänzlich zu verbergen, vermochte er nicht.
Als Berthold sich mit der Todten allein sah, beugte er sich über den Sarg hin und seine nicht länger zurückgeholtenen Thränen fielen heiß und schwer auf die bleiche Stirn derselben nieder.
„O, meine Hyacintha, meine Geliebte, Du mein höchster Erdenschatz," murmelte er, „vergieb, o, vergieb mir.
„Ach, Du fünfter Engel, ich habe entsetzliche Strafe für den selbstsüchtigen Stolz erdulden müssen, der mich zur Untreue gegen Dich aufreizte, — für den Mangel an Rücksicht auf Deinen Frieden.
l e t o u.
Ich bin zu einem entehrten Manne geworden, — zu einem Elenden, dem das Leben nid)t bie geringste Hoffnung mehr zu bieten hat. —
Ach, Geliebte, das Schicksal hat es übernommen, Dich entsetzlich zu rächen!"
Er beugte sich tiefer über die Todte hin, um wieder und wieder ihre kalte Stirn zu küssen.
Doch was war denn das?
Diese war ja feucht.
Sollte man es denn ganz versäumt haben, den Todesschweiß zu entfernen.
Er nahm sein Taschentuch hervor, um Hyacintha's Stirn zu trocknen, und küßte die Todte dann wieder und wieder auf Wangen, Lippen und Augenlider.
Aber mein Golt, es wollte ihm plötzlich vorkommen, als fühlte er die letzteren bei ihrer Berührung leise hin und her zittern.
„Soll ich denn wahnsinnig werden?" dachte er, sich in die Höhe richtend und die Leiche mit hochklopfendem Herzen anstarrend.
„Gewiß, die Augenlider bewegten sich! Oder das hin und her flackernde Licht der Kerzen müßte mich ganz arg getäuscht haben."
Kaum selbst othmend blickte er schärfer und prüfender in das Gesicht der Leiche.
Nein, es war keine Täuschung gewesen, was er gefühlt und gesehen hatte.
Langsam, sehr langsam öffneten sich jene Lider und die sanften Augen blickten mit traurigem Ausdrucke zu dem jungen Manne empor.
Was ihm in jenem so außerordentlich überraschenden, seligen Augenblicke die rasche Energie dazu verliehen, hat er nie zu begreifen vermocht, doch hob er Hyacintha ohne Weiteres aus ihrem Sarge und trug sie auf ein großes, ganz in der Nähe des Fensters stehendes Sopha.
Es mußte ihm, ohne daß er sich desselben später erinnerte, trotz der grenzenlosen Ueberraschung wohl sogleich der Gedanke gekommen fein, daß Hyacintha möglicher Weise vor Schrecken wirklich sterben könnte, wenn sie sich im Sarge wiederfände.
Er legte sich nieder, badete ihr die Stirn mit Wasser, rieb ihr die kalten Hände und erwärmte diese an seiner Brust. Zugleich rief er laut nach Felicie.
Die alte Frau, die zum Wachen bet der Leiche während der Nacht angenommen war, kam eilig herbei und Berthold gebot ihr, so schnell wie nur irgend möglich Wein zu bringen.
Ganz außer sich vor Verwunderung und Bestürzung, eilte diese sogleich zu Felicie, um dieser die Mittheilung zu machen, der junge Capitän sei plötzlich wahnsinnig geworden und habe die Leiche aus dem Sarge genommen.
Die arme Französin wußte kaum, wie sie in das Zimmer zurückgelangte, das sie erst vor so ganz kurzer Zeit verlassen hatte.
Als sie dort eintrat, wollte es ihr im ersten Augenblicke fast so Vorkommen, als müsse er den Verstand verloren haben.
Berthold kniete, Hyacintha in den Armen haltend, neben dem Sopha.
(Fortsetzung folgt.)


