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Zum Schutze Gießens.

?8 leLmir. BeÄtet' äum Schluss- noch einige positive Symptome von 'hoHCxfr/lkf aF/iiF (KXmUn.tS ... - . r '

«versltäten gleichgestellt zu werden, wofern ihre Zöglinge, caeteris paribus, mit 'den Zoglwgen der preußischen Universitäten innerhalb des gesummten Buudes- geblets die gleichen Rechte bekommen. Daß aber in eine solche Organisa­tion des norddeutschen Unversitätswesens, wie sie uns im Geiste des Nord­deutschen Bundes zu liegen scheint, die bestehenden Universitäten Gießen und Marburg vortrefflich hineinpassen, eine neue Universität zu Frankfurt a M aber keineswegs, bedarf keiner weiteren Ausführung.

das medicinische Studium blüht, deßhalb ausgehobeu werden, weil in Berlin viel großartigere Hospitäer sind? An Universitäten mit großen klinischen An­stalten fehlt es in Deutschland nicht. Jeder Mediciner kann sie besuchen, uni) wird sie mit um so größerer Frische und Empfänglichkeit für sich nutzbar machen, wenn er seine Vorstudien auf einer kleinen Universität absolvirt hat. Uebrigens

Gießen. In dem preußischen Mgeordnetenhaus kam bei der vor zwei läugnet werden soll. Aber muß das kleine Greifswald, wo bekanntlich gerade Monaten gepflogenen Debatte über die BudgetpositionUniversitäten" bekannt- 1 c ....... r

lich auch die Idee zur Sprache, die Universität Marburg uach Frankfurt a. M. zu verlegen, wurde jedoch, obgleich von dem Hause beifällig ausgenommen, durch die Erklärung des Cultusministers vorläufig beseitigt, daß die Staatsregieruug diese Idee zwar bereits erwogen habe, jedoch zu der Ueberzeugung gekommen ..... .........

sei, eine Verwirklichung derselben werde historische Interessen entschieden verletzen.!gebe ich gern zu, daß, wenn weder in Marburg''noch in Meßm ^'n^erfltLten

Ein Artikel in der Beil. z. Allg. Ztg. (Nr. 12),Die kleinen Universitäten bestünden, und es sich darum handelte, zwischen Bonn und Heidelberg eine neue (zum Schutze Marburgs)", gab einem KorrespondentenAus dem Großherzog- Universität anzulegen, Frankfurt a. M. dafür ein ganz geeigneter Ort wäre,

thum Hessen" (Beil. z. Allg. Ztg. Nr. 30) Veranlassung zur Empfehlung einer und Vieles für Frankfurt a. M. geltend gemacht werden könnte, was Ihr Cor-

Vereinigung der Universitäten Marburg und Gießen in Frankfurt a. M. respoudent nicht ausgesprochen hat. Aber'die historische Entwicklung hat doch,

Es gereicht uns zur Freude, daß aus dem sonst so schweigsamen Gießen ganz abgesehen von provinciellen oder localen Interessen, auch ihr Recht. Ge-

eine treffende, offenbar aus sachkundiger Feder geflossene, Erwiderung auf diesen rade weil Gießen und Marburg seit Jahrhunderten Universitätsstädte gewesen

Artikel erfolgt ist, welche wir unseren Lesern nachstehend unverkürzt mittheilen sind mit Universitäten von eigenthümlichem Gepräge, sind sie geeigneter es zu wollen: bleiben, als Frankfurt a. M., das, bei aller Hochachtung vor dem wissenschaft­

lichen Interesse mancher Frankfurter, vor allem eine Stadt des Geldverkehrs derR' zu werden. Man stelle Frankfurt mit seinen Wechslern wenigstens nicht wel- auf eine Linie mit Leipzig, dem Centralpunkt des deutschen Büchermarkts, und Auch möge man die äußeren Schwierigkeiten und Kosten einer Verlegung zweier m^ Universitäten nicht zu gering anschlagen; man verlegt Universitäten nicht so

Gießen, Ans. Febr. Ihre Beilage vom 30. Jan. brachte unter UeberschriftFrankfurt a. M. als Uuiversität" eineu längeren Artikel, in chem die Vereinigung der beiden kleinen hessischen Universitäten Marburg Gießen in Frankfurt a. M. empfohleu wird. Ihre Unparteilichkeit ist ,x , - - - - . , v , . -o,

Bürge, daß Sie einer Entgegnung zum Schutze Gießens Raum verstattenl eic9* *?ie. 1)011 Uner Garnisonsstadt zur andern marschiren läßt,

werden. I Endlich ist Ihr Correspondent auch davon überzeugt, daß es ein natio-

Der Verfasser jenes Artikels ist, wenn auch kein principieller Gegner der 5?^?? Cultur fortschritt sein, daß es im nationalen Geiste des Norddeutschen kleinen Universitäten überhaupt, so doch von der Unhaltbarkeit der beiden kleinen Bundes liegen würde, wenn man Gießen und Marburg in Frankfurt a. M. hessischen Universitäten überzeugt. Was die Uiiiversität Gießen betrifft, so be-I^^lngte. Da ihmdas durch engherzigen Confessionalismus sich geltend ruft er sich, zur Constatirung des Rückgangs derselben, sehr mit Unrecht auf wachende dermalige preußische Cultusministerium" zur Lösung einer so wichtigen die am 9. Juni 1866 gehaltene Rede des damaligen Rectors der Universität, uatlonalen Aufgabe nicht zusagt, so appellirt er au den Kanzler des Nord- Diese richtete sich mit ihren Klagen wesentlich gegen die kleinliche Art, in wel-putschen Bundes, und gibt demselben zu erwägen,, daß esim natioualeu Geiste cher die damalige demokratische zweite Kammer bei den Budgetberathungeu diel, er. Norddeutschen Bundesverfassung liegen dürfte, die Bande des deutschen Universitätsbedürfnisse beurtheilt hatte; einen Rückgang der Universität zu con- Univerfttatswesens, zunächst wenigstens im Bereich des Norddeutschen Bundes, statiren konnte die Absicht der Rede um so weniger sei», als die Zahl derpu welchem Marburg, Gießeu und Frankfurt a. M. gehören, enger, fester und Studierenden gerade in den Jahren 1861 bis 1866 sich von 335 bis auf 400 nationaler zu knüpfen." Allein gerade von diesem Standpunkt dürfte eine kgl. erhoben hatte. Darin hat der Verfasser allerdings recht, daß diese Zahl wtz^ preußische Universität in der mit Klagen über den Verlust ihrer Scheinsouve- wieder auf 301 gesunken ist; indeß solche Schwankungen der Frequenz, abJrane^ Jlcv verzehrenden vormals freien Reichsstadt, in welcher, um mich mild häugig von mancherlei zufällig zusammeuwirkeuden Ursachen, beweisen für die auszudrucken, der Geist des Norddeutschen Bundes noch durchaus nicht lebendig Haltbarkeit oder Unhaltbarkeit gar nichts. Auch Heidelberg leidet gegellwärtigU^wordeu ist, ein weniger geeignetes Mittel zur Propaganda des nationalen an einem starken, relativ noch stärkeren, Rückgang der Frequenz als Gießen ; Geistes des Norddeutschen Bundes sein, als die großh. hessische Laudesuniversität wer wird aber deßhalb an der Möglichkeit, ja an der hohen Wahrscheinlichkeit °^woge ihrer materiellen Interessen unbedingt zum Norddeutschen eines neuen Aufschwungs verzweifeln, oder welcher Badener wäre unpatriotischp11! ^avlttrenden und dem Geiste des^ Norddeutschen Bundes durchaus nicht genug, deßhalb eine Vereinigung von Heidelberg und Freiburg zu empfehlen? abholden ^>tadt Gießen. Auch wir wünschen, daß der Zeitpunkt nicht fern sei

Ihr Correspondent aus dem Großherzogthum Hessen, der seine Anschauun- 111 welchem der Bundeskanzler eine nationale Organisation des norddeutschen gen vom Universitätswesen mehr aus Robert Mohls Politik als aus der un-I^^brstratswesetts ui die Hand nimmt. Wir hoffen, daß eine dann zu beru- mittelbareii Quelle, dem Leben der Universitäten, geschöpft hat, sucht die Ur- l£n^e Deugirtenversammluug sämmtlicher iiorddeutschen Universitäten sich in dem fachen des Rückgangs der Universitätin der Unhaltbarkeit solch einer kleinen Gedanken einigen wird: alle, auch die preußischen Universitäten, für norddeutsche Universität eines zu größere» finanziellen Opfern nicht (und zumal jetzt nicht Dundesumversttaten zu erklären, dieselben bezüglich der Jmmatriculationen, der mehr) befähigten Staats, und in einer particularistischen Staatsleituna über- Prüfungen, der Promotionen und der akademischen Gerichtsbarkeit qemeinschaft- haupt." 1 llck)en von einer Bundesconimission zu überwachenden Vorschriften zu unterwerfen

Aber die finanzielle Lage des Großherzogthumö Hessen ist bekanntlichrie Vermögensverwaltung aber, die Ertheilung der venia legendi und die Be­es hat sich das sowohl bei dem unerwartet hohen Erträgnis; der neu eiugeführ- 011'1111?/11 Imtfl Währung» der Corporationsrechte der Universitäten theils den teil Einkommensteuer, als auch bei Abschluß der letzten 5procentigen Anleihe Provincialbehörden, theils den souveränen Staaten Sachsen, Hessen

gezeigt eine vergleichsweise sehr günstige. Eine Erhöhung der Staatsaus-Mecklenburg und den vereinigten sächsischen Hcrzogthümern zu überlassen, gaben, wie sie vor 1866 niemand für möglich gehalten hätte, ist ohne über- M Auf diese Weise wird die Centralisation der neun preußischen Universi- mäßige Belastung der Bevölkerung möglich geworden. Wie kann man daran! ,n auf dem Gebiete, wo sie sich, ganz abgesehen von der Richtung des je-

zweifeln, daß das Land, dessen Wohlstand sich stetig hebt, den sich ebenso stetigR Cultusministers, immer mehr als bedenklich erweisen wird, beseitigt- steigernden Ausgaben für die Universität stets gewachsen bleiben wird? lhibpulr oie prpbinclale Selbstverwaltung aber wird ein Arbeitsfeld gewonnen, das selbst wenn plötzlich die Nothwendigkeit einträte, das Universitätsbudget in eineiperpcn b"1 höheres Selbstgefühl verleihen und einen edlen Wetteifer der Uni- neuen Finanzperiode mit einem Sprung um 2030,000 fl. zu erhöhen, würde °ersttaten besitzenden preußischen Provinzen erzeugen wird. Die Universitäten das Land dieß irgend empfinden? Es mag Ihrem Correspondenteu zur Nach- G^ßen, Jena uud Rostock endlich werden es sich gefallen lassen, in den richt, den Freunden der Universität Gießen aber zur Beruhigung dienen, daß!???1 genannten Aeußerlichkeiten, die aber eben für das Verhältniß der Univer- noch in der gegenwärtigen Finanzperiode der Beginn eines Neubaues beabsichtiqtp^n zum Bund und zu den Bundesstaaten wichtig sind, den preußischen Uni- wird, dessen Gesammtkosten auf 150,000 fl. veranschlagt sind. ...' *

Das aus der particularistischen Staatsleitung geschöpfte Argument Ihres Correspondenteu ist aber außerordentlich schwach. War die hessische Staats­leitung von 1836 bis 1847 etwa weniger particularistisch als jetzt? und ist nicht gerade zu der Zeit, als die Leitung der Uuiversität in den Händen des particularistischen Hrn. v. Linde lag, die Zahl der Studierenden von 290 auf 570 gestiegen? Hat den Hrn. v. Linde sein Particularismus und Ultramon-

tanismus verhindert, der Universität im Ganzen, wie in den Naturwissenschaft- Es sei mir verstattet, zum Schluffe noch einige positive Symptome von lichen Fächern insbesondere, die sorgsamste Pflege angedeihen zu lassen? Man der Lebensfähigkeit Gießens hervorzuheben, was um so nöthiger ist weil man mag über den Particularismus des Hrn. v. Dalwigk denken wie man will, es hier nicht versteht, mit jedem einzelnen Vvrkommniß des academifchen Lebens Thatsache ist, daß in der Leitung der Universität nicht dieser Particularismus, Neclame zu machen.Man soll den Baum au seinen Früchten erkennen" die- sondern vielmehr eine gewisse, selbstverständlich in den Gränzen der Legalität Isen Satz darf Gießen, nachdem es nun einmal als unhaltbar, als einem un sich haltende, bureaukratische Gleichgültigkeit gegenüber der Universität empfun heilbaren Siechthum verfallen der Oeffentlichkeit denuncirt worden ist obne den worden ist. Ist es denn nun aber so ganz unmöglich, daß Hr. v. Dal- Ruhmredigkeit für sich geltend machen.

wigk, nach den Erfahrungen der letzten Jahre und Monate, sich entschließt, den Es ist eine nöthigenfalls mit Namen zu belegende Tbatsacke bnfi in Schwerpunkt seiner staatsmännischen Thätigkeit aus dem Departement des Gießen gebildete und geprüfte Cameraliften Mathematiker und

A-ußern in das des Inner.,, speeicll des Unterrichtswesens, zu verlegen ? Man den letzteren Jahren ohne Weiteres m Preüßen Akstellu a achmdm b ben la" b und von Erfolg gekrönte Vorgang des sächsischen so zu sage», eine gesuchte Waare sind. Von Gießener Privatdocenten der lekten

Cultusministers v. Falckensteni mußte geigen, bop bie -n-rgische uud einsichtige Jahre wirken jetzt als Professoren in Folge an sie erqangener Berufuua« Leitung einer Landesumversitat emes der dankbarsten Arbeitsfelder des berech- der Mediciner Mosler und der Theologe «ötfter in Greifswald

? d'l?articular,smi,s ist Wenn die Falckenstein'sche Uuiversitätsverwaltung Thudichum in Tübingen, der Jurist Merkel in Prag der National°k?2 es dahm gebracht hat, daß Leipzig, ehemals eme Universität mit 700 Studie- Umpfenbach in Würzburg, der Philolog Schwabe in Dorpat Sie ienäl o rendeu, letzt der größten preußifchen Universität Concurrenz machen kann, warum doch Gelegenheit gehabt babeu, sich hier als Lehrer und Gelehtte so !u em sollte eine ähnliche Unwersitatsverwaltung die Landesuuiversität des Sachsen wickeln, daß sie zur Ausübuna ihrer ieüiaen Nro^ssnv-n mLrlvL ° V am uächsten stehenden ^taat^ fceS Norddeutschen Bundes nicht zur Concurrenz Wenn es ferner freilich sehr zu bedauern ist, daß Männer toterer ^^eniifer nnt ben mittleren preußischen Universitäten befähigen können? Und wenn Hr Kopp, der Theologe Gaß, der Mathematiker Clebsch und der -lur,sk I v. Dalwigk zu alt sem sollte, um em Interesse an den Universitätsaugelegm- die Universität Gießen verlasien haben, so ist doch sicher eine Universität

he,ten sich anzu-ignen, das ihm bisher fern lag, ,st es dann ein Hochverrath, unhaltbar, an der diese Männer eben d!s haben we^en öunen was sieÄ«

daran zu denken daß auch Hr v Da w.gk einst einen Nachfolger haben wird? Universitäten Heidelberg, Göttingen und Wien begehrenswer h^ersckeiue! lieü

L-egt der Gedanke a diese Möglichkeit nicht viel näher als der au die Ver- Und hat nicht die preußische Regierung für ihr-

emigung zweier Universitäten an einem dritten Ort? den Director Gustav fSehpr aleicklall« ? nbci

Mit dm Beweisen für die Unhaltbarkeit der Uuiversität Gießen, di- Jhrl seits ist es keineswegs Uchtig, dch jeder, der Gelegenheit "hm "von Gieüm fort Korrespondent vorbnngt, ist ev al^o Nichts. Ebenso steht es aber mit seinem znkommen, diese Gelegenheit ergreift, etwa wie die Ratten^ ein sinkendes Sckiff Beweise für die ausgezeichnete Geeignetheit Frankfurts zum Sitz einer Uuiver- verlassen. Noch innerhalb des letzten Jalws BaBpn btr ®

ft t. Er macht in dieser Beziehung nur das Vorhande?iseiu großer Hospitäler der Physiker Buff, der Architec 1 b«

ßeltenb, deren hohe Bedeutung für eme medicinische Facultät gewiß nicht ge- legenheit nicht benutzt, sondern es Vorgehen, die ihnen"tteb gewordene Thättg^