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Preis vierteljährlich 36 ft. mit Bringcrlohn. Durch dir Post bezogen vierteljabrlick 49 fr

Gicßmer Alyciger.

(5tjd>fint wöchentlich breu mal; Dienstags, Donner­stags und Samstags. Erpedition: (ianUeibern

Lit. B. Nr. 1

Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kiefzen.

Nr. 7'i.

Samstag den 26. Juni

1869.

tfcsr Einladung gim Abonnement.

Mit dem 1. Juli beginnt ein neues ^jähriges Abonnement auf den

Gießener Anzeiger.

Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei in's Hans geliefert. Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Landpostbotcn abonniren können, beträgt der '^jährige Abonnementsvreis LN Kreuzer incl. Postaufschlaqs.

Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß nur dann voll­zählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn sie fchon jetzt bei der Poft ihr Abonnement erneuern.

Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im III. Quartal 1M>9 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung er­heben lassen. Die Expedition deS Gießener Anzeigers.

Brodpreife vom 26. Juni bis H. Juli 1869, nach eigener Erklärung der Bäcker;

4 Pfund gemischtes Brod IG fr. 2 Pfund gemischtes Brod 8 fr. 4 Pfund Roggenbrot? 13V2 kr- 2 Pfund Roggenbrod 63/4 fr.

Gdictallad u n g.

5518) Am 22. December 1867 verstarb zu Allendorf a. d. Lahn Martin Volk I. von da, mit Hinterlassung eines Testamen­tes, in welchem er seine Kinder

l. aus erster Ehe:

1) Anton Volk 111,

2) Kaspar Volk,

3) Katharine, verehelichte Feiling oder vielmehr deren Nachkommen,

4) Martin Volk;

II. aus zweiter Ehe: Ludwig Volk XIV

zu Erben eingesetzt, gleichzeitig jedoch an­geordnet hatte, daß die Erben unter I, 3 und 4 durch das, was sie schon empfangen, der Erbe unter 11 dagegen durch den Mehr­werth der ihm am 3. December 1866 für 700 fl- angeschlagenen Immobilien, bestehend aus der Hofraithe im Ort, I/209 47 LHKlftr., mit darin befindlichen Gegenständen und dem Acker am Hörweg, X 184 158 lUKlftr-, abgefunden und letzterer zugleich auf den Pflichttheil beschränkt sein solle. Nachdem nun der Nachlaß des Martin Volk > und derjenige seiner Frauen gerichtlich aufge- nomnicn und unter Zuziehung eines für die in Amerika unbekannt wo / abwesenden Erbinteressenten I, 3 und 4 in der Person des Adam Lenz von Allendorf bestellten Kurators in der Art getheilt worden ist, daß Anton Volk HL und Kaspar Volk den ganzen väterlichen 9tachlaß und denjenigen der ersten Frau gegen die Verpflichtung er- lhalten haben, den abwesenden Erben ihren «curatorisch zu verwaltenden Antheil an dem letzteren nach der Taxation des Inventars

Besondere Bekanntmachungen.

Oeffentliche Ladung

5516) lieber den Nachlaß des am 13. März L I. verstorbenen Justin Eber­hardt von Gießen ist der förmliche Con- cursprozeß erkannt worden. Es werden deshalb alle Diejenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, aufgefor­dert, solche nebst etwaigen Vorzugsrechten bei Meidung Ausschlusses von der Masse und Nichtberücksichtigung der Vorzugsrechte im Termin

Montag den 26. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, dahier anzumeldeu und zu begründen. Im Termin soll zugleich die Güte versucht, er­forderlichen Falls ein Glüubigerausschuß und Massecurator bestellt, sowie überhaupt wegen weiterer Behandlung der Sache Be- fchluß gefaßt werden und wird in diesen Beziehungen von allen nicht erscheinenden Gläubigern Zustimmung zu den Beschlüssen der Mehrheit angenommen.

Gießen, den 26. Mai 1869.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, O p p e r in a n n, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Oeffentliche Aufforderung.

5521) Die Wittwe des Johannes En­gelhardt UI. von Alten-Buseck ist mit der Mehrzahl der Gläubiger ihres verstor­benen Vtannes, über dessen Nachlaß von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Oberhessen der förmliche Concurs erkannt worden ist, ein Arrangement abgeschlossen. Sämmtliche dem Arrangement noch nicht beigetretenen resp. die unbekannten Gläubi­ger werden unter Gestattung der Einsicht des Protokolls in der Registratur des unter­zeichneten Gerichts hiermit aufgefordert, so- gewiß binnen vier Wochen ihre Einwen­dungen vorzubringen, widrigenfalls dasselbe bestätigt und zum Vollzug gebracht wer­den wird.

Gießen, den 16. Juni 1869.

Grobherzogliches Landgericht Gießen Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Asscssor.

Verfteigerungen.

5535) Montag den 28. d. Mts., st^achmittags halb 3 Uhr,

sollen in der Wohnung des Louis Kohler- manu dahier die Ntodilien der verstorbenen Louise Rtergott, bestehend in

Sopha, Tischen, Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsstücken u. s. w.,

gegen baare Zahlung versteigert werden. Gießen, den 25. Juni 1869.

K. Vogt, Ortsgerichtsmann.

berechnet, in Geld auszuzahlen, bezüglich des elfteren dagegen diesen Erben für den Fall, daß sie die Erbschaft antreten und ihre im Testament behauptete Abfindung bestreiten sollten, einzustehen; so werden hiermit die abwesenden Erbinteressenten, nämlich Katharine Feiling, geb. Volk, und Martin Volk oder deren 9tachkom- men aufgefordert, binnen drei Monaten so gewiß dahier in eigener Person oder durch einen gehörig Bevollmächtigten zu erklären, ob sie die väterliche Erbschaft antreten und ob sie das Testament, das Inventar, den Antragsvertrag über die Hofraithe und den Acker am Hörweg und die Theilung des väterlichen und mütterlichen Nachlasses an­erkennen, als sonst die väterliche Erbschaft als von ihnen ausgeschlagcn, das Testa­ment und Inventar aber, sowie der An­schlagsvertrag und die Theilung als von ihnen anerkannt angesehen und gerichtlich bestätigt resp. vollstreckt, insbesondere die Ueberschreibung der Immobilien nach Maß­gabe des Antragsvertrags und der Theil- zettel auf Namen der übrigen Erbinteressen- ten mit der Wirkung des Eigenthumsüber- gangs verfügt werde.

Gießen, den 21. April 1869.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stadtrichter.

Die Veigebunsi von Bauarbeiten bei der Stadt Gießen.

5539) Mittwoch den 7. Juli, des Morgens 9 Uhr, werden auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden verstei­gert, als:

Zimmerarbeit, veranschl. zu 46 fl. 54 kr.

Maurerarbeit. 35 56

Schreinerarbeit, 176 55

Spenglerarbeit, 50

Weibbinderarbeit, 40

Schlosserarbeit, ,, 46 30

Die Kostenüberschläge liegen offen Gießen, den 24. Juni 1869.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Vogt._____________ 5533) Dienstag den 29. d. Mts. sollen die Kirschen an den auf der Staatsstraße von Lich nach Butzbach befindlichen Bäu­men in mehreren Loosen meistbietend ver­steigert und der Anfang Morgens 10 Uhr bei Hof-Güll gemacht werden.

Sollte an diesem Tage Regenwetter ein­treten, so wird die Versteigerung in dem Hause des Wirths Görlach zu Eberstadt abgehalten.

Gießen, den 26. Juni 1869.

Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. ____________Holzapfel.___________ 5177) Montag den 28. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiestgem Nathhause die dem Jacob Braun gehörigen Grundstücke meist­bietend versteigert werden, als: Flur Nr. OKlitr.

5/iü5 106 Acker an der Broßbrücke,

gibt 29 kr. Grundrente, 5/iot> 52 .Acker daselbst, gibt 14V2 kr- Grundrente,

5/ac2 734 Acker am Krofd'orfer Weg,

gibt 1 fl. 38', 2 kr. Grund­rente,

V/24 494 Acker zwischen dem Stadt-

gut und großen Grasweg, 19/g2 74 Acker im Gänswinkel am

Mittelweg im Eent, ,9/g3 78 Acker daselbst.

Gießen, am 26. Mai 1869.

K- Vogt, Ortsgerichtsmann.

5507) Donnerstag den 1. Juli d. I., Nachmittags 5 Uhr,

soll die den Emil Sundheim's Erben ge­hörige Badenburger Mühle, 704 lDKlasier, auf dahiesigem Ortsgerichts - Büreau ver­steigert werden.

Die Aiühle, an der Lahn stehend, mit

3 Mahlgängen und 1 Schlaggang nebst Oeconomie-Gebäuden, befindet sich in gutem Zustande und hat bedeutende Wasserkraft.

Wieseck, am 11. Juni 1869.

Großherzogliches Ortsgericht Wieseck.

L a 11 g.

5532) Nächste Woche, Donnerstag den 1. Juli und die folgenden Tage, läßt der Unterzeichnete nachstehende Gegenstände, als:

11 Pferde, 2 Fahrochsen, 9 Stiere, 8 Kühe, 5 Rinder, 5 Kälber, 9 Schweine, Hühner und Enten, 7 Oeconomie-Wagen, 1 Chaise - Wagen, Erndte-, Holz- und Dungleiter neaft Wagendiele, 3 Kar- tosielkasten, 9 Pflüge, 5 Eggen, 1 Walze, 1 complettes Chaisen - Geschirr, Pferde- und Ochsen-Geschirr, verschiedene Ketten, 1 Fegmühle, Dreschgeräthe, 1 Pfuhl­pumpe, 1 Pfuhlfaß, 1 Partie Mist, 1 einfache Dampfbrennerei mit 3 steiner­nen Maischbütten, 1 Maischpumpe rc. rc., 1 Partie Wagner- und Schreinerwerk­holz, 1 Hobelbank, 1 Schnitzbank, Pferch­horten mit Pferchpfählen, Schaafraufen und Schaafkrippen, 2 Schäferhütten, mehrere Wagentücher, 1 Partie Säcke, 1 Partie Backreiser, 2 Kessel, worunter 1 kupferner und 1 gußeiserner, 2 Fut­terschneidmaschinen, 1 Dickwurzmaschine, Sensen, Rechen, NUsthaken, Heu- und Aliftgabeln, Heustränge, 1 Partie Platt- ziegel und Backsteine, 2 Aexte, 1 Schrot­säge, 1 Handsäge, verschiedene Hacken und Schippen, 2 Waagen, mehrere Tische, Stühle, Schränke und Küchengeräthe, 1 Sopha, mehrere Bettstellen und Betten öffentlich an den Meistbietenden versteigern.

Der Anfang ift Morgens 8 Uhr. Storndorf, den 24. Juni 1866.

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Braunkohlen - Verkauf.

5523) Für die gegen Eredit zu beziehenden Braunkohlen beginnt auf dem Großherzog­lichen Dorheimer Bergwerk mit dem 1. Juli 1869 eine neue Creditperiode, laufend bis Ende September und verbunden mit einer Zahlungsfrist bis Ende December d. I.

Der Preis der Kohlenklötze ist wie seither 12 kr. für den Centner = 14 Stück Klötze. Holzkohlen werden, soweit der Vorrath reicht, der gemessene Centner zu 16 kr. ver­abfolgt- Im Interesse der Consumenten wird es liegen, wenn sie sich vorher durch Anfrage bei der unterfertigten Stelle ver­gewissern wollten, ob die gewünschte Koh- lenguantität gerade vorräthig ist.

Die Fuhrleute wollen die Gegenscheine, welche ihnen bei Abgabe des Bürgscheins eingehändigt werden, bei jedem Kohlcnbe- zugc mitbringen, damit die einzelnen Bezüge in dem Gegenscheine notirt werden können. Bei Zahlung der Creditsumme an Groß- herzogliche Bergkasse zu Friedberg ist gleich­falls die Vorzeigung des Gegenscheins er­forderlich.

Torhenner Bergwerk, den 23. Juni 1869. Großherzogliches Berg amt Dorheim.

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