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Georg Ruckstuhl, Zimmermeister, vor der Neustadt.
2425) Unterzeichneter empfiehlt sich zur Uebernahme von Zimmerarbeit und ver-
Ziehung
am 14L k. M.
niren angenommen und schnell besorgt bei Wilhelmine Fuhr.
Hauptpreis
250,000 Mk
Wohnungs - Veränderung.
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Th. Brummer, Friseur.
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bieten die von der Stadt Madrid garantirten 100 Franken-Obligations-Loose.
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Die Obliaations-Loosc sind mit jährlichen Zrnscoupons « 3 Franken versehen, welches zu dem jetzigen Ankaufspreis einen Zins von 5 pCt. ergibt -außer diesen Zinsen muß jedes Loos mit Gewinn gezogen werden, wovon bCr Sowohl'btt^ ZinsenOals^die^Prämien werden in Berlin, Breslau, LeivUa Hamburg, Frankfurt a. M-, Stuttgart, Paris, Genf rc. ohne den'gn-inosten Abzug in.französischem Gelbe, ausbezahlt-
Die nächste Gewinnuehung findet schon am 1. 3pril i. ». statt.
Oblig°ti?>'s-L°°I- a 16 preutz. Th-l^r fl. 28. (B«Ioofun88pI«n gratis) sind zu beziehen durch Moriz «trebel «-ohne
Bank- und Staats-Effecten-Geschäft in Frankfurt a. M. pm An- und Verkauf aller Anlehens-Loose, Staatseffecten, Actien, Cou- pons rc. besorgen wir zum Börsencourse. _______
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Serben zum Waschen, Färben und Facon- spricht billige und reelle Bedienung.
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stattfindenden großen Gewinnziehung der neuesten von allerhöchster Regierung ausgegebcnen
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2418) Zilm Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse nöthig sind, werden Agenten gegen eine angemessene Provision gesucht. Reflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben B. B. 80 an die Exped. d. Bltts. franco einzusenden.
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2405) Tüchtige Bau- und Möbel- schreiner erhallen dauernde Beschäftigung; auch kann ein Junge sogleich oder auf Pfingsten in die Lehre treten bei
Will». Kratzenberger, Schreinermeister.
2410) Nr. 45 (W- H- Kaufmann) hat die Bücheleisen (Blättchen) gewonnen.
E g l y, Polizeidiener.
2383) Ein Garten, in der Nähe des Asterwegs, wird zu pachten gesucht Lit. A. Nr. 131.____________________________________
2384) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei
M- Nagel, Schuhmacher.
2381) 1900 fl. sind auszuleihen. Wo? sagt die Exped. d- Bltts.
In den letzten politischen Kämpfen hat es sich gezeigt, wie wichtig eine tüchtige, dem freiheitlichen und einheitlichen Fortschritt dienende Presse ist, wie schädlich dagegen volksfeindliche Zeitungen wirken können. Wir fordern daher unsere Gesinnungsgenossen in Stadt und Land auf, überall auf die für das Wohl des Volkes thätigen Blätter zu obonniren, diese dadurch in ihrer Wirksamkeit zu unterstützen und ihnen den Sieg der Fortschrittspartei herbeiführen zu helfen. Für unser Land und unsere Provinz empfehlen wir insbesondere den
Wtcnuicr Mni,
ber feit langen Jahren in Butzbach 3mal wöchentlich erscheint unb bie Interessen unseres Laubes unb unserer Provinz vom entschieben freisinnigen Stanbpuncte aus ver- ritt Derselbe enthält neben Leitartikeln, Wochenberichten, Verhandlungen des Reichstags und Landtags, Tagesgeschichte, in jeder Nummer eingehende Mittheilungen über die Vorgänge und Ereignisse in Hessen und insbesondere m unserer Provinz und bemüht sich durch reichhaltigen Inhalt, entschieden liberale Gesinnung und volksthumliche Svracke den Lesern ein richtiges Bild von der politfichen Lage, den volkswirthschaftlichen Strebungen und geistigen Fortschritten m geben ®er|elbe bringt .in eurem „<5onntag§^ blatt" gutgewählten Unterhaltungsstoff und dient durch lernen reichhaltigen Juferaten- theil dem öffentlichen Verkehr unserer Proomz und der angrenzenden Gegend. Man abonnirt bei allen Postanstalten und Postboten viertchahrlich für 54 fr. mit Bnnger- lokm Inserate finden weite Verbreitung und wird die Petitzeile oder deren Raum zu 3 fr berechnet, bei mehrmaligem Einrücken mit entsprechendem Rabatt.
Telegraphischer Schiffsbericht,
mitgetheilt von Chr. Wallenfels jun.
nach New-Aork.
von Bremen
Baltimore.
Liverpool Havre Hamburg Bremen
" Bremer „ Herrn
Der Hamburger Dampfer Holsatra ist
Bellona Hammonia Smidt Baltimore
•mann, „ 11 „ 10 „
t, von New - Aork kommend, nach einer
Reisedauer von 8 Tagen 17 Stunden eingetroffen.
Abgehend:
Dampfer Main „ Samaria
Angckommen in New-Aork:
Das Hamburger Postdampfschiff Cimbria, Reisedauer 11 Tage - Stunden, Germania, „ 10 „ 16 „
Wegen Auskünften und Passagen beliebe man sich an Obigen zu wenden.
Am 27. März u 27. „
„ 30. „ „ 31. „ „ 7. April
Feuil leio n
„Ah, ah!" rief Mr. Noussel lachend.
(Fortsetzung folgt).
'die warmherzige Frau sprach manches Wort des Trostes zu ihr, bis sie dieselbe endlich in wirklich beruhigterer Stimmung verließ.
Am Morgen darauf erschien ste auf's Neue mit einem Paar Rebhühner.
„Mr. Noussel schickt viele freundliche Grüße und läßt Sie bitten, diese Vögel von ihm zum Geschenke anzunehmen. Einer seiner Schüler hat ihm einen ganzen Korb voll Wild zugeschickt und er glaubt, daß diese Rebhühner Ihnen ein kräftigendes Gericht liefern werden. Er erkundigt sich tagtäglich ber mir nach Mrs. Mafon's Befinden." ,
, Ich bin Mr. Noussel außerordentlich verpflichtet für seine Aufmerksamkeit, antwortete meine Mutter mit bebender Stimme, „doch ich mag keine Geschenke annehmen." . , , m
„Thorheit, Thorheit!" rief Mrs. Terrin, „auch mir hat er em Paar an- geboten und ich habe sie angenommen. Warum also, in aller Welt, wollten denn Sie die Vögel zurückweisen? Das würde doch sehr unfreundlich aussehen. Ich will sie Ihnen recht schön braten, nur weisen Sie sie nicht zuruck, MrS.
Unfreundlich wünschte meine Mutter keinenfalls zu erscheinen, die Rebhühner wurden also angenommen.
Welch' eine köstliche Mahlzeit wir an diesem Tage hielten I
Auch meine Mutter schien sich an der ungewohnten, schmackhaften Speise nicht wenig zu erquicken.
Es verstrich eine andere Woche, während welcher uns Mr. Noussel auf S Neue mit Rebhühnern versorgte und uns außerdem einen schönen Fasan zu- sandte.
DaZmeine Mutter sein erstes Geschenk einmal angenommen hatte, so handelte sie nur csnsequent, wenn sie auch die späteren nicht zurückwieS, und ihr Aussehen begann sich durch die gesunde, kräftige Nahrung wesentlich zu bessern.
Gegen das Ende dieser Woche wurde eines Morgens an unsere Thür geklopft und auf das „Herein" meiner Mutter trat Mr. Noussel in's Zimmer.
Wenn man bedenkt, daß dies unser einziges Gemach war, so wird man es natürlich finden, daß meine Mutter Verlegenheit empfand, als sie seiner ansichtig wurde, und diese war so auffällig, daß Mr. Noussel sich uns mit großer De- muth näherte.
„Ich bevaure sehr, wenn ich Sie belästige, Madame," sagte er, „doch ich wünschte sehr, einige Worte mit Ihnen zu reden."
„Ich werde MrS. Terrin bitten, mir zu unserem Gespräch die Benutzung ihres Wohnzimmers zu gestatten," antwortete meine Mutter, hoch erröthend. „Dort werde ich mit Vergnügen anhören, was Sie mir zu sagen haben."
Meiner Muller Schicksale.
Erzählung von Fanny Herbert.
(FortseSung.)
Er war ein großer, magerer Mann, mit blassem Gesicht, Hellem Haar und matten grauen Augen. , k ,
Sein Gesicht sah fast aus, als würde eS niemals gewaschen, dafür aber waren seine Hände fast wunderbar rein und weiß und an einem seiner Finger glänzte ein großer Diamant. ,, p
Er trug einen schmutzigen Schlafrock von zweifelhafter Farbe und feine Erscheinung machte auf mich den Eindruck des Sonderbaren.
^ Während ich so mein Auge Über Mr. Roussel'S Persönlichkeit hingleiten IM, bemerkte ich, daß ich selbst »on ihm seh- genau gemustert rourte, bis er mir -nblich ouf'6 Reue °ie Wange streichelte unv dabei, roie zu sich selbst, einige Worte französisch murmelte, welche ich nicht -erstand, obgleich ich in ber Schul- allerdings Französisch gelernt hatte.
In der Schule Französisch gelernt haben unb es »erstehen, sind freilich aber auch sehr verschiedene Dinge. ,
Meine Mutter erlangte endlich die Besinnung wieder und war nun tm Stande, der MrS. Terrin und dem hülsreichen Mr. Noussel ihren Dank auSzu- ^Während sie es that, blieb Mr. Roussel'S Auge unverwandt auf ihrem Antlitz haften, und es schien mir in diesem matten, grauen Auge wahrend dessen ein ganz eigenthümlicheS Licht aufzuleuchten. r, g
Meine Mutter war sehr hübsch, obgleich zetzt von sehr bleicher Gesichtsfarbe, ihr Wesen und ganzes Benehmen so ruhig, gracios und voll edlen Selbstbewußtseins, daß sie Jedem, der sich ihr näherte, achtungsvolles Interesse abno- l|,l6te'®3enn -s in meiner Macht liegt, Ihnen irgendwie nützlich zu sein, Ma. dame' so wird es mit besonderem Vergnügen geschehen, sagte Mr. Roussel, welcher zugleich die Rücknahme der Flasche Eau de Cologne verweigerte.
Wir wiederholten unseren Dank und er entfernte sich.
Während der nächsten Tage fühlte meine Mutter sich unwohl und vermochte md)t Jh/war^der Kopf schwer, ihre Augen schmerzten, Alles schwamm ihr vor den Blicken und sie fürchtete das Herannahen einer schweren Krankheit.
Wenn ich allein wäre," sagte sie im Tone der Angst, „so mochte über mich ergehen, was da wollte, ich würde es muthig ertragen; wer aber wird sich meines armen Kindes annehmen, wenn ich sterbe?"
Mrs. Terrin, die uns täglich besuchte, trat eines Tages eben in demselben Augenblicke bei uns ein, als sie traurigen Gedanken dieser Art Worte gab, und


