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Aeikage zu Mr. 45 des Aießener Mnzeigers
Tagesordnung: 1) Beginn der Schießübungen und Festsetzung der Schießtage:
2) Beschlußfassung über ein eingegangenes Gesuch. Der Vorstand.
Bekanntmachung. Der Vormittags-
Gottesdienst beginnt nun wieder um 9 Uhr.
Ätrd)4idt>e Anzeigen
Evangelische Gemeinde zu Hießen^
G o t t e S d i e n st.
Am 18. April. Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
(Feier des heil. Abendmahls). Nachmittags: Mitprediger-VikarVigelius.
Kopulirte.
.. D/n: 10. April. Heinrich Vogel, Sta- ttons-Asststent bet der Main-Weser-Bahn Ml er, heimathsberechtigt zu Worms, des Würgers und Zimmermanns zu Semd, Io- tlaiLn ^a,n .^oget, ehelicher Sohn; und Katharina Ziegler, des verstorbenen Bür- gers und Wirths zu Oppenheim, August Ziegler, eheliche Tochter.
Den 11. April. Heinrich Ernst Schrö- ter Burger und Schlosser an der Cöln- Gleßener Bahn dahier, ein Wittwer; und
Luise Konradine Elisabethe Wilhelmine t Schwall, des hiesigen Bürgers und Küfer- . metsters, Philipp Christian Martin Schwall eheliche Tochter.
Getaufte.
en ü- .A p r i l. Dem Bürger und Drechsler, Heinrich Emil Schäfer, ein Sohn, Karl Emil, geboren den 12. März.
Den 15. April. Dem Bürger und Kaufmann, Karl Lony, ein Sohn, Georg Heinrich, geboren den 13. März.
Beerdigte.
Den 10. April. Georg Pfeiff, Orts- Londorf und Bremser an der Maln-Weser-Bahn dahier, alt 57 I. 8 M.
T., gestorben den 8. April.
~^enJelben. Ein ungetauft verstorbener ^ohn des Burgers und Güterarbeiters an der Main-Weser-Bahn, Ludwig Karl Steinmeier, alt 2 T-, gestorben den 9. April-
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Vermischte Anzeigen.
Schützmgcscllschast in Gießen.
3439) Die Mitglieder werden hiermit zu einer
G c n c r n l v r r s a in m l u n g
Montag den 19. April,
Abends 9 Uhr,
in's C nfs Ebel eingeladen.
Scl-ulprnfurigen.
Die öffentlichen Prüfungen unserer städtischen Schulen werden nächste Woche beginnen, und zwar sollen '
Dienstag den 20. April, Vormittags von 8-12 Uhr, die vierte und dritte Classe,
Nachmittags von 2—o Uhr die zweite Classe und
Mittwoch den 21. Aprtt, Vormittags von 8—12 Uhr, die erste Classe der Stadt- knabenlchule (Schulstraße),
Donnerstag den 22. April, Vormittags von 8—12 Uhr, die vierte und dritte Classe
Nachmittags von 2—5 Uhr die zweite Classe und
Freitag den 23. April, Vormittags von 8—12 Uhr, die erste Classe der Stadtmädchenschule
4rtfdj6ädler zu fließen.
0nntag b en 18. April. Mgust Noll auf der Mausburg. Wilhelm Hartmann m der Neustadt. Carl Löber am Lmdenplatz.
C u r i o s u m«
- .Ei" Afrikaner berichtet, daß die überall so rasch einaetretene warme Alles in so auffallender Weise kräftig entwickelt Bat, baft SfdLninÄ“ ® Lmdenhof die Nachtigall vor einigen Tagen zum erstenmale geschlagen habe.
(Orpheus.)
i Epi Septische Krämpfe (Fallsucht)
heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. Klllisch in Berlin, jetzt Mittel- Strasse Ar. O. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt.
geprüft werden.
Indem wir Vorstehendes zu Anzeige bringen, laden wir Aeltern und Schulfreunde zur Thetlnahme an diesen Prüfungen freundlichst ein.
Gießen, 15. April 1869. Der evangelische Schulvorstand:
Dr. Seel.
Telegraphischer Bericht,
mttgetheilt von dem Haupt-Agenten E. W. Dietz.
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Union, am 1. April von New-Vork abgegangen, tst am 12. April, Abends 10 Uhr, wohlbehalten unweit Cowes eingetroffen.
Feuilleton.
Späte Vergeltung.
Criminalnovelle von Fr. Wilibald Wulff.
Still und einsam, jedes menschlichen BerklhreS bar, wie kaum ein anderer Fleck der Erde, lag die Watt.
Es war im Anfänge des Octobcr-MonatS.
Der Sturm hatte fast ununterbrochen acht Tagc rung an oer jinpc wigS gewüthet.
Häufige Springfluthen hatten die Bewohner ber Insel in Schrecken versetzt.
Jetzt schien die Gefahr vorüber, mit ruhigem Lächeln trat der Insulaner aus seiner Hütte, in welche das Unwetter ihn so lange gebannt, mit kundigem Blick untersuchte der Deichgraf die Schäden und Risse, die das tobende Meer am Deiche verursacht hatte, langsamen aber sicheren Schrittes watete der Schlickläufer in dem Schlamme, der sich an seine Sohlen klebte.
So weit das Auge nur sehen konnte, war er das einzige lebende Wesen auf ber bleigrauen Ebene, welche sich gegen die weithin ausgetretenen Meeres- Wogen abdachte.
Er war allein auf dem weiten Watteboden und nur das Krächzen einer Seemöve, die langsam über seinem Haupte dahinstrich, unterbrach die Grabesstille, welche ringsumher herrschte.
Es ist ein trauriges Gewerbe, welches der Schlickläufer treibt.
Er kämpft mit Gefahren, von welchen der Bewohner des festen Landes sich kaum einen Begriff machen kann.
Jeden Augenblick droht der feuchte Boden ihn zu verschlingen, und wenn er auch die genaue Zeit der Fluthwiederkehr zu berechnen weiß, so ist er doch nie sicher, daß ihn das Meer nicht plötzlich überrascht, wenn er seine Entfernung vom flachen Lande nicht jederzeit sorgsam abzumesscn im Stande ist.
Und wie gering ist die Ausbeute einer solchen gefahrvollen Wanderung, wie armselig der Gewinn, den er nach seiner Behausung zurückbringt, Holzsplitter, werthlose Scherben und selten ein Stück Metall und Kupfer sind es, was er findet.
Ein Stückchen Bernstein bildet schon eine reiche Ausbeute und wie häufig vergehen Tage, ja Wochen, ohne daß ihm ein solches Glück lächelt.
Heute irrte der einsame Schlickläufer auf der Watte umher, ohne auch nur das Geringste zu finden, was ihm auch nur den armseligsten Ertrag zu liefern im Stande gewesen wäre.
Mehrere Stunden hatte er schon auf dem schlammigen Boden zugebracht und das Auge nach allen Richtungen hinschweifen lassen.
Trübe Bilder zogen an dem schon ältlichen Manne vorüber und häufig wandte er den Blick nach der heimathlichen Insel, deren Kirchthurm den hohen Deich überragte, welcher dieselbe umschloß.
Rur einem scharfen Auge war es möglich, dieses Wahrzeichen zu erblicken.
Aber der Schlickläufer von Nordstranb hatte das Auge eines Falken.
In jedem Blick, den er zurückwarf, lag ein Meer von Kummer und Herzeleid.
Tiefe Furchen durchzogen das sonnverbrannte Antlitz und unter dem leichten Schifferhute stahlen sich spärliche graue Locken hervor.
Er war von kräftiger Gestalt, aber seine Haltung war gebeugt, und wenn er sich aus der gebückten Stellung, zu welcher ihn sein Gewerbe verurtheilte, emporrichtete, um nach dem Himmel und nach dem Stand der Sonne zu sehen, zeigte sich in seinen Bewegungen eine Hinfälligkeit, die nur von starker, mächtig angestrengter Willenskraft zurückgedrängt werden konnte.
Er war arm, so arm, daß rr nicht mehr wußte, woher er Brot schaffen sollte für sein Weib, für seine beiden Kinder.
Erst in vorgerückten Lebensjahren hatte er geheirathet und die Sorge für seine Familie ihn vor der Zeit alt gemacht.
Er erschien älter, als er es in der That war.
Seit mehreren Tagen war sein Weib, das bisher rüstig geschafft hatte und ™ — - -
Der Schlickläuser konnte kaum so viel verdienen, um die Kosten zu bestreiten, welche ihre Krankheit verursachte, wie hätte er für die Bedürfnisse seiner beiden Kinder, von denen bas Eine acht und das Andere sechs Jahre zählte, sorgen können?
Vergebens bewarb er sich um Arbeit, vergebens war sein Bemühen, sich ein kleines Darlehn zu verschaffen, überall ward er abgewiesen.
Der Jammer im Hause und das an seinem Herzen nagende Bewußtsein, seinen hungernden Kindern nicht einmal einen Bissen Brot bieten zu können, hatte ihn hinausgetrieben auf die Watte.
Verzweiflung im Herzen irrte er umher, mit von Thra'nen verdunkelktem Blick durchwühlte er mit dem langen, mit eisernen Widerhaken beschlagenen Stock ben Boden oder griff mit zitternder Hand in eine Wasserlache, ob sich nicht auf dem Grunde derselben ein Gegenstand befände, der sich des Aufhebens verlohne.
Aber ber Sack blieb leer, den er auf den Schultern trug.
Von Zeit zu Zeit seufzte er tief aus und warf einen vorwurfsvollen Blick empor zum Himmel, als wollte er sagen, „Herr da droben, was hab' ,ich verschuldet, um solch' schwerer Prüfung ausgesetzt zu sein?"
Dann raffte er sich gewaltsam auf und durchspähte mit verdoppeltem Eifer seine Umgebung.
Trüb' und grau lastete der Himmel auf der weiten Ebene.
Kein Sonnenstrahl durchbrach das düstere Gewölk und warf seinen belebenden Schimmer in das Herz des einsamen, verzweifelten Schlickläufers.
Schon war es Zeit zur Umkehr, er hatte noch eine Stunde zu wandern, ehe er den Strand der Insel erreichen konnte und es war bis dahin noch eine gefährliche Strecke Weges.
Mit leerer Hand heimzukehren und seinem Weibe, seinen Kindern nichts, gar nichts bieten zu können, das war ein Gedanke, welcher ihm das Herz zu- fammenzog und ihn fast wünschen ließ, von der bald heranbrauscnden Fluth ereilt zu werben.
Aber er war ein zu guter Gattte und Vater, um diesen Wunsch in sich auskommen zu lassen.
Fester umschloß er den schweren Stock, hastig trocknete er die Thra'nen, die ihm in den Bart gerollt waren, und wanderte, so rasch der schlammige Boden es erlaubte, in der Richtung nach Nordstrand weiter.
Obschon er alle Hoffnung aufgegeben hatte, Etwas von Erheblichkeit zu finden, so hielt er doch den Blick stets auf den Weg vor ihm gerichtet.
Hinter ihm schwand mehr und mehr die Küste des Hallig-Moor und bei jedem Schritte, den er vorwärts that, gewahrte er immer deutlicher den Deich von Nordstrand.
Plötzlich hielt er inne — es war auf der Mitte des Weges.
Sein Blick war auf einen dunklen Gegenstand gefallen, welcher etwa hundert Schritte vor ihm auf der Watte lag.
Einen Fund erwartend, eilte Harms hinzu.
(Fortsetzung folgt).


