Sachse & Comp., Annoiicen-Expcditiott, ILeipzisr.
Bern - Breslau Caffck - Mn _ Stuttgart.
Stettin.
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Udrsenuachrichteu.
8. Mai 1869.
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Div. Cass.-A. Er. Friedrdor. Pistolen . .
n doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!.
Späte Vergeltung.
Criminalnovelle von Fr. Wilibald Wulff.
47-49
54-56
36-38 31«/2-32i/2
55-59
1 4478-45%
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Geldsorten.
Pr. Cass. Sch.
I ßS3’ Nicht zu übersehen!
4215) Vier Arbeiter finden sogleich auf Stuck gegen hohen Lohn dauernde Br- ichafngung; anch können zwei brave Jun- bei mir in die Lehre treten.
G. H. Ledern,ann, Herrenkleidermacher, Asterweg Ä. 105.
Prioritäten.
5°/0 östr. F. St. E. B. 341 Ludwigsh.-Bexbach 1623/, Max bahn 107%
Bayer. Ustbahn 127% Hess. Ludwigsbahn 141% 3% östr. Stsb.-Prior. 55 3% östr. 8. Lombard. 46% 3°/u Livorneeer 34 Toscaner 54%
Frankf. Hypoth.-Bank — I‘ rankf. Vereins-Kasse 96 5% Elisabeth-Prior., 74% do. II. Emiss. 73
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. i?acb;ablunger- lb Tachziegel gegen Ihr, m M,"fld)i ,matgangen'n_ TminWDon'ltt
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9-316,206.
3'^,401.
87M.N4. 2,766,460. 2.414,741.
Anldieiislooae.
Kurh. 40 Thlr. Loose 58 Nassau fl. 25 b. Roth. 363 8 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 164' Gr. Hess. fl. 25 b. R. 42%^ 4" ■) bayr. Präm. Anl. 106% 4% badische Loose 104 Badische fl. 35 Loose 56 1858r Prioritätsloose 160'/, 1860r Loose 841 186 4r 121%
(Schluß.)
Die Untersuchung nahm jetzt eine schlimme Wendung für den Angeklagten. traf ihn auch noch der Verdacht, die Tochter des Strandvoatö ebenfalls ermordet zu haben.
Es ward angenommen, er habe mitten auf dem Meere zuerst den Eapitän erschlagen, um sich in den Besitz des Geldes und der Werthsachen desselben zu setzen, und nachdem dies geschehen und die Leiche des Eapitäns über Bord geworfen, auch das Mädchen in die See gestürzt.
Dann sei er nach Nordstrand gerudert, dort unter dem Schutze der Nacht an's Land gestiegen und habe das leere Boot den Wellen überlassen.
Datz das Boot nicht wieder aufgefunden worden, suchte man dadurch zu erklären, daß irgend ein Schiff, nach der neuen Welt bestimmt, dasselbe aufae- fischt und mitgenommen hätte.
Allerdings schien es seltsam, daß weder Jsenbrand's Leiche, noch die seiner Gefährtin von der Fluth irgendwo an's Land getrieben, da doch der Doppel- mord in der Nähe des Landes geschehen sein mußte, aber wie viele Leichen be- hält nicht das Meer in seiner unergründlichen Tiefe.
Bis zum Frühjahr dauerte die Untersuchung und als endlich die Acten geschloffen und dem Flensburger Obercriminalgericht eingeschickt wurden, war fast auf der ganzen Insel der Glaube verbreitet, daß Dirk Harms, der ehemalige Schlickläufer, der Mörder des Eapitäns und der Tochter des Strandvogts sei.
Es gab nur noch Wenige auf Nordstrand, die an seiner Schuldlosigkeit festhielten. u
Unter diesen waren auch seine beiden Kinder und an der Spitze der kleinen Zahl stand Rolf, der Äohn des Ermordeten.
Es war ihm inzwischen vergönnt gewesen, den angeblichen Mörder seines Vaters im Gefangniß allein und ungestört sprechen zu dürfen.
Niedergeschlagen, verzweifelt war er zur Unterredung gegangen, aber zurückgekommen mit neuer Hoffnung im Herzen.
Was Dirk bei seinen Richtern gegenüber nicht vermocht, das hatte er bei Rolf bewirkt und es hatte nicht einmal des Schwures bei Else's Wohl bedurft, den der Greis für seine Unschuld geleistet, um sich in des Jünglings Augen frei- zusprechcn von ter schweren Schuld.
JKolf kehrte aus dem Gefängniß zurück mit der festen Ueberzeugung, daß ttr Vater seiner Braut kein Mörder sei. 8 0 0
Jetzt war er es, welcher die verzweifelte Else tröstete und dem verzagten Lorenz Muth etnsprach. 9 9
Die Untersuchung war schon längere Zeit beendet.
Harms, dem es inzwischen gestattet worden war, wenn auch nur auf kurze oe't, seine Kinder und Rolf bei sich zu sehen, sah den Tag näher und näher bifnlen men' im Stande war, ihn von aller Sorge und Noth zu
Die lange Gesängnißhast und die qualvolle Aufregung, welche ihm die stun- mlangen Verhöre bereitet, hatten seine letzten Kräfte erschöpft und mit unter- wiener Freude sah er dem Tod in's Antlitz.
Das Einzige, was ihn noch an das Leben fesselte, war die Hoffnung, daß l 'rotz aller Jndicien doch noch freigesprochen würde von dem Verbrechen des doppelmordes.
Diese Hoffnung wich keinen Augenblick von ihm und stündlich erwartete er wa. eine Zuversicht auf die Gnade und Gerechtigkeit tts höchsten Richters.
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^olbtnann.
Huss. Irnper. 9 48-50
Doll./jn Gold 2 28-29
Wechsel. Amsterd. k. S. 99% Augsb. k. 5. 100 Berlin k. S. 105*/2 Bremen k. S. 973/, Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 120% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95% Wien k. 8. 96% Disconto 3%% q
Frachtbriefe für die Main-Weser- und Söln-Mindener- Msenbabn sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, Ünd zu dabei, bei Wilheim Klee, Mäusburq.
4194) Ein Mädchen, das in allen Hausarbeiten gründlich erfahren, sowie auch im Nähen und Bügeln geübt ist, sucht Stelle sogleich oder auf Johanni. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ___________
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Lenz'scher Felsenkeller.
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______ Mehrere Biertrinker.
4225) Auf ein Comptoir wird ein Lehr- lnig gepicht. Näheres bei der Exped. d. Bl.
Ich suche einen tüchtigen, ersten behülfen, der alsbald eintreten kann.
Offenbach, im Mai 1869.
C. D a v i d s o h n,
_____________________Ho fger.-Advocat.
4245) Es wird ein braves Dienstmädchen auf Johanni gesucht Wallthor Lit. A. Nr. 226.
4135) Ein braver Junge kann als Lehrling eintreten bei
Wilh. Hosch, Mechanikus.
4216) 1000 fl. liegen den 20. Juni d. I. zu 5 pCt. gegen doppelte Sicherheit zum Ausleihen bereit. Näheres bei der Erved. d. Bltts.
4230) 3000 fl. sind gegen gute Sicherheit auszuleihen. Bei wem? sagt die Erved. d. Bltts.
। Preuss. 4%0/0 Obi. 93% Franks. 3' 2% Obi. 82%
I Nass. 4%% Obi. 93
| Kurh. 4% Obi. 85% Hess. 4% Obi. b. Roths. 913/8 " 3 %<% do. do. 86
Bayer. 5% Obi. 101%
» 4,/2°/q 1jährige —
n 4%% 1 jährige 943/g Würtemb. 4%o 0 Obi. 92% ! Baden 4%% Obi. c. E.L. 94
Oestr. 5% b. R. 57%
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„ 5% Metall. Obi. —
n M. steuert. 52
i Am er. 6% 1882r Bds. 84%
' _ 6°/o 1 KK5r 82 %
Actien.
Frankl. Bank 1213/4
Oester. Bank 715
n Creditact. 287% | Darmet. Bankact. 283%
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Z Mrssionsfest
am dritten Pfingsttag
zu Rodheim bei Gießen, wozu einladet der Kirchenvorstand:
Schmidt, evang. luth. Pfr.
Bender, Bürgermcister.
4214) In ein Schreinergeschäft kann ein braver Junge aus der Stadt als Lehrling eintreten. Adolph Hoß, Sandgasse.
4263) Einen Lehrling sucht _______________C. L- Sack, Mechanikus.
4229) Ein braver Junge, der das Spenglergeschäft zu erlernen wünscht, kann in die Lehre treten bei Carl Aug. Faber.
Sein Zustand hatte sich indessen so sehr verschlimmert, daß die Tage ru bestimmen waren, die ihm für dieses Leben noch gehörten. 9 *U
richte?7e^t?p^^f" »on den Aerzten über seine" zunehmende Schwäche unter» rchtet gestattet Else, ihm ihre kindliche Sorgfalt widmen zu dürfen.
W T'ge, noch bei Nacht, und abwechselnd thttlte sich Rolf und Soren^ mit ihr in die Pflege des Todtkranken
J'fne4 borgens erschien der Landvogt plotzttch und unermartet in der ßeUe ce« Gefangenen, in welcher seine Kinder und Ruis versammelt waren, um in seiner Todesstunde nicht an seinem Lager zu fehlen. '
Der horste Beamte der Insel trat erschüttert an das Bett des Angeklagten v » h4' , ^"'5.-r, „Du bist unschuldig an dem Morde des Güpitäne 9unt>
M Strandvogts. Der wirkliche Mörder ist entdeck,." V
Der Greis öffnete nur mit Mühe die schon halb erloschenen Augen.
Er versuchte den Kops zu erheben, während ein selige- Lächeln seine tott- S^fjS« d’tC" 3U0C et6Cme- und Rolf waren ihm ^behü,stich,
Mn Mörder," flüsterte er, „mein Gott, ich danke Dir-
er Rolf Äe ©eite^"6 >U U"b ü16 bic6 S^ungen war, winkte « . ."pe^ $u je "^men, Rolf. Lorenz wird brüderlich mit Dir theilen Zroll und sei glücklich.^'6 Um UnC mi* 1,Crbitnf- Denke meiner ohne
Dies waren Harms letzte Worte.
Er entschlief unter den Liebkosungen seiner Kinder.
„. ,,D" Tod entzog ihn der Strafe für die Beraubung der Leiche, welche im Hmblick aus die lange Untersuchungshaft und auf seine Verdienste um die Insel nicht allzustrenge ausgefallen wäre. Jn|c1'
-.Der Mörder des Eapitäns und der Tochter des Strandvogts, ein iunaer Schiffersfobn von Pellworm, war ihm schon vor Jahren vorangeganqen herbetgefühtt * ™ wasserleeren Grabens hatte den Tob desselben
Unter unsäglichen Qualen und voll Reue über seine Thal, welche Habaier veranlaßt hatte, war er gestorben. ’ ^«Dfller
In feiner letzten Stunde hatte er seiner Mutter das Verbrechen eingestan- hatten " @rbWUr ^genommen, sein Geständniß für alle Zeit geheim zu
Daler, der ihm während seines Aufenthaltes auf der Insel sein Geld in Verwahrung gegeben, und dem jungen Mädchen aufls Meer h.nausgefahren und hatte, als er weit genug vom Lande entfernt g wtten -uerst die" Se77estürz"t W dem Boote ln
Erst vor kurzer Zelt war die Kunde von Harms Verhaftung zu den Obren der alt.n Frau gedrungen, die in einem versteckten Winkel von Pellworm nur dem Gebete fur das Seelenheil ihres Sohnes lebte.
längeren'schweigem^'" U"M’uWflC" ®ef^r toflr' vermochte fie nicht
Sie brach ihren Schwur und ihr Zeugniß vor dem Landvogt von Nord, strand wetthes sie spater unterstützte durch Beibringung eines LederbeutelS der erwiesrner Maßen dem Ermordeten gehört, und eines Brieses, den Jsenbrand wenige Stunden vor seinem Tode an seine Frau geschrieben und den ihr Sohn unterlchlagen Hütte, sprachen Harms von jeder Schuld frei 9 9
Lorenz hielt, was er seinem sterbenden Vater versprochen. Er verkaufte das La^nach°FLurg""^ " "E-r'-ch mit Rolf gethei.t hatte, dein jungen läufer^m Mun^de^der^Bevöttttung' von Ro'rdstka77' Schlick-
Vonborf, Möns.
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4237) Mittwoch den 12. Mai, Abends 9 Uhr:
~ Genelalversammlung.
i Tagesordnung: Fortsetzung der Bera- thung der reoidirten Statuten und Besprechung über den projectirten Ausflug. __D-e r Borstand.
4235) Ein zuverlässiges Mädchen wird monatsweise zu Bindern gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.
4264) Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei
H- Sonntag, ^uchbinder.
-12S.2) Es wird rin Zimmermädchen in einen hiesigen Gasthof gesucht, das sogleich eintreten kann. Zu erfragen bei der Erped. d. Bl.
4217) Ein Schäfer (verheirathet) sucht auf Michaeli einen Dienst. Näheres bei der Exped. d. Bltts.


