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Politische Rundschau

Darmstadt, 6. Febr. Die Einführung der allgemeinen Einkommensteuer soll nach dem Entwürfe der Staatsregierung bis zum 1. Januar nächsten Jahres verschoben bleiben. Die Majorität des Fi­nanzausschusses beantragte jedoch deren Einführung für das zweite Semester d. I. Schon der frühere (19.) Landtag erklärt der Ausschutz habe sich gegen jede Verschiebung erklärt; solche würde ein Deficit zur Folge haben, was ungedeckt sei, und fer­ner sei es wünschenswerlh, aus dem bisherigen Pro- visorium in dieser wichtigen Angelegenheit zu einem Desinitivum zu gelangen. Der Ausschuß habe um detzwillen auch, insoweit eS mit der pflichtmätzigen Gründlichkeit der Prüfung des vorgelegten Gesetz- entwurses vereinbar, die Berichterstattung befördert.

Auö Oherheffen, 6. Febr. Mehrere evan­gelische Gemeinden haben im Gegensatz zu den Be­strebungen des Protestantenvereins bei der zweiten Kammer der Stande, in welcher Anträge auf Ein­führung einer Presbyten'al - und Synodalverfaffung gestellt sind, Protest erhoben, nicht allein gegen die Mitwirkung der Landstände bei dieser inneren Ange- legenheit der evangelischen Kirche, sondern auch ge­gen die beantragte Verfassung selbst, insofern dadurch der rechtsgültige Bekenntnitzstand der evangelischen Gemeinden irgendwie angetastet werden könnte.

Berlin, 5. Febr. Graf Bismarck bezeichnete im Abgcordnetenhause die hannoverischen und hessi- schcn Fürstenhäuser mitEste und Brabant." Die Sache verhält sich folgendermatzen:Die Welfen leiten ihren sagenhaften Ursprung von dem Haus Este her, und das hessische Haus von Heinrich dem Kinde, für welchen dessen Mutter, die Herzogin Ma­rie von Brabant, die Tochter des thüringischen Land­grafen Ludwig IV. und der heiligen Elisabeth und Gemahlin des Herzogs Heinrich V. von Brabant, nach dem Erlöschen des landgräflichcn Hauses im Mannsstamm mit Heinrich Naspc (1247) zum min­desten die hessischen Besitzungen gegen die Ansprüche des Landgrafen von Meißen rettete. Graf Bismarck gebrauchte den Ausdruck in analoger Weife, wie Ludwig XVI. nach seiner EntthronungCapet" ge­nannt wurde.

Wien, 6. Febr. Hietzing stützt zwar unmittel­bar an Schönbrunn, wo einst der Staps seinen Mordplan gegen Napoleon I. ausführen wollte, und es wäre nicht unmöglich, datz diese Jdeen-Assvcia- tion einen exaltirtcn Wallfahrer aus dem Welsen- lande zu dem Gedanken eines Attentats auf den Hauptrepräsentanten des preutzifchen Cäsarismnö ge­bracht hätte. Hier zweifelt man jedoch sehr stark an der Nichtigkeit der Erzählung von der neuesten Lebensgefahr des norddeutschen Bundeskanzlers. Nach einer hiesigen Version soll der problematische Atten­täter nicht ein Student, sondern ein Schneivergesellc gewesen fein. Die geheime Polizei des Grasen Beust, welche das Attentatsprojcct entdeckt haben soll, ist genau so glaubwürdig, wie die geheime Polizei des Grafen Bismarck. Uebrigens findet man in der letz­ten Woche des Earnevals einen ziemlich gelungenen Witz darin, daß Graf Beust, der von den ber­liner Officiöfcn verschrieene Allerweltsintriguant, sich schließlich als Lebensretter feines Todtfeindcs ent­puppt haben soll. Wie' dasWiener Tagblatt" oer- sichert, hat Graf Wimpffen, der österreichische Ge- sandte in Berlin, die bezügliche Mittheilung nicht dem Grafen Bismarck selbst, sondern seinem Stell­vertreter, dem Hrn. v. Thiele, gemacht.

Wien, 8. Febr. Wie dieWiener Ztg." met- . bet, ist dem Kriegöminister Baron Kuhn, dem Sie- gcr von Lissa, Baron Tegelhoff und dem tapfer» Feldzengmeister, Baron Nvdich, die Geheimrathswürde taxfrei ertbtitt worden. Von weitgehender Wichtig­keit ist, derPresse" zufolge, die Ernennung des Neitergcnerals, Baron von Edelshcim-Gpulai, zum General-Cavalleric-Infpector. General Edelsheim steht bei der Armee in gutem Ruf, und wird neue Gelegenheit erhalten, fein administratives Talent zu zeigen; datz er ein Soldat, in dessen Führung man Vertrauen fetzen kann, hat er bewiesen. DieN. fr. Pr " bemerkt dazu : ^'Jn der dem Neichskriegsmini- fter gewordenen Auszeichnung, sowie in der Beru­fung des Feldmarschall - Lieutenants Edelsheim auf den erwähnten militärischen Posten wollen Einige ein Symptom der geschwächten Stellung des obersten Armee-Jnspectorats erblicken, an dessen Spitze bekannt­lich der Herr Feldmarschall Erzherzog Albrecht steht. Daß zwischen den Anschauungen und Bestrebungen des Reichskrlegsministers und jenen des Armee-Jn- spectorates vielfach ein Widerspruch bestand und wohl auch noch besteht, kann nicht wohl in Abrede gestellt werden; hätten aber jene Auszeichnungen und die sie begleitende Ernennung wirklich die Bedeutung, die

Vermischtes.

Gießen. (Sitzung des Gemeinderath- vom 4. F ebruar.)

Der Gemeinderath beschließt. das zur Erbauung einer Ve­terinäranstalt vor dem Neuenweger Thor (links zur Seite der Logel nach dem vorgelegten Plane erforderliche Gelände uncnt- aeldlich abzutreten bez. zu erwerben, wen» nach nochmaliger EinsichtSnahme deö Bauausschusses an £)rt und Stelle, zu welcher Prof. Dr. Pflug und Bauaccessist Wießell heranzuzie- hen seien, sich ergebe, daß in Beziehung auf den Bauplatz keine Aenderung zweckmäßig erscheine.

Die Pflasterung der Gaffe in den Alten Ställen soll vor- genommen werden, wenn sämmtliche bei derselben beteiligten Grund bez. Häuserbesitzer daS Eigenthum der Stadt auf frag­liche Gasse anerkennen und ssch gefal'en lassen, daß solche nach einem von dem Stadtvorstand festznsetzendcn Plane gepfla­stert wird.

In Betreff der Klage des Ed. Silbereisen gegen die Ober, hessische Eifenbahngesellschaft hält eS der Gemeinderath für zweckmäßig, daß eine Deputation deS Stadtvorstandes dem an- beraumten Augenschein beiwohne, ohne daß sich die Stadt auf eine Vertretung der Eisenbahngesellschaft einläßt; zu der De­putation wurden der Großherzogl. Bürgermeister Bogt und da« Gemeinderathsmitglied Rosenberg bestimmt.

Die übrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten persön­licher Art.

Darmstadt, 5. Febr. Das hier verbreitete Gerücht, daß in der katholischen Kirche eine Dame sich erhängt haben solle, die dann in der Stille abgeschnitten und nach Frankfurt verbracht worden, sowie daß der Bischof von Mainz in der Nacht von Donnerstag auf Freitag hier erschienen sei und die Kirche auf- Neue eingeweiht habe, ist demM. I." zufolge von Anfang bis zu Ende erlogen.

Berlin. Die Geschichte mit dem Kinderraub in hiesiger Stadt klärt sich nachträglich dahin auf, daß es die eigene, mit

ihnen da zugeschrieben wird, so halte die Auflösung de« Armee-Inspektorates mit ihnen Hand in Hand gehen miiss-n; ein Ereignis, dessen Eintritt man »°m Standpunkte ter constitutionellen Bcranlwortlichkctt aus allcrdings recht sehnlich herbeizuwünschen allen

Grund bat.

Paris, 7. Febr. Ein prachtvolles Frühlings- wettcr begünstigte den heutigen ersten Umzug eine« der fetten Ochsen, dem man den Nomen Ey'lpenc beiaelcgt hat. Ein ganz buntes Geleite umgibt ihn. Municipalgardisten zu Pferde eröffnen den Marsch; ihnen folgen vierundzwanzig Tambours; eine tn Blau und Roth gekleidete Musikbande, gefolgt von rvthen Musketircn, marfchiren vor dem Wagen, auf dem sich Ehilp6ric befindet. Muskctire, em Wagen, den Olymp mit seinen Göttern darstellend, wieder Leute in Waffen, dann ein Wagen mit Musikanten, wieder altfränkische Soldaten, mehrere andere Wa- gen und zuletzt wieder Municipalgardisten, bilden den Nest des Zuges. Das Ganze, obgleich cdtoul Paris im weitesten Sinne des Wortes auf die Straße lockt, macht im Grund genommen keinen grandlöfen Eindruck. Im Gegentheil, es kommt Einem erbärmlich und lächerlich vor, datz Paris, das sich nicht allein die Weltstadt zu nennen beliebt, sondern auch die Stadt des Witzes und Geistes fein will, in den Carnevalstagen nichts Besseres aufzu- weifcn hat. Am Ende jedoch darf man es den Pa­risern nicht so ganz verübeln, datz sie nichts Besseres zu Staude bringen, denn wenn sie jetzt auch so ein Stück von Preßfreiheit und Vereinsrecht besitzen, so steht der Carneval doch noch immer unter der Will­kürherrschaft der Polizei, und ich wollte es keinem fetten Ochsen gcrathen haben, cs sich hcrauszuneh- men, politische Anspielungen zu machen. Es würde ihm gerade ergehen, wie den nichtpolitischen Blät­tern, wenn sie die Dinge bringen, die höchsten Orts nicht gefallen, d. h. die Censur würde einfach das streichen, was ihr nicht gefällt. Um die Privatauf­züge und Masken ist es noch schlechter bestellt. Es würde, wollten sich Maskeraden in unliebsarnerMeise auf der Strotze zeigen, ihnen wie den Fiakres erge­hen, welche gegen das Neglcuient fehlen; man würde sie einfach nach der Polizei'präfectur abführen. Un­ter solchen Verhältnissen kann natürlich von keinem Carneval die Ncde sein, und es darf daher auch kein Erstaunen erregen, datz die neue Generation, die feit 1852 herangewachsen ist, gar nicht mehr weiß, was der Carneval eigentlich ist und sich der Carncvals- freiheit eben so wenig harmlos zu bedienen writz, wie der Preß- und Vereinsfreiheit. Man darf aber jetzt wieder hoffen, datz die Franzosen es noch fer- tig bringen, ihre politischen^ Freiheiten wieder zu erlangen. ,

Paris, 8. Febr. (Agence HavaS.") Noch ist kein neues griechisches Ministerium zu Stande gekommen, aber die Bildung des CabinctS Zaimis ist wahrscheinlich. D S Gerücht von der Verlänge­rung des Termin^ Erklärung auf die Confe- renzbefchlüffe um ge wird dementirt. Der König von Grie^.nland hat erklärt, er werde die Krone niederlegen, wenn Seitens der Bevölkerung der Widerstand gegen die Annahme der Konferenz» bcfchlüsse fvrtfauert.

dem Vater in Ehezerwürfniffen befindlich« Mutter war, die sich des Kinde« auf offener Straße bemächtigte.

Berlin. Ein auffälliges Schauspiel entwickelte sich am Donnerstag früh in der Rheinsberger Straße und lockte eine bedeutende Zuschauermenge herbei, die mit gespannter Ans- merksamkeit den Vorgängen folgte. Geführt von den Be­amten der Eriminalpolizei schritt eine Anzahl Polizisten lautlos durch die Straße und schloß im Nu eines der dortigen Häuser derartig von allen Seiten ein, daß alle nur denkbaren Ausgänge besetzt waren. Mit gleicher Schnelligkeit wurde ein im Hause befindlicher verschlossener Keller in der Weise geöffnet, daß die Eingangsthür mit einem starken Brech­eisen aufgesprengt wurde. Alles dieß nahm so wenig Zeit in Anspruch, daß ein Theil der Beamten sich im Keller befand, ehe Jemand im Hause etwas von den Vorgängen bemerkt hatte. Der erbrochene Keller galt in der Nachbarschaft als nicht geheuer, da er beständig fest verschlossen gehalten wurde und nicht benutzt zu werden schien. Trotzdem hatte man deS Nachts häufig Lichtschein durch die Fensterläden wahrgenom­men und Geräusch dahinter gehört. Bald darauf wurden vier Männer mit gebundenen fänden aus dem Hause gebracht und unter starker Bedeckung von Schutzleuten wegtransportirt. Man hatte nämlich, wie sich nun heiauvstellte, in dem Keller eine Falschwünzerbande ermittelt und überrumpelt. An der Spitze dieser Gesellschaft, welche des Nachts in dem Keller falsche Einthalerstuckc anfertigte, stand ein rheinländischer Graveur und Ehemiker; ein zweites Mitglied der Bande ist, wie mit- gethriit wird, der Vicewirth des betreffende» HaufeS: die ande­ren Beiden sollen herabgekommene Bäckermeister sein.', Der Eoup gelang vollständig, indem w«nigstens einer der Fälscher, der erwähnte Rheinländer, noch bei der Arbeit überrascht wurde, die übrigen drei hatten bereits die Werkstatt verlassen, wurden jedoch im Hause versteckt aufgefunden. Die Formen und Ehe- mikalien, deren sich die Fälscher bei ihrer Arbeit bedient hat­ten, fanden sich gleichfalls in dem Keller vvr, ebenso eine Menge falscher Thaler, die wahrscheinlich erst in der vergan­genen Nacht fabricirt worden waren. Die Fälscher sollen daS Geschäft schon Jahre lang betrieben haben.

Kenrpcn, 1. Febr. DerPos. Ztg." wird geschrieben: Einen so schaulichen Polterabend, wie ihn in voriger Woche ei» Bräutigam in unserer Gegend erlebt, würde nian kaum mehr in Romanen schildern dürden, ohne der Uebertreibung bezüchtigt zu werden. Und doch ist'S Wirklichkeit, die ich Ih­nen berichte. Am Abend vom 26. zum 27. v. M. fuhr aus dem kleinen polnischen Städtchen Wielun ein Bräutigam mit einem Begleiter nach unserem Nachbarstädtchen Baranow, um da'elbst TagS darauf seine Hochzeit zu feiern. Er fuhr ruhig durch die schneebedeckte Landschaft, als plötzlich die beiden Pferde unruhig wurden, ängstlich zu schnauben anfingen, und vor jeden, Baum an der Straße scheuten. Die beiden Passa­giere sollten über den Grund nicht lange in Ungewißheit blei­ben. Sehr bald Hoden sich in geringer Entfernung die Ge­stalten zweier Wölfe ab, die heulend dem Fuhrwerk nachkamen. ES war eine furchtbare Situation. Die beiden Reisende» nicht im Besitz von Waffen, und die Wölfe in unabwcislicher Nähe. In dieser fürchterlichen Lage fuhr dem Bräutigam blitzschnell rin reitender Gedanke durch den Kopf. Nasch sprang er vom Wagen und schnitt die Stränge des einen Pferdes durch, das er den Wölfen preiSgab; mit dem zweiten jagte der Schlitten davon. Bald war das freigelaffene Pferd, das in feiner Angst gar nicht die Flucht ergriffen hatte, sondern zitternd stehen ge­blieben war, von den Wölfen Reicht, die sich mit einem Freu­dengeheul auf die Beute warfen. Unser Bräutigam- aber ge­langte in angstvoller Flucht, aber unversehrt in dem Gränz- städtchen BoleSlawici an. Für ein Pferd hatte er sein Leben eingetauscht; und mit doppelter Freude trat er am anderen Tage vor den Altar. Im Gedächtniß aber wild ihm diese schauerliche Brautfahrt wohl sein ganzes Leben hindurch ver­bleiben.

Kassel. In den nicht weit von hier gelegenen Ortschaf­ten Meirhausen und Sand sind durch den Genuß von trichi­nenhaltigem Schweinefleisch 11 Personen schwer erkrankt. Eine Kranke ist dem Leiden bereits erlegen. Sowohl in dem Schweinefleisch, von welchem dir Erkrankten genossen hatten, wir in dem Leichname der Verstorbenen, wurden zahlreiche Trichinen aufgefunden. Die Letzteren zeigten sich als frisch eingewandert nnd theilweise noch lebend. Die königl. Regie­rung dahier bringt diesen Vorfall mit der Verwarnung zur öffentlichen Kenntniß, bei d«m Genüsse und der Zubereitung des Schweinefleisches die erforderlichen Vorsichtsmaßregeln an- zuwende» , insbesondere die mikroskopische Untersuchung der frisch geschlachteten Schweine nicht zu versäumen, und das zum Genüsse bestimmte Schweinefleisch und dessen Präparate durch gehöriges Auskochen und Ausbraten, sowie durch kräftiges Ein­sätzen und Räuchern bezüglich etwaigen Trichinen-JnhalteS un­schädlich zu machen.

Marburg, 31. Jan. Die auf Amöneburg wahrgenom- menc Erscheinung hat folgende Ursache: Amön-burg besteht auS einen, Basaltkegel. Zwischen den Säulen dieses Basalts befinden sich Lufträume, deren wärmere Temperatur bei der stattgehabten Kälte bemerkbar war und deren Ausströmen eben nur bei Kält« beobachtet werden kann. Auffallend hierbei ist allerdings der hohe Wärmegrad, der sich an diesen Stellen zeigt; es ist wahrscheinlich noch eine Folge deS heißen Sommers.

*r Mannheim, 5. Februar. Der Absatz der Loose zur hiesigen Pferd em arkt- Lotterie nimmt guten Fortgang; durch Erlaß deS Großherzogl. Hessischen Ministeriums des In­nern vom 30. Jannar a. c. Nr. 1165 ist der Verkauf dieser Loose im ganzen Umfange deS GroßherzogthumS Hessen erlaubt worden. Die Anmeldungen von Pferden zu dem am 4., 5. und 6. April 1869 stattsindenden ersten Frühjahrs - Haupt- Pferdemarkt sind bereits namhaft, ebenso macht der Zugang von Mitgliedern zu dem neu gegründeten pfälzischen Rennver- ein erfreuliche Fortschritte. Da« dießjährige Pferderennen fin­det am 2. Mai statt.

In Amerika sucht man die Schrecken der Todesstrafe in humanster Weise zu mildern. Zu Rom, im Staate Newyork, wurde kürzlich ein Mörder nach einer gänzlich neuen Methode I durch den Strang hingerichtet. Man ließ den Delinguenten ! am Galgen Chloroform einatbmen, und als BefinnungSlosigkeit cintrat, riß ihm der Scharfrichter den Boden unter den Füßen fort, so daß der Tod ohne die mindesten Anzeichen von Schmerz eintrat und der Puls nach Verlauf von 12 Minuten zu schlagen aufhörte.

Si'cdaclion, Druck und Verlag der Brühl'schcn Druckerei (Fjr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

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