Einzelbild herunterladen

iinii

r

*' « Uhr,

(10288)

t.

(CO.

d) Jooroale:

i'r-itiäfjne Saztonale,

xtract

hvchsle Auszeich-

Hon

A* Co.

lamburz Brüssel

.. Wall 62. Bue dePepin 33.

isen Inserate

Lander.

bewilligt bei grösseren

tai d)

,eb der 'orzöglicheren

'""chen mit allen n;,n UJ durch Gegen-

Unterschriften der 1 pettexkofer lopaanie Fleisch-Extract

Ne (Limited).

---t|erbie,

O 8. 9918 ^k. 8. 993 4

L S. E

Vs. 97t g 104/8 (7'hi * bV s. SM [i^horf jo5 \*e* ~ 6.

P«* 7 « 9i/i

_ Sch- _

,8>isLbetheilstist"

.. - -jm H°h->> d? N°' ' jnfl wo möglich/

« «rM iu acu>ahu"- .,-^amtlichste allensreun .....in Geld, oder

Stau W Mrös

***

* 3"^.____

* die eigenste Anzeige dngelaßm habe uut bitte 1. um geneigten Zchruch.

Georg Lang.

. in kotha.

lölpOOOOO ff.

N. tiefer, ^Mandler in Gietzen.

iivA

>9 3

Feuilleton.

verschwor sich

und

würde sterben,

, Cynthia?" flü- die Meinige zu Berthold," ant- Glieder niemals

Die Namenlose.

Novelle von Theodor König.

auSgehst.""

Waldmann wollte vor Freude fast närrisch werden hoch und theuer, nie in seinem ganzen Leben zu vergessen, wie unendlich viel er dem Informator schuldig sei.

Nun, wir glaubten mit Sicherheit, der junge Herr Carl bei Tagesanbruch zeigten sich jedoch schon wieder Spuren von Bewußtsein bei ihm und vier und zwanzig Stunden später war er bedeutend besser.

Sobald Willerl bemerkte, daß er ihn erkannte, sprach er freundlich und ermu- thigend zu ihm und überredete ihn dann, etwas^ Wein zu sich zu nehmen.

Gleich darauf versank der junge Herr in Schlaf, und zwar in einen wah­ren Todesschlaf, denn der Informator hatte eine sehr starke Dosis Opium in

sterte Berthold. r,_ ...

Wirst Du Dich auch jetzt noch entschließen können, werden?" , , ,

Ich vermag mein Wort nun einmal nicht zu vrecyen,

Di?schwm," trübe' Bett, die Berthold verlebt, hatte in der That sein gan- res Wesen geläutert und gehoben. ... n.. ..

Aus dem hochmüthigen Weltmenschen war ein ruhiger, verständiger, zur Ueberlegung geneigter Mann geworden.

Seine zärtliche Anhänglichkeit an seinen Bruder kannte kelüe Grenzen und von feiner weiblichen Hand hatte Carl eine sorgfält.gere Pflege erhalten können, wie jetzt von der seinigen. , m .. . r -

Es war fast niemals ein Diener, sondern immer nur Berthold, der seinen Stuhl schob. .. c r M

Berthold war es, der ihm Stunden lang vorlas, der ihn aufseinen Ar- men auf fein Lager trug, damit ihm ja feine unsanfte Berührung Schmerz ver-

%iefe wahrhaft zärtliche Bruderliebe war jetzt, zu den Zeiten seiner schwe­ren Prüfung, für den weichherzigen, tieffühlenden Carl von Bergen gerade der wirksamste Trost, und als nach Jahren und Jahren Berthold s Kinder fein Ruhebett umspielten, pflegte er häufig gan, «den so auSge assen zu lachen, wie die munteren Kleinen und über ihre Fröhlichkeit die traurige That- fache gänzlich zu vergessen, dass fein eignes Leben dem herbsten körperlichen Schmerze und der traurigsten Entsagung gewidmet war.

Felicie war die beste der Pflegerinnen, wie sie stets die treueste Dienerin war, und suchte ihre Belohnung in dem Glücke derjenigen, die ihr stets wie eine Tochter gewesen.

Lassen wir unsere Geschichte hiermit ein Ende Haven.

sein Glas gethan."

Wenn er wieder geneset, Rusch,"" sagte Willert zu mir, wahrend Der junge Mann in seinem tiefen Schlafe dalag,"so ergeht es dem Einen oder Andern von uns, wahrscheinlich sogar uns allen Beiden, nicht gut.

Er beabsichtigt, diesen Pachthof an Fräulein Hyacintha abzutreten und diese vielleicht mit Capitain Berthold zu vermählen, denn dieser junge Carl von Bergen ist ein ganz außerordentlich gutmüthiger Narr.

Geschieht dies aber, so müssen, wie Sie wohl begreifen werden, auch alle die alten Sünden, welche Sie begangen haben, an's Tageslicht kommen.

Ich werde unser altes Pachthaus nicht mehr für meine geschäftlichen Zwecke benutzen können und, kurz und gut, wir sind alle Beide ruinirt.""

,.Daß ich nicht wenig erschrocken war, ist wohl natürlich. Um kurz zu sein, Willert machte den Vorschlag, den jungen Herrn, der noch immer im tovtenähnlichen Schlafe lag, in das Gewölbe hinabzutragen, welches sthm als Speicherraum für seine Schmuggelwaaren diente, und ihn dort als Gefangenen aufzubewahren. .

Weshalb der Informator dem jungen Manne nicht lieber gleich ohne wei­teres das Leben nahm, habe ich eigentlich nie recht, begreifen können; er that es jedoch nicht.

Nun, wir banden also den jungen Mann auf eine Tragbahre, trugen ihn nach dem Gewölbe und ließen ihn dort zurück, wo ich ihn einmal des Tages mit Nahrung versorgte." m r .

Was denken Sie wohl, wer in dieser Nacht in einer wüsten Rauferei unter Trunkenbolden bei der rothen Eiche erschlagen worden ist?""fragte Willert, als er einmal nach ziemlich langer Abwesenheit wieder bei mir auf dem Gehöft erschien."Nun, Niemand anders, wie jener Stephen Pracher, und dieser ist jetzt, wo ihm das ganze Gesicht zerschmettert, von unserem guten Carl von Bergen eben so schwer zu unterscheiden, wie ein Ei vom andern.

Sie haben ihn in der kleinen Lichtung, dicht neben jener Eiche, verscharrt.

Kommen Sie sogleich und graben Sie den Todten aus. Es ist Zeit, daß I die Leiche des jungen Herrn von Bergen endlich gefunden werde. Bis dahin I kommt es nicht zur näheren Untersuchung ver Sache und diese also auch nicht aus der Leute Munde.""

Wir gingen also hinaus und gruben die Leiche Stephen s, der mit zu Willert'S Schmuggelbande gehörte, aus.

Sodann zogen wir dem jungen Herrn Carl alle seine Kleider aus, thaten ihm einige alte von den meinigen an und kleideten die Leiche in die seinigen, worauf wir Vie letztere dort in's Gras niederwarfen, wo sie nachher gefunden | wurde.

Ein Gemurmel de« Entsetzens unter dem Richtereollegium und allen fon- stigen Anwesenden. . v

Jetzt erst sollte der junge Herr erfahren, wer denn eigentlich der Todfeind war, in dessen Händen er sich befand," fuhr Rusch fort,und er stieß vor furcht­barer Ueberraschung oder Erschütterung einen entsetzlichen Aufschrei aus, als er ihn mit Augen vor sich sah.

Er war während der ganzen langen Zeit seiner Gefangenschaft natürlich stets unwohl gewesen, hatte für irgend Etwas, Vas ihn umgab, kaum jemals das geringste Wahrnehmungsvermögen bewiesen.

Jetzt stürzte Du furchtbare Ueberraschung ihn in ein hitziges Fieber und er raste, "wie ein Wahnsinniger. .

Da er bereits so sehr lange auf stete, tiefe Dunkelheit und eine vurch und durch feuchte Atmosphäre beschränkt gewesen war, so nahm dies Fieber schnell einen rheumatischen Charakter an.

Er verlor den Gebrauch seiner Glieder und hätte schon deshalb, als es wieder besser mit ihm wurde, an kein Entkommen zu denken vermocht.

Der junge Mann lebte, lebte an einem Tage eben so elend, wie am an­dern, aber er lebte doch.

Gerade jetzt hörten wir, daß das Fräulein unsere neue Gutshernn sein werde, und daß eS ihre Absicht sei, auf dem Pachthofe zu wohnen.

Was jetzt mit dem armen jungen Herrn anfangen, dessen wilves Geschrei, wie wir fürchteten, zu Zeiten auch oben im Hause zu hören war?

Herr Willert erinnerte sich jetzt jenes geheimen Gewölbes im alten Her­

Dorthin wollen wir ihn bringen,""sagte der Informator. ,/,/DaS Haus"erhält sicher noch in Jahr und Tag keinen festen Eigenthümer und Be-

So ^bitte ich denn um Verzeihung," entgegnete Carl lächelnd, nahm dann Hyacintha's Hand und legte sie sanft in vie des BruverS.

Und wirst Du mir denn auch wirklich vergeben können

(Schluß.)

Es gäbe nun aber ein Mittel, wodurch Du völlig frei und ungestraft auS- gehen und dennoch Deine Rache nach Herzenslust kühlen könntest.""

Daß Peter mit willigem Ohr zuhörtc, läßt sich wohl denken."

Du mußt wissen, Peter,""sagte der Informator nun,"daß Capitain Berthold und sein Bruder einen ganz ordentlich lebhaften Streit mit einander gehabt hatten, und daß der Capitain vor ganz Kurzem davon gegangen war, als Du darüber zukamst.

Wenn Du schlau zu sein und Dir diese Umstände zu Nutze zu machen verstehst, wozu cs Dir von mir und Rusch an Anleitung nicht fehlen soll, so wird das wahrscheinliche Ende vom Liede das fein, daß Capitain Berthold als der Mörver hingerichtet wird und Du ganz frei und unangefochten

wortete sie erröthend. .

Der Erbe des Majorats erlangte den Gebrauch Jetner wieder und mußte Zeit seines ganzen Lebens ein Krüppel bleiben.

In einem Stuhle umhergezogen, oder auf seinem Ruhebette Itegenb, sah er, gefaßt unv nicht selten sogar in heiterer Stimmung, die Jahre seiner Mann­heit Schatten gleich an sich vorüberziehen unv das Alter naher und "aber rucken.

Gerade am ersten Jahrestage der Entdeckung seines Gefängnisses durch Hyacintha überredete er den Obersten, in die Verheirathung der Tochter mit seinem Bruder zu willigen, der vom nun an als der eigentliche Herr des Edel-

wohner wieder und haben wir ihn nur einmal dort, so ist es überflüssig, noch eine Entdeckung zu fürchten."" . ... ...

Eines Abends spät trugen wir ihn also aus seinem bisherigen Gesang- niffe fort und brachten ihn nach dem neuen.

Meine Frau suchte, wie auch Willert e« schon zu thun versucht hatte, da« Fräulein durch Erzählung einer albernen Geschichte von einem im Hause um- herkreischenden Geiste in Furcht zu setzen. Dann kam der Obrist und Über die Seenen, welche da« Zusammentreffen zwischen Vater und Tochter veranlaßten, war da« Geschrei, da« der junge Mann bei seiner Fortschaffung wirklich aus- gestoßen hatte, schnell vergessen. , .

Wir schafften ihn nach jenem geheimen Gewölbe im Herrenhause, wohin ich oder meine Frau ihm Nahrung brachten, so oft wir Gelegenheit dazu fanden

Willert wurde, was ihn dazu veranlaßte, weiß ich nicht, um diese Zeit immer mittheilsamer gegen mich, erzählte mir, er habe sich ein bedeutendes Ver­mögen zusammengeschlagen und der Obrist habe ihm Mamsell zur Frau verspro­chen, sobald diese nur erst wieder besser sein würde.

Ich meines Theils hatte schon von jeher Argwohn gehegt, daß die zunge Dame die eigentliche Ursache gewesen sei, weshalb der Informator die beiden Brüder aus dem Wege geräumt. ,

Zwei Tage vorher, als Fräulein Hyacintha den Zungen Herrn Carl auf­fand, kam er zu mir." , , , m .

Bringen Sie dem Patron im Gewölbe von zctzt an nur gar keine Nah­rung mehr,""sagte er," er ist bereits auf'S Aeußerste erschöpft, und es wird nur Barmherzigkeit sein, ihn jetzt leise hinüberschlummcrn zu lassen Dieser Mensch fängt denn nachgerade doch an, mir hinderlich zu werden.""

/Der Gedanke, den jungen Mann sterben zu sehen, sagte mir nicht zu, denn ich bin eigentlich von Natur gar nicht hartherzig, und so ging ich denn lieber von jetzt an gar nicht mehr zur geheimen Kammer im Herrenhause.

Es war kein Anwseender, der nicht vor Entsetzen schauderte. Die Aussagen des unglücklichen Carl von Bergen stimmten selbst bis in die kleinsten Einzel- heiten genau mit den Bekenntnissen des Rusch überern, dessen und dessen Frau irdische Strafe der Leser bereits kennt. .

Der Hauptihäter, ein wahres Scheusal in Menschengestalt, war, wie wir wissen, bereits zu seiner letzten Rechenschaft abberufen worden.

Peter Waldmann entging der strafenden Hand der Gerechtigkeit nur durch einen plötzlichen Tod am Delirium tremens. *

Das Erste, was Hyacintha nach dem Schlüsse der sehr schnell beendigten Gerichtsverhandlungen that, war, daß sie an Bertholv schrieb und ihn auffor­derte, ungesäumt nach Hause zurückzukehren. ..

Er that es als ein in seinem ganzen Wesen außerordentlich veränderter, als ein besserer Mensch. , . ..

Ernste, schmerzliche Reue über seine frühere Handlungsweise hatte seinen stolzen Geist tief gebeugt, und er mußte bittere Thranen vergießen, als Carl seine Hanv ergriff und ihm seinen tiefen Schmerz über alle die Leiden aus- fprach, die er hätte um seinetwillen erdulden müssen. .

Es muß eine entsetzliche Heimsuchung für Dich gewe,en sem, meni armer Berthold," sagte er,doch Du mußt mir verzeihen, denn ich war doch immer nur die ganz unfreiwillige Ursache derselben."

Ach, Carl, wenn es Einer von uns Beiden verdient hat, elend und un- glücklich zu fein, fo bin ich derjenige. Ich habe mich sowohl gegen Dich, wie auch gegen Hyacintha eine« großen, außerordentlich großen Unrechte« chuldrg gemacht Ich y->be mir meine Hanccknngsweise von erbarmter Selbstsucht