Ausgabe 
6.7.1869
 
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Gießemr Anzeiger

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Anzeige- und AmtsWt für den Kreis Hießen.

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Nr. 78.

Preis vierteljährlich 36 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vterteljäbrlich 49 kr

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Stadt- '^<bt über Dobannü ' :£*

Gießen, den 3. Juli 1869.

Großhcrzogliches Krcisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths:

Äef ule, Kreisasscssor.

Das Bundes-Gesetzblatt des Norddeutschen Bundes Nr. 26, ausaeqeben zu Berlin am 1 Juli 1869 enthält

(Nr. 312.) Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund. Vom 21. Juni 1869. '

(Nr. 313.) Gesetz, die Besteuerung des Zuckers betr. Vom 26. Juni 1869.

Dos Buiides-Gesetchlntt des Norddeutschen Bundes Nr. 27, ansqeqebrn zu Berlin am 30 Juni 1869 enthält

(^r- 314.) Verordnung betr. bie Kautionen der bei den Verwaltungen der Post, der Telegraphen und des Aichungswefens angestellten Beamten. Vom 29 -runi 1869

nifdjen 6ofe31°'j ^^anntmachung, betr. die Ernennung eines aufierorbentlidjen Gesandten und bevollmächtigten Atinisters des Norddeutschen Bundes am Königlich Jtaste- (Nr. 316) Bek-inntmachnng, betr. die Ernennung eines Konsuls des Nordeutschen Bundes zu Madras.

Braunschweig^^ dckanntmachung, betr. die Ertheilung des Exequatur Namens des Norddeutschen Bundes an den Konsul der Vereinigten Staaten von Amerika zu

Betreffend: Listen der vormaligen Soldaten (Veteranen), welche die Feldzüge unter der Negierung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs Ludwig I. mitgemacht haben.

Das

Grotzhrrzoglichr ft reis., m t

an

Gießen, am 1. Juli 1869.

Gießen

die Großherzonlichen Burqrrm iftereien Aibach, Alleudorf a. d. Vatjin, Allrndors a. d. Lumba, Annerod, ^Bersrod, Bnrkhards- felden, Dorf-Gill, Ettiugshanscti, Garbcnteich, Gießen, Großen-Äuseck, Griiningen, Hattenrod, Hansen, Klein-Linden, Lang Göns, Leihgestern, Lollar, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, OÜdr-Hör zern, Oppenrod, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Steinbach und Wieseck.

Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 18. Juni 1869 (Auzeigeblatt Nr. 72) binnen 8 Tagen.

In Verhi- derung des Kreisraths: Kekule, Kreis?! ffeffor.

Nctresscnd: Die Erhebung der Domanialgefälle bei Großh. Nentamte Gießen vom Jahre 1869. G'ftzkn, am 3. Juli 186

Sas

< r o tz h r r r o g l i ch e 11 r n t a m t Gjrhru

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sämmtliche GroschrrMl chrn BurZerinetsiereirn ües Rrnlamtshrfirlro Gießen.

Wir ersuchen Sie, alsbald durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Bezahlung der mit Ende ^mit l 3 fällia aeti denen Holziieiggelder innerhalb 8 Tagen zu geschehen hat, widrigenfalls Meihnnng erfolgt.

8 y n ck e r.

B e so n d e r e B e k er u n t m rr eh u n g e n.

Protokoll

über die am 22. Mai 1869 zu Lollar abgchaltene Generalversamm ung des landwirthschaftlichen Berirksvereini Gieüen Gegenwärtig: Der^Dirert-r deS Pezirksvereins, Provinzialdirector Dr. Goldman n, als Vorsitzender und etwa 60 Vereinsmitglieder und Freunde

Auf der Tagesordnung standen folgende Gegenstände:

... ,, I- U c b c r T i e f c tt l r u r.

Dte Dlscusston hierüber wurde cingcleitet durch Herrn Verwalter Krebs von Neuhof. Derselbe bemerkte im Wesentlichen Folgendes -

Am einem Boden, der nur eine seichte Ackerkrumme besitzt, gedeihen die Pflanzen niemals so gut, als in einer tiefen Ackerkruinine in welcher sie tiefer mnr^r» u ???^5?r-'^^^ece.Wurzelstocke b. den und stärkere Halme, und Stengel treiben, wodurch die Saaten weniger auSrointcrn ^n ^k b i Trn^

J*ltJSbtn bie Pflanzen ui der Tiefe mehr Feuchtigkeit und ui einem nassen Jahrgange kann sich diese bei tieier Bearbeitung des Bodens melir nnrf. nhnuJt? , ( e ^"cken- di-Pflanzen weniger leicht ersaufen. Ein Feld, welches tief bearbeitet und gut gedüngt wird, kflbtHnAUaeUinenenmbMerm unb &rer?n Äni n I' "l°^'ch fEld>f flePflU0t. ober bearbeitet rotrb. Bei dem Seichtpflügen verunkrautet brr Acker, den Pflanzen wird rin unvoltkomimuer Stanbort bereUet ste kümmern so

können"ist bEt 6r°Ber ^E-Skea und der Ertrag wird in den meisten Fallen bedeutend geschmälert. Um aber bkm Felb! Äjfe'«tot&I X p

1) eine andere Pflugart, als der gewöhnliche Landpflug, nämlich her sog. Schaufelpflug (Nuchadlot,

2) ein sehr kräftiges Gespann und

3) ein bedeutender Düngervorrath. Auch darf

4) ni»t bcm Tiefpflügen nicht bis zum Frühjahr gewartet werden, sondern es muß dies vor Winter geschehen.

Nach dem hieraus der Vorsitzende den in einer der letzten Nummern der landw- Zeitschrift erschienenen Artikel über Tiefkultur verlesen hatte entsnann firh emo rr r Dlscusston, bei welcher sich die Herren Pachter Gungerich von Großen-Buseck, Lehrer Röhelsperger von Lollar, Lehrer Schlapp von Rödaen^^°Lebre?tA^n,n^°^ Stausenberg (welcher Anwendung dn sog. Spatkultur empfahl), Dr. Hempel von Gießen u. A- bethe.Iigtcn. Der Letztere (>ob in9bdonbcie bemr STm ,??ÄkÜOn » wuchern Zweck gepflügt werde. Beim Unterpflügen von Dünger, Rusen, Stoppeln u. dergl. wende man die Flach-, in allen andern Füllen aber bie W fn flach pflügen heraurHoIt und zur Nahrungserde gemacht; doch bedinge d.es eine gehörige Mischung. Man solle daher nach denn Tiefpflügen noch zwei bi" dre^Ma!

. II. Heber den Nutzen der landwirtbschaftlichen Kränzchen.

,, r, fLehrer Gomps von stausenberg verlas zunächst einen emgchendcn Bericht über die Gründung und Thätigkeit des landw Mntrfieira ,,,, (bestehend aus den Orten Lollar, Staufenberg, Ruttershausen, Daubringen und Mainzlar), dessen besonderer Abdruck ui der landw Zeitschrift veranlaß Gründung von landw. Kränzchen wurde allseitig für wünschenswert eikannt. Herr Lehrer Schlapp von Rödgen empfahl üÄigens vor uaswelleÄi tsk^?,^ foIL über ^^.Ee^lrktzkranzchen, da letztere in der Regel nur von Bewohnern derjenigen Orte besucht würden, in welchen sie abgehalten"^würd^"gbiveise Ortskränzchen, gegen-

, . I1B.* In welchem Zustande befindet sich im Kreise Gießen die Schweinezucht und wie kann der BerirkSverein für Deren e.; 9

eine eigentliche Beantwortung in der Versammlung nicht. Man empfahl jedoch namentlich von Seitin der Herren Bürgermeisl" Lannuh

Gungerich die Krelizung mit eiigliichen Schweinen, da diese engli dien Schweine im Futter nicht wähleri,ch sehr rahm und vuhin nnh h!.'.,! L c P, un^ Mästung geeignet seien. Dieselben hätten lehr weiche Knochen und zwischen dem Fett noch eine >Fleischlage. Es werde

Metzger gegen d,e engl. Bastarde verschwinden, wenn auch deren Fleisch und Fett etwas weniger fest und darum zum Räuchern und^^Salzen^wen^iaer^aeeia^

" "a,|,er ^'-mmlungs-rr Großen-Buseck in foU at.bann bie Frage über 9ti»4MW ftX. zur Ver-

Dr. Gold m a n n.