* r. A.
rat
^re 1861
WS- ■Wfch,' tt«ij ’tn '"'«'»’n unb
jA^tn: »Mun, h
'"taetei und ;f( Muster [ie, u,lta9f‘ teilens
>r,
Jliger-
ersou S fr. äutin.
'ramicn-Loose Hpitltn Stattet! fite rloosuuq, nigt von hoher l(r nur Gewinne nt am
Mts.
n obiger Ltaats- idendc betrag ist
'0,000 Mer, Iflenben größeren jun«: ,000. 40,000. . 2 a 10,000. a 6,000. 2 ä 10. 3 2,ZOO. i a 1,500. 105 100. 21 ä 300.
W a 100 und inne a SO und echter flein fit z den Einsatz. iei icdem Bank- inaUvvse (keine | L, a 2 lhlx.,a' «aariendung, aut istvorschuß, selbst hegenden, prompt iir oerlaubt- Gk ■.hdje Ziehung- . Entscheidung W-
Ztit zahlte ill> öieberum über U-, daher bei )ii £riM norm groß wt mtrfjfltn wc, lusiriige W rolle.
Illiaiilb ctiselgeschaft- >urß. __
Uft ®Ä«
1« i'°» M--
“j ' pl'(dlflnl o *
Ist d°s lnh tRr.31 Zimolt, trinia^-r;
—- 'TT^tfonn e>"
J-
Burgruine Staufenberg
4062) Am Himmelfahrttag:
Großes Militär-Concert, auöqeführt vom Musik-Corps des Großh. Hess. II. Inf.-Reg., unter persönlicher Leitung seines Dirigenten Herrn D. Reifert.
Anfang 3 Uhr.
Entree ä Person 9 fr.
Heinrich Fink.
f—l—1111111111llW—™1MMWWMM mrwhh™
13 Epile|»lisclie Krämpfe (Fallsucht) .Sill der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. Kiilhch in Berlin, jetzt Mittel- M Strasse Ä’r. 6. — Auswärtige brieflich. Schon über Hundert geheilt.
4059) Eine einzelne Dame sucht ein Logis von 3 bis 4 Zimmern, womöglich Parterre ober im zweiten Stock, nebst Küche und Mansarde, auf dem Seltersberg oder in sonstiger freier Lage, am 1. Juli oder auch später zu mietben. Nähere Auskunft bei der Exped. d. Bltts.__
4074) Donnerstag den 6. Mai:
G v n c e r t
aus dem Lenz'schen Felsenkeller,
ausgeführt von Mitgliedern des
Großh. Hess. II. Jnfant.-Regiments. ______Anfang 4 Uhr. Entree 6 kr.______
4088) Ich warne hiermit Jedermann, meinem Manne etwas zu borgen, da ich für denselben keinerlei Zahlung leiste.
Nieder-Bessingen, den 5. Mai 1869.
Balthasar Schmidt Ehefrau.
4085) Donnerstag den 6. Mair
Concert im Garten des Gasthauses zum ^Adler".
Anfang 4 Uhr.
B- Oswald.
4048) Ein Junge kann in die Lehre treten bei L. Weber, Schlossermeister.
4002) In die Conditorei des Unterzeichneten kann ein kräftiger, junger Mensch von anständigen Eltern als Lehrling eintreten.
Ed. Lind, Hofconditor.
4066) 3000 fl. sind gegen gute Sicherheit auszuleihen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.
xb Nicht zu überleben I
4086) Vier Arbeiter finden sogleich auf Stück gegen hoben Lohn dauernde Beschäftigung ; auch können zwei brave Jungen bei mir in die Lehre treten.
G. H. Ledcrmann, Herrenkleidermacher, Asterweg A. 105.__
4090) Ein Zapfjunge gesucht.
Lenz'scher Felsenkeller.
4971) Es wird ein Zimmermädchen in einen hiesigen Gasthof gesucht, das sogleich eintreten kann. Zn erfragen bei der Erped. d. Bl.
4089) Eine Amme, welche schon einige Monate gestillt hat, wird zu sofortigem Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
Telegraphischer Bericht,
mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz.
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Bremen, am 14. April von Bremen abgegangen, ist am 29. April, Abends 10 Uhr, wohlbehalten in New-Bork angekommen.
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Hermann, am 17. April von Bremen abgegangen, ist am 2. Mai wohlbehalten in New-Bork angekommen.
Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Main, am 22. April von New-Bork abgegangen, ist am 1. Mai nach einer sehr schnellen Reise von 9 Tagen wohlbehalten unweit Eowes eingetroffen.
Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenaunteu Orten und Fruchtmärkten.
$3a kett.
Korn
Gerste.
Spelz.
Hafer.
Erbsen.
Linsen.
Wicken.
Kartoffeln
April Mai
Auf dein
MM
Auf dem
Mit.-
Auf dem
Mit.-
Auf
dein
Mit.
ÄufArem
Mit.-
Auf
dem
Mif-
Auf dein
Mit^
Stuf’b em
MA-
Auf dem
Ms-
Wei
S
c.
s
Fruchtmärkte.
Markt
preis
Markt
preis
J9H
irkt
pr
ns
Mo
rkt
pr
is
Mo
rft_
P£
ls
Markt
preis
Markt
preis
Ma
rkt
VL
is
Ma
rkt
preis
—
S
fl.
kr.
auf: gef-
■g
fl.fr.
a ®
Q
fl-
kr.
auf gef.
O
fl.
kr.
TS
D
fl.
kr.
auf gef
fl.fr.
lauf gef
Q
kr.
auf gef
fl.
kr.
auf gef-
ff.
kr.
fl.
fr.
M-
M-
M-
M.
i
M.
M-
M-
M.
M-
M-
M.
M.
M.
M.
M.
M.
M.
M.
Gietzen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz
1.
30 J
28J
10
40
631
57 i
8 24
92
86
8
10
—
—
—
58;
47
b
40
8]
51
9-
1.
261;
11
182t
8 30
—
162
7
27
—
—
—
—
1061
5
50
—
6;
9 20
—
—
—
-
—
1
12
in
—-
2341
2
2
—
—
—
—
1.
25 i
13
10
44
19]
13*
8 52
424
21 i
7
45
—
—
- -
—
18
6]
5
36
4z
3
9 30
—
—
—
—
—
—
-
k—
—
—
—
-
—
—
30.
228
10|56
—
66
8,17
—
2
7
45
—
—
—
—
7
6
21
—
—
—i—
—
—
—
—
—
-
—
—
1 35
—
—
—
—
Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund.
Feuilleton.
Späte Vergeltung.
Criminalnovelle von Fr. Wilibald Wulff.
(Fortsetzung.) , .
Die geheimnißvolle Art, wie er den Grund gelegt zu seinem jetzigen Retch- thume, war nicht geeignet, den Verdacht zu entkräftigen, welchen der Verkauf des Ntnges und der Uhr auf ihn warf.
Rolf, der Sohn des verschwundenen Capitäns, hatte stets und ständig behauptet, baß sein Vater ermordet worden sei, entweder auf Pellworm oder auf der Fahrt von der Insel nach dem Festlanbe.
Durch die Auffindung der Uhr gewann seine Behauptung Fleisch und Blut.
Es konnte allerdings noch ein Fall vorliegen, daß Harms Uhr und Ring von dem Eapitän selbst gekauft hätte, aber wo sollte er das Geld dazu herge- nommen haben?
Daß Eapitän Jsenbrand eine beträchtliche Summe Geldes bei sich getragen, war nach den früheren Aussagen seiner Frau vollständig erwiesen.
Harms plötzliche Wohlhabenheit erschien dem mit der Verfolgung der Sache betrauten Flensburger Polizeibeamten, welcher es für am rathsamsten gehalten hatte, sich unerkannt an Ort und Stelle von Allem, was er zu wissen nothtg hatte, zu unterrichten, als eine Erschwerung des Verdachtes, welcher auf Dirk Harms ruhte.
Sein Bericht an die Flensburger Polizeibehörde, in welchem er allerdings auch Harms Verdienste um Nordstrand, wie sie in Aller Mund lebten, gebührend hervorhob, aber unzweifelhaft darstellle, daß kein Anderer als Harms der Mörder des Capitäns sein könne, veranlaßte den Polizeimeister zu der Weisung an den Landvogt, und das gerade zu derselben Zeit, tn welcher Jener von der Regierung eine öffentliche Auszeichnung für den Greis beanspruchte.
Rolf erfuhr erst, als die Weisung, Harms zu verhaften, nach Norostrand
abgegangen war, wen der Verdacht treffe, seinen Vater ermordet zu haben.
Er war wie vom Donner gerührt, als ihm die Kunde zu Theil ward, daß
der muthmaßliche Mörder seines Vaters entdeckt sei, und zwar in der Person
des angesehensten Bewohners von Nordstrand.
Seine Mutter tbeilte seine Bestürzung.
So sehr auch Rolf geneigt war, in seinem Innern HarmS freizusprechen und zu glauben, daß nur ein unglücklicher Zufall den Vater seiner Else in den Verdacht des Mordes gebracht, so sprachen doch nicht hinwegzuleugnende Thai- fachen für HarmS Schuld.
Es litt den Jüngling nicht langer in Flensburg.
Er mußte sich in Nordstrand selbst überzeugen, ob der entsetzliche Verdacht gegründet sei, und daß Else jetzt, wo Entehrung und Schande über ihren Vater hereinbrachen und sein Leben auf dem «Spiele stand, seiner Hülse bedurfte, sagte ihm sein Herz.
Aber vermochte er, der Sohn des Ermordeten, der Tochter des Mörders Trost und Hülfe zu bringen?
War nicht sein Anblick schon hinreichend, sie unaufhörlich an das Verbrechen ihres Vaters zu mahnen?
Mußte sie nicht vor ihm fliehen? Mußte sie nicht wünschen, ihm nie mehr zu begegnen ?
Was konnte er ihr sein, wenn ihr Vater wirklich das Verbrechen verübt hatte, dessen er verdächtig war?
Die Gedanken wirbelten im Kopfe des jungen Mannes, als er feine Vaterstadt verließ.
Sie wichen während der ganzen Reise keinen Augenblick von ihm und als er endlich auf der Insel landete, die er früher als die Stätte seines höchsten Erdenglücks betrachtet hatte und die ihm jetzt wie eine weite, öde Gruft erschien, in der Alles begraben lag, was er an Hoffnungen besessen, war er bis zum Tode erschöpft.
Es war gegen Abend, als er das Ufer von Nordstranv betrat.
Er hatte absichtlich diese Zeit gewählt, um nicht sogleich erkannt und mit Fragen der Neugier behelligt zu werden.
Ein eisiger Ostwind trieb dichte Schneewolken über die Insel.
Das winterliche Gemälde, welches sich Rolfs Blicken darbot, paßte zu seiner Stimmung.
Auch über ihn war ein verheerender Wintersturm dahingebraust.
Als er langsamen, zögernden Schrittes aus dem bekannten Wege, welcher zu Harms Wohnhause führte, dahinschlich, kam er sich wie ein einsamer, trauernder Wanderer vor, der zum Grabe seines Glückes wallfahrtet-
Scheu wandte er den Kopf zur Seite, wenn ein menschliches Wesen an ihm vorübereilte oder seine Gestalt in den Bereich eines Lichtes kam, das aus dem Fenster eines hart an der Straße liegenden Hauses auf seinen Weg fiel.
Sonst hatte er die Strecke vom Landungsplatz bis zu Harms Behausung in wenigen Minuten durch chritten, jetzt brauchte er fast eine halbe Stunde dazu.
Je näher er der Wohnung kam, desto heftiger strömte das Blut nach seinem Herzen.
Er fühlte die eisige Kälte nicht, sein Kopf brannte und ein verzehrendes Feuer ergoß sich durch seine Adern.
Jetzt stand er vor dem Hause. Nur eine Stube war nicht erhellt.
Die Kniee brachen ihm fast und er mußte sich an das Holzgitter lehnen, welches Harms Besitzthum von dem seines Nachbars trennte, um nicht umzusinken !
Die' erste Zeit seines Aufenthaltes stand lebendig vor seiner Seele.
Er gedachte der Stunde, in der er Else zum ersten Male gesehen, zum ersten Male die Hand des Mannes gedrückt hatte, der seinen Vater ermordet haben sollte.
Wie war Alles jetzt so anders geworden.
Die Stunde war allerdings gekommen, die er so lange hcrbeigesehnt und die seinen Vater freisprach von der Schuld, entflohen zu sein und Weib und Kind dem Mangel preisgegeben zu haben. Ader dieselbe Stunde, welche die Rechtfertigung seines Vaters brachte, stürzte ihn in's Elend.
Er hatte sie mit dem Glücke seines Lebens, mit dem Verlust seiner Else erkauft.
Ermattet lehnte er sich an das Gitter und verbarg das von Thränen über« strömte Antlitz in den Händen.
Da wurde plötzlich seine Schulter berührt und eine bekannte Stimme fragte: „Wer seid Ihr und was wollt Ihr hier?"
Rolf ließ die Hände sinken.
„Lorenz!" tönte es dumpf von seinen Lippen.
Else's Bruder fuhr betroffen zurück.
„Rolf, Du kommst zu uns?"
„Kein Wort weiter!" fiel ihm Rolf in die Rede und ergriff die Hand. „Lorenz, sag' mir, wo ist....."
Er zögerte, Else's Namen auszusprechen. Lorenz entzog ihm seine Hand. (Fortsetzung folgt).


