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6424) Mein seitheriges Logis auf dem Reichensand habe ich verlassen und wohne jetzt im früher Weißbacker'schen Hanse in der Löwengasse, was ich meinen geehrten Kunden hiermit ergebenst anzeige. August Dickorc, Büchsenmacher.

Haasenstein & Vogler^

Zeitungs - Annoncen - Expedition (Bureau de publieite) in Frankfurt am Main,

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in Leipzig, Markt 17,

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Wien, Neuer Markt 11, Zürich, Elsassergasse 1.

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Berlin, Leipzigerstrasse 46,

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Hamburg, Ncuerwall 50,

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Bern, Breslau, Cassel, (Sollt 8? Stuttgart.

Dieselbe vermittelt ausschließlich Zeitungs-, Zeitschriften-, Kalender-, rc. Inserate tu alle Fachblätter und Zeitungen der fünf Welttheile, berechnet ohne Aufschlag von Porto, Pro­vision zc. stets die Originalpreise, gemährt bei größeren Auf­trägen angemessenen Rabatt, liefert Belegblätter für jedes Inserat, beseitigt alle Portoauslagen und sonstigen Neben­kosten, liefert vorherige Kostenanschläge, besorgt Uebersetzungen in alle Sprachen gratis und versendet auf Verlangen gratis und franco ein vollständiges Zeitnngs-Preis-Bcrzcichniß.

Mit sämmtlichen dentschen Zeitungen steht obiges Institut in täglich directem Verkehr.

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Z.W

Zeitnngs-Annonckn-Expedition

von

Sachse ch Co. Leipzig

Telegraphischer Bericht, mitgetheilt von dem Haupt-Agenten C. W. Dietz.

Das Postdampfschiff des Nordd. LloydHermann", am 17. Juli von Bremen abgegangen, ist am 31. Juli, Nachmittags 4 Uhr, wohlbehalten in New-Aork eingetroffen.

Das Postdampfschiff des Nordd. LloydOhio, am 14. Juli von Bremen abge­gangen, ist am 31. Juli, Morgens 10 Uhr, wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Das Postdampfschiff des Nordd. LloydWeser", am 22. Juli von New-Bork abgegangen, ist am 1. August, Nachmittags 5 Uhr, wohlbehalten unweit Cowes einge- troffcn und hat um 7 Uhr die Reise nach Bremen fortgesetzt.

Temperatur in Gießen, Juli 1869 : niederste............... . -f- 5,5° R.

mittlere.................+ 15,20

Mittel früherer Jahre............+ 14,38

höchste.................+ 26,0

Niederschlag: an 6 Tagen...... ... 0,79 Par. Zoll.

im Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen . . 2,89

Nach den bisherigen Beobachtungen schwankt die Zahl der Tage mit meßbarem Nieder­schlag per Monat von 2 (September 1865) bis 27 (December 1854 und April 1867).

Die längste unter den bisher verzeichneten Trocknißperioden war vom 4. September bis 8. October 1865, nämlich 35 Tage ohne meßbaren Niederschlag.

Borsennachrichlen.

3. August 1869.

Preusß. 41/2% Obi. 935/g Frankf. 372% Obi. 81% Nass. 4i/2o/o Obi. 92% Kurh. 40/o Obi. 845/8 Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 911/4 31/2% do. do. 871/4

Bayer. 5% Obi. 101% n 47-0/0 Ijäbrige 472% 1,2jährige 941/8

Würtemb. 4i/2°/o Öbl. 927/q Baden 472% Obi. 0. E.L. 933/4 Oestr. 5% b. R. 59/2

5% National 571/2

50/0 Metall. Obi.

M. steuerf. 523/4

Amer. 6% 1882r Bds. 88* 2 , 6°/p 1885r 875/g

Actien.

* Frankf. Bank 1207/g

Oester. Bank 725

Creditaot. 301 Darmst. Bankact. 3151/2

Prioritäten.

5% östr. F. St. E. B. 406 Ludwigsh.-Bexbach 1263/4 Maxbahn IO51/2 Bayer. Ostbahn 1297g Hess. Ludwigsbahn 143 3O/o östr. Stsb.-Prior. 581/g 3% östr. s. Lombard. 493/4 30/g Livomeser 347/s Toscaner

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 971/4 5% Elisabeth-Prior. 751/2 do. II. Emiss. 747/s

Anlelieaiyloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 567g Nassau fl. 25 b. Roth. Gr. Hess. fl. 50 b. R. Gr. Hess. fl. 25 b. R. 4° 0 bayr. Präm. Anl. 1053/4 40/0 badische Loose 1041/4 Badische fl. 35 Loose 561/2 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 847s 1864r 1183/4

Wechsel.

Amsterd. k. S. 100

Augsb. k. 8. 993/4

Berlin k. S. 1057b

Bremen k. S. 973/4 Cöln k. 8. 105% Hamburg k. S. 881/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 120 Lyon k. 8.

Paris k. 8. 951/4 Wien k. 8. 953/8

Disconto 31/2 % G.

Geldsorten.

Pr. Gass. Sch. 1 4478-45i/8 Dlv l;£l QC _ A -

Pr. Friedrdo'r. 9 5872-59/2 Pistolen . . 9 50-52

doppelte 9 51-53 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 3172-321/2 Engi. Souver. 11 56-12 Russ. Imper. 9 51-53 DolL in Gold 2 28-29

Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten.

Fruchtmärkte.

Juli

Waizen.

Auf dem Mil.-

Storm

Auf dem M4t-

Gerste.

Spelz.

Hafer.

Auf dem Mit--

Erbsen.

Linsen.

Wicken.

Kartoffeln.

Wcisi- mehl.

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Auf dem Markt

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Aus dem Mit.-

Auf dem Mit.-

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Grünberg

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109

8

41

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8

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27.1

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Lauterbach

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Mainz

30.

230

11

48

128

8

20

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6

19

3

-

Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund.

Feuilleton.

flferanöer uon Humboldt.

Der am 14. September bevorstehende 100jährige Geburtstag Alexander v. Humboldt's hat in Deutschland das Gedächtniß an den vor 11 Jahren dahingeschiedenen berühmten Naturforscher auf's Neue wachgerufen und den Ge­danken zur Reife gebracht, ihm ein National-Denkmal zu setzen an dem Orte, wo er geboren und gestorben ist und den größten Theil seines Lebens zugebracht hat, in Berlin. Schon hat die Berliner Studentenschaft, um den in die Herbst­ferien fallenden Festtag nicht mit Stillschweigen zu übergehn, eine academische Vorfeier desselben unter großartiger Betheiligung veranstaltet; zugleich hat ein Centralcomit6 in Berlin seine Aufrufe durch die Blätter nach allen Theilen Deutschlands hin ergehn lassen, um die Bildung von Localcomites und die Ver­anstaltung von Sammlungen zu bewirken. Auch ohne jede Sympathie für die fast zur Unsitte gewordene Liebhaberei unserer Zeit, Denkmäler zu errichten, kann man sich doch für die Idee eines Humboldt-Denkmals begeistern, denn nur sehr wenige Manner haben in ihrem Berufskreise so unbestritten den ersten Platz be­hauptet, wie Humboldt, den man, mit Rücksicht auf seine Beherrschung aller Zweige menschlicher Kenntniß von der Natur, nicht mit Unrecht einen Fürsten unter den Naturforschern genannt hat.

Es möchte deßhalb wohl am Platze sein, hier eine Uebersicht zu geben über die bedeutsamsten Leistungen des großen Mannes.

Unter glücklichen äußeren Verhältnissen geboren und mit einer Erziehung und Bildung von seltener Vielseitigkeit ausgerüstet, begann Humboldt seine wissen­schaftliche Thätigkeit mit seiner Reise nach dem nördlichen Südamerika, Mexico und Westindien I. I. 17991804 Vor Humboldt, sagt Peschel in seiner Geschichte der Erdkunde, hatten sich die Reisenden entweder nur mit mathema­tischen Ortsbestimmungen oder mit dem geringeren Verdienste begnügt, den Her­barien die Leichen unbeschriebener Pflanzen, den Museen getrocknete Thierhäute zuzusühren. Auch Humboldt brachte eine reiche Ernte dieser Art mit heim, aber wie uns der große Naturbeobachter selbst gesteht, gewährte ihm die Entdeckung solcher Neuigkeiten nur geringen Genuß. Er hatte viel höhere Zwecke im Auge, nämlich die Sammlung von Größen und Thatsachen, die unter sich verglichen werden konnten. Er ist der Begründer der physikalischen Erdkunde. Seine Wanderungen fielen in die glückliche Zeit, wo die ersten Früchte der Meteorologie und der Höhenmeßkunde reif geworden waren. Seine tzeognostischen Kenntnisse setzten ihn in den Stand, zuerst auszusprechen, daß sich auch in der neuen Welt das Gesetz der Formations-Folge wiederhole. Durch seine zahlreichen astronomischen Ortsbestimmungen, welche eine theilweise sehr er- hebliche Aenderung der bisherigen Kar>ten bedingten, gelang ihm die Ausarbeitung

vorzüglicher, seitdem nur wenig verbesserter Karten der durchzogenen Gebiete. An die mathematische Bestimmung eines Ortes knüpfte Humboldt überall die baro­metrische Höhenberechnung, so daß er schon auf der Reise durch Spanien das erste Bild von der senkrechten Gliederung jener Halbinsel entwerfen konnte. Die hypsometrischen in Verbindung mit den astronomischen Ortsbestimmungen ge­währten ihm dann die Möglichkeit, den Standort der gesammelten Gewächse nach Länge, Breite und senkrechter Höhe anzugeben, also die Grundlage zur Erkenntniß der Pflanzenklimate zu erlangen und damit eine neue Wissenschaft, die Pflanzengeographie, zu erschaffen.

Er brachte ferner nicht nur die ersten Beobachtungen über den jährlichen Gang der Temperatur an verschiedenen Orten der neuen Welt mit herüber, son­dern er schuf sich auch Verbindungen mit späteren Beobachtern, die ihm zur Be­gründung seiner klimatischen Gesetze wichtig wurden. Auch in Europa wurde auf feine Anregung die Zahl der Beobachtungsstationen sehr vermehrt und auf denselben systematischer beobachtet. Der volle Nutzen dieser Beobachtungen trat erst hervor, als Humboldt im Jahre 1817 durch ein äußerst einfaches Mittel die Störungsgesetze der Erderwärmung sichtbar werden ließ. Er verband nämlich alle Orte, deren mittlere Jahreswärme gleich befunden worden, auf der Karte durch krumme Linien, die er Isothermen nannte, und nöthigte damit die Natur, durch die Gestalt der Wärmekurven, durch die Lage ihrer bald konvexen, bald konkaven Scheitel selbst das Gesetz der Störungen augzusprechen und die störenden Ursachen zu enthüllen. Humboldt's sinnreiche Erfindung wirkte nicht bloS wie eine Offenbarung auf dem Gebiete der Witterungskunde, sondern seine Anleitung, das Wirken von Naturkräften im Bilde darzustellen, hat uns ganze Reihen physikalischer Erdgemälde zugeführt, und ihnen verdanken wir die Leichtigkeit, womit wir uns gegenwärtig unterrichten können. Von der Betrachtung der Orte gleicher Jahrestemperatur ging Humboldt nun über zu derjenigen gleicher Sommertemperatur und gleicher Wintertemperatur, was ihn zur Festlegung der Begriffe des kontinentalen und des Seeklimas führte. In­dem noch die Wärmeabnahme mit der Höhe in Betrachtung gezogen wurde, er­gab sich ein Feld der Beobachtungen von ungeheurer ManichfalUgkeit, auf dem schon der Entdecker selbst die Grundgesetze festgelegt hat. Auch über den Erd­magnetismus hat Humboldt zuerst außereuropäische Messungen der örtlichen Ge- sammtkraft 'angestcllt und in Europa zu regelmäßigen Beobachtungen angeregt.

Darin besteht überhaupt das Geheimniß seiner Größe, daß er sich alle im 18. Jahrhundert gewonnenen Erkenntnisse angeeignet und zuerst sie als reisender Beobachter angewendet hat.

(Schluß folgt.)