Vertretergesucli.
69) Eine bereits eingeführte preussische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft beabsichtigt, für Giessen einen tüchtigen Vertreter anzustellen, dem je nach Fähigkeit, bald die Generalagentur für einen grösseren Bezirk überwiesen werden kann. Die Bedingungen sind sehr günstig und wollen Reflectanten, denen Verschwiegenheit zugesichert wird, ihre Adresse sub Lit. L. 100. baldmöglichst poste restante Cassel senden.
85) Hiermit beehre ich mich, die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mit dem Heutigen dem Herrn Wilhelm Hartmann meine
Bäckerei
käuflich übergeben habe. Indem ich für das mir und meinem seligen Manne so reichlich geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen.
Gießen, den 1. Januar 1869. Georg Balser Wittwe.
Unter höflicher Bezugnahme auf Obiges bitte ich, das dem Hause Gg- Balser geschenkte Vertrauen ssütigst auf mich übertragen zu wollen; ich werde mich bestreben, mich dessen in jeder Hinsicht würdig zu zeigen- Wilhelm Hartmann.
Abonnements - Coneerte.
94) Die Musik des Großh. Hessischen 2. Infanterie-Regiments beehrt sich, hiermit die ergebenste Anzeige zu machen, daß dieselbe beabsichtigt, im Laufe des Winters ein neues Abonnement zu 6 Con- certen im großen Saale des Caf^ Leib zu eröffnen.
Die Concerte werden abwechselnd in Militär- und Strelchmusik (ä la Strauß) zur Aufführung kommen.
Für diejenigen Herren, welche unsere Liste nicht erreichen sollte, liegt eine solche im Cafe Leib offen.
Für die Musik des Großh. Hess. 2. Jnf.-Regim.: Reifert, Musikmeister.
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73) Die ausserordentliche Erweiterung, welche meine Brust-Bonbons-, Chöco- laden- und Zuckerwaaren-Fabrik in den letzten Jahren erfahren hat, veranlasste mich, meine drei ältesten Söhne : Albert Nicolaas, Franz Joseph und Heinrich als Theilhaber aufzunehmen.
Um denselben, da sie seit einer Reihe von Jahren die Arbeit mit mir theilen, einen Beweis meines besondern Vertrauens zu geben, werden wir das Geschäft unter der Firma:
Franz Stollwerck <fc Söhne
fortsetzen.
Auf der Verpackung für Brust-Bonbons bleibt die alte Firma unverändert bestehen ; für die übrigen Waaren können, bei dem ausgedehnten Bestände an EtiqueUen, Enveloppen, Stempeln etc., alle bezüglichen Erneuerungen nur successive erfolgen.
Die strengste Reellität in der Herstellung der Waaren, welche dieselben zu den gesuchtesten ihrer Art im Gebiete des Zollvereins erhoben hat, wird auch in Zukunft das Grundprincip der Fabrication verbleiben, und die vereinten Kräfte dahin streben, den Anforderungen der Neuzeit in den verschiedenen und vielseitigen Branchen des Geschäftes mehr und mehr zu entsprechen.
Cöln, den 31. Deccmber 1868. Franz StoOwerCk^
Firma: Franz Stollwerck. Söhne»
75) Die Freunde des Lahrer Hinkenden Boten werden gebeten, beim Jahreswechsel ihre Bestellungen auf die Dorfzeitung des Hinkenden Boten bei einer Buchhandlung oder bei der Post oder auch bei der Expedition in Lahr zu machen. Dieselbe erscheint in vierwöchcntlichen Lieferungen zu 3% Sgr. oder in Wochennummern zu Thlr. 1. 12 jährlich. Die Prämie „Winterfrcubcn“ (Stahlstich) ist ein Kunstwerk im schönsten Sinne des Worte? und wird mit den nachfolgenden (Frühlingslull u. f. w.) die herrlichste Zimmerzierde bilden.
Avis für Damen!!!
Unterzeichnete macht die geehrten Damen darauf aufmerksam, daß sie das gründ- uche praktische Maasnehmcn, Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern, überhaupt, Alles, was zur Damengarderobe gehört, in 4 Wochen lehrt. In Folge meiner gründlichen, leicht faßlichen Methode wird jede Theilnehmerin nach bestimmter Zett in den Stand gesetzt, jedes beliebige Kleidungsstück nach jeder neuen Mode auf das Passendste und Pünktlichste anfertigen zu können.
Anmeldungen bitte gefälligst baldigst zu machen.
Frau Rothenberger, Lindenplatz.
StcmMplM-Verein.
79) Mittwoch den 6. d. Mts., Abends 8 Uhr:
M ottatSsitzung,
wozu einladet der Vorstand.
72) Ein junger Mann sucht eine Stelle als Ausläufer oder eine ähnliche Beschäftigung auf sogleich. Näheres bei der Exped d. BlttS.
„Gemüthlichkeit."
71) Generalversammlung Mittwoch den 6. Januar, Abends 9 Uhr.
Tagesordnung: 1) Bericht.
2) Wahl des Vorstandes.
93) Einem verehrlichen Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich von heute an in dem von mir erkauften, früher H. Schäfer'schen Hause in der Neustadt wohne. Jacob Braun.
I. C. (Klar, Buchbinder, Sonnenstraße, empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. (64)
89) Für eine kleine Familie wird ein Dienstmädchen gesucht, welches mit guten Zeugnissen versehen sein muß. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
90) Ein Mädchen wird in ein Specerei- und Kurzwaarengeschäft gesucht; bevorzugt wird ein solches, welches in einem gleichen Geschäfte gewesen. Näheres bei der Erped. d. Bltts.
62) Ein Mädchen, welches gute Zeugnisse aufzuweisen hat, findet sogleich gegen hohen Lohn Stelle bei
Gg. Sch mehl, am Brand.
59) Ein braver fleißiger Junge, der sich auf feineres Metalldreben einüben will, findet bei sofortiger Bezahlung dauernde Stellung. Bei wem ? sagt die Exped. d. Bl.
60) In ein Material-Waarengeschäft wird em gut geschulter junger Mann in dre Lehre gesucht. Näheres bei der Exped.
9o) Ein Dienstmädchen wird zu sofortigem Eintritt gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.
Schlesische FenervrrsichrrungsgesellschaN
in Breslau.
Grundcavital fl 5,250,000.
Versichertes Capital ultimo 1867 . fl. 626,776,120. 15 fr.
Prämien-Einnahme im Jahre 1867 . „ 1,660,729. — „
Versicherung von HauS-Mobilien, Waaren, Fabrifgeräthfchaften, Felderzeug- nisien in Scheunen und Schobern, Vieh und landwirthfchaftlichcn Gegenständen jeder Art gegen Feuerschaden, Transportversicherung, Spiegel- glasverficherung gegen feste billige Prämien.
Antragsformulare und Versicherungsbedingungen, sowie jede gewünscht werdende Auskunft, werden jederzeit von der General-Agentur I. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie den Herren Jean Boeck in Gießen, Phil. Garde in Friedberg, M. Fröhlich II. in Ulrichstein, Heinr. Dietz in Kestrich bei Alsfeld, berettwilligst ertheilt.
(E i n g e s a n d t.)
Zur Nachricht
für die Versicherten der Rheinischen Versicherungs-Gesellschaft
in Mainz.
Der Unterzeichnete war mit seinen Mobilien, Erndtevorräthen u. s. w. gegen Feuersgefahr bei der Rheinischen Versicherungs-Gesellschaft in Mainz versichert. Da ihm bekannt geworden, daß diese letztere ihr ganzes Geschäft an eine andere Anstalt verkauft habe und in der Auflösung begriffen sei, so hat er sich berechtigt gehalten, seinerseits von der Versicherung zurückzutreten und sein Mobiliar bei einer andern inländischen Gesellschaft nach eigener Wahl zu versichern.
Die Rheinische Versicherungs-Gesellschaft hat ihn nun zwar auf Zahlung der am 30. August fällig gewesenen Prämie bei Großherzoglichem Friedensgerichte Oppenheim verklagt, ist aber mit ihrer Klage durch Endurtheil vom 23. December abgewissen worden. —
ES ist hiermit der Grundsatz zur Geltung gelangt:
„Daß die Versicherten der in Liquidation befindlichen Rheinischen Versiche- „rungs - Gesellschaft weder verpflichtet sind, die mit derselben abgeschlossene „Versicherung bis zum Ablaufstermin der Police fortzusetzen, noch viel weni- „ger deren Geschäftsnachfolgerin an ihrer Stelle anzuerkennen."
Oppenheim, den 24. December 1868. Georg Bauer III.
Literarisches.
Im neuen verschönerten und bedeutend vergrößerten Gewände liegen die beiden ersten Hefte des siebenzehnten Jahrgangs der „Illustrirtcn Welt" (Stuttgart, Ed. Hallberger) vor uns, und mit der schmucken äußeren Ausstattung braucht der Inhalt den Vergleich nicht zu scheuen. Da treten uns zunächst mit zwei größeren, ebenso gediegenen als interessanten Novellen zwei alte liebe Namen entgegen, die im Herzen der deutschen Leser einen so wohlbekannten guten Klang haben: Ernst Willkomm führt uns in seiner „Braut von Oldenwöhrden" in das landschaftlich und durch seine originellen Volkssitten so intercffante Dithmarschen — und Otto Roquekte in seinen „Thurmfalken" in das psychologisch und stofflich so fesselnde Leben eines Sonderlings hoch oben in dem Thurme einer norddeutschen Universitätsstadt, — wer erkennt nicht gleich Halle? Dann beginnt Th. Griesinger eine große, spannende Novelle: „Die weiße Sclavin" — eine Geschichte aus der amerikanischen Union.
Ferner finden wir in den kleineren unterhaltenden und belehrenden Artikeln vortreffliche Beiträge von Gerstäcker, Ferd. Pflug, Th. Storm, Arn. Wellmer, W. Winkler, Karl Ruß, Schmidt-Weißenfels u. A. Die 31 großen, künstlerisch gediegenen Illustrationen eines Theuerkauf, Fikentscher, Herb. König, Mende, Koch, Haider, Hosemann, Kriehuber, Busch u. s. w. sind eine sehr willkommene Zugabe für jeden Familienkreis. Wir machen besonders auf das durch des Dichters Porträtfigur geschmückte Gedicht- Bfld: Die Erwartung von Schiller, illustrirt von Ferd. Rothbart, aufmerksam, da es eine Copie für den laufenden Jahrgang der Jllustrirten Welt beigegebenen prächtigen Stahlstich-Gratis-Prämie ist. Bei alledem behält die Jllustrirte Welt ihren alten wohlfeilen Preis von 5 Sgr. oder 18 fr. rh. per Heft von 6 Bogen größt Quart bei.
Im Verlage von J. Schneider in Mannheim ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen :
Die
Rheinschilffaliils - Acte
vom 17. October 1868,
nebst der
Schifffahrts-, Polizei- und Floss-Ordnung
und der
Verordnung über den Transport entzündlicher, ätzender und gütiger Stoffe
auf dem Rheine.
Amtliche Ausgabe.
80. geh. Preis 7 Sgr. — 24 kr. rhein.
Gegen Einsendung von 7% Sgr. — 26 kr. rhein. in Briefmarken Franco-
Zusendung pr. Post.
Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener-
Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Formulare, Nnd zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg.
Börsennachrichten.
2. Januar 1869.
Preuss. 4%% Obi. 94% Fraakf. 3%% Obi. 813/4 Nass. 4%o/o Obi. 94% Kurh. 40/0 Obi. 86% Hess. 4% Obi. b. Koths. 91 % „ 31/2°/o do. do. 871/2
Bayer. 5% Obi. 102%
7, 41/2% 1jährige 95%
„ 41/2% 1/2jährige 96 Würtemb. 4%% Öbl. 94% Baden 4%% Obi. c. E.L. 94% Oestr. 50/0 b. R. 59%
„ 5% National 52%
„ 5% Metall. Obi. 63
„ M. steuerf. 511/4
Amer. 6% I882r Bds. 79 „ 6% 1885r 77%
Actien.
Frankf. Bank 122%
Oester. Bank 675
„ Creditaot. 244 Darmst. Bankact. 267
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 305 Lud wigsh.-Bexbach 159% Maxbahn 106
Bayer. Ostbahn 127
Hess. Ludwigsbahn 139 30/o östr. Stsb.-Prior. 54% 30/g östr. s. Lombard. 44% 3% Livorneser 31%
Toscäner 49%
Frankf. Hypoth.-Bank —
Frankf. Vereins-Kasse 96 5% Elisabeth-Prior. 74% do. II. Emiss. 74
Aulehenslooee.
Kurh. 40 Thlr. Loose 541 3
Nassau fl. 25 b. Roth. 37%
Gr. Hess. fl. 50 b. R. —
Gr. Hess. fl. 25 b. R. 42
4% bayr. Präm. Anl. 103% 4O/o badische Loose 100
Badische fl. 35 Loose 54% 1858r Prioritätsloose 143 1860r Loose 78% 1864r „ —
Wechsel.
Amsterd. k. 8. 99% Augsb. k. 8. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 96% CÖln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 99% Diskonto 3%% G.
tSeldeorteii.
Pr. Cass. Sch. 1 44%-45 Div. Cass.-A.
Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 49—
„ doppelte 9 50— Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 34-36 20 Frankenst. 9 26-27 Engi. Souver. 11 52-56 Russ. Imper. 9 49-51 Doll, in Gold 2 26-27


