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P o l i t i s ek e Rundschau

Darmstadt, 28- Fcbr. In einer die Aushe­bung res Gesetzes vom 14. August 1867 über die Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände bezweckenden Mo­tion des Abgeordneten Dumont wird dasselbe als eine wahrhafte Calamität für fast alle Interessenten bezeichnet und die Grundlagen des Gesetzes vom 27. Mai 1821 über die Abtretung von Privateigenthum für öffentliche Zwecke als die einzig rationelle be­zeichnet. Unter seiner Herrschaft habe sich die mäch­tigste Eisenbahnunternehmung des Landes zu einer immer steigenden Blüthe und größerer Ausdehnung entfaltet. Um übermäßiger Abschätzung auf Grund­lage dieses Gesetzes vorzubeugen, werde die Bestim­mung genügen, daß bei Abschätzung des für die Ab- tretung eines Geländes gebührenden Ersätze« der demselben unmittelbar durch das Unternehmen zu» wachsende Mehrwerth in Anrechnung zu bringen sei. Der Antrag Dumont's geht dahin:Vie Regierung zu ersuchen, die Anwendbarkeit des erstgenannten Gesetzes auf Eisenbahnunternehmungen von Privaten oder dritten Unternehmern in Zukunft nicht weiter zu verwilligen und noch auf diesem Landtage eine Vorlage über Aufhebung dieses Gesetzes und Mo- bification des ExpropriationSgesetzeS vom 27. Mai 1821 zu machen.

Berlin, 28. Febr. Der CultuSminister von Mühler hat gestern sehr dankenswerthe Erklärungen abgegeben. Wir nennen sie tankenSwerth, weil nichts über die Klarheit und Bestimmtheit geht, womit ein Minister seine Ansichten über streitige Fragen dar­legt. Seit gestern wissen die Leute in Breslau, woran sie mit ihren neuen Schulgebäuden sind. Dieselben bleiben gerade so lange noch leer und unbenutzt stehen, als der gegenwärtige Chef der CultuSverwaliung im Amte bleibt, und des gleichen Schicksals haben sich für ihre Unterrichtsanstalten alle Gemeindeverwaltungen zu versehen, die zu glauben sich unterfangen, daß sie für ihr Geld erbaute Schu­len nach eigenem Ermessen organ siren wollen. Der Minister bestreitet ter Gemeinde durchaus das Recht, ihre Kinder so unterrichten zu lassen, wie sie selbst es wünschen. Sie sollen wohl jederzeit das Recht haben, Geld für Unterrichtszwecke auszugeben; aber was weiter mit der Schule geschieht, darnach ha­ben sie einfach nichts zu fragen, das gehört zum Ressort der CultuSverwaltung. Hr. v. Muhler gibt dem Art. 23 ter Verfassung, wonach olle öffentlichen und Privat-Unterrichts > und Erzi.bungS- Anstalten unter der Aussicht vom Staate ernannter Behörden stehen, eine Ausdehnung, daß Art. 22 ter Verfassung vollständig illusorisch wird, nach welchemUnterricht zu ertheilen und Unterrichts-Anstalten zu gründen und zu leiten Jedem sreisteht, wenn er seine sittliche, wissenschaftliche und technische Befähigung den be­treffenden Staatsbehörden nachgewiesen hat."

Berlin, 1. März. Mit der Anwendung der beliebten Zweiseelentheorie, welcher man auch in den Verhandlungen über die Frankfurter Receßangelegen- heit ein stilles Plätzchen zu bereiten versuchte, ist eS einmal wieder nichts gewesen. TieKreuzzeitung" schreibt heute ganz positiv und wir haben um so weniger Grund, diesem Dementi zu mißtrauen, als dasselbe auch anderweitig bestätigt wird:Die Behauptung, daß der Finanzminister v. d. Heydt sich bei den letzten Verhandlungen mit der Frank­furter Deputation im Gegensätze gegen andere Mit­glieder des Staatsmmisteriums ausgesprochen habe, ist, wie wir hören, völlig grundlos uud mit Rück­sicht auf die bekannte Stellung des Finanzministe­riums zu dieser Frage geradezu w tersinnig." Der diesseitige Gesandte in F orenz, Gras v. Usedom, ist (wie derD. A. Z." belichtet wird) zur Dispo- sition gestellt; der Grund davon liegt nach ter Mei­nung des Cvrrespondenten darin, daß Graf Bis- marck mit ter Haltung disselben nicht einverstanden gewesen.

Wien, 28. Febr. Man hat befürchtet, daß der Rücktritt des in der Armee sehr beliebten Feltzeug- meisters Hartung unliebsame D>monstrationen zur Folge daben werde. In einem von gestern Wahrten Ablchi.v an seine Wassrr,slxf^hrtxti" sagt ab r ter entlassene General-Commantant von Nieder - Oester­reich :Eindringlichst bitte ich, mir das Scheiden ouä ter Aetivität tu>ch Unterlassung jeder aus die­sem Anlaffe mir etwa zug.dachten persönlichen oder schriftlich n Kundgebung zu erleichtern." Die lle- ricalen Organe behaupten, daß pie österreichischen und ungarifchen Aristokraten, welche am 22. d. dem Papste ihre Huldigung tarbrachten, de wahren Re- Präsentanten des österrrichisch-ungarischen Volkes und der bobsburaisch-loihr'ngncheii Dynastie feien. Wäh- r ent) Graf Leo Td> n im V.m'ean ter . katbol sehen

Ueberzeugung von der Nothwentigkeit der vollständi- gen Unabhängigkeit und Souveränetät des h. Stuhls" Ausdruck gab, hat das hiesige Sperialorgan des ConeondatSministerS von 1855 in einem Leitartikel den Mitgliedern des Ministeriums Taoffe-Giskra die Monition, Citation und Exeommunication" von Seiten ihrergeistlichen Oberen" in Aussicht ge­stellt ! Daß in den Klöstern gut gegessen und getrunken wird, ist nach der neuesten Fastenpredigt des Wiener Dominicanerpaters Bremer eine schänd­liche Zeitungslüge.Die Güter, die wir besitzen," rief der Klosterbruder seinem andächtigen Publicum zu,haben wir als milde Gaben von frommen Bür­gern Oesterreichs bekommen und durch Nüchternheit und Sparsamkeit haben wir unser Eigenthum zu­sammengehalten, aber jetzt wollen es die Demokraten und Communisten rauben, um Alles zu verzehren und zu versaufen."

Paris, 27. Febr. Wie terFr. Corr." von angeblich vertrauenswürdig-r Seite erfährt, hat Hr. Baron Haußmann gestern Abend dem Kaiser sein Entlaffungsgesuch überreicht. Dieser Fall hat sich schon öfter ereignet; neu ist aber, daß der Kaiser dießmal das Entlassungsgesuch zwar nicht angenom­men, aber doch zurückbehalten und den Seineprä- feeten unter wohlwollenden Versicherungen seines un­geschwächten Vertrauens gebeten hat, die Geschäfte bis auf Weiteres mit dem bisherigen Eifer fortzu- führen. In den Regierungskreisen hält man es daher für wahrscheinlich, daß die Präsectur noch vor Ausschreibung der allgemeinen Wahlen in andere Hände übergehen dürfte. Es ist auch nicht unbe­merkt geblieben, daß der Kaiser gestern nach dem Diner in den Tuilerien, welchem, nebst vielen De- putirten, auch der Generalsecretär des Seineprä' feeten, Hr. Alfred Blanche, beiwohnte, mit diesem eine lange Unterredung unter vier Augen gehabt hat.

Paris, l.März. Der SenatS'Präsident Troplong ist heute früh 5 Uhr und Alphonse v. Lamartine ist ge­stern Abend lO1/2 Uhr verschieden. Aus Anlaß des letzteren TraueriallS erscheint dieLibcrto" heute mit schwarzem Räude und dieFrance" schreibt an der Spitze des Blattes:Der Tod des Herrn v. La­martine ist eine öffentliche Trauer. Dieser Verlust, welcher ganz Frankreich so schmerzlich tr.fft in der Bewunderung, die es an den größien Dichter des 19. Jahrhunters geknüpft, und "in der Dankbark.it, welche ihm die Dienste eines seiner größten Bürger einflößen, kgt_ der Presse eine Pflicht au». Diese Pflicht steht über allen Parteispaltungen; sie muß die Blätter aller Meinungen in einer gemeinsamen Huldigung für ein unvergängliches Andenken vereint- gen. Wir schlagen vor, daß eine Nationalsubscrip- tion für ein auf dem Stadthausplatze zu errichten­des Denkmal Lamartine's eröffnet werde. Dieses Denkmal könnte jene Worte in Erinnerung rufen, welche die Anarchie besiegt haben:Die dreifar­bige Fahne hat den Weg durch die Welt gemacht mit der Republik und dem Kaiserreich, mit Euren Freiheiten und Eurem Ruhme, während die rothe Fahne nur den Weg über das MaiSfrld gemacht hat, durch das strömende Blut des Volkes geschleift."

Vermischtes.

Darmstadt, 22. Febr. Auf besonder,- Ersuchen bemer- ken wir, daß unter den aufgezählten n-uen Eingaben an die zweite Kammer der Stände auch die Voistellungen au« Klein- Linden, Allendvrf a. d. L., Atten-Buseck, Holzheim, Dorf-Mill und Gelnbaar, gleichwie die aus Usenborn, sich gegen Einfüh­rung der Presdy:erial - und Synodalverfassiiug aussprechen

München, 25. Febr. Die in der letzten Zeit sich meh­renden Reclamativnenüber nicht erhaltene Briefe" Seiten« de« Publikums veranlaßten die Generaldirection der Veik-Hr«- ansialten, den Postmeisiein erhöhte Ueberwackung de« Perso­nals einzuschäifen, da die Erisienz eines oder mehrererBrief marder unzweifelhaft schien. Nun isi der für alle Beamten lältiju Druck de« Beargwohntwerden« glücklich beseitigt, da sich durch Zufall da« Berschwinden von Briefen erklärte. Zn einem Bahnpostwagen wurde hinter der Berschaalung, welche einige R sse erhalten batte, eine erkleckliche Anzahl Briefe ge­funden. die beim Cvniren durchgerutscht sein mußten; darunter Briefe au- dem Jahre 1863 her. Eine gründliche Reparatur sämmtlicher Bahnpostwagen wird in Zukunft ein solches Ber- schwinden unmöglich machen.

Wien. Kaiser Franz Joseph sagte neulich: ich will wissen. was mein Sohn, Kronprinz Rudolf, gelernt hat, und Ander, sollen e« auch wissen. Die Prnsunq darf aber kein Possempiel sein. Es wurden gelehrte Männer und sach­verständige Zenaen in die Hofburg geladen und der Kronprinz zwei Tage, jeden Tag 3 Stunden, in Religion und deutscher Sprache, in N.tnrlrhre und Malhematik, in Latein. Geoara- Ubi, und Geschichte eraminirt. Der Prinz antwortet, frisch und munter, er bekam eine gute Censur und vom Kaiser einen Kuß.

Paris, 20. Febr. In der Irrenanstalt von Biretre starb dieser Tage ein Mann, dessen Leben ein langer Roman war. Er n-'Nnte sich Julien Maruö. Einer rdd-fn Homilie von Saint Luge angehörend, die in den ilOer Jahren emigrirt war. erhielt er ein, a»te Er,i,I»inq und tat in russische

Dienste. Ein,« Tage- wurde er aber verhaftet und nach To­bolsk gebracht, wo er 11 Jahre verblieb. Eine Schrift über Sibirien, die er dem russischen Kaiser zusandte, war der Anlaß zu seiner Begnadigung, die ihm jedoch nur unter der Bedingung gewährt wurde, daß er nie wieder nach Rußland zurückkehre. Bon Tobolsk begab sich Marnö nach der Türkei, wo er zwei Mal beinahe erhängt worben wäre. Al« er nun erfuhr, daß einer seiner Onkel, welcher Pari« bewohnte, gestorben sei, kam er nach Frankreich, um seinen Antheil an der Erbschaft (750,000 Franken) zu erheben. Er präsentirte sich am Hofe Loui« Phi­lipp«, überließ sich aber derartigen Ertravaganzen, daß man ihn in Birvlre als Narr einsperrte. Ein Jahr später sreige- lassen, brachte er sein ganzes Vermögen in zwei Jahren durch. Vollständig im Elend, beschloß er. sich das Leben zu nehmen, sprang in die Seine, wurde aber herausgezogen, ehe er n»ch in« Jenseits hinüber gegangen war. Er resignirte sich, um sortzuleden, war der Reihe nach Croupier in Spielhöllen, Fechtmeister Sprachlehrer und Direktor eines Bureau de placemcnt. In eine Verschwörung verwickelt, fluchtete er nach England, wo er Polizeimann wurde. Von England ging er nach Amerika, wo es ihm zuerst schlecht erging, di« er sich endlich nach Ealifornien begab und dort ein große« Vermögen erwarb. Von Amerika begab er sich über Ham­burg nach Wien, wo er Theater-Direktor wurde und einen Theil seines Vermögens aufzehrte. 1863 kam er nach Pari« zuruck und nahm seine Wohnung im Quartier des Observato­riums. Er gab sich mit chemischen Erperimenten ab. Er wollte Diamanten fabriciren. Vor 15 Monaien endlich hatte er derartige Anfälle von Wahnsinn, daß man ihn nun wieder in Bicelre einsperren mußte, wo er denn endlich letzte Woche fein vielbewegtes Leben beschloß.

In seiner Werkstatt in München saß vor manchem Jahr und Tag Maler Kaulbach und arbeitete an seinem großen Reformationsbiide, welche« jetzt da« Treppenhaus im.Berliner Museum schmückt. Er saß und kreidete, wischte, schabte und rauchte und ließ sich nicht stöien, als sein Gönner, der greife König Ludwig hereintrat und im Zickzack auf ihn zukam. Der König stellte sich hinter den Künstler, brauchte fein Au, stengla« und rief plötzlich: Wa« machen Sie denn da, lieber Kaulbach? Den Entwurf zum Reformation bilde, Maje­stät! Als Wandgemälde nach Berlin bestimmt! antwortete Kaulbach, ohne sich umzudrehen, und weiter kreidend und rau­chend. Was? Die Reformation? Wer hat denn da« ent­schieden ? Befehl aus Berlin! Die Reformation? Und für Berlin? äußerte der königliche Herr. Und ein so großer Meister wie Kaulbach gibt sich dazu her? Das ist das Acrgste, was ich erlebe! Rasch drehte sich Kaulbach um, erhob sich in ganzer Figur vom Schemel, schob die Brille in die Höhe und die San.mtmütze noch recht« und sogt« laut und mit ru­higer Bestimmtheit: Majestät vergessen, daß ich selbst Prote­stant bin! In höchster Erregung unterbrach ihn der König: Nein, Sie mißverstehen mich, Kaulbach, ich will nicht auf die Religion anspielen; in meinem Lande waren die Piotestanten stets frei, und ich habe doch auch Luther in die Walhalla ge­stellt; nein, meine Entrüstung gilt der Kunst: wie wollen Sie -denn einen Gedanken malen, eine geistige Meinung darstellen? Es ist Ihrer unwiindig! einen allerthümlichen Stuhl er­greifend fuhr er wie im Selbstgespräch fort: Tie Reforma­tion malen! Und gar noch für Berlin! Wissen Eie und damit Sie sehen, wie unparteiisch ich bin ; ich hab, dem Groß­herzog von Weimar geralhen, die Reformation auf der Wart­burg zu verherrlichen: dorthin gehört ihre Verherrlichung, dort hat sie historischen Boden, von dort ist sie ausgegangen. Aber was will man mit der Reformation in Berlin? Wie kommen birsr historischer. ParvenuS zur Reformation? Wie unterstehen sie sich, deren geistige Bedeutung sich anzueignen, um ihrem Militärstaak auch diesen Nimbus zu verleihen? Und dazu gibt sich ein Kaulbach her! Auf die Wartburg gehört Reformation, oder auch nach Wittenberg meinetwegen.... aber nach Berlin! Voll Aufregung stürmte der König hinau«. So eizähltDer Salon".

(Hippalogisch e«.) DieHerm. Ztg." erzählt folgend, nette Geschichte von der Anhänglichkeit eine« Pserdeö. Vor etwa zwei Jahren wurde dem Postmeister in Tövi« (Sieden, bürgen) eine- seiner besten Pferde gestohlen. Unlängst wird dem Karlsburger Postmeister ein Pferd zum Verkauf angebo- ten. Ter Postknecht, welcher früher in Tövi« ged'rnt hatte erkennt auf den ersten Blick da« unter seiner Obhut längere Zeit hindurch gestandene Pfeid und theilt seine Entdeckung dem kauflustigen Postmeister mit. Tieser schickt zur Polizei. Der Mann der Sicherheitsbehörde erscheint. Ter Verkäufer kann sich über da« Eigenthum nicht ausweisen und wird festgenom- men. Man bescheidet zur AgnoSkirung den Töviser Postmei­ster, welcher, weil er krank ist, seine Schwester schickt, die da« Pferd im strengsten Sinne de« Wortes erzogen hatte. Die Dame komm, noch Karlsburg. Ter Tieb läugnet standhaft. Cie. di, Erzieherin, ruft den Gaul beim Namen. Ter Gaul erk.nnt nach zweijähriger schmerzvoller Trennung die Stimme seiner Pflegerin, reißt sich von den Banden, die ihn an den Asivck fesseln,^ mit größter Gewalt los, stürzt wiehernd und alle Hindernisse vor sich niedeiweifend, vor die Gebieterin, bleibt vor ihr stehen und der Pferdedieb war überwiesen.

(Gewissenhafte Diebe.) Au« der Kir»e eine« Städtchens in Cbio stahlen Di.be unlängst den Teppich. Da derselbe sckon sehr alt und schadhaft war! nahm sich der Ge- meinde-Vo>stand den Verlust nickt sehr zu Herzen, sondern schaffte sofort einen neuen Teppich an. Acht Tage darauf holten die Diebe diesen, brachten aber dafür gewissenhaft den alten zurück.

Die Wallfische wollen nächsten« eine Generalversamm. lung halten, um gegen die hinterlistige Art, Krieg zu führen, zu protestiren Die Grönlandfahrer vergiften nämlich neuester Zeit die Ha,Pune mit Strychnin, um schneller zum Ziele zu kommen, Andere bringen die g arpune mit einer elektrischen Battene in Berdindung, so daß die Walisischeam Schlag," sterben.

%* Eine Reisegesellschaft, welche 1866 über (Kairo die Pyramiden besuchte, kain auch in dieser orientalischen Welt­stadt in mehrere arabische Volksschulen und fand dorten in bk'nahe allen Lehrsälen einen europäischen Eylinderhut (fog. Angst,ohr) hängen. Ein Lehrer, von dem Dolmetsch,' über die Bedeutung deS Hutes b fragt, ertheilte die Auiwort, daß dies,« die größte Straf, für ungehorsame Kinder sei, wenn si, den Hut aufseyen muffen.

Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen.