Ausgabe 
2.2.1869
 
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Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 49 kr.

Gichkiier Anzeiger.

Erscheint wöchentlich dret- mal. Dienstags, Donner­stags und Samstags. Expedition: Canzleiberg

Lit. B. Nr. 1.

Mzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hieben.

drr. la. Dienstag den 2. Februar

186».

Amtliche Bekanntmachungen.

Gießen, am 30. Januar 1869.

Betreffend: Die Erhebung der Feldstrafen bei Großherzoglichem Rentamte Gießen von der 6. Periode 1868.

Das

G r o ft ft e r; o g 1 i ch e Rentamt Gieften

1 SN

sämmtliche Groscher?ogt chcn Bürgermeistereien des Rent-unisbrstrks Gießen.

Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden alsbald durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Bezahlung der rubricirten Feldstrafen bis zum 15. Februar I. Z. zu geschehen hat, widrigenfalls den gesetzlichen Bestimmungen gemäß das Zwangsverfahren eintritt. ° L y n ck e r.

Besondere Bekanntmachungen.

Edictalladu ng.

740) Nachdem Großherzogliches Hofge­richt über den Nachlaß der verstorbenen Wittwe des Bierbrauers Wilhelm Loos, gebornen Straub, von hier den förmlichen Eoncursprozeß erkannt hat, so werden hier­mit alle.Gläubiger, welche Ansprüche an denselben bilden wollen, aufgefordert, die­selben so gewiß im Termine

Montag den 1. März l. I., Pormittags 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gerichte , gehörig anzu­melden und zu begründen, indem von den Ausbleibendenstillschweigend unterstellt wird, sie hätten auf Befriedigung aus dem ge­ringen, um 675 fl. 58 kr. überschuldeten Nachlasse verzichtet.

Schließlich bemerkt man noch, daß der Vormund der minderjährigen Kinder der Wittwe Loos die Erbschaft ihrer Mutter ausgeschlagen hat und daß in genanntem Termin ein gütliches Arrangement versucht werden solle, wobei die etwaigen Beschlüsse der Mehrheit der Gläubiger die Minder­heit binden.

Gießen, den 21. Januar 1869.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, l)r. A- v. Grolman, Stadtrrchter. Stadtger.-Assessor.

Die Spar- und Leihkasse zu Ach betreffend.

747) Der Vergleich der Gläubiger vom 18. März 1867 ist nun obergerichtlich be­stätigt worden. Auch ist von Großherzog­lichem Ministerium des Innern der Be­schluß der General-Versammlung genehmigt worden, daß fernerhin, alle Gläubiger die Rechte der Mitglieder des Sparkasse-Ver­eins haben.

Ich lade demgemäß alle Gläubiger der Spar- und Leihkasse dahier hiermit ein, Montag den L März l. I., 1

Morgens 10 Uhr, in dem Rathhaussaale hiesiger Stadt zu erscheinen, zur Ausübung der Rechte der Vereinsmitglieder und zur Wahl, einer neuen Verwaltung. Ich bemerke zugleich, daß alle Gegenstände oder Vorschläge, welche Ver­einsmitglieder bei dieser Zusammenkunft zur Berathung gebracht wünschen, nach den Statuten, vorher schriftlich mit Gründen belegt mir vorgelegt werden müssen, und zwar längstens bis zum 20. Februar. Gegen­falls können folche Gegenstände mit dem Ausschuß nicht berathen, und auch der Ver­sammlung zur Entscheidung nicht vorgelegt werden.

Einen übersichtlichen Bericht über den Vermögensstand der Kasse werde ich bei dieser Gelegenheit der Versammlung der­legen. Lich, den 27. Januar 1869.

Der Director der Spar- und Leihkasse: _____________Weber.___________

E d i c t a l c it a r i o n.

739) Nachdem Großherzogliches Hofge­richt der Provinz Oberhessen den förmlichen Concursprozeß über das Vermögen der bei­den minderjährigen Kinder des verstorbenen hiesigen Bürgers und Bierbrauers Wil­helm Loos erkannt hat, fo werden hier­mit alle Gläubiger derselben öffentlich auf­gefordert, ihre Forderungen und sonstigen Ansprüche an das mit etwa 19664 st. 41 kr. überschuldete Vermögen genannter Minder­

jährigen vor dem unterzechneten Gerichte im Termin

Montag den 1. März d. I., Vormittags 9 Uhr, entweder in Selbstperson oder durch einen gehörig bevollmächtigten Stellvertreter an­zumelden und zu begründen, indem die Aus­bleibenden ohne weitere besondere Verfü­gung mit ihren Ansprüchen an diese Con- cursmasse ausgeschlossen werden.

In der angegebenen Tagfahrt soll gleich­zeilig die definitive Wahl eines Gläubiger­ausschusses erfolgen und ein Contradictor bestellt werden, wenn nicht die Verhältnisse die Bestellung des letzteren schon vor dem Termine erheischen. Endlich wird in dem Termine nochmals ernstlichst der Versuch eines gütlichen Arrangements gemacht wer­den und wird ausdrücklich darauf aufmerk­sam gemacht, daß sowohl hierbei, wie auch bei allen in dem Termin von den anwesen­den Gläubigern gefaßt werdenden Beschlüssen die Majorität die Minderheit bindet.

Gießen, den 20. Januar 1869.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

755) Mittwoch den 3. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen 50 Haufen Ausputz-Reiser von den Bäumen auf der Schoor vom Wallthor nach der Neustadt versteigert und der An­fang am Wallthor gemacht werden.

Gießen, am 1. Februar. 1869. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V. d. B.: Felsing, 1r. Beigeordneter.

Stammholz - Versteigerung.

738) Donnerstag den 4. Februar wird in den Domanialwald - Abtheilungen Rehhecke nnd Altengehegt nachverzeichnetes Stammholz versteigert:

337 Eichen-Stämme mit 12096 Cubikfuß, 64 Nadel- 2833

4 Buchen- 238

Zusammenkunft Morgens 10 Uhr in der Nehhecke am Gießener Feld.

Freitag den 5. Februar werden in der Abtheilung Altgehegt weiter versteigert:

364 Eichen-Stämme mit 10505 Cubikfuß, 5'Nadel- 341

23 Buchen- 1156 ,

Zusammenkunft Morgens 10 Uhr un ^^Credtt^für beide Versteigerungen bis 30. ^Gießen, am 26. Januar 1869.

Grobherzogliche Oberförsterei Schiffenberg.

Dr. Draudt.___________

750) Freitag den 12. Februar 1869, von Vormittags 10 Uhr an, sollen im Brächter Privatwalde bei Damm, 3-4 Stunde von der Station Frohnhausen ^58^ Eichen-Stämme von 10 bis 40 Fuß Länge und 14 bis 24 Zoll mittlerem Durchmesser, öffentlich meistbietend versteigert werdew Bemerkt wird, daß sich unter genanntem Holze zwei Stämme befinden, welche sich zu Mühlenwellen und noch viele andere zu gutem Schreiner- und Küferholz eignen.

Damm, am 30. Januar 1869.

Der Vorsteher: Spies.

Oberhessische Eisenbahnen.

Sektion Gießen.

Vergebung von Bauarbeiten.

744) Nachstehende Bauarbeiten werden hiermit zur Submission ausgeschrieben:

a. Die Erd-, Maurer, Steinhauer-, Zim­mermanns-, Dachdecker-, Verputz-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser- und Tüncher-Arbeiten an 9 Bahnwartswoh- mmgen und 8 Wächterhäuschen; ferner

b. Die Erd-, Maurer-, Steinhauer-, Zim­mermanns -, Schlosser -, Dachdecker-, Spengler- und Verputz-Arbeiten für das Stationsgebäude zu Großen-Buseck- Die Pläne, Kostenanschläge und Beding­nisse können auf dem Sectionsbüreau da­hier eingesehen werden, wo auch die Sub­missionsformulare zu erhalten sind-

Offerten sind längstens bis zum 14. Fe­bruar, Abends 6 Uhr, daselbst einzureichen und wird bemerkt, daß sämmtliche Submit­tenten, unter welchen die Wahl vorbehalten wird, während der darauf folgenden vier Wochen an ihre Offerten gebunden sind.

Gießen, den 1. Februar 1869.

Der Sections-Ingenieur: ___________________H. Lipp old._______ Holzversteigerung in der Fürstlichen

Oberförsterei Hohensolms.

745) Künftigen Montag, den 8. d- Mts-, Morgens 9 Uhr anfangend,

soll im DistrictEichelsberg", zunächst Hohensolms, folgendes Gehölz versteigert werden:

16 Stecken Tannen-Prügelholz,

71 Stockholz,

2875 Wellen Reisholz,

7000 Buchen--Forstreiser,

253 Stämme Fichten-Bauholz von 6 bis!

14 Zoll Durchmesser und 50 bis 100 Fuß Länge, 7593 Cubikf. enthaltend, 498 Stück Fichten-Stangen, 1008 Cubikfuß

enthaltend, für Wagner' und Latten­schnitter geeignet.

Hohensolms, am 1. Februar 1869.

Fürstliche Oberförsterei Hohensolms.

_______________Dörmer, Förster.___

Holzverstcigerung.

730) Donnerstag den 4. und Freitag den 5. Februar,

jedesmal von Morgens 9 Uhr an, sollen im Steinbacher Gemeindewalde, Di- stricten Hegheck und Ameisenkopf, nachver- zeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als:

8114 Stecken Puchen-Sckeidholz,

13972 Prügelholz,

93^/4 Stockholz,

3450 Wellen Reisholz,

967'4 Stecken Kiefern-Prügelholz,

69 Stockholz,

6775 Wellen u. Fichten-Reisholz, 389 Fichten- und Kiefern-Baustämme von

6 bis 13 Zoll Durchmesser und 20 bis Fuß Länge, 7058 Cubikf. enth., 2990 Fichten- und Kiefern-Stangen von 2

bis 5 Zoll Durchmesser und 20 bis 60 Fuß Länge, 5361 Cubikf. enth., 10050 Fichten-Bohnenstangen,

1 Eichen-Stamm, 72 Cubikf. enthaltend, 1 Buchen- 132

Der Anfang ist jedesmal in der Hegheck, in der Nähe an der Chaussee von Stein­bach nach Annerod.

Am ersten Tage kommt das Bau- und Werkholz und am zweiten Tage das Brenn­

holz zur Versteigerung, und wird am ersten Tage der Anfang mit den Bohnenstangen gemacht.

Steinbach, am 28. Januar 1869.

Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach.

1 Horn.

Feilgebotenes

Für Militärs.

731) Muster in Faschinen-Meffern mit feinen damascirten Klingen und Semilar-Montur-Gefäße habe ich er­halten.

Neflectanten ersuche ich, ihre Bestel­lungen baldigst abgeben zu wollen, da­mit für pünktliches Eintreffen garan- tirt werden kann. Preis pro Stück bei'Netto Compt. 4 fl.

Louis Senner, Seltersweg.

Nnivrrsai - Magen - Liqucur, genannt Victoria, von Franz von Metternich in Mainz, empfiehlt

in ganzen Flaschen a 1 fl. 24 kr.,

halben « 45

Viertel- ä24

Eduard Lind, Conditor in Gießen. NB. Leere Flaschen werden gegen Vergü­tung von 4, 3 und 2 kr. zurückge­nommen. (737)

723) Steinkohlen und Braunkohlen erster Qualität empfiehlt

Dan. Wirth's Nachfolger

_____________________(Th. Geilfus.)_________

728) Ein schöner eiserner Gcldschrank, fast neu. ist billig zu verkaufen Brauerei Hardt bei Heinz.

735) Ein Haufen guten Mistes ist zu verkaufen bei L- Textor,

____________Darmstädter Haus-

746) Ein Erkerfenster, ,70" hoch und 32" breit, steht zu verkaufen Seltersweg Lit- C. Nr. 190.

734) Ein gutes Zugpferd ist billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts-

744) Euer Wohlgeboren ersuche ich hiermit ergebenst, mir für Patien­ten wiederholt 7 Töpfchen Ihrer höchst vor­züglichen Brnchsalbe zu senden, und zwar von der scknvächern Sorte 2 Töpfe, von der stärkern 5 Töpfe. Die bis jetzt von Ihnen erhaltenen Portionen haben den nie geahn­ten günstigen Erfolg gehabt, und ist mit­hin durch Sie der leidenden Menschheit ein Mittel geworden, welches nicht nur allen Theorien spottet, sondern auch die bruch­kranken Mitmenschen Ihnen mit nicht zu beschreibenden Worten dankend segnend ver­pflichtet sind. .

S t e u d n i tz - S i e g e n d 0 r f, Krers Hay- nau, Preußisch-Schlesien, 31. Juli 1867.

>r. Kraudt.

Diese durchaus unschädlich wirkende Wruch salbe von Gottlieb Sturzen­egger in Herisau (Schweiz) ist in Töpfen zu 3 fl. nebst Gebrauchsanweisung und Zeug­nissen ächt zu beziehen sowohl durch den Erfinder selbst, als durch Hrn. I. B. Lindt, Apotheker, Schnurgasse 58, in Frank­furt a. M.