Aeilage zu Ar. 35 des Kießener Anzeigers
Berlin k. S. 105
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druck kriegerischer Besorgnisse hinterlassen, oder doch mindestens nichts dazu beigetragen, derartige Besorg--
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Katholische Hemeinde.
Kopulirte
„ doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankenst.
Dresden, 17. März. Das „Dresdener Journ."
niffe zu entfernen. Eine solche Aeußerung ist (meint die „D. Allg. Ztg.") allerdings überraschend und wenig geeignet, die Friedenshoffnungen, in welche sich bereits unsere politische und Geschäftswelt einzuwiegen schien, sonderlich zu ermuntern.
erwähnt einer Aeußerung des sächsischen KriegSmiin-» st-rs in der gestrigen Sitzung der zweite» Kammer,' der rückhaltlos und anscheinend sogar mit absichtlicher ' Betonung die Befürchtung nahe bevorstehender „ernster Verwicklungen" aussprach. Eine solche von solcher Stelle aus öffentlich und ofsiciell gethane Aeußerung, die ein verdoppeltes Gewicht dadurch erhält, daß sie unmittelbar nach dem Besuche des Prinzen Napoleon in Dresden erfolgt, es also den Anschein gewinnt, als habe dieser Besuch und die Haltung des französischen Prinzen dabei vorwiegend den Ein-
Frischbücker zu ^ießeit
Den 22. März. Christian Jughardt in der Wallthorstraße. Louis Kämmerer auf dem Seltersweg. Heinrich Plank in der Neustadt.
setzungen dieser Verpflichtung soll die Kooperation mit den französischen Truppen bezeichnet und würde damit das Verbleiben dieser Truppen im Kirchenstaat in bestimmte Aussicht genommen sein.
Eine scheinbare Sensationsnachricht, die Nachricht von einem Schutz, und Trutzbiindniß zwischen Ru- mänien, Serbien und Griechenland, soll guten Grund haben, obschon man ganz Zuverlässiges noch nicht weiß. Die Bedeutung eines solchen Bündnisses, wenn seine Existenz sich bestätigen würde, liegt auf der Hand, denn cs könnte nicht zweifelhaft sein, gegen wen es zu „schützen", und wem zu „trutzen" es berechnet wäre.
Münster, 13. März. Der „W. M." schreibt: „Die Unterhaltungskosten für 45 päpstliche Zuaven ä 500 Francs per Jahr sind in diesen Tagen an den päpstlichen Kriegsminister übeesandt worden. Diese Unterhaltungskosten sind zum größten Theil von Mitgliedern des westphälischen Adels, der Rest von Mitgliedern des rheinischen Adels, von einigen Herren aus Westphalen und aus dem Königreich Sachsen aufgebracht worden. Auch für bas Jahr 1869 ist der Unterhalt derselben Anzahl Zua- ven von denselben Herren sichergestellt."
Den Io. März. Der hiesige Bü und Maurer, Johann Wagner; und M Orth, geborne Schwan, ein Wittwe.
Getauft.
Gunsten Preußens gemacht: er habe eine Einladung des Herzogs von Augustenburg zu einer Bbendgesell- schäft nicht angenommen, „wegen Ermüdung von der Reise."
Berlin, 16. März. Der heutige „StaatSan- zeigcr" publicirt folgende Gesetze: 1) wegen der Schließung der Spielbanken; 2) wegen der Erhe- bung der Aversionalbeiträge in den vom Zollverein ausgeschlossenen GebietStheilen; 3) wegen der Verwendung der Jagdscheingebühren und der Gültigkeit der Jagdscheine im ganzen Staatsgebiete.
Berlin, 18. März. Die „Provinzial-Correspon- denz" sagt: Der Reichstag wird in zwei Perioden zerfallen, deren eine vor und die andere nach Ostern fällt. Dazwischen finden die Zollparlamentssitzungen statt. Hoffentlich — meint das halbamtliche Organ — werde die einigende Kraft der Reichstagssession auf die süddeutschen ZollparlamentSabgeordneten eine wohl- thuenve Wirkung äußern.
Wiesbaden, 15. März. Das schöne Wetter führte den herzogl. Gewächshäusern zu Biebrich heute eine Menge Besucher zu. Mindestens 1000 Menschen haben die Blumenausstellung, die in ihrem vollen Glanze dasteht, besucht.
Frankfurt. Wie man der „Krh. Ztg." aus Wien schreibt, ist dort die Existenz eines Ueberein- kommenS — eines nicht blos mit Zustimmung Frankreichs zu Stande gebrachten, sondern von ihm »ermittelten Uebereinkommens — stgnalisirt, durch welches Spanien dem Papst für gewisse, und zwar nicht lokale, sondern europäische Eventualitäten ein Corps von 20,000 Mann zuzuführen und zur Verfügung zu stellen sich verpflichten soll. Als eine der Voraus-
eheliche Tochter, alt 9 M. 3 T-, gestorben den 12. März.
Denselben. Ein unehelicher Sohn, Georg, von hier, alt 8 I., gestorben den 13. März-
Den 15. März. Wilhelm August Karl Ludwig Martin Jakobi, Bürger, Schreinermeister und Wirth, alt 51 I. 1 M- 24 T., gestorben den 14. März.
Den 16. März. Christian Weidenbrü- cher aus Hahn bei Eckenhagen, alt 42 I., gestorben den 13. März.
Denselben. Marie Karoline Theodore Hast, des verstorbenen Bürgers und Kaufmanns dahier, Johann Ludwig Hast, eheliche Tochter, alt 63 I. 9 M- 1 T., gestorben den 14. März.
Den 17. März. Johannes Borgener aus Huckclsheim, alt 53 Jl, gestorben den 16. März.
D enselb en. Ein unehelicher Sohn, Philipp, von auswärts, alt 23 T-, gestorben oen 14. März.
Den 18. März- Eberhard Lotz, Ortsbürger in Wieseck und Kutscher bei Gebr. Windecker dahier, alt 37 I. 2 M. 2 T-, gestorben den 16. März-
Denselben. Karl Ernst August Christian Orbig, des hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Emil Orbig, ehelicher Sohn, alt 6 M- 9 T-, gestorben den 17. März.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer I)r- Seel-
Wien, 18. März. Die „N. fr. Pr." meldet: Es verlautet, der Reichskriegsminister habe sich mit dem ungarischen Minister der Lanvesvertheidigung über die Auslegung de« Artikels 12 ve« Heeres- gcfetzes geeinigt. Hiernach würden alle in den Ländern der ungarischen Krone rckrutirten Truppen successive nach Ungarn verlegt. All« in Ungarn stationirten Truppen würden dem ungarischen Gene- ralcommando zu Ofen unterstehen. Befehle zu größeren Truppenconcentrirungen gehen vom Könige aus. Avancement und Rang verbleiben gemeinsam. Die künftige Landwehr Ungarn's wird „Honved" benannt.
Wie«. Der Gesandtee der Vereinigten Staaten in Wien hat mit der letzt n Post aus Washington Weisungen erhalten, die ez als kaum zweifelhaft erscheinen lassen sollen, daß der Präsident Johnson entschlossen wäre, einer seine Amtsenthebungen au«- sprechenden Entscheidung, nicht den Platz zu räumen.
Wien. Einem offenen Briefe Kossuth'« gegen Klapka, worin Letzterem vorgeworfen wird, sich Männern angeschloffen zu haben, welche der Ausrottungspolitik dienten, und die 20 Jahre gegen Ungarn mit Schaffst und Strick offen und geheim gewüthet hätten, antwortet Klapka mit Namensunterschrift Folgendes : „Niemand kann der ungarischen Regierung dies vorwerfen, Niemand wird den Muth haben, bei unfern Ministern eine solche Feigheit voraulzu- setzen, daß dieselben sich nunmehr zu Werkzeugen der unerbittlichsten Baterlandrfeinde hergeben würden. Er, Klapka, habe niemals bezweifelt, daß e« für die Ungarn keine andere Wahl gebe, al« den Anschluß an eine zu bildende Donaustaaten-Consöderation oder die Versöhnung mit Oesterreich auf Grundlage der 1848er Gesetze. Einen dritten Ausgang erblicke er nicht. Mit erfolgter Königskrönung erblickt er den Beginn einer besseren Aera. Auf der gewonnenen BasiS müffe der Bau ehrlich und offen wcitrrgeführt werden, ohne Hintergedanken in Wien oder Pesth."
Den 25. Februar. Dem Bürger vVv<..«.,vi .-.v.,.., uu« »uiuvuiiu u» Cöln und Güterexpedienten bei der Cö
verstorbenen Burgers und Nagelschmieds, Gießener Eisenbahn dahier, Bernhard R Friedrich Ignaz Weiß zu Mainz, eheliche ninger, ein Sohn, Alexander Ludwig, Tochter. baren den 3. Februar.
Den 19. März. Dem Bürger und Drechsler dahier, Heinrich Balthaser Burger, einehTochter, Marie Babette Katharine Johanne Dorothea Luise, geboren den 11. Februar.
Beerdigte
Den 14. März. Anna Julie Friederike Katharine Wilhelmine Petri, des Bürgers nnd Weißbindermeisters, Ludwig Petri II.,
Engi. Souver. 11
Russ. Imper. 9
Doll, in Gold 2
Den 15. März. Dem Bürger ____
Bäcker, Daniel Rühl, eine Tochter, Helene Karoline, geboren den 19. Januar.
Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Christian Julius Nattmann, eine Tochter, Wilhelmine Karoline Auguste Elisabeth Christine, geboren den Ist. Februar.
Den 4 8. März- Dem Ortsbürger in Staufenberg und Bahnarüeiter dahier, Lorenz Reh, ein Sohn, Philipp, geboren den 6. März.
8 Gießen, 19. März. Prinz Napoleon kam gestern Abend mit dem 8 Uhr-Zuge hier an und nahm sein Absteigequartier im Gasthofe „zum Rap- pem." Derselbe setzte seine Reise heute Morgen weiter fort.
Gießen (Handelsverein, Generalversammlung 16. März.) Nachdem von Seiten des Präsidiums über die seitherige Thätigkeil des Vorstandes, sowie von Seiten des Vereinsrechners über die Zahl der Vereinsmitglieder, die jetzt 73 beträgt, Bericht erstattet, die eingegangenen Correspondcnzen zur Kennt- niß der Versammlung gebracht waren und in Betreff der auf der Tagesordnung stehenden Frage „Bahnhof-Anlage" die Versammlung sich dahin ausgesprochen hatte, daß man diese Frage vorerst durch die Presse bearbeiten und darauf hinzuwirken suchen solle, daß sich auch das größere Publikum für diese, für die Stadt so wichtige Angelegenheit intercssiren möge, schreitet man zur Berathung des Hauptgegenstandes für diesen Abend, nämlich zu der dem Vereine vom Kreisamt vorgelegten Frage: „ob es wünschenswerth und zweckmäßig erscheine, daß in Gießen eine Handelskammer errichtet werde." — Die Discussivn hier- über ist eine sehr erschöpfende und ausgedehnte und l^fert das Resultat, daß sich der Verein einstimmig für Bejahung obiger Frage aussprach und hierdurch den vom Vorstand vorgclegien Entwurf der beßfall- sigen Antwort an das Krcisamt ebenfalls mit Stimmeneinheit annahm.
Darmstadt, 17. März. Die Kammer der Abgeordneten lehnte in heutiger Sitzung den Antrag der Finanzcommission auf Zuziehung der Actienge- sellscbaften zur Einkommensteuer ab.
Darmstadt, 20. März. In der gestrigen Sitzung der 2. Kammer wurde nach dreitägiger Berathung das von der Regierung vorgelegte Einkommensteuergesetz mit mehreren Modificationen — nach welchen u. A. das Gesetz mit dem 1. Jan. 1869 erlischt, da von da ab ein noch zu vereinbarendes auch die Einkommen unter 800 fl. besteuerndes Gesetz wirksam sein solle — angenommen.
Berlin. Die Maß. und Gewicht-Ordnung, die dem norddeutschen Reichstage vorzulegen ist, hat die Berathungen des preußischen Staatsmi- nistcrium« bereits passirt, so daß dieselbe sofort bei Eröffnung des Reichstages wird zur Vorlage gelangen können.
Berlin. Nach der „Allg. Ztg." macht sich in hiesigen politischen Kreisen die Ansicht geltend, daß das Tuilleriencabinet nur darum für den Augenblick friedliche Saiten aufziehen, weil die Bedingungen für den günstigen Ausgang einer großen Action fehlen, und weil die vorsichtige Haltung Preußens ihm das Tragen jener friedlichen Maske erleichtere. Als eine Bürgschaft für die friedlichen Gesinnungen Frankreichs betrachte man daselbst die Rundreise des Prinzen Napoleons nicht entfernt. In Gotha habe Prinz Napoleon indeß eine ganz kleine Demonstration zu
Kirchliche Anzeigen.
-Svangeüsche Gemeinde zu Hießen.
Gottesdienst.
Am 22. März. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann.
Getaufte.
Den 23. Februar. Der Bürger zu Gaulsheim im Kreise Bingen und Wirth dahier, Franz Beith, des Bürgers und Ackermannes, Franz Beith zu Gaulsheim, ehelicher Sohn; und Ettsabetha Weiß, des
Prioritäten. I Wechsel.
5% östr. F. St. E. B. 262 lAmsterd. k. S. 100%
Ludwigsh.-Bexbach 156% lAugsb. k. S. 99%
Maxbahn 107 Berlin k. S. 105
Amer. 6% 1882r Bds. 75% „ 6% 1885r 74%
Actlen.
Frankf. Bank 125%
Oester. Bank 729
„ Creditact. 195
Darmst. Bankact. 229%
Bayer. Ostbahn 120% Hess. Ludwigsbahn 132% 3% östr. Stsb.-Prior. 52% 3% östr. s. Lombard. 42% 3% Livorneser 28 Toscaner 41 %
Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 72% do. II. Emiss. 71%
Anlehensloose.
Kurh. 10 Thlr. Loose 54% Nassau fl. 25 b. Roth. 34% Gr. Hess. fl. 50 b. R. 144% Gr. Hess. fl. 25 b. R. 39 4% bayr. Präm. Anl. 98% 4% badische Loose 98% Badische fl. 35 Loose 51 1858r Prioritätsloose 136 1860r Loose 72% 1864r„ 86%
Bremen k. S. 98
Cöln k. 8. 105
Hamburg k. 8. 88%
Leipzig k. 8. 105
London k. 8. 119%
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 95%
Wien k. 8. 102%
Diseonto 3% G.
Geldsorten.
Pr. Cass. Sch. 1 44%-45
Div. Cass.-A. —
Pr. Friedrdor. 9 57%-58%
Pistolen . . 9 49-51
50-52
54-56
37-39
30-31
54-58
50-52 |
27%-28 % I
Börseiinachrichten.
19. März 1868.
Preuss. 4%o/q Obi. 95% Frankf. 3%% Obi. 81% Nass. 4%<% Obi. 94% Kurh. 4% Obi. 88% Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 89%
» 3 %% do. do. —
Bayer. 5% Obi. 101%
» 4%% 1jährige 93%
» 4%% %iährige 93% Würtemb. 4%% Öbl. 93% Baden 4%% Obi. c. E.L. 93% Oestr. 5% b. R. 64%


