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Gießener Anzeiger.
Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Caiizleiberg Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen.
Nr. 8 Samstag den 18. Januar 1868.
Besondere Bekanntmachung.
297) Im Firmen - Register des unterzeichneten Stadtgerichts ist folgender Eintrag heute vollzogen worden:
Die Ehefrau des Baruch Katzenstein, Jenny, geborne Wolf, zu Gießen, betreibt daselbst seit 1. Januar l. I. einen Handel mit Lumpen und Kurzwaaren unter der Firma : „I- Katzenstein" und hat ihrem genannten Ehemanne Procura ertheilt-
Gießen, am 7- Januar 1868.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl.
Versteigerungen.
324) Dienstag den 3. März, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Immobilien des Wilhelm Schmidt, als:
Flnr Nr. □Jttftr.
WiaU-iaM 55 Hofraithe am Rodt, «Viz 133 Acker daselbst, «/ua 133 Wiese daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 15. Januar 1868.
Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. _________________Ebel.______________
Versteigerung von Steinbeifnhr.
340) Die am 23. v. Mts. über das Brechen und Anfahren von Grauwacken- und Basaltsteinen auf die Straße von Gießen nach Rodheim hat die Genehmigung nicht erhalten und es soll nun
Dienstag den 21. d. Mts-, Vormittags 10 Uhr, in dem Bramm'schen WirthSlocale in der Neustadt dahier die Beifuhr der erforderlichen Quantität Steine aus dem Steinbruche am Hangelstein in kleineren Par- tieen versteigert werden.
Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerung im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 17. Januar 1868.
Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel.
Schreinerarbeit.
296) Donnerstag den 23. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
wird die Lieferung von 9 Notenpulten, unter den auf dem Verwaltungsburcau offen liegenden Bedingungen und Zeichnungen, auf dem Soumissionswege in Accord gegeben.
Gießen, den 16. Januar 1868.
Großherzogliches Commando des
1. Jägerbataillons.
Anschütz, Major und Bataillons-Commandeur.
Versteigerungs - Anzeige.
332) Auf Ansuchen der Erben der Freifrau von Vemmigen sollen die zu deren Nachlaß gehörigen, in Lindheim, 4 Stunden von Hanau und 6 Stunden von Frankfurt gelegenen Immobilien, unter den bei dem unterzeichneten Gericht einzusehenden und im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen,
Dienstag, den 21. Januar 1868, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Dieselben bestehen aus einem geräumigen Hcrrschaftshause mit Dreibund Gewächshaus, einem Nebenhause mit bewohnbaren Zimmern, Remisen u. s. w., Oeconomie-Gebäuden, einem großen Ziergarten und schönem Parke, von zwei Armen des Nidderflusscs eingeschlossen, Wiesen, Gärten und Aeckern, zusammen 61 bis 62 Hessische Morgen haltend. Das Ganze eignet sich sehr zu emem Herrschaftssitze oder einer Fabrikanlage.
Sodann sollen an den folgenden Tagen — jedesmal von Morgens halb 9 Uhr an — die Mobilien versteigert werden, und zwar namentlich:
Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23. Januar:
gewöhnliche Möbel und verschiedener Hausrath, an letzterem Tage auch die Vorräthe von eingemachten und getrockneten Früchten, Kaffee, Zucker u. dgl.;
Freitag den 24. Januar: Bücher und Bilder, von ersteren ein Theil
einzeln, die übrigen — circa 2500 Bänd e — aber im Ganzen;
Montag den 27., Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar:
Glas, Porzellan, Uhren u. dgl.;
Donnerstag den 30. und Freitag den
31. Januar:
die besseren Möbel, an ersterem Tage die Möbel mit Schnitzwerk und eingelegter Arbeit;
Montag den 3 Februar:
Spiegel, eingerahmte Bilder, namentlich auch die Oelbilder, Lustres u. dgl.;
Dienstag den 4. und Mittwoch den
5. Februar: Betten, Vorhänge und Weißzeug; Donnerstag den 6. Februar: die Gewächse im Treibhaus;
Freitag den 7. Februar: Oeconomie- und Gartengeräthe, Holz, Heu, Grummet und allerlei Hausrath;
Montag den 10. Februar: Küchengeräthe und Gesindebetten;
Montag den 20. Januar können von Vormittags 10 Uhr an die Gebäulichkeiten und die Mobilien e i n g e s e h e n werden.
Altenstadt, am 15. December 1867. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. Dr. Stammler-
331) Dienstag den 18. Februar, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Johann Joseph Langsdorf, als: Flur Nr. □filftr.
V47 21 Hofraithe in der Neustadt,
gibt Vz fr.,
Vis 11 Hofraum mit Scheuer das., öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 2. Januar 1868. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
Ebel.
Lieferung von Schuhen.
307) Dienstag den 21. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
wird die Lieferung von 500 Paar Schuhen nach vorliegenden Bedingungen und Mustern auf unserem Bureau auf dem Soumissionswege in Accord gegeben.
Gießen, den 11. Januar 1868.
Die Bekleidungs-Commission des
1. Jägerbataillons.
Daudistel, Hauptmann und Compagniechef.
322) Dienstag den 2l., Freitag den 24. und Samstag den 25. Januar, jedesmal von Morgens 10 Uhr an,
Verkauf der Strick- und Häkelgarne (letztere in großer Auswahl) im Gasthof zum Prinz Carl. — Ertra fein weiß zu st. 2. 48 fr.
pr. Zollpfund. Gail'fche Wollenspinuerei.
Dermiethungen.
318) Das von Herrn Weinhändler Fr. Kreuder bewohnte Logis in der früheren neuen Post ist vom 1. Mai I. I. ab ander- weit zu vermiethen.
Bemerkt wird, daß auf Verlangen große trockene Kellerräume, sowie Stallung und Remise, mitvermiethet werden können. — Nähere Auskunft ertheilt Herr HofgerichtS- Advokat Engelbach II.
314) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet auf dem Brand ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Das Nähere bei der Exped- d. Bltts.
315) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei
Fr. Fürst, in der Neustadt.
313) Ein freundliches, möblirtes Zimmer mit Cabinet in einer Gartenwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts-
344) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- micthen bei Polizeidiener Vogel, _________________________Hintergasse.________
316) Ein freundliches möblirtes Zimmer ist am Canzleiberg Lit. B- Nr- 67 billig zu vermiethen.________________________________
312) Ein kleines FamilienlogiS ist zu vermiethen bei Alexander Mayer.
327) Vor dem Neuenweger Thor, nahe der Stadt, ist ein Garten zu vermiethen. Lusttragende wollen sich in Lit- B. Nr. 109 melden.
Feilgebotenes.
330) Weine, Arrac, Rum und Cognac, sowie Punsch - Essenzc, Li- queüre, Kunsthefe und Essige von anerkannter Güte, eigene Fabrication, zu den billigsten Preisen, empfiehlt
Pitth an, im Adler.
Oefen und Kochherde in allen Arten und großer Auswahl empfiehlt (329) I. G. D. Bapst.
320) Eine fast noch neue
Decimalwaage
von 15 Centner Tragkraft ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.
335) Neuer Lattig in Hüuptchen ist eingetroffen. I. A- Busch Söhne.
Verkauf gebrauchter Wagen, als: Calechen mit Glas-Verdeck, sowie mit Landau-Verdeck, ein- und zweispännige Coupä's bei
B. Roth, gr. Eschenheimerstr. 54, (333) in Frankfurt a. M.
337) Krcppel, täglich frisch, bei August Noll.
343) Franco-CouvertS, sowie Couverts in allen verschiedenen Größen, zu den billigsten Preisen bei Wilhelm Klee.
3ii) Malztreber
in kleinen und größeren Quantitäten zu haben in der Brauerei von
Georg Heß & Comp.
Coaks für Zimmerheizung,
a 32 fr. pr. Ctr. ab Fabrikhof,
ä 34 „ „ „ an's Haus geliefert, bei Entnahme von mindestens 5 Ctrn., ist fortwährend zu haben beim
(308) Gießener Gaswerk.
342) Ballorden
in großer Auswahl bei Wilhelm Klee.
300) Täglich frische Krcppel bei Robert Sattler, Conditor.
303) Bei Frau Ferber auf dem Seltersberg sind Zuckerkartoffeln zu verkaufen- Auch ist daselbst ein großer gewölbter Keller zu vermiethen und Mitte Mai zu übernehmen.
309) Kreppet, täglich frisch, bei
F. Zülch, Seltersweg.
326) Eiuschlaggarn bei
F. Holberg, Kirchenplatz.
334) Frische Cabliauen und Schell- fische, sowie gut gewässerter Stockfisch, bei I. A- Busch Söhne-
301) Zwei Pfauen (Pärchen) sind zu verkaufen- Wo? sagt die Exped- d- Bltts.
310) Ein Haus in der Hauptstraße, mit gangbarem Laden, ist aus freier Hand zu verkaufen. — Näheres bei der Erped. d. Blttö.
Ha nsv erkauf.
298) Mein neues Wohnhaus mit den dazu gehörigen Räumlichkeiten, an der Straße nach Gießen gelegen, bin ich Willens aus freier Hand zu verkaufen, oder auch getrennt zu vermiethen.
Friedrich Deibel, in Wieseck.
Vermischte Anzeigen.
341) Die Taxen des versicherten Rindviehes sind von dem Vorstand festgestellt und liegen zur Einsicht der Interessenten 8 Tage bei dem unterzeichneten Präsidenten offen. Reclamationen dagegen können nur in dieser Frist Berücksichtigung finden.
Wortmann.
Zur Nachricht.
339) Dienstag den 21. d. MtS- schicke ich wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hofschönfär- ßerei in Darmstadt ab.
I- Schlund, Schloßgaffe.
279) Ein Capital von 800 fl. wird gegen doppelte gerichtliche Sicherheit zu leihen gesucht. Von wein? sagt die Exped- dieses Blattes.
299) Ein anständig gebildetes Frauenzimmer aus guter Familie, welche hauptsächlich perfekt kochen kann und vollständig einem Haushalte vorzustehen weiß, sucht sich auswärts zu placiren. Näheres bei der Exped- d- Bltts-
Local - Veränderung.
,305) Meinen geehrten Kunden, sowie einem geehrten Publikum, hiermit zur Nachricht, daß ich unter dein Heutigen mein Barbier- und Haarschneide-Geschäft in das HauS des Herrn Kaufmann Carl Frech, Parterre, verlegt habe.
Zugleich bringe ich mein Lager in Parfümerieen in empfehlende Erinnerung- Christ. Frech, Heilgehülfe.
Feuerversicherungsbank für Deutschland in Gotha.
304) Zufolge der Mittheilung der Feuerversicherungsbank für Deutschland zu Gotha wird dieselbe nach vorläufiger Berechnung ihren Theilnehmern für 1867
circa 80 Procent
ihrer Prämieneinlagen als Ersparniß zurückgeben.
Die genaue Berechnung des Antheils für jeden Theilnehiner der Bank, so wie der vollständige Rechnungsabschluß derselben für 1867 wird am Ende des Monats Mai d- I- erfolgen.
Zur Annahme von Verstchernngen für die Feuerversichcrungsbank bin ich jederzeit Bereit.
Gießen, den 8. Januar 1868. Agent der Feuerversicherungsbank s. D-: Krauskopf, Hofger.-Advocat.
Geschäfts-Eröffnung.
306) Mit dem Heutigen habe ich ein Geschäft in Seife, Stearinkerzen, Parfümerien, Kurz- und Seilerwaaren, Cigarren, Papier und Schreibmaterialien rc. eröffnet und bitte ich, unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung, um geneigten Zuspruch.
Gießen, den 14. Januar 1868. E. Eichenberg
Lindenplatz, A- 242.


