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Beilage zu Nr. 51 des Anzetgeblatts.
Vermischte Anzriirn.
Gewerbebank.
2263) Sonntag den 2. Juli, Morgens 10 Uhr, beginnt im Leib'schen kleinen Saale der dritte ordentliche Verein«, tag ber Vorschuß- und Creditvercine des Oberhessischen Verbandes.
Tagesordnung: 1) Rechenschaftsbericht des geschäftsleitenden Vereins,
2) Mittheilungen aus den einzelnen Vereinen,
3) Adresse an die Ständekammer bezüglich der rechtlichen Stellung ber Vorschuß- und Creditvereine,
4) Genehmigung des Statuts und der Geschäftsordnung des Allgemeinen Verbandes,
5) Art und Weise ber Geschäftsverbindung mit der deutschen Genossenschaftsbank,
6) Wahl des geschäftsleitenden Vereins unv Ort des nächsten Vereinstag«,
7) Wahl eines Deputirten zu dem Allgemeinen Vereinstag nach Stettin.
Zu den Berathungen dieser Gegenstände werben die Mitglieder der hiesigen Gewerbebank freundlichst eingcladen.
Gegen 1 Uhr findet ein gemeinschaftliches Essen statt; die Anmeldung zur Betheiligung geschieht bei Herrn Wirth Leib, oder bei dem unterzeichneten Vorstand.
I. Hanftein, Vorsitzender. A. Balser, Rechner. C. Nagel, Schriftführer.
2198) Einem verehrlichen Publikum zeige ich hiermit an, baß ich in den von i mir gepachteten Lober'schen Oeeonomie-Räumlichkeiten in der Neustadt eine ZNilch- Wirthschaft errichtet habe, woselbst täglich frische und saure Milch zu jedem Quantum zu haben und für solche, welche die Milchkur gebrauchen wollen, für geeignete Promenade unv Ruheplätze in dem baranstoßenden Garten gesorgt ist. — Durch Anschaffung gesunder Milchkühe, rationelle Fütterung bin ich im Stande, einem geehrten Publikum Etwas zu bieten.
Gießen, im Juni 1865. Anton Schultheis.
ß Viertes Siingersest *
des Larrdfängerbundes zu Großen-Linden
Sonntag den 2. Juli, Nachmittags, wozu alle Freunde des Gesanges und vie benachbarten Gesangvereine hiermit freundlichst eingeladen werden. Das Fest-Eomit^.
2262) Den geehrten Eltern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich vom 2. Juli an Unterricht im Stricken unv Häkeln er» theile. Albert Friedel Wittwe, in der Neustadt.
2270) Donnerstag den 29. d. Mt«., von Nachmittags 4 Uhr an, bei günstiger Witterung:
kontert
Gichtleidende, die sich um das Dr. Nüller'sche Heilver fahren interessiren, können dessen Schrift- chen über die Gicht gegen Entrichtung der Jnsertionekvsten ä 1 Sgr. in der Expev. d. Bitt«, in Empfang nehmen.
im P i p p'schen Garten, auSacführt von dem Blechmuftk-Corps ces diesigen M u si k- In st l tu t s._____
2254) Unserem lieben Sohne und Bruder am Mischikan-See gratuliren wir herzlich zum 35. Geburtstage am 30. Juni. I Brieflich bald Weiteres.
Feuerwehr.
2241) Die freiwillige Feuerwehr nimmt mit der nächsten Woche ihre Uebungen wieder auf unv es werden Vie Pompier« derselben eingeladkn,
Mittwoch den 28. Juni,
Abends 7 Uhr, an dem Spritzenhause zu erscheinen.
Der Hauptmann:
H. Ferber.
1902) Ein braves und gesittete« Mävchen, da- mit Kindern umzugeheu versteht und einigermaßen im Hauswesen bewandert ist, wirv in einer benachbarten Stadt gegen guten Lohn zu miethen gesucht. Das Nähere bei der Exped. v. Bl.
Geld-Cours vom 26. Juni 1865.
Pistolen........... fl.
ditto Preußische....... „
Holl. fl. 10 Stücke..... „
Ducaten........... „
20 Frankenstücke ...... „
längt Sovereign»...... ,
Preuß. Thaler........ „
5 Franken-Thaler...... „
Preuß. Caffen - Scheine ... .
Dollar« in Gold........
9. -44 J
9. 56-57
9. 50—51
5. 35-36
9. 28j-294
11. 53-55
1. 44J-45
2. 261-271
Geheimmittel und ihr Werth.
(Aus dem Regier.-Blatt für das Herzogth. Sachsen-Meiningen).
In heutiger Zeit, wo so viele Fragen erörtert werde», dürste es zu Nutz und Frommen gar Vieler angebracht sein, auch die Fragen, „Was sind Geheiwmittei und was ist von Viesen zu halten" in Erwägung zu ziehen.
Geheimmittel sind solche Arzneimittel, deren Bereitung und Zusammensetzung nicht bekannt ist, vielmehr von Elnzelnen, meist Afterärzten, als specifische Heilmittel gegen gewisse Krankheiten empfohlen werden. In frühem Zeiten gab es nur wenige solcher Geheimmittel; man hatte meistens nur solche gegen Krankheiten, welche in den meisten Fällen der Geschicklichkeit und Kunst der
Aerzte wiverstrebten, wie gegen HundSwuth, Epilepsie, Lungen- sucht k. In den letzten Jahren und besonders in neuester Zeit ist die Bereitung der Geheimmittel ein sehr ergiebiger Industriezweig geworden, der auf Kosten des leichtgläubigen Publikum- auS- gcbeutet wird. Wie alles Geheime auf den Menschen eine gewisse Anziehungskraft ausübt, so ist es auch mit solchen Mitteln der Fall. Eine einzige glückliche Kur, scheinbar oder wirklich nach dem Gebrauche eines Geheimmittels erfolgt, wiegt mehr al« 100 ärztliche und je wunderbarer, abenteuerlicher die Vorschriften, Cie mit seiner Anwendung verbunden sind, desto größer ver Glaube daran. Viele Krankheiten, haben sie ihr Opfer erfaßt, spotten selbst der bewährtesten Kunst. Diese Momente sind e«, welche unfern neuesten Rittern der Industrie hauptsächlich die


