de» Hermann Dorsch, der inzwischen verstorben war, ohne daß sich seine Erben gemeldet hätten, nach Verfügung vom 24. November 1864 in dem angegebenen Betrag dir jetzt veponirt geblieben.
Dem Verklagten al» einzigen Erben seines Vaters steht jetzt diese Forderung zu. Er selbst ist nach Anlage A. c. f. unbekannt wo abwesend.
Da er als Erbe seines Vaters für dessen Schulden einstchen muß, so bitte ich, in Anlage B. meinen Anwalt legi- timirend:
1) zu meiner Sicherheit und zur Be- gründung des Gerichtsstandes die Forderung des Verklagten von 166 Rthlr. 20 Sgr. Hauptgeld nebst 25 Rthlr. 19 Sgr. 5 Hlr. früheren und den weiter entstehenden Zinsen mit Arrest zu bestricken,
2) den Verklagten als Erben seines Vaters zum Ersatz des mir durch diesen angerichtcten Schavens im Betrag von 250 Rthlr. und zum Kostenersatz schuldig zu sprechen und
3) ihm diese Klage durch öffentliche Blätter mitzutheilen.
Beweis trete ich durch das General- Währschafts- und Hypothekcn-Protokoll von Halsdorf und Eid an.
Worüber rc. rc.
W. G. Hille." dem Verklagten, welcher nach vorgelegter Bescheinigung in unbekannter Fremde ab- wesend ist, mitgetheilt, um sich darauf im Termin
den 17. Mai d. I., vormittags 11 Uhr (Contumazial-Zeit), bei dem Nachtheil des Ausschlusses und anzunehmenden Zugeständnisses zu erklären, und dient zugleich zur Nachricht, daß alle weitere Verfügungen in dieser Sache nur durch Anschlag am Gerichtszimmer zur Kenntniß gebracht werden sollen.
Rauschenberg, am 12. Februar 1865. Kurfürstliches Justizamt.
8 e s ch e n. Beglaubigt
S t r o h m e y e r.
510) In Gemäßheit der gegebenen In- structioncn sind aus den Acten des unterfer- tigten Landgerichts zur Vernichtung ausge-
zur Einstampfung an eine Papierfabrik werden abgegeben werden.
Lich, den 11. Februar 1865.
Großherzoglichcs Landgericht Lich. Sartorius.
besondere Bekanntmachung.
522) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden:
Die Wittwe des Wilhelm Zurbuch, Jo- hannette, geborne Collischorn, zu Gießen führt das von ihrem verlebten Ehemanne unter der Firma „Wilhelm Zurbuch" betriebene Material- undFarbwaaren-Geschäft, sowie seine Lack- und Oelfirniß-Fabrik unter seiner Firma fort und hat ihren Hanvlungs- gehülfen Carl Franz und Andreas Keller zu Gießen Procura ertheilt.
Gießen, den 18. Februar 1865.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl.
Versteigerungen.
51.7) Montag den 27. Februar 1865, von Morgens 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, und zwar im Distrikt Philosophenwald, nach- verzeichnetes Holz öffentlich versteigert »erben , als:
4'4 Stecken Eichen-Scheidholz,
4% „ „ Prügelholz,
1634 „ „ Stockbolz,
748 Wellen „ Reisholz,
3'4 Stecken Nadel-Scheivholz, 24'4 „ ' „ Prügelholz,
45'4 „ „ Stockholz,
1235 Wellen „ Reisholz,
42 Laste Allerleiholz,
44 Eichen-Stämme mit 1120 Cubikfuß, 1 Buchen-Stamm „ 4 „
388 Nadel-Stämme „ 9914 „
34 Eichen-Stangen „ 124 „
2 Buchen- „ „ 5
5 Nabel« „ „ 38 „
Die Zusammenkunft ist bei der Liebigshöhe. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juni 1865 gestattet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 20. Februar 1865. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Nadelholz: 647 Stück Kiefern und Fichten von 4 bis 10 Zoll Durchmesser und 24 bis 54 Fuß Länge,
Geschirr- und Stangenholz: 649 Stück Kiefern, Fichten und Eichen zu Deichseln , Wagenleiterbäumen u. bergt, sowie
25 Schock Fichten-Baumpfähle und Bohnenstangen.
Bei ungünstigem Wetter geschieht der Verkauf in dem Benner'schen Gasthause zu Trais a. b. L. und werden Kaufliebhaber wohl thun, sich das Holz vorher an Ort und Stelle anzusehen.
Marburg, am 17. Februar 1865.
Kurfürstlich Hessische Rentei.
Deichmann.
Main Weser-Bahn.
485) Freitag den 24. Februar, Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Geschäftszimmer des Unterzeichneten die nachverzeichneten Arbeiten und Lieferungen, welche zur Erbauung eines Dampfmaschinenhauses rc. für die Wasserstation auf dem Bahnhofe zu Gießen erforderlich sind, durch öffentliche Versteigerung
in Accord gegeben werden:
8 kr.
496 fl.
Maurerarbeit, veranschl.
zu
tf
ft
U
ft
H
M
ft
ft
tf
Mauersteinen
4 Cubikklafter
Lieferung von
106
180
124
24
36
37
67
57
1
45
30
15
24
14
n
if
Steinhauerarbeit, Zimmerarbeit Dachveckerarbeit, Schreinerarbeit, Glaserarbeit, Schlosserarbeit, Weißbinderarbeit,
(Basaltsäulen), 13000 Stück Backsteinen
(Feldbrand), „ „ 50 Bütten Wasserkalk,
„ „ 15 „ Luftkalk,
„ „ 2'4 Cubikklafter Mauer-
sand,
„ „ 100 lfve. Fuß rauhen Deck
platten au» den Lungstein- brüchen.
Pläne, Voranschläge und AccordSbebin- gungen liegen im vorbezeichneten Locale zur Einsicht aus. Gießen, bett 15. Februar 1865. Der Großherzogliche Bahn-Ingenieur be« Bahnbezirks Gießen.
In bessen Verhinberung: Nahm,
Bahn-Ingenieur.
schieden worben:
1) die Civilprozeß-Acten bis zum Jahre 1830 inclus.,
2) die Acten über Strafsachen dis Ende 1850,
3) die Civilprozeß- und Concurs-Tabellen von 1821 bis Juli 1853.
Zur Wahrung ihres Interesses werden alle Betheiligte hiermit aufgesorvert, söge- wiß binnen 4 Wochen diejenigen Acten zu bezeichnen, welche in ihrem Interesse ferner aufzubewahren wären, als sonst die Acten
Holzverkauf im kurhefsischen Forst- reviere Trais a. d. L.
511) Donnerstag den 2. und Freitag den 3. März d. I-, von Vormittags 9 Uhr an, kommt im Schlage Scheid, an dem von Trais nach Sichertshausen führenden Wege folgendes Gehölz zur Versteigerung, als: Eichen-Bauholz: = 30 Stämme von 6 bis 22 Zoll Durchmesser und 12 bi« 30 Fuß Länge,
Holzversteigerung in der Fürstliche« Oberförsterei Lich.
523) Künftigen Montag, den 27. b. Mts., Morgens präcis 9 Uhr,
soll im Distrikt „Meilbach", am Vieinal- weg von Lich nach Hattenrob, folgenbe« Gehölz versteigert werben:
215 Stecken Buchen- und Eichen-Scheib» und Prügelholz,
117 Stecken bergt Stockholz,
9475 Wellen bergt Reilholz,


