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di« Winzer, inen schönen,
Beilage.
hriger Knabe
Der D a h n w ä r t e r.
Novelle.
»längst eine e; ihr Kleid Mühl bursche Kopf auf die anze Körper
meldet: Das l. Nov.) da- D ist heraus- Ausweg, als g zu Zwingen, erhalten für äßige Forve- Lertheidiguuj
erhalten statt
(Fortsetzung.)
30. Juli 184 .
3ch sehe seit einigen Tagen kalte Gesichter. Die mlte Gräfin :d Graf Viktor affektiren ein fremdes, steifes Benehmen gegen mich. Ällte man meine Leidenschaft ahnen? Ober ist jetzt, wo man so He hochadelige Gesellschaft hat, ver schlichte bürgerliche Künstler rend? Wenn bas ist, so wird er gehen. Er konnte sich eine brtraulichkeit gefallen lasten, die vielleicht schon eine Demütbigung pr, aber er kann es nicht so weit kommen lassen, daß man eines önen Morgens zu ihm sagt: „Du hast uns eine Zeit lang, so j«ge unsere Welt nicht da war, die Langeweile vertrieben. Dafür Ht du dich durch die Ehre unseres Umganges reichlich belohnt r;nVfU,JlfW' Unfere ist jetzt da; was willst du noch f 3“ ick werde gehen ! ich werde gehen! wohin?
ts^inag das Verhängniß wissen, jn die Oede, in die Nacht, in
II Tov. ' '
üte, die auf
rmando Pau-
Verlust der
worunter 18
lust der Tür- »ich fühlen.
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elt und unter
tten,
war dieß der Vertreibung
il . e 101 efn; ite haben ganz. Recht, weil wir es hinnebmen, bultoen, weil sich Manche von uns noch geschmeichelt _ , ■ Als wir noch in Mansarden wohnten, trockenes
.<« .L La"; “?n UnS ctn^am und unbeachtet in fadenscheinigen Röcken Feierlichkeit Angen, da waren wir noch Künstler, da batten wir noch
li'h'"röUj b° ruaien n'ir "och Künstler, da hatten wir noch r fr ‘frr üo , in> Sinne; jetzt leben wir daS künstliche glänzende ----- zr' "mM'rfr-t. fQCn ter Mitwelt, aber auch nur für sie, nur für ihre llands. 6|lle ft nche Laune, wir sind ihre Possenreißer geworben, und noch T .-IUl Pftben, hat uns auch diese undankbare Mitwelt schon
1|,m unb juchzt ihren jüngeren Opfern zu.
" - . _9riata(ic 'st unverändert. Ich glaube sie weiß es eben so wenig,
ierung haben °! N- rkich und hochgeboren ist, als sie weiß, daß sie entzückend du und geistig hochbegabt ist und das edelste Her; besitzt. Aber ide Geschäfte, ! Autler, ihr Bruder! Ich reise morgen. Warum nebmen uns ) ein lieber- und Vornehmen in ihre Kreise auf, warum schmeicheln
U"8' ,n'.®rum behandeln sie uns bis zu einem gewissen Punkte
1,0 00 $ürdl , q *i'n' n,cn". st^ dann plötzlich die Schranke, die uns 'n und dort am.r/ unveriöhnlicker und unübersteiglichcr als je wieder um 12 UbraBcn'1 st° unser Talent zu ihrer Zerstreuung den ®enera({L" 6,r-r ^"nen so mögen sie sich in ihren bezahlten Logen, hörte. 6Ba- ft "»d Theatern daran ergötzen. Die tausend Lichter
en an uni kl" ^denen Salons blenden unsere Augen, auf ihren üppigen Sturm mit >“‘l fn i >auchclt unser Fuß, die Reize ihrer Frauen und Töchter Sümpfe nicht i " ®riflenä "nd machen uns elend. Glauben sie, wenn noch nichts ‘UnS uulgknommen^ haben in ihre blühenden Hekperidengärten, Truppen ab- L 5“ stumpfsinnig; um die Hand nach den goldenen Früch- '«n. — Nach l "uszustrecken, oder so furchtsam, uns von den drohenden Wäch- en in SoU« -Cn ""schüchtern zu lassen ? Und wir, warum geben wir üenl nnZ ^'Urbl3Cr @(fcroad)^if W™ Reize nach? Warum bleiben
, _ t-n- “ ' a8inuln lteben wir nicht irgend eine hübsche anspruchs-
U"8 bi? Sparpfennige ihres ehrsamen Vaters
3 t m ' k 3'f ua*fc^ ^tn uns, an unserem wilden Ehrgeize, an lmando Pa - »er tobenden Genußsucht liegt der größte Theil der Schuld. Sie L Recht, uns so zu behandeln, wie sie es thun, uns als
behandeln, wie prächtige Möbel
doch? Ja! ganz richtig, ein schwüler Sommerabend, ein Blitzstrahl und eine Leiche. Warum konnte ich nicht diese Leiche sein!
3ck wollte eine Cravonzeichnung, Nataliens Portrait, die ich theils auf meinem Zimmer nach der Erinnerung, theils indem ich die seltenen Gelegenheiten benutzte, wo ich sehen konnte ohne selbst gesehen zu werden, begonnen hatte, vor meiner Abreise noch vollenden. Ich bin kein guter Zeichner; dennoch wurde das Portrait ziemlich ähnlich, das beißt in wiefern überhaupt irgend etwas ihr ähnlich sein konnte. Ich zeichnete ja mit der Erinnerung des Herzens.
Der Abend war schwül, die Gesellschaft saß unter der Veranda an einem Tilche, der mit Ananassen und Erdbeeren in silbernen eisgekühlten Gefäßen beladen war. Ich benützte die Gelegenheit, entfernte mich unbemerkt und nahm gegenüber in der Orangerie Platz, um verdeckt von einer riesigen breitblätterigen Cactusstaude das Portrait Nataliens nach der Natur vollenden zu können. Nachdem ich den letzten Strich gethan, saß ich lange in träumerische Betrachtung desselben versunken, bis ich plötzlich durch einen Ausruf des Erstaunens geweckt, auffuhr. Es war Natalie, die über meine Schulter blickend, ihr Portrait erkannte. Ich war zu Tode erschreckt, vernichtet.
„Gräfin," sagte ich stammelnd, „ich reise morgen früh ab, und war frevelhaft und vermessen genug, noch einen Raub von hier mitnehmen zu wollen. Ich habe ihre Gastfreundschaft mißbraucht. Verzeihen Sie mir und vernichten Sie das Bild."
Damit gab ich Natalien die Zeichnung.
„Ich verstehe Sie nicht," sagte sie heiter lächelnd, „mein Por- ftrait ist, wie mir scheint, ziemlich ähnlich, wenn auch geschmeichelt, und wenn es Ihnen Vergnügen macht es zu besitzen, so behalten Sie es. Höchstens bedinge ich mir aus, daß Sie es gelegentlich für mich kopiren."
Sie sagte dies Alles mit einer eben so rührenden als reizenden Einfachheit, Güte und Unbefangenheit.
Ich war unedel genug, die Naivetät dieses unerfahrenen Kindes beim Worte zu nebmen und verbarg selig das Portrait.
„Da Sie morgen reifen," fuhr sie fort, „fo muß ich Ihnen doch ein Andenken an Ihre Freundin Natalie mitgeben. Sie reifen gewiß sehr weit und wer weiß, wann wir uns wieder sehen."
Sie hatte bei diesen Worten einige blühende weiße und roth« Camelien gebrochen, dann vereinigte sie dieselben in ein reiches und Zierliches Bouquet, riß ein weißes Seidenband von ihrem langen Handschuhe, band mit demselben die Blumen zusammen und reichte sie mir mit einem wehmüthigeu Lächeln.
Ick war außer mir, ich drückte die Blumen heftig an mein Herz und an meine Lippe». Dan» ergriff ich Nataliens Hand und bedeckte dieselbe, keines Wortes mächtig, mit Küssen und Thränen.
Jn diesem Augenblicke trat Nataliens Bruder, Graf Victor, in Begleitung des Rittmeisters Fürsten K. . . in das Treibhaus.
Natalie, durch meine seltsame Attftegung verwirrt und erschreckt, ging den Eintretenden entgegen. Ihr Bruder reichte ihr ohne ein SBort zu sagen den Arm und führte sie hinaus, nachdem er vorher pent Fürsten einen Blick zugeworfen, der zu sagen schien: Ich überlasse meinem zukünftigen Schwager das Vergnügen, diesen impertinenten Eindringlich zu züchtigen.
Der Fürst hatte diesen Blick verstanden; er trat auf mich zu, nicht zornig und drohend, sondern kalt und höhnisch.
Nachdem er mich einige Sekunden auf die verletzendste Weift
tn über Bratenstraße von tlich nach den worden.
| gemessen hatte, ohne daß mein Auge sich vor dem feinen gesenkt -Wie war es | hätte, sagte er langsam und spöttisch:
cv, , 4. August 184 .
■JO) habe die Grenze überschritten, ich bin in Sicherbeit. Jetzt
>ck meine Erinnerungen sammeln, und ordnen. "


