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«ne noch kärglichere Pension für vaS hohe Aller oder den Fall einer Verkrüppelung tut Dienste, das ist die Gegenwart und Zu- funft des armen Bahnwächlers, während der Actionär, ohne auch nur sein ileganles Cabinet zu verlassen, die reichen Dividenden «nziehen läßt.

Bei so geringer Besoldung liegt es noch überdies in der Natur der Sache, daß der Bahnwächtcr verheirathet sein muß. Die ein­same Lage seiitcr oft meilenweit von allem menschlichen Verkehr entlegenen Station, die Unmöglichkeit, auch nur auf Stunden seinen Posten zu verlassen, um sich die nöthigsten Lebensbedürfnisse zu verschaffen, machen ihm eine Gefährtin unentbehrlich. Wer sollte Haus und Küche besorgen, wer sollte Feld und Garten bestellen, deren Ertrag ein Theil seines geringen Einkommens ist?

Mit wem endlich sollte er in den seltenen Stunden der Er­holung ein Gefühl, einen Gedanken, ein Wort auslauschen, um .seine Menschlichkeit zu wahren vor den Dämonen, die die Einsamkeit auf denjenigen hetzt, der ihr nicht große geistige Kraft, mächtige Bildung, berauschende Erinnerungen oder glänzende Zukunststräumc entgegensetzen kann, vor den Dämonen der Verlhnrung, res Stumpf- sinnes und deS Wahnwitzes. Trotz allen den aufgezählten Be­schwerden dieses Dienstes, trotz den geringen Vortheilen, die er «bietet, rekruiirt sich deiselbe nichtsdestoweniger aus beinahe allen Ständen der Gesellschaft, die sogenannten gebildeten durchaus nicht ausgenommen. Schiffbrüchige aus allen Lebensstellungen haben sich schon an solch ein niederes Bahnwächterbäuschen als ihr letztes Reltungsbrelt geklammert. Die Dichtung wird nie so große Wechsel­fälle des Schicksals erfinden können, alö das Leben sie täglich dar- bietet, und ein Blick in die Register der Direciion, in welchen der frühere Stand aller dieser Leute angegeben ist, bestätigt in erschrecken­der Weise diese Wahrheit.

(Fortsetzung folgt.)

Was grebt es Neues?

Am Mittwoch den 5. d. M. früh um 7 Uhr, wurden im Gefängnißhofe zu Darmstadt die Ehefrau Vogt und deren Sohn von Seckmauern, weiche die alte Frau, Namens Raups ermordeten, Hingerichtet.

Auf dem Schloßberg bei Freiburg i. B. versuchte vorgestern ein Elsäffer einen Selbstmord. Er schoß sich mit einem Terzerol «ne Kugel von oben in den Kopf, die wohl durch die Hirnschale drang, aber das Gehirn nicht erreichte. Erst nach mehreren Stunden fand man den Unglücklichen, der jetzt im Spiial seiner Wiederher­stellung enkgegcngehl.

Vor Kurzem sand man bei Hamburg einen Fremden mit zerschmettertem Kopfe auf einer Bank fitzend, die Schußwaffe noch in der Hand haltend. In seiner Brieftasche fand man den Namen : D....1 aus Frankfurt a. M.

Alerandcr von Humboldt feierte am 14. v. Mts. seinen 84. Geburtstag.

In Paris und London glaubt und hofft man noch immer, de» Frieden erhalten zu sehen, während es in der Türkei und den Herzogthümern schon äußerst kriegerisch hergeht. 60,000 Ulema's und Sofli's sollen sich schriftlich verpflichtet haben, Alles daran zu setzen, um den Widerstand der Pforte aufrecht zu erhalten. Da­gegen rüsten die Russen noch unausgesetzt, wenn auch in größter Ruhe und Stille. Lord Westmoreland soll aber in Olmütz einen neuen Entwurf zu einer die Pforte beruhigenden Note vor­gelegt haben.

DerArader Anz." meldet : Seit ca. 3 Jahren hielt sich in Gvula ein junger, gebildeter und elegant gekleideter Mann auf,

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Versuche in Olmütz in Betreff einer Note für die Türk, inten das l dieser bestimmte Garantien leistet, wurde entschiede« abgsche Erkundi

Es soll noch Hoffnung auf Rettung vorhanden sein, hat als Husar im ungarischen Jnsurgenlenheer uiit-j

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und die Note selbst verworfen.

DerPfälzer Zlg." geht folgende telegr. Depesche aus Miinch,

über dessen früherem Leben indessen ein gewisses Dunkel lag. uni längst nun fand sich die Polizei bewogen, bei ihn» hauszusuchm und in Folge dessen ihn festzunehmen. Einstweilen in einem Zimm, der Caserne untergebracht, erschießt sich der junge Gefangene int einem dort Vorgefundenen Gewehr und als die Wache herbeieilt uni dem Verwundeten den Rock öffnet, findet sie ein verkleid^

Hamb. Nachr." schreiben aus Wien : Lord Westmon

Der Königin Christine von Spanien wurde neulich in Pari eine Dame vorgestellt, welche den llnterlieutenanlsrang und tw

quartier abgegangen, doch erwarte manlocale KampfesbeschM kung" (die Beschränkung des Kampfes auf türkisches Gebiets).

Im Bosporus liegen 6 englische, 4 französische, 1 sardinische« 1 neapolitanischer, 1 österreichischer und 1 preußischer Kriegsdam pfer. Koszta soll freigelassen worden sein.

Mädchen. Die Daine gefochten !

Die

Kreuz des Ehrenlegion-Ordens hat. Sie diente, als ihr Gatte i dnten nöthic einer Schlacht gefallen war, sieben Jahr an deffen Stelle im Heil ßauen, fort Schwer verwundet wurde sie vor 53 Jahren in das Jnvalwij ich den eins

zu :Die Pforte hat am 23. Sept, alle Bergleichungsvorschläg abgelehnt und am 2 6. an Rußland den Krieg erklärt."

DieW. 3." schreibt :Die Pforte läßt keine Schifft bi den Bosporus.

Aus Wien, 5. Oct., meldet der Telegraph: Ein Brüste soeben hier eingetroffenenTriester Zeitung" aus Constantinos vom 26. Sept, hält den AuSbruch eines Krieges oder doch find Kriegserklärung für wahrscheinlich. Ein Ferman sei nach dein

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Hütet ausgenommen, jetzt ist sie 82 Jahre alt. K mit freun

Der Ueberschuß von ca. 30 Mill. Dollars im nordamerk jrge und de nischen Staatsschatz soll zum Ankauf der Insel Euba verweWadukten ab

Wieder sind in jenem Goldland neue und äußerst reiche Gck'fetm mit je lager entdeckt worden. Die Gräber liegen aber fortwährend m den Indianern im Streit und Kampf. In San FranciSci fallen am Hellen Tag und auf den belebtesten Plätzen Mord nnifen zunächs Raub vor. Die Arbeiter haben gefeiert, um mehr Loh» $1 Mann 810 Dollaf

(20-25 fl.) täglich.

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Constantinopel, wenn die Frau Tode ihres Mannes erklärt, daß

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erschrockenen Frau durch eine tüchtige Tracht Schläge dte Rotyw Muzenden g< digkeit, einem Ehemann auch nach dem Tode treu zu bleibe»j

^eic^nain DIE Vjyic , IV 0.l" yiuuui ,

Einer dieser Priester, welcher eine äußerst liebenswürdige Frau W feien so. unv das vollkommenste eheliche Glück genoß, starb plötzlich a Die hm Schlagflnffe, und mußte, der morgenländischen Gewohnheit nach, W j. wenigsten paar Stunden begraben werden. Als man die Frau fr»g> ^tt einer

Pera, der bekannten Vorstadt »ol eines Papa (Priesters) nach de> sie unverehelicht bleiben wolle, del

nach ein X-- ------ .

ob sie sich entschließen wollte, ihre Tage im ehelvieu Ttande , zubringen, weigerte sie sich, ein solches Versprechen zu geben, u der gute Mann wurde auf gewöhnltche Art der stillen Bejaui» zugetragen, die seine letzte fein sollte. Auf dem

Druck und Verlag der G. D. r ü l) l jcijen Buch- und Strindruckerei.