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B e i l a g e.
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einem Zimmi, befangene mi herbeieilt um n »erkleidelei whanden fein, entenhm mit,-'
Per Dahnwärter.
Novelle.
(Fortsetzung.)
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>rd Westmort In den Listen der Direktion fiel uns Nr. 54 auf, bei dessen >r die Türk« dmen das lakonische Wort „Musiker" stand. Wir zogen erfolg- lchiebe« abgifche Erkundigungen ein und wollen hier kurz und ungeschminkt Geschichte dieses Nr. 54 erzählen : es enthält ein gutes Stück
aus Münch« ungsvorslbläg , erklä rt." ne Schifft ui
Ein Bries Dt Constanlmopes >er doch tinei ch dem Hsnyli lliipsesbeschrais
Gebiets). - 1 sardinische, er Kriegsdam
ch'enbahnromantik.
Das Bahnwächterhäuschen Nr. 54 liegt in einer der reizend- n Gegenden der ganzen Trace. Hohe felsige nur mit Krüppel- sl; bewaldete Berge schließen ein schmales schluchtartiges Thal ein, isen üppig grüne Vegetation noch gehoben wird durch das Silber- lnt> des raschen Gebirgsflusses, der sie durchrauscht. Auf einem r niederen BergplateauS, in dem Mittelpunkte des unteren Höhendes, steht in altes, aber seit Kurzem vollkommen renovirtes Schloß, ;Dtin von dem nahen Stationsorte eine breite mit großem Auf- >nde kunstvoll dem Gebirge abgerungene Straße führt. Dieses Kloß mit seiner mächtigen Facade, der Eisenbabn zugewendel, ist H Eigenihum einer der angesehensten gräflichen Fanillien der Re- stnz, und wird während der Sommermonate von Derselben bewohnt. : Die Vabn bietet auf dieser Strecke die interessantesten und
Das schwierige Terrain
mnichfaliigsten Abwechselungen dar.
ßere felsige Schlucht führt. Das Bahnwächterhäuschen liegt auf
mehr Loh» zi
I ihr Gat» Maten nölhig. Lange dunkle Tunnels, durch das Innere der Berge Helle im HMßauen, fortwährend von Gerüsten gestützt und schauerlich belebt vas Invalid^ ich den einförmigen Ton des durchsickernden Gebirgswassers wech- mit freundlichen offenen Gallcrien, die sich an der Lehne der i Nordamerika fh-ge und dem Ufer des Flusses hinziehen, oder mit schwindelnden uba verweiMadukten ab, die sich über das Thal wölben. Leicht und luftig ypannte Brücken heben sich über das Wasser, um bald in einen
tzen Mord uni (jin zunächst durch die Schlucht, in welcher an dieier Stelle der Kienenweg läuft und dann durch eine sanft aufsteigende Bergwicse
ulich in Peri
:ang uni baij mfate eine ununterbrochene Reihe der kunstvollsten und kühnsten
cst reiche (Mltatm mit jäh m Absturze überzugehen, der seinerseits wieder in eine irlwährend «
Sau FranciSc,« Anhöhe, dem herrschaftlichen Schlosse gegenüber, von dem:
— 10 Doilas
(trennt; jedoch so, daß die Aussicht des Wächterhäuschens die
Die hervorragendste Eigenthümlichkeit des Bahnwächters Nr. 54
hichgültigen, weitverbreiteten und allgemeinen, wie sie häufig Leute Nehmen, die irgend einen Grund haben, ihren wirklichen Namen
tzverbergen. Schulze, Meier oder Müller zu heißen, ist niemals Mpromiltirend, ja nach dem Ausspruche eines eben so geistvollen
en Stande p zu geben, »" Lien Behaust" Lege dahin
Eiatt einer jungen freundlichen Frau waltet eine alte mürrilche Üagd in seinem Hause. Schon zwei Jahre ist er angestellt und ich immer führt die alte Gertrud, die nicht minder menschenscheu »d verschlossen als ihr Herr ist, das Hauswesen. Die Menschen-
abe zu trägst^ gründlichen französischen Schriftstellers heißt die ganze deutfche vige Frau belUtion fo.
b plötzlich w
n Lorstadt vo ers) nach ben wolle, iti
_ ., jfu und Verschlossenheit, wird dem Bahnwächter von manchen seiner
Rückkehr l(llt hiiieret)en, unter denen sich ein dunkles Gerücht einer früheren je die Rothw^^^n^ gesellschaftlichen Stellung verbreitet hat, als Stolz allzu bleibe,, j
heil nach, Wh neenigstens in den Augen seiner Genossen, sein lediger Stand, die Frau Mr
) gut je vordere Front des Schlosses beherrscht.
Wir müssen nun den Bewohner, dieses Häuschens, den Bahn- lichter Nr. 54, etwas in's Auge fassen. Der Name, der neben »er Nummer in den Registern der Direktion steht, ist einer jener
gerechnet, obwohl er sich wieder andererseits bei vorkommender Gelegenheit als gesellig, dienstfertig und theilnahmsvoll bewies. War aber solch' eine Geleaenbeit vorbei, so zog er sich wieder in sein Schweigen uns seine Abgeschlossenheit zurück. Er versah seinen Dienst mit der strengsten pünktlichsten Genauigkeit, mit fast ängstlicher Gewissenhaftigkeit, aber er vermied eben so streng jede nicht unumgänglich nöihige Berührung mit seinen benachbarten Standesgenoffen. Nie sah man ihn in dem Wirthshause des benachbarten Dorfes, nie machte er einen Besuch in den nächstgelegenen Wächterhäuschen, nie empfing er einen solchen in dem eigenen. Seine Kameraden hatten fick nach und nach an seine Art und Weise gewöhnt; die Gleichgültigen sagten, er sei ein Sonderling, den man eben seine Wege gehen lassen müsse; die feindselig Gesinnten murmelten von einem großen Verbrechen, das er früher begangen, und um dessen mögliche Entdeckung zu vermeiden, er allen Umgang mit Menschen abgebrochen habe. " liuudnhie 511«
Aber seine Eigenthümlichkeiten beschränkten sich . nicht auf sein Cölibat und seine Menschenfeindlichkeit. Bauern aus der Umgebung, welche zufällig ihr Weg noch spät in der Nacht vor seinem Häuschen vorbeigeführt hatte, behaupteten durch die Spalten der geichloffenen Fensterladen Licht gesehen und eine wunderbare Musik, ein tief wehmüthiges Geigenspiel aus dem Innern des Haukes gehört zu haben, ja einer dieser Leute versicherte sogar, er habe den Bahn- wächter in einer schönen Sommernacht, sehr vornehm städtisch gekleidet, die Violine unter dem Arme, vor der Facade des gräflichen Schlosses auf unt> abgehen sehen.
(Fortsetzung folgt.)
Was giebt es Neues?
__In Frankfurt wird das Malter Aepfel, in Folge großer Zufuhren, schon um 3 ft. verkauft.
— Bei Wiesbaden suchte und fand am 9. d. Mts. ein junger, höchst elegant gekleideter Mann leinen Tod. Er erspähte lchon im Läufe des Tages eine Stelle des Bahndamms, um sein Vorhaben in's Werk zu setzen; vom Wärter verjagt, mußte er aber .das Dunkel abwarten und als dann die Locomotive den Train daherzog, legte der Lebensmüde den Kopf auf die Schienen und war im Nu eine Leiche. Aus seinen Papieren erhellt, daß er aus Paris, in Baden-Baden, Homburg und Wiesbaden Hab und Gut verloren und deshalb zu sterben beschlossen habe.
— In Rinteln (Curheffen) ist, nach amtlicher Bekanntmachung, die Cholera gänzlich verschwunden.
— Bei Bonn wird dieser Tage der Grundstein zu einem Frauenkloster gelegt. Die Schwestern werden sich der Erziehung und dem Unterricht widmen.
— Am 8. d. Mts. versuchte man den Berliner Lustgarten mit elektrischem Licht zu erleuchten. Bis jetzt ließ der Erfolg noch manches auszusetzen Übrig und sollen weitere Versuche mit dieser neuen Illumination vorgenommen werden.
— Kürzlich wurde in Rottweil (Württemberg) eine kleine Räuberbande — Knaben von 13, 12 und 11 Jahren! — abgeurtheilt.
— In Hamburg hat die Polizei dem wucherischen Ptciserhöhen der Kartoffeln Folgendes entgegengesetzt: an jedem Stadtthore^ stehen Polizeioffizianten, welche die Landlente befragen, wie theuer sie ihre Kartoffeln zu verkaufen gedenken, und wer mehr als die stipulirte Taxe will, muß umkehren, die andern aber werden auf den Markt geleitet und überwacht, ob sie auch ihr Gelöbniß halten.


