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einen solchen ekletanten Erfolg nicht gerade wünschte, was übrigens häufig der Fall ist. Ich appellire an das gesammte ärztliche Publikum und bin dabei der festen Neberzeugung, daß nach wahrhafter Dar» stellung des Sachverhalts Herr Doctor Stammler, - ohne allen tatsächlichen Beweis, nichts weniger als

berechtigt war, mir, der ich die Pulver selbst zube­reitet habe, einen Fehler zu unterlegen, sondern viel­mehr diese ihm vielleicht unerwünschte Wirkung

hauptsächlich und allein in der Individualität des

Patienten suchen mußte. Ich für meine Person kann deßhalb und aus manchen anderen speciellen Gründen nur eine böswillige Verdächtigung meines Geschäfts, berechnet auf bedeutenden Erfolg in diesem, bei einem wirklichen Versehen schon höchst rücksichtslosem Verfahren, erblicken, und würde diesen, wie alle weitere Angriffe mit gebührender Verach­tung behandlen, wenn nicht Ruf und Eristenz auf dem Spiele stünde. ES wird übrigens eine Re­gierung, die für die strengste Pflichterfüllung des Apothekers mit Recht sehr besorgt ist, ebensowohl

denselben gegen solche Angriffe zu schützen wissen, zumal wenn sich ein Apotheker der besten Visitations­berichte, welche hier bei Gr. Regierungscommission deponirt find, zu erfreuen hat und sich schmeicheln darf auch nöthigenfalls von allen übrigen hiesigen Herrn Aerzte die besten Zeugnisse über Geschäfts­führung rc. beizubringen im Stande ist.

v. St. George, Apotheker.

314) Gießen. Es wünscht Jemand '/.Mor­gen Land, in der Nähe vom Seltersthor gelegen, zu miethen. Wer? sagt AuSg. d. Bltts.

312) Gießen. Braun- und Holzkohlen-Asche wird zu kaufen gesucht. Zu erfragen bei B. Wal­lenfels an der Weitergasse.

305) Hungen. Ein junger Mensch kann so­gleich in die Lehre treten bei I. A. Wolf, Kappenmachcr.

266) Gießen.

Allgemeine Militär - Stellvertretung« - Anstalt

für das

Großherzogthum Hessen.

Den auf den 1. April d. I. zum Dienst Einberufenen, welche sich noch vertreten lassen wollen, wird in dieser Anstalt, geleitet von Herrn Dr. Vogel in Darmstadt, die sicherste Vermittelung ge- boten, um gegen feste Preise tüchtige Einsteher jeder Classe und Waffengattung zu krhalteu. Man be­merkt hierbei, daß im abgelaufenen Jahre 267 Stellvertretungen in dieser Anstalt geordnet worden sind.

Näheres bei dem Geschäftsführer der Anstalt

Franz Peppler zu Gießen.

326) Gießen.

Mitbürger!

Wenn ein Theil der Mituntcrzeichneten sich schon seit längerer Zeit mit der bevorstehenden Gc« meinderaths-Wahl beschäftigte und sich darüber zu verständigen suchte, welche Bürger man der Bürger­schaft als Candivaten zu empfehlen für geeignet halte, so wird man dieses um so natürlicher finden, als wir, die mitunterzeichnctcn Gemeinderaths-Mitglieder, zur Ueberzeugung gelangt sind, daß bei der Ver­waltung eines Vermögens von über IV, Million es unmöglich gleichgültig sein kann, welche Personen das Vermögen der Stadt zu verwalten demnächst berufen werden.

Obgleich wir indessen schon vielseitig Aeußerungen vernommen hatten, aus welchen man die Rich­tung, die man der Gemeinderathö-Wahl zu geben beabsichtigte, sehr genau zu beurtheilen im Stande war; so schlugen wir doch die an uns ergangene specielle Einladung,sich über die zu wählenden Ge­meinderaths-Mitglieder zu verständigen," nicht aus und betheiligten uns gerne an einer Versammlung, die zum Zweck eines so wichtigen Gegenstands zusammenbcrufcn wurde. Nach Eröffnung der Versammlung wurde die Wichtigkeit deö Amts eines Gemeinderaths hcrvorgchoben und vielfach anerkannt, daß dem Interesse der Bürgerschaft nur damit gedient sein könne, wenn Männer von bewährter Tüchtigkeit in den Gemeinde- rath berufen würden; allein nichts desto weniger ließ die Versammlung drei von uns vorgeschlagene Candivaten, über welche in alphabetischer Ordnung abgestimmt wurde, in der Minorität bleiben. Hierdurch gelangten wir zur vollständigsten Gewißheit, daß cs der Versammlung um eine Verständigung über die beiderseits vorgcschlagenen Candidaten nicht zu thun war, sondern daß es nur, unter scheinbarer Wahrung der Form, darum galt, diejenigen als Candidaten zu proklamiren, welche von der Jenseite be­reits in feste Aussicht genommen worden zu sein schienen. Deßhalb aber mußten wir unS gedrungen fühlen, die Versammlung zu verlassen, ohne das Resultat der Abstimmung abzuwarten.