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293) Gießen. Bei Unterzeichnetem ist Ver- schicdenartiges aus freier Hand zu verkaufen. Werk­zeuge für Eisenarbeiter: eine gute Drehbank, ein Blasbalg, mehrere gute Schraubstöcke u. s. w.; ver­schiedene Gewehre und Pistolen, ein Schießstand, welcher sich zu einem Gartenhäuschen eignet, ein steifes Gartenlhor zum Einhängen, Möbel, worunter ein gutes Sopha, Tische, Stühle, Schränke, Bett­laden u. s. w. Zugleich fordre ich alle Diejenigen, welche noch Zahlungen an mich zu leisten haben, auf, solche binnen 14 Tagen zu ordnen; sowie die­jenigen, von welchen ich noch Rechnung zu erwarten habe, in dieser Frist bei mir einzureichen.

Gießen den 15. Februar 1851.

Wilhelm Stein, Büchsenmacher.

322) Gießen.

Ausverkauf.

Meine Waaren, bestehend in Mousseline de Laine, Thibet, Lamas, IVapolitaine, Jaconnet, Cattun, Möbel-Cattun, Seidenstoffe, Halbseide, Orleans, Lustre, Shawls, Foullar ds, Tischdecken, Band, Schleier rr. rc., empfehle ich unter den Fabrikpreisen.

________M. Heß.

327) Gießen. Der Unterzeichnete hat die Ehre einem geehrten Publikum die ergebenste An­zeige zu machen, daß sein Samen-Lager auf daS Vollständigste assortirt ist und bittet um geneigten Zuspruch. Georg Klees,

Kunst- und Handelsgärtncr, in den Neuenbäuen, Lit. B. Nr. 72.

307) Gießen. Holländische Vollbückinge, Häringe, Sardellen und Lapperdan bei _________________________ L. IahreiS.

216) Gießen. Schwämme zum Waschen der Wagen und Pferde sind zu äußerst billigen Preisen zu haben bei W. Zurbuch.

308) Gieße». Braunschweiger und Pöppckes - Flachs und leinene 'Weber­garne empfiehlt L. Jahreis.

315) Gießen. Ideen über die Politik, den Verkehr und Handel der vornehmsten Völker der alten Welt ist zu verkaufen. Ausgeber dieses Blatts sagt wo.

309) Gießen. Alle Sorten Thee und Cho- kolade, Vanille und Zimmet bei

__________L. Jahreis.

303) Niederingelheim. Rein und gut ge­haltener roiher Ingelheimer Wein, ist in einem Privatkeller in Anbruch und wird, jedoch nicht in Quantitäten unter 20 Maas, ohne Faß abgegeben:

1846r die Ohm für 70 Gulden, 1847r16 »

1848r ii 36 n

Proben werden auf portofreies Verlangen über­sendet. Näheres bei der Redaction dieses Blattes.

Zu vermiethen.

304) Gießen. Eine Familienwohnung, be­stehend in 2 Stuben, 2 Kammern, Küche, Keller, verschlossenem Holzplatz, sowie Mitgebrauch der Waschküche ist zu vermiethen bei

Carl Wusetzki, in der Marklstraße.

317) Gießen. Das von Schlossermeister Chri­stian Burkhardt bewohnte Logis steht zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Näheres bei Balthaser Burkhardt.

280) Gießen. Eine Familienwohnung ist zu vermiethen bei PH. Lüdeking.

272) Gießen. DaS von Hrn. Schuhmacher Moog bewohnte Logiö in meinem Hinterhause ist zu vermiethen und gleich zu beziehen.

M. Heß.

209) Gießen. In dem ehemaligen Gasthaus zum Löwen am Neuenweg ist die erste und zweite Etage nebst Küchen, Keller, verschlossenen Holz­räumen, Mitgebrauch der Waschküche und Garten nebst Gartenhaus zu vermiethen und kann am 1. Mai d. I. bezogen werden.

Gg. Ph. Gail.

Vermischte Nachrichten.

301) Gießen. Im Interesse meiner vcrehr- lichen Kunden und in dem meines Geschäftes halte ich für höchste Pflicht einem in daS Publikum gedrungenen Gerüchte, als sei bei Bereitung von Arzneimitteln für Herrn Stadtrechner EnderS ein für dessen Gesundheit nachtheiliges Versehen in meiner Officin vorgekommen, öffentlich zu begegnen. Die Sache ist ganz einfach die, daß bei Herrn Stadtrechner Enders auf den Gebrauch von neun Kalomelpulvern, jedes zu einem halben Gran von Herrn Doctor Stammler ordinirt, innerhalb 24 bis 36 Stunden die Erscheinungen des Speichel­flusses mit seinen unaiigenehmen Begleitern einge­treten waren. Fast ein jeder gebildete Laie kennt in dieser Beziehung die Wirkungen deS KalomelS und fürchtet sich dafür. Besser aber wird es ein jeder Arzt wissen, daß gerade in diesen kleinen Gaben, ein Versehen hätte nur in einer größer verabfolgten Gabe bestehen können, leichter Speichelfluß eintritt, als auf größere und nach individueller Disposition des Patienten sogar in heftigster Form auftreten kann. Es sind sogar Bei­spiele in Menge bekannt, daß nach ärztlicher Be­obachtung schon auf 1 bis 2 Gaben dieses Mittels zu/2 Gran (wie hier verordnet) sehr merkliche Assertionen deS Zahnfleisches erfolgten und das Mittel ausgesetzt werden mußte, wenn der Arzt