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fett v. Dorfitter, Schüttler v. Lengfeld, Langendorf v. Ma- rienhagen, Lampert, Ulrich u Ruß v. Thalitter.
Im Stem: Jungfer Schwarz ». Traisa. Hr. Leda, Kfm. v. ©önningen. £>r. Schneider, Fubrm. ö. Marburg. Hrn. Oecon Metzler u. Rothe v Vöhl, Dehnhof v. Buchenberg u. Gunkelmann v. Kehl.
In der Sonne: Hr. Weimar, Fuhrm. v. Beuern. Hk. Eoldmaun, Handelsm. v. Ershausen. Hr. Romeis, Musik v. Fulda.
In der itosc: Hru. Handelsl. Blumenthal v. Berleburg , Werper v. Sieberg u. Hitttger v. Weckelsheim. Hr. Mefferschmidt, Schuhm. v. Biedenkopf. Jungfer Metz v. Rosenthal.
In den Privathäusern
Bei Fr. Regter.-R. Heß: Hr. Heß, Kfm. v. Mainz. - Bei Fr. v. Harhausen: Frl. Follenius v. Erbach. — Bei Fr.
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Drei Freunde.
Novelle.
(Schluß.)
Mit einem Gedankenfchlage wußte Sara alles. Sie faßte mit ihrer starken Hand Johannas Arm und hielt sie fest, während sie mit der andern Richard rüttelte, der wie geistesabwesend sich aufgerichtet hatte. „Eine Komödie in der Komödie," sagte sie stolz lachend, „nein, Madanie, es ist noch nicht genug. — Hier, Richard, betrachte diese Dame, cs ist das Fräulein von (Sorbin, die Deinetwegen sich hierher bemühte. — Sieh sie an, ihre Rache ist befriedigt. Sie hat Dich so tief am Boden und so voll Schmerz und Angst gesehen, wie sie kaum in ihren wildesten Träumen Dich erblickte.. Doch nun öffnet sich dies rachelustige Herz von Neuem und die geheime Liebest das schöne Mitleid, das zitternde Verlangen nach Vergebung tritt siegend herein. — Sie hat Dich trotz ihres Hasses immer geliebt und liebt Dich noch. Wirf Dich zu ihren Füßen, reiß ihre Hände an Deine Lippen, schwöre ihr neue Liebes- schwüre und sie ist Dein, trotz des Mannes dort, der stch zu ihrem Schildknappen benutzen ließ und nicht M daß er nichts war als ein elender Spielball ihrer Gelüste. — Was zögerst Du?" fuhr sie mit erhobener Stimme fort als Richard sich nicht bewegte, „benutze den Augenblick, triff Deine Wahl zwischen uns. —
willst Du bei mir? — Wirf mich zu den Todten und folge der neuen Lebenssonne, deren Strahlen Dich wieder jung, schön, reich, blühend und geehrt machen können."
Während ihrer Worte hatte Richard sie umschlungen wnd sein Gesicht belebte und röthete sich von dem jähen Sprunge der äußersten Trostlosigkeit zum Taumel neuer Leidenschaft. — „Diese da?" rief er auf Johanna deu-
Becker: Hr. Jost, Privatm. v. Ulrichstein. - Bei Hrn. Dr. Stammler: Hr. Haberkorn, Revierf. v. Ortenbcrq. — Bei Hrn. Kfm. Grieb: Frl Otto v. Friedberg. — Bei Hrn. Kfm Beifuß: Frl Mainz v. Friedberg. Bei Fr. Siir« germstr. Schneider:. Fr. Landr. Stein v. Lich. — Bei Hrn. ^rof. Dr. Milbrand: Frl. Knapp v Darmstadt. — Bei Hrn. Fabrik. Homberger: Fr Ulrich v. Marburg. — Bei Hrn. Kfm. Schwall: Fr. Strnwe v. Nidda u. Frl. Koch v. Wetterfeld. — ei Hrn. Tab -Fabrik. Gail: Hr. Mrper, Kfm u. Fr. Gack v. Dillenburg. — Bei Hrn. Kanzl. Birnbaum Sr. Holt.ns, Prof v. Utrecht. - Bei Hrn H Schmidt: Fr Bordt v. Okarben. — Bei Hrn. Conduet. Lang: Fr. Wolf v. Butzbach. - Bei Hrn. Spengl. Faber: Hr Heinrer- llug, Bnchdr. v Biedenkopf. - Bei Hrn. Kfm. Müller - Frl. Pe.ll v..Düren u Hr. Müller, Kfm. v. Cöln. - Bei Hr». Cant Schwabe: Hr Wiener, Cand. v. Darmstadt.
te»d, „und könnte sie mich mit Purpur schmücken und ständest Du in Lumpen neben ihr, ich würfe mich zu Deinen Füßen. Bei Dir ist Leben, Himmel und Hölle will ich mit Dir theilcn. Kein Gott, kein Tod soll mich aus Deinen Armen reißen."
„Sie sehen, mein gnädiges Fräulein," sagte Sara, „das Stück ist aus und jetzt ist es genug. Geben Sie Ihrem Freunde den Ann und lassen Sie sich nach Hause führen. Viel Glück zur Verlobung."
Johanna streckte den Ann aus, sie wollte sprechen aber sie vermochte es nicht. Geisterbleich und die Füße festgewurzelt stand sie, >oie an jenem Abende, >vo Aurel Iie zuerst gesehen hatte. — Ein furchtbarer Starrkrampf machte sie zu Stein und die Marmorkälte ihrer Glieder preßte Aurel, der sie festhiclt, einen Schrei des Entsetzens aus.
Plötzlich wurde die Thürc aufgerissen und Eduard trat ungestüm herein. „Ich hoffe," sagte er mit zitternder Stimme zu Sara und ohne Richard anzublicken, S.e lassen uns allein und feiern die Nachlese Ihres Triunipfetz über meine unglückliche Schwester an einem a^ren Orte. - Geh," fuhr er zu Aurel gewendet fort, „suche einen Wagen auf, so schnell wie möglich: fort von die,em Orte, wohin, wenn Du ein Mann warst, Johanna nie gelangen mußte."
Nach einer halben Stunde war ein Wagen zur <ste[le. Eduard trug feine Schwester hinein, sprang ihr nach und ichlug den Schlag zu ohne sich um Antel zu kümmern. „Fahre schnell," rief er dem Kutscher 5«, indem er ihm die Straße nannte. — Der Wagen roßte davon, ohne Mantel und Hut stand Dahlberg vor der Gartenpforte, die hinter ihm iu's Schloß geworfen war. ' J
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Am nächsten Morgen waren seine Koffer gepackt als fern Diener ihm ein Billet brachte. Es tvar von


