Ausgabe 
27.1.1849
 
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über

den Weg der breiten Treppe hinauf

zur neuen JNustrirtm 3"tf<W nimmt f°«Ermd entgegm

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meine Gnade soll beginnen,

wenn wir uns Wiedersehen." (Forts, folgt.)

Gemeinnütziges. (Fortsetzung.) Gießen.

Anekdote.

Heute Morsen war ich in eine Weinhandlung, um mein erstes Viertel zu drinken, wo mir ein schmählicher «rätzer vorjesetzt wur­de. Der Kellner forderte mir Vier jute Jroscken davor ab; ick legte aber Acht Jroschen hin. Sie kriejen Vier Jroschen wie­der raus," sagte der Kellner.Ne," sagte ick, indem ich mir entfernte, die Vier Jroschen jeden Sie den Menschen, der den Wein drinkt."

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sere Ansicht sein.

Während indeß die oben angedeuteten Gefahren von Kindern, welche vorsichtig sind, was sie aber eben als Kinder nur selten sind, vermieden werden können, kann eine andere nicht vermieden werden, es ist die , welche für sie durch die Ausdünstung der Wände entsteht, die, wie zu erwarten war, noch nicht hin­länglich trocken sind, weßhalb der Ueberzug in das ueue Haus unserer Ansicht nach, noch auf eine spatere Beit hätte verschoben werden sollen. _

3 1 Mehrere Mutter.

$ Die oben angedeutete Gefahr wäre aber unserer Ansicht nach sehr leicht zu vermeiden gewesen, wenn zwischen dem Webrischen Garten und dem breiten Weg

ein anderer schmälerer um den Berg herum gemacht worden wäre, der ganz oder doch ziemlich wagerecht und deßhalb nicht gefährlich werden kann. Ganz dasselbe gilt auch von dem Wege nach der Neustadt.

Für durchaus unnölhig ja für einen großen und unersetzlichen Verlust würden wir es aber halte.., wenn man zur Verminderung dieser Gefahr den Berg ab­tragen wollte, wovon auch die Rede gewesen se.n soll. Eine solche Maaßregel scheint, abgesehen von den be­deutenden Kosten, während jene Wege gewiß ganz leicht und wohlfeil herzustellen sind, 'n der Thal viele Aehnlichkeit mit jenem Verfahren der Wilden zu ha­ben, diejenigen Bäume deren Früchte sie nicht erlangen können ganz umzuhauen, wodurch sie freilich den näch­sten Zweck erreichen aber auch alle weitere Vortherle verlieren, die sie auf lauge Jahre davon ziehen konnten Der Berg bildet nämlich einen so schonen Punkt der Aussicht in die schöne Umgebung und für die Kinder sogar in den heißesten Sommerlagen e,nen so kühlen herrlichen Spielplatz unter den prächtigen d.chibelaubten Bäumen, daß es unverzeihlich und unvera,..wörtlich wäre, sie desselben zu berauben, wenn die dringenoste Noth es nich erfordert. Wer zemals diesen Punkt zur schönen Jahreszeit gesehen hat, wird und muß uns unbedingt beistimmen und wer ihn u.chl gesehen, sehe ihn und seine Stimme wird unbedingt für un-

Aurel kniete nieder und beide hielten die Hände der schönen jungen Dame, die endlich nach vergeb­lichem Sträuben in froher Laune dem Scherze tic6 bmaabIn Gottes Namen denn," rief ne,1° nehmt beide meinen Segen. Zieht in die Wett als meine Ritter gen Süden und Norden und kehrt zu­rück alö Sieger über alle Feinde. Als meine Ge­treuen sollt ihr mich beschützen; mein Ruhm s« der Eure, mein Gebet soll Euch geweihet sein. Schwort mir Gehorsam und ewige Unterthänigkett. Nie Mt Ihr meinem Willen widersprechen, nie Euch weigern ihn zu vollziehen. Schwört!"

Wir schwören," riefen die beiden jungen Manner

Was nun

ten Berg betrifft, so kann auch dieser selbst nut der größten Aufmerksamkeit nicht immer von Eis fre,ge­halten werden, wenn eS bei eingetretenem Thauwetter über Nacht friert. Auch der Weg vom Webr.fchm Hause nach der Schule und zurück ist namentlich bei Thauwetter und darauf folgendem Froste nicht ohne Gefahr. Erst ganz vor Kurzem klagten unsere Kin­der, daß mehrere Knaben aus Schlitten vom Serge herunter mitten durch eine Anzahl von Mädchen durch­fuhren , und daß sie sich vor denselben auf den beiden Seiten mitten in den dicken Schnee flüchten mußten. Durch dieses Schlittenfahren wird nun wie bekannt, der Schnee fest und in Eis verwandelt, auf welchem die Kinder auf- und abgehen müssen, so daß die Be- sorqniß nicht unbegründet scheint, daß der Winter nicht vorübergehen wird, ohne daß ein oder das andere Kind einen Schaden nimmt. Zwar besteht durch das schnell eingetretene Thauwetter die Gefahr nicht mehr, sie kann aber ganz leicht über Nacht kommen und dafür ist der Weg wie wir nur zu deutlich an Schu­hen und Strümpfen sehen, ganz grundlos.

Wäre da nicht mit einigen Wagen voll Sand

lachend. , , ,,

®ut," fuhr die junge Dame mit leuchtenven Augen fort, indem sie sich zu ihnen neigtejmt> Ri­chards Kopf mit ihrer Hand niederdrückte.L>o nehmt mir Euch; die Zeit meiner Herrschaft

Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.