Ausgabe 
24.3.1849
 
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von

75) Frankfurt a. M.

Für Auswanderer.

Wie Hoffnung."

Coneessionirle deutsche Büreaur für

Auswanderer nach Amerika

«D. M.JBielefeM in Mannheim«

Regelmäßige Fahrten vom nächsten März an, mit gekupferten Dreimaster erster Klaffe, sogenannte Packetbote nach

New-Work und New-Orleans

Rotterdam und London.

Zur näheren Erkundigung, sowie zum Abschluß von Ueberfahrls-Verträgen, beliebe man sich an Un­terzeichneten zu wenden.

Heinrich Klippel, General-Agent

in Frankfurt a. M.

541) Gießen

Neues Etablissement

Ich freue mich, hierdurch die Anzeige machen zu können, daß es mir nach vielen Mühen und ver­geblichen Gesuchen nun endlich gelungen ist, die Aufnahme als Ortsbürger und Schuhmachermeister ,dahier zu erwirken. Indem ich dieses thue, richte ich zugleich die freundliche Bitte an ein geehrtes Publikum, mich mit seinem Wohlwollen durch recht viele Aufträge zu beehren, welche ich aus's Pünkt­lichste und Dauerhafteste auszurichten bemüht sein werde. Auch verfehle ich nicht, alle Diejenigen, welche etwa an einem Fußübel, welcher Art es auch sei, leiden, auf diese Bekanntmachung be­sonders aufmerksam zu machen, da ich für jeden Fuß die bequemste Bekleidung zu fertigen im Stande bin. Gleiche Ansprache richte ich an die Herren Stutzer und galanten Damen mit der Bersichcruug, daß sie bei nur stets nach den neuesten Faeons schön, sauber und leicht aber dabei dauerhaft gear­beitete Waare erhalten werden.

Schließlich empfehle ich noch meinen beständigen Vorrath fertiger Stiefeln und Schuhen jeder Größe und Art hierdurch bestens.

Balth. Walther, Wallthorsteaße Lit. A. Xi. 120.

544) Anzeige.

Kunstnachrichten aus Kassel.

Die vier Griechen, Gebrüder Johannowitsch, Besitzer des Ehrenkreuzes, erregen hier das größte Aufsehen; die Vorstellungen fanden im Theater Statt, die Künstler hatten sich des lebhaftesten Bei­falls zu erfreuen, denn sic leisteten in der That mehr noch, als man bis jetzt von den besten Künstlern dieser Art hier gesehen hat. Um dies so eben Ge­

sagte zu bekräftigen, aber auch zu bewahrheiten, deute ich nur folgende gymnastische Spiele derselben an: 1) Johannowitsch, ein junger Mann von kräf­tigem und angenehmen Körperbaue, legt sich aus den Rücken, und richtet die Beine senkrecht in die Höhe, so daß die Fußsohlen wagerecht zu liegen kommen. Auf letztere stellt sich nun ein kleiner, etwa sechsjähriger, höchst liebenswürdiger Knabe, springt in die Höhe, überschlägt sich in der Luft, und kommt dann wieder auf die Fußsohlen seines Bruders zu stehen. 2) Derselbe halt sich an dem Fuße seines Bruders mit der einen Hand an, und richtet dann seinen ganzen Körper frei in die Luft hinaus. 3) Der ältere Bruder wirst den kleinen von sich, dieser überschlägt sich und kommt glücklich auf den Fußboden zu stehen. Vergebens würbe sein, alle die übrigen, zum Theil noch viel schwierigem Spiele mit voller Deutlichkeit zu beschreiben;' doch das bereits Gesagte wird schon hinlänglich darthnu, daß die Leistungen eben so neu wie außerordentlich sind. Ich nannte übrigens die Produclionen Spiele, da beide ihre Künste wirklich so heiter und mit so großer Leichtigkeit ausführen, als ob ihnen Alles nur ein leichtes Spiel wäre. Ihre Bewegungen sind dabei stets edel und das Kostüm ist prachtvoll. Herr Emil Johannowitsch gibt durch seine Zauber­künste der Vorstellung eine willkommene Mannigfal­tigkeit. Er bezaubert das Publikum nicht durch den Glanz der Apparate und vieler Lichter, wie es bei ähnlichen Künstlern der Gebrauch ist. E. Johamio- witsch zeigt uns die schwiorigsten Leistungen auf freier Bühne ohne alle Apparate; der Künstler bittet sich z. B. vom Publikum vier und zwanzig Taschentücher aus, bittet einen Herrn sie vor den Zuschauern in seinen Hut zu legen, daraus schießt der Künstler eine Pistole ab und siehe da, die Taschentücher ans dem