Ausgabe 
20.3.1849
 
Einzelbild herunterladen

244

kemeswegs der Billigkeit entsprechen, daß man Pferde für die Gensdarmen zu 18 bis 21 u. 22 Carolin vo» Handelsleuten für dieselbe kauft, indem wohl ja in der Provinz oder im ganzen Land Pferde für 12 bis U Carolin, welche ebenfalls zu dessen Dienste tauglich fein würden, auf Verlangen nach Gießen u. f. fv wo­durch ein Gesetz bisher bestanden, daß durch eine Commission die übrigen Militärpferde von Inländern jedes Jahr gekauft worden feien, so glaube er, daß die Genödarmerie nicht in dies m Ankauf ein gewisses Vorrecht verlangen dürfte.

Der Vorsitzende läßt über den Antrag abstimmen, und es wurde der Antrag angenommen.

Die Tagesordnung war somit für heute erschöpft, und nachdem keine Interpellationen gestellt wurden, wurde die Tagesordnung für die morgende Vormittagssitzung bestimmt.

1) Gesuch des Adam Dikel von Grünberg, um Ortsbürgeraufnahme nach Laubach.

2) Gesuch des Abraham Goldschmitt von Großenlinden, um Ortsbürgeraufnahme nach Leihgestern.

3) Auirag von Dieterich, betreffend: die Aufhebung der Rechnungskammer.

4) Antrag von Dieterich, betreffend: die Aufhebung der Stcuer-moCmissariate.

5) Antrag von Dieterich, betreffend: das Bezirksbotenwcsen.

6) Antrag von Ferber, betreffend: die Erhaltung der Waldungen, insbesondere die des Gießener Stadt- Waldes.

7) Bitte der Gemeinde Allertshausen, betreffend: die Catastrierung ihrer Gemarkung.

8) Gesuch des Johs. Velten VIII. von Langgöns, den Gehalt der Gemcindebeamten.

9) Gesuch des Bürgervereins in Ettingshausen, betreffend: die Geineindeeinnehmer.

10) Gesuch von Gotthardt Böking in Mendorf, wegen Reparatur eines Strohdaches.

Schluß der Sitzung um 5 Uhr.

®er Vorsitzende: Die Protokollführer:

F. Steinberger. Kliebe, Engel.

Polizeiliche Bekanntmachung.

, . Ein Geldbeutel mit einigem Gelde und ein goldneS Ohrglöckchen, ist gefunden und auf Gr. Po- lizeibüreau dahier abgegeben worden.

Gießen, am 20. März 1849.

Edictalladung.

480) Gießen. Philipp Möbus von Bers­rod wird, da sein Aufenthaltsort unbekannt ist, hiermit aufgefordert, so gewiß binnen 14 Tagen dahier zu erscheinen und sich in Betreff der gegen ihn wegen Diebstahls eingeleiteten Untersuchung, vernehmen zu lassen, als er sonst steckbrieflich ver­folgt werden wird.

Gießen den 10. März 1849.

Gr. Hess. Stadtgericht Muhl. Haberkorn.

Bejondere Bekanntmachung.

508) Gießen. Der Pfandschein Nr. 15773 ist angeblich verloren gegangen. Da nun der un­ter obiger Nr. verpfändete Gegenstand eingelöst werden soll, so werden diejenigen, welche etwa An­sprüche daran zu bilden glauben, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, gegenfalls dies Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird.

GießenAden 19. März 1849.

Die Pfandhausverwaltung

Bie ler. Pfeil.

Versteigerungen.

512) Gießen.

Donnerstag den 22. d. M.

Morgens 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus

Pflastcrarbeit veranschlagt zu . . 15 fl. fr.

Maurerarbeit . . 8 // 12 u

Schlosserarbeit . . 8 n

an die Wenigstfordernden versteigert werden.

Gießen den 19. März 1849.

, Der Bürgermeister

Gg. Reiber.

509) Gießen.

Verpachtung.

eines Ackers in der Lichtenau am Römersloch i." hiesiger Gemarkung auf 9 Jahre. Pachtliebhabcr wollen sich an einem Dienstag oder Samstag des­halb ans hiesige Rentamt wenden.

Gießen de» 19. März 1849.

Der Gr. Hess. Rentamtsvicar des Rentamts Gießen Siebert.