Ausgabe 
18.12.1849
 
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2433) Gießen.

Erklärung!

Es wird mir der Vorwurf gemacht: ich habe bei der letzten Wahl zur 2ten Kammer der Stände in Wieseck für die Wahl des Hrn. Professor Dr. Vogt in der Weise einzuwirken gesucht, daß ich Handwer­kern und Arbeitern gesagt habe, wenn sie nicht für Professor Vogt stimmten, würden sie von der Stabt keine Arbeit mehr bekommen.

Ich muß bemerken, daß es meinem Charakter zuwider ist, ein jesuitisches Mittel zu ergreifen, um irgend einen Zweck zu erreichen, zudem enthält jener Vorwurf einen baaren Unsinn, weil jeder, der nur im Geringsten von Gemeinde-Verwaltung etwas versteht, wissen muß, daß die Vergebung der Arbei­ten auf dem Weg der öffentlichen Versteigerung durch den Gr. Bürgermeister geschieht, und ich da­bei durchaus nicht mitzuwirken habe.

Ich weise daher diesen Vorwurf entschieden zu­rück, und erkläre Denjenigen, welcher sich in schlech­ter Absicht meine Person als Zielscheibe für eine solche Aussage ausgesteckt hat, für einen ehrlosen Schurken.

Straub, Städtischer Bauaufseher.

2305) Gießen.

Ankauf von Eicheln.

Fünf Malter Eicheln werden zu kaufen gesucht. Gießen den 8. December 1849.

Der Gr. Hess. Revierförster des

Reviers Schiffenberg.

Dr. Draudt.

6360 Gießen.

Donnerstag

den 21. Decbr.

Abends 7 Uhr,

giebt G. Blumen selb, dessen außerordentliche Kunstleistungen beim Gießener Publikum wohl noch im frischen Andenken sind, die erste Vorstellung mit 22 gut dressirten Pferden in der verdeckten Univer­sitäts-Reitbahn.

Abonnement-Billets auf den ersten Platz, zu 12 Vorstellungen kosten 2 Thlr. und sind bis Donners­tag Mittag in dem Hause des Herrn Weißbinder Petri auf dem Asterweg zu haben. An der Casse kosten Villets zum ersten Platz 36 kr.

Die Vorstellungen finden bei brillanter Beleuch­tung und gut besetztem Orchester statt.

Näheres besagen die Anschlagzettel.

Literarische Anzeige.

2344) Gießen.

Willkommenstes Christgeschenk für Damen!

So eben wurde versendet, und ist in allen Buchhandlungen vorräthig:

1 der allgemeinen Muster-Zeitung,

Album für weibliche Arbeiten und Moden

für 1850.

Jährlich 24 Nummern, bestehend aus 24 Bogen Tert, 12 colorirten Modebildern und 24 Musterbogen.

Preis des Quartals nur % Thlr. 54 kr.

Der anerkannt praktische Werth dieser schönen und wohlfeilen Damenzeitung hat derselben einen beispiellos großen Absatz verschafft. Daß dieselbe in vielen Erziehungs-Anstalten als Leitfaden für alle weiblichen Arbeiten eingeführt ist, dürfte ihr zu besonderer Empfehlung dienen. Redaclion und Verlagshandlung werden sich gemeinsam bestreben, auch in dem neuen Jahrgange immer das Neueste und Geschmackvollste in Moden und Arbeiten, und die artistischen Beilagen immer eleganter und nützlicher zu liefern.

Eltern, die ihre Tochter mit einem wohlfeilen und zugleich werthvollen Christgeschenke überraschen wollen darf unser Journal mit vollem Rechte empfohlen werden; es ist namentlich sogleich zu, haben bei

Ferber, Heyer und Ricker in Gießen

In Nr. 99, Pag. 951 des Anzeigeblattes 4. Zeile von unten, heißt cs in der Annonce des Hrn. Salomon Heichelheim Knöpfe, Shäwlchen, statt Knüpf-Shäwlchen, was wir hiermit berichtigen.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'scheu Buch- und Steindruckerei.