Beilage zu M 64. des Anzeigeblattes
Offenbach,
Fr. Amtm. u. Otto v.
I n den Privathäusern.
Bei Hrn. H. Busch im Garten: Hr. Engelert, Decan u. £>r Striebel, ©oct. ». Steinheim. — Bei Hrn. Kfm. A. Worms: Fr. Haas ». Frankfurt. — Bei Hrn. Ph Brück: Jungfer Gönner v. Lollar. — Bei Fr. Geom. Metzler: Fr. ©oct. Stirn u. Frl. Plitt v. Biedenkopf. — Bei Hrn. Revis. Stock: Hr. Schwörer, Cand. v. Kleestadt. — Bei Hrn. Fabrik. E Stern: Fr. Billau m. Kind v. Battenberg. — Bei Hrn. Lohnbed. Epff ll : Frl. Wöll v. Laubach. — Bei Hrn. Geh. R. Knorr: Hr. v. Mohrbach v. Düsseldorf u. Hr. Venator v. Oberroßbach.
Im Einhorn: Hrn. Kff. Kern v. Biebrich u. v. Barv v. Offenbach. Hrn Riitmstr. v. Dalwigk v. Stettin u. Lichtenhausen v. Danzig. Hr. Trinkel, Künstl. v. Athen. Hrn. Privatl. Rumpf v. Biedenkopf, Sauer v. Bern, Brei- ton v. London u. Piron v. Paris. Hr Braun, Advoc. v. Frankfurt. Hr Reinhold, Kfm. v. Bernburg. Hr. Broders, Fabrik, v. Meißen. Hr. Hencke, Dr. med. v. Dresden. Hr. Petermann, Kfm. v. Cöln. Hr v. Douffaint, Capit. v. Ostende. Hr. Schubert, Geh. R. v. Königsberg. Freiherr v. Schönau, Gutsbes v. Magdeburg. Hr. Martin, Partie, v. Lille. Hr. Behrens, Lehr. v. Halle. Hr. Richter, Rent. v. Merseburg. Hr. Hallenkamp, Affeff. v. Hamm. Hrn. Ingen Kännler u. Schröder v. Carlsruhe. Hr. v. Witzen- dorf, Lieutn. v. Saarbrücken. Fr. Mettinger v. Berlin. Hr. Schleuning, Rechn.-Kamm.-R. v. Darmstadt. Frl. Bruch v. Wetzlar. Hr. Heine, Kfm. v. Frankfurt.
hn Happen: Hr. Ballo, Cand. jur. v. Gaffel. Hr. Krieger, Chem. v. Berlin. Hr. Peters, Reni. v. Hamburg.
F^rsheim v. Wetzlar, Schwarz v. Braunschweig u. Gobel v. Cöln. Hr. Badler, Cand. v. Cassel. Hr. v. Hev- denreich, Chem. v. Speper. Hr. v. Drardorf, Riitmstr. v. Bamberg. Hrn. Kfl. Ochs v. Frankfurt, Schamber v. Als-
Im Prinz Carl: Hrn. Spedit. Borger v. Cütuuuü; Wolf v. Berleburg u. Becker v Schotten. Hr. Stier, Pri- vatm. v Friedrichshansen Hr Reichard, Fabrik, v. Herborn. Hrn Occon. Helfrich v. Fauerbach u. Bär v Rohrbach. Hr. Roser, Privatm. v. Neuwied. Hr. Bock, Kfm. v. Fulda. Hr. Dörr, Apoth v. Niederohmen. Hr. Haubensack, Hande sm. v. Gönningen. Hr. Brückmann, Oecon. v. Florstadt. Frl. Bär v. Rohrbach. Hr. Schneider, Oecon. v. Büdingen.
Angekommene und abgereiste Fremden vom 11. bis 13. August 1849. In den Gast h ä u s e r n. feld, Becker v. Landau u Borrmann ». Hanau.
Peter» v. Fulda. Hrn. Kfl. Rahm v. Herspruck Nordhausen.
Dun
Schreiben eines Ausgewanderten nach Amerika.
Detroit, 31. Dec. 1848. Sieber Bruder, Schwäger und Freunde! (Schluß.)
Es war am Himmelfahrtstage Abends 8 Uhr, als wir Neuyork verließen und per Dampfschiff nach Albani fuhren, von da per Eisenbahn bis Buffalo und von hier wieder per Dampfschiff den Erie-, Huron- und Michigangsee befuhren, in Shebeygan, in Wisconsin landeten und die dortige Gegend besahen. Allein da wollte es mir nicht gefallen, es war noch so wüste und menschenleer; überall, wo man hinkam, noch die alten Urwälder, wo kaum ein menschlicher Fuß hindurch konnte; das Alles schreckte mich zurück, daß ich den Entschluß faßte, mich anderwärts nach Arbeit umzusehen. Ich ging mit Zurücklaffung meiner Familie nach Milwauki, der Hauptstadt von Wisconsin, fand aber nirgends, was ich suchte, ließ mich aber nicht abschrecken und dachte, ist es hier nicht, so wird es doch anderswo stch fügen. Auf diese Weise wanderte ich von einer Stadt zur andern bis Chicago, lleberall aber fand ich mich in meinen Hoffnungen gelauscht und mußte unverrichteter Sache wieder zurück- kehren. Durch dieses Umherziehen und Stilleliegen ohne Verdienst wurde natürlich meine Kasse so geschwächt, daß ich mich nicht länger so hatten konnte, und doch glaube ich, es mar zu meinem Glücke; denn ich wäre vielleicht nicht auf den Gedanken gekommen, wieder zurückzureisen. Soivie ich bei meiner Familie wieder ankam, wurde sogleich zusammengepackt und mit dem
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ersten Schiffe nach Buffalo zurückgesteuert, weil ich wußte, daß dort mehrere Gerbereien seien und ich eher Arbeit finden könnte. Aber Gott hatte es anders beschlossen; wie wir vor hiesiger Stadt anlegten, um Holz und Kohlen zur Feuerung einzunehmen, kamen mehrere Deutsche auf das Schiff, unter Andern auch ein Schuhmacher, welcher mich ausfragte, woher, wohin und was für eine Profession ich hätte. Ich erzählte ihm meinen Plan, worauf er in mich drang, daß ich hier aussteigen sollte, es wäre hier besser als in Buffalo, auch eher Arbeit zu bekommen, ja er wüßte mir sogleich welche zu verschaffen. Ich gab ihm aber darauf kein Gehör, sondern glaubte, es wären Vorspiegelungen, wie ich schon gewohnt worden war, um die neuen Ankömmlinge zu benutzen; denn von den Deutschen, welche schon eine Zeitlang im Lande sind, wird man am mehrsten betrogen. Er ließ jedoch von mir nicht ab mit seinem Zureden, trotzdem ich ihn versicherte, daß ich keinen Cent mehr aufweisen könnte, sodaß ich mit Widerwillen mich endlich bereden ließ und meine Sachen ans Land schaffte. Jedoch jetzt sollte ich meine Fahrt bezahlen, welche bis hierher 15 Dollar betrug, und hatte nur noch 9. Da wurden nicht viele Worte gemacht ; meine Sachen wurden ins Wehrhaus gestellt, mit der Bedeutung, nicht eher herauszugeben, bis ich das noch Fehlende bezahlte. Ich mußte mich darein fügen und ging mit dem Schuhmacher, welcher mich in ein deutsches Kosthaus führte, wo ich auch sehr gut ausgenommen wurde. Er versprach den andern Tag wiederzukomme» und mit mit nach Arbeit umzuschauen; er hielt Wort. In einer Gerberei brachte er mich


