Ausgabe 
13.2.1849
 
Einzelbild herunterladen

134

Anmerkung« n.

1) In so ferne die zwischen mehreren Orten bestehenden moderlrten Tarife für Localsendungen ein geringeres Porto, als vorstehender Tarif, ergeben, ist das Porto nach ersteren zu erheben.

2) Vorstehender Tarif findet auch auf die Sendungen von Grundrentenscheinen zwischen Darmstadt, Langen und Offenbach einerseits und Frankfurt am. M. andrerseits Anwendung, insoweit die zwischen diesen Orlen bestehenden moderirten Tarife für Localsendungen nicht ein geringeres Porlo ergeben.

Darmstadt den 11. Januar 1849.

Großherzoglich Hessische Ober-Post-Inspection

von Kuder.

vt. Bessunger.

Bekanntmachung, den Zusatz zum Tarifpreise bei besonderen Holzfällungen betreffend.

Im §. 12 des Reglements vom 7. December 1840, die Holzpreise und den Holzverkauf in den Gr. Dvmanialwaldungen betreffend, ist die Bestimmung enthalten, daß bei unvorhergesehenen Holzabgaben aus be­sonderen Fällungen die Empfänger ein Fünfthcil mehr, als der tarifmäßige Preis, zu bezahlen haben. Die­ser Zusatz zum tarifmäßigen Preise soll für die Folge in solchen Fällen nur noch ein Z eh n th ei l dieses Preises betragen, was hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird.

Darmstadt den 30. Januar 1849.

Großherzoglich Hessisches Ministerium der Finanzen.

F. v o n Schenck.

Ewald.

Offizielle

Dienstnachrichtc» Am 9. Januar wurde dem Pfarr­verweser Johann Friederich Eisenmenger zu Umstadt die evangelische Pfarrstelle zu Grostzimmern, im Regierungsbezirke Dieburg, übertragen und der Pfarrverweser Chr. Fr. Ernst Kuntz zu Kleinumstadt, im Regierungsbezirke Dieburg, zum Pfarrer daselbst ernannt; am 13. Januar wurde dem Par- quet-Copisten Franz Lothar Kamp zu Mainz die KreiSge-

Nachrichten.

richtsbotenstelle zu Oberingelbeim mit dem Wohnsitze daselbst und am 15. Januar dem Schnlviear Johannes DongeS zu Oberdieten die evangelische Schullehrerstelle zu Oberdieten und Achenbach, im Regierungsbezirke Biedenkopf, übertragen.

Concurrenzeröffnung Erledigt ist: die evange­lische Schullehrerstelle zu Hainbach, im Regierungsbezirke Alsfeld, mit einein jährlichen Gehalte von 165 Guldeü.

41) J Gießen.

Protokoll

der Sitzungen des Bezirksraths zlt Gießen.

Fünfte Sitzung vom 3. Januar 1849.

Nachmittags 3 Uhr.

Anwesend: Reg.-Rath Küchlcr und 10 Mitglieder des Bezirksraths.

(Schluß.)

K liebe hält es wohl in größeren Gemeinden für ausführbar, allein kleinere müsse man doch auch bedenken.

Menkel ist wiederholt für Gründung der betreffenden Kasten für einzelne Gemeinden und führt Bei­spiele für seine Behauptung an.

Schmand erwähnt der Mehversicherungsanstalt zu Watzenborn. Er glaubt, daß es nur der Staat auf sich nehmen könne, größere Bezirke zusammen zu bringen. Er will für jede Gemeinde eine Kaffe, kleinere Gemeinden möchten zusamincntreten; besonders ist er gegen allen Zwang in dieser Beziehung.

Der Reg.-Cvmm. bemerkt, daß der vorliegende Gegenstand seine zwei Seiten habe. Während fti- ner langjährigen Erfahrung habe er diese Anstalten in kleineren Gemeinden zerfallen sehen, weil die Bei­träge bei Seuchen gar zu schwach gewesen seien.

Er glaubt es sei in größeren Gemeinden allerdings ausführbar, ja sogar praktischer, weil die Beauf­sichtigung dann besser geführt werden könne. Viehversicherungsanstalten für größere Bezirke scheiterten gewöhn-