Ausgabe 
13.1.1849
 
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wurde der gewesene Kreisdiener Philipp Fries zu Alzey zum Zollamtsdiener bei dem Nebenzollamte und der damit ver­bundenen Ortseinnehmerei zu Bingen ernannt. An dem­selben Tage wurde dem Pfarramtscandidaten Carl Maria Emil Münch aus Gießen die Caplanei- und Nectocatsstelle

zu Kirtorf und am 5. December dem Schullehrer Franz August Grooß zu Oppertshofen die kath. Schullehrerstellc zu Lindenfels, im Regierungsbezirke Heppenheim, übertragen.

(Fortsetzung folgt.)

Besondere Bekanntmachungen.

43) Gießen. In dem städtischen Holzmagazin wird trockenes Buchenscheidholz, der Stecken zu 6 fl. 30 fr. und Eichen-Scheidholz der Stecken zu 5 fl. in ganzen, halben und viertel Stecken vorzugsweise an hiesige unbemittelte Einwohner abgegeben. Die Anweisungen hierzu werden auf der Bürgermeisterei ertheilt und ist der Magazinverwalter angewiesen, gegen Vorzeigung der Quittung, alle Mittwoch und Samstag zwischen 1 und 2 Uhr das Holz zu ver­abfolgen.

Gießen den 8. Januar 1849.

Der Bürgermeister G g. Reiber.

74) Gießen. Die Begünstigung, welche der unbemittelten Classe hiesiger Einwohner durch eine weit ausgedehnte Leseholznutzung in den Stadtwal­dungen, mit der Bürgermeisterlichen Bekanntmachung vom 10. Novbr. v. I. eingeräumt wurde, haben Viele zum größten Nachtheil der Stadlwaldungen mißbraucht und der Stadtvorstand sich in die Noch- wendigkeit versetzt gesehen, zum Schutze eines we­sentlichen BestandtheilS des Gemeindevermögens nach­folgende Bestimmungen getroffen.

1) Das gesammelte Leseholz darf nur an demNeu- wegerthor hereingebracht werden.

2) Das Hereinbringen ist nicht länger als eine Stunde nach Sonnenuntergang gestattet.

3) Wer gegen diese Bestimmungen fehlt, wird, auch wenn es am Leseholztage geschehen sein sollte, als Frevler bestraft.

4) Das gefrevelte und gegen diese Bestimmungen eingebrachte Holz wird der Eonfiscation unterworfen.

5) Die Polizeidiener, Nachtwächter und Flur- schühen sind angewiesen, zur Aufrechthaltung dieser Bestimmungen mitzuwirken.

Indem man dieses hiermit veröffentlicht, richtet man zugleich an die hiesigen Einwohner die Ein­ladung, zur Aufrechthaltung jener Bestimmungen das Ihre in geeigneter Weise beizutragen.

Gießen, den 12. Januar 1849.

Der Bürgermeister Gg. Reiber.

Versteigerungen.

69) Steinbach.

Künftigen Montag den 15. d, M.

Mittags 1 Uhr,

wird dahier ein Wagen in gutem Stande der öffent­lichen Versteigerung ausgesetzt, wozu Steiglustige eingeiaden werden

Steinbach den 10. Januar 1849.

Der Bürgermeister Horn.

56) Albach

Holz Versteigerung.

Montag den 15. Januar

sollen in dem Albacher Ge ueindewald, District Dachsberg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:

88 Steckeu Buchen-Scheidbolz,

44 ,, Prügelholz,

71% » Slockholz,

150 Stück Birken Reifstangen,

0757 ii Reisholzwellen und

32 Stämme Eichen Bau- und Werkholz, 452 Cubikfuß hallend.

Die Zusammenkunft ist im District Dachsberg Morgens um 9 Uhr.

Albach den 9. Januar 1849.

Der Bürgermeister Balser.

F e i l g e b o t e n.

18) Gießen. Braunschweiger Flachs in beß* ter Qualität, ist wieder angekommeu bei

Jul. Wallach, Markt Lit. B Nr. 27.

68) Gießen. Ein guter Gemüse- und Obst­garten, % Morgen haltend, am Neuwegerthor in der Nähe der Stadt gelegen, ist zu verkaufen. Die Erp. d. Blits. sagt wo.

73) Gießen. Berliner Pfannkuchen, gefüllte und ungefüllte, täglich bei

Louis Lind.

65) Gießen. Das von uns 1840 eingerich­tete Möbel - Magazin am Reichen-Sand ist aus freier Hand zu verkaufen. Sollten sich zum Kauf desselben bis zum 15. Februar keine Liebhaber fin­den, so soll dasselbe ganz oder auch getrennt, wie sich Liehaber finden, vermiethet werden. Das Nä­here ist bei H. Hellmold I. auf dem Neuen Weg zu erfahren.