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(Ein gesendet.)
184) Nie der ohmen. In Nr. 39 der Sprech- halle ist in einem allgemein gehaltenen Artikel vorübergehend einer Aeußerung des Bezirksraths Menkel gedacht worden, worauf unter Nr. 5 d. Blattes „Wehr Dich", Ins. Nr. 10, eine Menkel'sche Entgegnung erschienen ist.
Ich war zweifelhaft ob ich diesem flachen Schmähartikel die Aufmerksamkeit einer öffentlichen Erwiderung schenken solle, als ich erfuhr, daß mehrere meiner Freunde eine detaillirte Schilderung der Vorgänge bei den unseligen Holzversteigerungen beabsichtigten. Dies wünschte ich vermieden, um nicht noch Andere in diese gehaltlose Angelegenheit verwickelt, und derselben eine Ausdehnung gegeben zu sehen, wie solche von mir nicht beabsichtigt werden konnte; — darum mußte ich mich entschließen aus dem Schwalle der mir gewordenen Mittheilungen ein kleines Bruchstück zu geben. — Absichtlich wähle ich diese unvollständige Mittheilung, ich will dadurch Denen, welche gänzlich unbekannt mit dem Gegenstände, sich die Mühe des Le;ens nehmen wollen, nur aus der Ferne die Quelle des Selbstgefühls das Hrn. M. zu der erwähnten Aeußerung trieb, zeigen; wie mir nun dieselbe gezeigt wurde.
--„Als im vor. Frühjahre die Holzversteigerungen im Revier Hainbach abgehalten wurden, zeigte sich eine Partei deren Auf abe es war, diesen öffentlichen Acten eine andere Gestaltung zu geben, welche sie der jungen Freiheit des Volkes würdiger hielten. Nicht länger sollte der Unfug, raß die Forübrhörde das Holz so hoch versteigern lassen konnte, als es dem hetzbiet. nven beliebte, besiehen ; solche leere Entschuldigungen einzelner Steigerer: „daß eine gewisse H o l z g a t t u n g ihnen vorzugsweise Passe;" „daß ihnen ein gewisses Quan tu m vonnöthen;" „daß sie in einem gewissen District der Nähe halber steigern möchten;" und dcrgl. — ein Ende nehmen." — Da wurde nun das Holz pr. Stecken tarirt, hierfür als Gebot den Einzelnen übergeben, und mitbieten durfte Keiner. Diese Einrichtung war gut einfach und amüssant. Aber es gibt stets Menschen, die auch den weisesten Bestimmungen Unsolgsamkeit entgegensetzen. So icheu- ten sich auch hier Einzelne nicht, unter dem Mantel solcher leeren Vorwände wie Eingangs erwähnt, die Ordnung zu stören, und boten ab. Sollte diese Verächter der V ol k s so uv er ä n ität keine Strafe treffen?--Allerdings sagen wir, und so geschah
es auch. „Es lebe der zweite Hecker!" tönte es, — die Prügel saußten, und die Ordnungsstörer fanden
t e s.
sich, wenn auch heimlich murrend — in den guten Ton; und dann ging Alles schön von Statten.
Wenn nun Augenzeugen sagen, daß Hr. Menkel damals der Hauptmann gewesen, — daß er sich nicht gescheut habe gelegentlich Einen an den Revierförster zu hetzen; — ja wenn selbst ein achtbarer Geistlicher versichert, daß er diesen hochbejahrten Beamten gegen M. habe in Schutz nehmen müssen; ---so mag dies Alles wohl nichts sein, was man nicht sagen darf; denn cs sagen auch solche, daß er sich der Geprügelten angenommen, daß er dem Revierförster versprochen habe, daß er keine Schläge bekommen solle; aber das Volk habe lange genug gehorcht und nun solle er gehorchen. Und n u r da n n habe er denselben auf gar energische Weise zur Fortsetzung der Versteigerungen angehalten, als derselbe dreiste genug gewesen die oben angedeutete Ordnung für Unordnung zu erklären und geglaubt habe, man könne auf die veralteten gesetzlichen Bestimmungen die Versteigerung aufheben.
Comentar hierzu gebe ich nicht, Statt alles Weiteren nur bemerkend, daß ich die volle Verantwortlichkeit für diesen Artikel auf mich nehme. Sollte gegen mein Vermuthen Hr. M. Unwahrheiten desselben bekämpfen wollen, so möge er es der Mühe nicht unwerth halten den Weg des Gerichts einzuschlagen, wo ich ihm freudig die Zeugen nenae, welche diese ganz geringe Mittheilungen gaben; sobald er sich zur weiteren gerichtlichen Verfolgung derselben verbindlich macht. — Dagegen bin ich nicht gesonnen aus Schmähartikel zu antworten. —
Kurz nun einen Blick auf den Art. 10 in Nr. 5 des „Wehr Dick", dieses Adoptivkind des Hrn. Menkel, der als seinen Erzeuger Hin. A. B. zu Gießen bezeichnet und es wörtlich außer allem Zweifel setzte, daß sich Alles was gesagt, auf IN i ch beziehen solle.
Der erste Satz ist eine Farce! Nichts von ihm, als daß Hr. M. lügt, indem er sagt ich habe meine Instrumente nut dem Dreschflegel vertauschen müssen. Wenig babenv; aber noch weniger bedürfend, findet das Wörtchen auf diese meine Verbältniffe keine Anwendung. Hätte Hr. M. aber gesagt, daß ich mich v. I. (wie seit Jahren, wenn ich nicht gerade Wicht'geres zu wirken hatte); fast aller oecvnomischen Arbeiten unterzogen und zwar auf dem Gute, daS meine Eltern erwarben, ohne mich dadurch erniedrigt zu fühlen; hätte er gesagt wie ich hoffe, nie mit Recht den Vorwurf einer langen Pfeife oder Pro- ceßröckchenö, statt nützlicher Thätigkeit zu verdienen; — — dann hätte er der Wahrheit gehuldigt und sich leicht mit ihr versöhnen können, falls er gerade mit


