Ausgabe 
6.2.1849
 
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Edictalladungen.

119) Grünberg. Nachdem Gr. Hess. Hof- aerich! zu Gießen über das Vermögen des Kon­rad Hölzer zn Merlau den förmlichen ConcurS- proceß erkannt hat, so werden demzufolge alle Gläu­biger welche irgend eine Forderung oder einen An­spruch an denselben zu bilden haben, hiermit aufge­fordert, solche sogewiß in dem auf

Montag den 26. Februar d. I., Morgens 8 Uhr

anberaumten Liguidationstermine dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie ansonst ohne ein weiter zn erlassendes Präclustvdecret von der Concurs- masse des K. Hölzer werden ausgeschlossen werden.

Grünberg den 20. December 1848.

Gr. Hess. Landgericht daselbst Welcher. Dr. Ortwein..

3) Laubach. Samuel Arnstein von Laubach bat sich mit seiner Familie heimlich nach Amerika enssernt, und es ist über dessen hier zurückgelassenes bedeutend überschuldetes Vermögen der förmüche Con- cursprozeß erkannt worden. , .

3« Folge dessen werden alle diejenigen, welche an diese Masse Ansprüche irgend einer Art zu machen haben hiermit aufgefordert dieselben so gewiß

Donnerstag ven 15. Februar k. I., Morgens 9 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen, als sonst sie ohne weiteres Präclusivdecret von der Masse ausge­schlossen werden. , ,

Für den Fall, daß nn Termin ein Vergleich zu Stande kommt, werden bekannte Gläubiger, deren Forderungen von den übrigen nicht bestritten werden so angesehen, als ob sie sich den Beschlüssen der Mehrheit anschließen.

Laubach den 18. December 1848-

Gr. Hess. Landgericht Brumhard.

193) Ahbach. Adam Schneider von Dor­lar beabsichtigt mit seinem verheiratheten Sohne Johann, nach Amerika auszuwandern, und werden auf deren Antrag Alle, welche Ansprüche an diesel­ben zu machen haben, hierdurch aufgesordert, solche in dem Termin

Mittwoch den 28. d. M.,

Vormittags, dahier geltend zu machen, indem nach Ablauf dieses Termins das Vermögen zur Erpor- tation freigegeben wird.

Ätzbach den 2. Februar 1849.

König!. Justiz - Amt Diesterweg.

Besondere Bekanntmachung.

148) Gießen. Die Schulgelder vom IV. Quartal 1848 sind binnen 14 Tagen zur hiesigen Stadtcasse zu bezahlen.

Gießen am 27. Januar 1849.

Der Stadtrechner

Enders.

Versteigerungen.

140) Gießen.

Jagdverpachtung

in dem Forste Gießen.

Donnerstag den 8. Februar d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen die Domanialjagden

1) in dem Reviere Königsberg, ungefähr 1402 Morgen Domanialwald und

2) in dem Reviere Schiffenberg, ungefähr 2903 Morgen Domanialwald und 719 Morgen Domanial-Feld und Wiesen

unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Be­dingungen öffentlich, meistbietend im Gastbause zum Einhorn dahier auf 6 Jahre verpachtet werden.

Es können nur bekannte, reckiliche Leute als Jaqdpächter zugelassen werden, von denen eine vor­schriftsmäßige Benutzung der Jagd ru erwarten steht, keine solche, die sich bereits Jagdvergeben schuldig gemacht haben, keine Fisch-, Krebs-, oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen oder solche, die cur b die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstanc e zurückkon.mea würden. Alle Pachtlustige, deren Oualificatioii zur Jagdpach­tung nicht notorisch ist, haben sich hierüber bei dem Unterzeichneten spätestens 8 Tage vor dem Verstei- gerungstermine auözuweisen. Nachgebote werden nicht angenommen.

Gießen, den 17. Januar 1849.

Der Gr. Hess Forstmeister des Forstes Gießen v. Buseck.

192) Krofdorf.

Freitag den 9. Februar, sollen nachstehende Hölzer aus der Totalität der Oberförsterei Krofdorf, Belauf Wismar, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden:

I. District Jungferan nenwald: 87% Klafter Eichen-Scheidholz, 46% <r Stockholz,

35 » n Reiherholz,