Ausgabe 
5.5.1849
 
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Engel meint, man solle keinen speziellen Antrag stellen und spricht für den allgemeinen des Aus­schusses. r ,

Dieterich. Was Herr Bernbeck will haben wir ja. Die Criminalkassen-Rechner haben nie eine eigene Kasse, diese wird ihnen nach Bedarf geschickt und zwar von den Kassen welche überhaupt die Aus­zahlungen machen können und sind folglich ganz unnöthig.

Menkel ist einverstanden und beantragt Abstimmung. ,

Der Vvrs. bringt den Antrag des Ausschusses sofort zur Abstimmung und cs wird derselbe emstlm- mig angenommen.

Er lautet: t , , m ,

Großh. Staatsregierung möge geeigneter Weise die baldige Aushebung der Eriminalkassen-Rechner- Stellen veranlassen. , ,

Der Reg.-Comm. von Willich bestreitet die Competenz des Bez.-Raths in dieser Sache, als eine die Organisation der Staatsbehörden angehenden. Der Bez.-Rath nimmt aber nach früher aufgestellten Prinzipien, dieses Recht auch in bereiter Sache für sich in Anspruch.

Es werden hieraus solgende Sachen von der Reg.-Comm. neu übergeben:

1) betr. die Aufnahme der ortsfremden Bürger insbesondere das von denselben zu entrichtende Einzuqsgeld zu Altenbuseck an die vereinigten I. und II. Ausschüsse.

2) die Aufnahme des Jsack Klipstein II. zu Altenbuseck als Ortsbürger daselbst. Au den II. Ausschuß.

Als Tagesordnung für morgen den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr wurde festgestellt:

1) Gesuch des Balth. Walther von Daubringen um Aufnahme als Ortsbürger nach Gießen.

2) Voranschlag der Gemeinde Mendorf an der Lahn für 1849.

3) Desgl. von Ruppertenrod für 1849.

4) Desgl. von Burkhardsfelden für 1849.

5) Gesuch des Jacob Stein von Heuchelheim Mr. Armci,Unterstützung.

6) Antrag auf gleichmäßige Bestimmung hinsichtlich des Verschollenheitsaltcrs.

Die Sitzung wurde Abends 5% Uhr geschlossen. ,

Für die Ausfertigung des Protocolls:

F. Steinberger. H. Ferber

Polizeiliche Bekanntmachungen.

Im Besitze der geistesschwachen Johaniiette Noll von hier befanden sich:

1) eine porcellanene Tasse mit Goldrand und einer vergoldeten Inschrift,

2) eine neue Mistgabel ohne Stiel, , , t v

welche Gegenstände dieselbe aus einem Hause in hiesiger Stadt mitgenommen hat und werden die recht- mäßigen Eigenlhümer anfgefordert, ihre Ansprüche an diese Gegenstände baldigst auf dem Poltzeibüreau dahier geltend zu machen. , m .

Gießen am 3. Mai 1849. Die Gr. PKize,Verwaltung

p Gg. Reiber.

Zwei kleine Schlüsseln und ein Halstuch sind gefunden und auf Gr. Polizeibürcau dahier abgege-

ben worden.

Gießen den 3. Mai 1849.

Versteigerungen.

816) Gießen.

Holzversteigerung im Gießer Stadtwalde.

Montag den 7. Mai l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, Distrikt Hangel­stein, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden:

44 Stecken buchen Scheidholz, 57 Prügelholz,

63% Stockholz,

5200 Wellen Reisholz,

33 Stecken eichen Scheidbolz,

9 n Prügelholz,

31 Stockholz,

800 Wellen Reisholz,

2 eichen Stämme von 99 Cbfß.