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Edictalladungen.
604) Gießen. Fuhrmann Jacob Simon dahier, welchem die Verwaltung seines Vermögens entzogen wurde, ist unter Curatel der hiesigen Bürger Andreas Möhl und Georg Heinrich Louy gestellt worden; was zur Folge hat, daß von nun an Rechtsgeschäfte ohne Zustimmung der genannten Kuratoren von Jacob Simon gültig nicht abgeschlossen werden können. Zugleich werden alle, welche irgend Forderungen an Jacob Simon haben sollten, aufgefordert, solche so gewiß binnen 14 Tagen bei unterzeichnetem Gerichte anzuzeigen und zu begründen, als sonst bei Regulirung der Vermögcnsverhältnisse des Jacob Simon darauf keine Rücksicht genommen werden wird.
Gießen den 30. März 1849.
Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Wo r n er.
602) Atzbach. Der Johannes Groll von Ebersgöns will mit seiner Frau und seinem Sohne nach Amerika auswandern. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an dieselben zu machen haben, hierdurch aufgefordert, solche Mittwoch dcn 11. April d. I. Vormittags 9 Uhr dahier anzumelden, widrigenfalls das Vermögen der Auswanderer zu dem gedachten Zweck freigegeben wird.
Atzbach den 27. März 1849.
Königl. Justiz-Amt.
B r ü n i n g.
Besondere Bekanntmachungen.
612) Gießen. Diejenigen, welche ihre Kühe oder Rinder zum Springen bei ben städtischen Fas- selochsen wollen bringen lassen haben zuvor Scheine zu lösen, welche sowohl bei der Stadtcinnchmerei als auch bei sämmtlichen Thorschreibern zu haben sind.
Gießen den 30. März 1819.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
611) Gießen. Alle diejenigen, welche Lehm in den städtischen Gruben holen wollen, haben zuvor sich mit Abfuhrscheinen von den Thorschreibern zu versehen. Dieselben sind auf Verlangen den Flurschützen vorzuzeigcn.
Gießen den 30. März 1849.
Der Bürgermeister G g. R e i b e r.
610) Gießen. Von dem im Gießer Stadtwald in der vierten Schneise, ganz nahe au der Li- cher Straße befindlichen weißen Sand ist jederzeit
vorräthig ausgeworfen, und sind die Abfuhrscheine bei Groß. Revierförster Herrn Dr. Zimmer zu erhalten.
Gießen den 30. März 1849.
Der Bürgermeister Gg. Reibe r.
609) Gießen. Mauersand kann an der Kiesgrube am Trieb geladen werden, und müssen die Abfuhrscheine zuvor bei dcn Thorschreibern eingelöst werden. Die Abfuhrscheine sind auf Verlangen den Flurschühen vorzuzeigen.
Gießen den 30. März 1849.
Der Bürgermeister G g. Reiber.
608) Gießen. Zum Abladcii des Schutts ist der Platz vor dem Reustädterthor rechts deö neuen Chausseedamms bestimmt.
Gießen den 29. März 1849.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
Versteigerungen.
616) Gießen.
Folgende, dem Jakob Simon, Jakob Sohn II. und dessen Ehefrau gehörige Jmmobilieu, nämlich:
1) 518 ülKlstr Acker auf dem Hadergraben,
2) 303 n Acker an der Weilburger Grenze, am Laufcrtsrod,
3) 744 n Acker an dem Gleiberger Weg,
4) 278 ,, Acker an dem kleinen und großen
Steinweg,
5) 1136 „ Acker am Leihgesterncr Weg,
6) 86 „ Garten am langen Steg,
7) 288 „ Wiese am Erdkauter Weg, in den
Rödern.
8) 337 ir Wiese hinter der Burg am Gänse
acker,
9) 164 n Acker am Krofdorfer Weg,
10) 166 u Acker über dem Fabrizischen Acker,
11) 276 „ Acker am Laufertsrötder Weg,
12) 533 „ Acker rechts am Erdkauter Weg,
13) 2 Morgen städtische Wüstung, sodann
14) Scheuer und Stallung, in der Mühlgasse gelegen, sollen
Mittwoch den 11. April, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause dahier auf 6 Jahre verpachtet werden.
Gießen den 3. April 1849.
Die für denselben bestellten Euratoreu Gg.Heinr.Lony. A n d r. M ö y l.


