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Regierung gerade das Recht zu benehmen, ihre Ansichten in einer Zeitung auszusprechen und diese zu ihrem Organ zu macken, er ist nur gegen allen Zwang der Anschaffung; und solle jeder Gemeinde überlassen bleiben, jedeö beliebige politische Blatt anzuschaffen, jener Zwang vertrage sich nicht mit den Errungenschaften des 6. März.
Menkel stimmt dem Antragsteller und Vors. bei; wolle der Bürgermeister ein politisches Blatt lesen, so möge er solches auf eigene Kosten anschaffen.
Der Vors. schließt die Debatte und formulirt den Antrag
1) „daß den Gemeinden eine reine politische Zeitung nicht ausgedrungen werden dürfe" , wurde angenommen.
2) die Staatsregierung zu ersuchen, daß sie ein Blatt gründe, worin nur alle von öffentlichen Behörden ausgehende Erlasse besprochen würden, welches von den Gemeinden gehalten werden möge, wurde angenommen.
Es wurde hierauf zum zweiten Gegenstand der Tagesordnung, betr. die Kasscvisitationcn der Gem.- Einneh., Antrag von Engel, übergegangen. Der Antrag ging dahin, daß diese Kassevisitationcn in Gemeinden, wo der Rechner mehrere Kassen verschiedener Gemeinden zu verwalten habe, von den betreffenden Bürgermeistern gleichzeitig vorzunehmcn sei.
Dieterich erstattet Bericht und ist gegen den Antrag.
Reg.-Comm. gibt die hierher gehörenden nöthigen Erläuterungen und Antragsteller nimmt seinen Antrag zurück.
Man schritt nun zum dritten Gegenstand der Tagesordnung, Antrag von Klicbe, betr. die Erhebung der Forst- und Fcldpolizeistrafen, durch die Gr. Rentämter.
(Forts, folgt.)
Polizeiliche Bekanntmachung.
Ein seidener Regenschirm und ein Schlüssel, sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden.
Gießen den 1. März 1849.
Besondere Bekanntmachung.
365) Gießen. Der Pfandschein Nr. 16162 ist angeblich verloren gegangen. Da nun der unter dieser Nr. verpfändete Gegenstand eingelöst werden soll, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche daran zu bilden glauben, aufgcfordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, gegenfalls dies Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird.
Gießen den 17. November 1849.
Die Pfandhaus-Verwaltung Bieler. Pfeil.
Versteigerungen.
366) Butzbach.
Mam-Weser-Eisenbahn. Sektion Butzbach. Mittwoch den 7. deö nächsten Monats, des Vormittags 10 Uhr, sollen an der Arbeitsstelle im Gambacher Wald,
circa 60 Ein. altes Schmied« und Gußeisen an den Meistbietenden versteigert werden.
Butzbach den 26. Februar 1849.
Der Gr. Sections-Jngenicur der Section Butzbach. Eickemeyer.
360) Gießen.
Donnerstag den 8. März, Morgens 10 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus, Graben- und Weg- bauarbeiten in den Gießer Stadtwaldungen, veranschlagt zu 129 fl. 16 fr., an die Wenigstnehmenden versteigert werden.
Gießen den 26. Februar 1849.
Der Bürgermeister Gg. Reiber.
370) Gießen.
Montag den 12. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen, auf freiwilliges Ansuchen des Wirth Konrad Euler dahier, die demselben zustehenden Immobilien, als:


