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Michel. Ich halte gar nichts davon und will ihn auch nicht wählen!
I o st. Warum denn, Michel?
Michel. Was ich nicht fassen kann, davon halte ich nichts.
Jost. Aber der Prof. Vogt hat sich ja deutlich erklärt, was er will.
Michel. Na! was will er denn?
Jost. Er hat gesagt: er werde sich der Mehrheit anschließen.
Michel. Ja! da liegt es eben! ich ehrlicher Michel, ich will halt die Republik gar nicht: die können die Franzosen für sich behalten, sic wären sie nach meinem dummen Verstand herzlich gerne wieder los, wenn sie es nur anzufangen wüßten! — Na! was will denn nun der Prof. Vogt, wenn die Versammlung zu Frankfurt die Republik will?
Jost. Na! du dummer Michel, so will er auch Republik.
Michel. Die will ich ja aber nicht!
Jost. Du verstehst nichts von einer republikanischen Constitution!
Michel. Ich dächte! der Gewählte soll den Willen der Wähler aussprechen, ich bin wohl noch zu dumm. Aber, wenn nun die Mehrheit den Despotismus und die Tyrannei wollte?
Jost. Folgerecht muß der Prof. Vogt sich auch anschließen!
Michel. Gute Nacht! Freiheit!
Jost. Warum denn?
Michel. Darnach kriegen wir ja, wenn wir den Prof. Vogt wählen, in keinem Falle, was wir wollen, — weil wir es wollen.
Jost. Das könnte ja seyn, muß man es denn darum gleich so laut sagen? K.
9) Bekanntmachung
Nächsten Dienstag als den 25tcn d. M-, Morgens 10 Uhr, wird im Kloster Arnsblirg eine Volksversammlung für den Wahlbezirk Hungen, zur Besprechung über die demnächst stattfindende Abgeordneten-Wahl zum Parlamente, abgehalten werden.
Die Herrn Bürgermeister des betreffenden Wahlbezirks werden ersucht dieses in ihren Gemeinden zur Kenntniß zu bringen.
Der Wichtigkeit der Sache wegen glaubt man einem recht zahlreichen Besuche entgegen sehen zu dürsen, besonders da zugleich mehrere Männer, welche sich zu diesem schwierigen Amte für tüchtig halten, als Wahlkanditaten aufireten werden.
Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Steindruckerei.


