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andere Vorwürfe, die man mir hintendrein in Ermangelung eines Besseren da und dort gemacht haben soll, hier einer besonderen Widerlegung zu würdigen, so z. als liege in dem von mir ohne vorgän­gige Erlanbniß an einzelnen Absätzen, zur Andeutung von Censurlücken, angefügten 23 Gedankenstrichen eine mittelbareFälschung", oder als glaube sich Dieser oder Jener noch ziemlich deutlich zu erinnern, dieß oder jenes Wort, oder diesen oder jenen Zwischensatz beim Vorlesen nicht gehört zu haben, oder als gebe dieser oder jener Nebenumstand zu irgend einer eigenthümlichen Vermuthung Veranlassung. Die einstim­mige Indignation meiner übrigen mitbetheiligien Commilitonen, welche meist als Augen- und Ohrenzeu­gen mit dem Hergang der Sache genau vertraut sind, und die belr. Aktenstücke alle auf's Sorgfäl­tigste geprüft haben, war mir an und für sich schon für derartige Verdächtigungen hinreichende Genug- thuung, und ich würde diese ganze Angelegenheit, die am Ende für das größere Publikum sehr wenig oder gar kein Interesse hat, schwerlich vor die Oeffentlichkeit gebracht haben, wenn ich nicht von der andern Seite, die mir dadurch vielleicht das praevenire zu spielen glaubte, dazu genöthigt worden wäre. Ich selbst halte in diesen wie in vielen andern Dingen, die von meinen Anklägern gleich bei ihrem ersten Worte schon völlig perhorrescirte öffentliche Meinung für das zunächstkompetente" Ge­richt und unterwerfe mich getrost ihrem unbefangenen Urtheile. Sollte es mir außerdem noch der Mühe werth erscheinen, die juristische Entscheidung des Hofgerichtö in Anspruch zu nehmen denn ich habe es hier einzig und allein mit meinemFreunde" Rosenthal zu thun so werde ich das Publikum davon benachrichtigen.

Ohne Zweifel wird sich ein großer Theil der Leser erstaunt fragen, wie man eigentlich dazu komme, eine an sich so wenig bedeutende Angelegenheit zu einer so grav klingenden und wie eine grobe Mpstifikation der öffentlichen Meinung auösehenden Anklage auszubeuten! Welches Motiv diesem hinter meinem Rücken von einemguten Freunde" gegen meine Ehre unternommenen Attentat mit zu Grunde gelegen haben mag, wird wohl für diejenigen, die meine seitherige und gerade neuerdings in mancher Hinsicht sehr prekär gewordene öffentliche Stellung kennen, nicht lange ein Räthsel bleiben. Nicht nur hat man von andrer Seite keinen Anstand genommen, bei einzelnen Unterzeichnern der von mir verfaßten Adresse mit anerken- nenswerther Naivetät auf meine mißliebige politische Gesinnung hinzudeuten, und ihnen begreiflich zu machen, daß sie sich durch Bctheiligung an einer, von mir ausgehenden Demonstration leicht kompromittiren könnten *), sondern Einer meiner hauptsächlich thätigen Ankläger hat sich sogar vor Andern die charakteristische Bemerkung entschlüpfen lassen, daß man jetzt einmal ein Mittel habe, mich öffentlich zu blamiren" undmein ganzes Renomee zu Schanden zu machen." Danach muß es beinahe den Anschein gewinnen, als sey man neben der Absicht, dem Herrn Direktor Thudichum für eine vermeintliche und gewiß auch unbewußte Kränkung desselben Abbitte zu thun, zugleich darauf ausgegangen, meine schriftstellerische Glaubwürdigkeit überhaupt vor der Oeffentlichkeit zu verdächtigen, und möchte dieß immerhin ein ziemlich gut berechneter Plan gewesen seyn, der, wenn er den gewünsch­ten Erfolg gehabt hätte, da und dort gewiß nicht ganz ohne Verdienst gewesen wäre. Daß derselbe scheiterte, habe ich bei der fast unvorsichtigen Arglosigkeit, womit ich in der ganzen Sache zu Werke ging, und welche ich freilich jetzt auf's Bitterste bereuen gelernt habe, nächst dem RechtiichkeitSgefühl meiner Commilitonen, denen ich für ihre gesinnungsvolle Unterstützung meinen wärmsten Dank sage, nur dem Auffinden eines unter alten Papieren vergrabenen Manuscripts zu danken, das durch einen unglücklichen Zufall indessen leicht verloren gegangen seyn konnte, und vielleicht gerade deßhalb von andrer Seite mit solchem Nachdruck als einzige Beweisguelle cilirt wurde. Sollte indessen irgend Jemand die in Obigem zurückgewiesene Anklage immer noch für ernst genug halten, um daraus irgendwelche verdächti­gende Schlußfolgerung für den Charakter meines seitherigen öffentlichen Auftretens zu ziehen, so habe ich darauf weiter Nichts zu bemerken, als dieß: daß ich nach wie vor die volle Verantwortlichkeit für jedes von mir gesprochene, geschriebene oder gedruckte Wort auf Verlangen aller derjenigen Personen, die sich dadurch irgendwie verletzt glauben, vor den kompetenten Behörden" ü b e r n e h m e.

Was schließlich die von den Unterzeichnern der letzten Erklärnng als deren angebliche Veranlassung sehr unverständlich angedeuteteDemonstration unter den Fenstern des Hrn. Rosenthal" betrifft, so reducirt

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Gießen

*) An einigen Orten soll man sogar, um meine ganze jakobinische Fürchterlichkeit recht einleuchtend zu machen, mit geheimnißooller Miene versichert haben, ich ständeim Solde" Gott weiß welcherPropaganda" »nd was dergleichen erbauliche Sächelchen mehr sind. Unter so bewandten Umständen würde es allerdings schon die Pflicht der Selbsterhaltung, resp. die Rücksicht auf die dereinstige Saniere gebieten, sich öffentlich von mir loszusagen.