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Die qroße Mehrheit der Hessen hielt es für Pflicht, Vertrauen mit Vertrauen zu erwiedern. Sie erkennt die Früchte an, welche Wir im Verein mit den Ständen bereits erzielt baden, und sieht der vtel- seitiq begonnenen Entwickelung mit Vertrauen entgegen.
Diese Entwickelung zu stören, hat sich eine Parthei zum Ziele gesetzt, welche immer unverhullter ihre Pläne darlegt, die auf Umsturz alles Bestehenden durch unausgesetzte Anfeindung aller öffentlichen Uuto- rität durch Drohung und Gewalt gerichtet sind. Diesem Treiben entgegen zu treten, die Freunde der Ordnung zu beruhigen und zu thätiger Unterstützung der Ordnung zu ermuthigen, die Jrregelettetcn zu warnen, wenden Wir Uns an Unser Volk, mit der Versicherung, daß aste gesetzlichen Mittel zur Bekämpfung der Feinde der Ordnung angewendet werden sollen. , , . t
Wa Wir verheißen haben, ist erfüllt, oder der gesetzliche Weg zur Erfüllung eingelettet.
Freie Aeußerung der Gedanken und Freiheit der religiösen Cullen sind tu vollem ^"'^Dic^Bürgschaften für die Herrschaft deS Gesetzes sind durch Beeidigung des Militärs auf die Verfassung vermehrt worden. Weitere Bürgschaften werden das G eschwornen>geeicht und eine neue Bezirksverwaltung bieten. Diese wird die wichtigeren Fragen der Entscheidung eines Einzelnen entziehen und sie einem Collegium oder der Mitwirkung der Bezirks bewohn er unterwerfen. Die deßfallsigen Gesetzes-Entwürfe sind den Ständen vorgelegt und zum nahen Vollzüge gereift.
In der Getueinde-Verwaltun g ist die dem Geiste des Gesetzes entsprechende Selbststandtg- keit der Ortsvorstände wieder hergestcllt worden. .... m .
Zur freien Gestaltung der Angelegenheiten der evangelischen Kirche haben Wir den Weg eröffnet.
Die Ablösung der Grundlasten in den bisher hierin gehinderten Bezirken ist gesichert. Unteren entschiedenen Willen, die Jagd auf fremdem Boden und die ausschließlichen Gewerbsprtvile- qicn aufzuheben, haben Wir durch die deßfallsigen Ge etzes-Vorlagen beihätigt Durch Beseitigung e Lehen- und Erbleih-Verbandes werden Wir, im Verein mit den Ständen, die Befreiung des Grundeiqenthums vollenden. , , ,
(Sin Gesetzes-Entwurf über Volksbewaffnung ist der Beraihung der Stande unterlegt worden. Auch die deutsche Nationalversammlung wird diesen Gegenstand in Erwägung ziehen. ,
Insbesondere können die Bewohner der standesherrlichen Bezirke darüber beruhigt seyn, daß ihre Gleichstellung mit den übrigen Landestheilen gesichert ist. Das deßfallsige Gesetz wird in der b" im ®dil. d., Bett erfordert, w.rd,»
Wir auf dem Wege der Ordnung und des Gesetzes zum Ziele führen.
Hierher gehöri vor Allem die Verfassungs-Urkunde, welche bedeutender Abänderungen bedarf.
Auf Minderung der Staats-Ausgaben werden Wir thunlichst hinzuwtrken tuchen.
In der Hofhaltung werden Wir Einschränkungen eintreten lassen. Zur Minderung dcr Kosten der Civil- und Militär-Verwaltung ist bereits ein bedeutender Anfang gemacht worden.
Die Interessen der Volksschule und ihrer Lehrer zu fordern, wird Unsere angelegentliche C ^Zur^Hebung und Ordnung der Gewerbe werden Wir den Beirath der Gewerbtreibenden selbst in 51 Aber Gewerbe und Handel können nicht gedeihen, das zu schaffende Neue kann keinen Bestand haben, wenn die Bedingung der Wirksamkeit aller Gesetze, die Achtung vor dem Gesetze,.untergraben, eine fortwährende Aufregung unterhalten und hierdurch das Vertrauen, daß Veder die Fruchte ft t Ft. ß seiner Thätigkeit genießen werde, vernichtet wird. Aufrechthaltung der gesetzlichen Ordnung istBe dingung jedes bleibenden Fortschritts, welcher sich aus der unantastbaren Grundlage Unserer Ver heißungen vom 6. März entwickeln wird. ho«
Ueberdies haben Wir dafür Sorge zu tragen, daß die Entwickelung der öffentlichen Verhältnisse deS Großherzogthums mit der Entwickelung der öffentlichen Verhältnisse Deutschlands i E .g und nicht für jene Einrichtungen unternommen werden, welche durch diese rn kurzer Zelt wie e g< J tbeilweise abgeändert werden würden. „ u ir, m . ... m
Wir werden vereint mit Unserem Volke, mit dem großen deutschen Vaterlande, tn ber B ) Gesetzes voranschreiten, unbeirrt durch das Drängen derjenigen, die nur auf dem Wege der G , tz losigkeit ihre Zwecke zu erreichen hoffen und deren Treiben Wtr mit allem Nachdruck entgeg g z entschlossen sind.


