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Organismus, insbesondere bei Unterleibsbeschwerden häufig sehr wohlthätige Wirkungen äußern. Der Arzt ordinirt auch oft in betreffenden Krankheitsfällen:
repetatur mixtura, bene efficit — d. h. man wiederhole das Rezept, die Wirkung ist gut.
Wie ein elektrischer Zauberschlag scheint der Zuruf an unsere Mitbürger zu Langgöns vom 12. v. M. in Bezug auf den Gemeinderechner Henrich eine Pillennatur in sich geführt und eine derartige, sehr ersprießliche Wirkung nach sich gezogen zu haben. Derselbe scheint wirklich an Bauchgrimm und eigentlichen Unterleibsbeschwerden zn laborircn. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, daß er radiealiter möge geheilt werden. Fehlt etwa noch ein stärkeres Brechpulver oder eine sonstige Laranz, so werden wir aus Gründen der Humanität die geeignete Sorge dafür tragen. — Es ist wirklich der unverantwortlich schon jahrelang nachgeschleifte Rezeß vor ganz Kurzem th eil weise getilgt worden; von wem? wissen wir zur Zeit noch nicht; ob von dem Erbürgermeister Fresenius, oder von dem gleichfalls Gemeinderechner gewesenen Water des jetzigen, oder von diesem selbst? Letzterer ist übrigens, wie ihr, Mitbürger! alle zur Genüge wißt, ein gewaltiger Nimrod, und es wäre seiner Lieblingsneigung, dem Jägdeln, etwas Mäßigung zu empfehlen; es wäre sehr zu wünschen, daß er unfern armen Brüdern an jedem Werktage ihre Zahlschuldigkeiten abnähme und nicht bestimmte Zahltage einhielte, denn er hat nicht so sehr viel zu thun, daß ihn seine Gemeindeeinnehmerei diese Zahltage einzuhalten nöthigte. Doch, er hat sich als ein Ehrenmann hingestellt und Gefälligkeiten zu üben versprochen. Zur Zeit können wir davon, jedoch leider! noch keine rühmen. Wie wenig er übrigens sich das Wohl der Gemeinde zum Ziele gesteckt hat, davon zeugt der fragliche Rezeß mehr wie zur Genüge, welcher seinem eigenen Geständnisse zufolge, schon jahrelang nachgeschleift worden und bis jetzt immer noch nicht gänzlich getilgt ist. Mag derselbe nun herrühren, von wem er wolle, er durste in keinem Falle jahrelang nachgeschleift werden. Da indessen der Rest desselben nach der Erwiderung des -Rechners jetzt getilgt werden soll, so erwartet die Gemeinde diese Verwirklichung unverzüglich. Ist aber das Ergehen des Rechners bei seinem Jägdeln zur Hebung allenfallsiger Unterleibsbeschwerden nicht genügend, so müssen die Vertrauensmänner von Langgöns, die übrigens nicht den Vorwurf ungehörigen Verhaltens auf sich laten wollen, mit energischer Thatkraft darauf Bedacht nehmen, dem Herrn Rechner die geeigneten Purgir- und Larirmittel zuzuführen. Also wohlan, Herr Rechner! rasch zur Tilgung des Rezesses geschritten! —
Zum Schluffe diene »och als Entgegnung, daß
ich, Joh. Velten VIII., als ein ganz schlichter Bauersmann, an die Vürgermeister-Candidatur gar nicht denke. Das, was ich gethan, habe ich ganz rücksichts- und anspruchslos aus innerer Ueberzeugung gethan. Nur Wahrheit und Recht sind die Zielscheiben meines Wirkens. Auch der 11 anderen Ortsbürger Denk- und Handlungsweise ist die nämliche. Prahlen ist unsere Sache nicht. — Uebrigens zeugen viele Gedankenstriche, wie sie in der jenseitigen Erwiederung vorkommen, von Gedankenl e e r e.
Langgöns am 9. Juni 1848.
Johannes Velten VIII.
für sich und Namens der anderen bekannten
11 Ortsbürger.
1153.
(Aus dem „Frankfurter Journal" No. 139.) Frankfurt, im Mai 1848.
Die gegenwärtigen Zeitverhältnisie, die jeden Erwerb so sehr erschweren, ja das bereits Erworbene in vielen Hinsichten entwerthet und vermindert haben, müssen den Familienvater, dem das Wohl der Sei- nigen am Herzen liegt, mit Sorge für die Zukunft seiner Angehörigen erfüllen. — Es muß für den Geschäftsmann, für den Fabrikbesitzer, den Gewerb- treibenken, den Handwerker, für Jeden, der von dem Ertrage seiner Arbeit und Industrie lebt und plötzlich die Quelle seines Erwerbs in Folge der stattfindenden Krisis versiegen sieht, der Gedanke, daß er den Semigen in einem solchen Moment durch den Tov entrissen werden könne, ein peinlicher, nieder- drückenver sepn, und gewiß wird Jeder auf Mittel sinnen, dem Kummer und den Verlegenheiten, welche ein solches Ereigniß den Hinterlassenen bereiten würde, vorzubeugen.
Nichts ist wohl geeigneter, diesen Zweck zu erfüllen, als die Lebensversicherung. — Durch Aufopferung einer verhältnißmäßig kleinen Summe ist Jedermann in den Stand gesetzt, den Seinigen ein Capital oder eine Rente zu sichern und sie dadurch vor Sorgen und Roth zu schützen. — Die Frankfurter Lebens-Versicherungs-Gesellschaft empfiehlt sich sowohl durch die Billigkeit ihrer Prämien, wie durch ihr großes Sicherheits-Capital, und endlich dadurch, daß sie die auf Lebenszeit Versicherten am Gewinne der Gesellschaft betheiligt, zur ganz besonderen Berücksichtigung für Diejenigen, die solche Versicherungen abzuschließen beabsichtigen. Wir glauben überhaupt, daß in den jetzigen düsteren Zeiten die Lebenoversicherungsanstalten mehr als je berufen sind, den hohen praktischen und moralischen Nutzen ihrer Wirksamkeit zu bethätigen, und fühlen uns deshalb


