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samen Aufgabe möglichst genügt hat. Von den im Jahre 1845 aufgenommcnen 238 Bereinspsteg- lingen, welche wegen mancherlei Verbrechen, meistens aber wegenVerletzung des EigenthumS, Diebstahls und Landstreicherei" Corrections- oder Zuchthausstra­fen erstanden, stehen 14 im Alter unter 20 Jahren, 62 im Alter von 20 bis 30 I., 77 von 30-40, 42 von 4050, 34 von 5060, 9 von 60 I. und darüber. Das Verzeichniß der dermaligen Vorstände und Mitglieder der Bezirksvereins-Com­missionen wurde vorgelegt. Die Zahl der Ver­einsmitglieder ist dermalen in Starkenburg 482, Oberhcssen 375, Rheinhessen 376, zusammen 1233. Sie zahlen im Ganzen einen Beitrag von 1511 fl. 22 fr. zur Vereinskasse für 1846 und bei Abgang mehrerer Mitglieder, nach Abzug von 45 fl. 37 fr. Beiträge, 1465 fl. 45 fr. für das Jahr 1847 Es sind hiernach von den nach dem vorigen Rechen­schaftsberichte Ende 1845 vorhandenen 1645 Mit­gliedern durch freiwilligen Austritt oder Tod abge- gaugen 412.Der Abgang durch freiwilligen Austritt, sagt der 4te Hauptrcchenschaftsbcricht, mag den trüben Zeitverhältnissen und leider auch der mit wahrer Menschenfreundlichkeit nicht harmonirenden Ansicht zuzuschrciben scyn, daß in Zeiten der Roth gewesene und bestrafte Verbrecher lediglich ihrem Schick­sale und Verhängnisse zu überlassen wären." Un­sere Berichte über die früheren Generalversammlun­gen des Vereins, auf die wir uns zu verweisen er­lauben, haben schon mehrfach diese und andere gegen den so gemeinnützigen Verein bestehende Vorurtheile bekämpft und darzuthun gesucht, wie immer segens­reicher er werden müsse, bei gehöriger Theilnahme von Seiten des Publikums, und wie heilsam na­mentlich die Hrn. Geistlichen in dieser Beziehung wirken können. Der Voranschlaa der Büreau- ko sten für 1847 wird auf 649 fl. bestimmt. Dem in voriger Generalversammlung genehmigten Anträge des Gr. Stadtrichters Strecker zu Darm­stadt (s. S. 317) der Gr. Hess. Zeitung Nr. 62 vom 3. März 1816) zufolge ist eine Belehrung und Anweisung für den Vereins-Pilegling versaßt und die erforderliche Anzahl von Ereinplaren davon an die Directionen der Strafanstalten und die Bczirksvereins-Commisssonen zur Behändigung an die- jemgcn, welche sich zur Vercinepflege statutenmäßig eignen und anmelden, übergeben worben. Dieselbe hak sich bereits als sehr zweckmäßig bewährt., Die abgeschlossene Vereinskassercchnung von 1845 wurde zur Einsicht vorgelegt, und das vom Aus­schüsse berathcne Budget für 18 47 genehmigt.

Die Versammlung schritt hierauf zur B^schluß- nabme über den von Hrn. Stadtrichter Strecker in der letzten Ausschußsttzung (am 12. Juni) gestell­ten und von dem Ausschüsse an die Generalversamm­

lung gewiesenen Antrag: 1) daß die Wirksamkeit des Vereines auch denjenigen Sträflingen zu Theil werde, welche ihre Strafen in den Bezirksgefängnis­sen verbüßen." Der Hr. Antragsteller hatte die Nothwendigkeit hiervon aus den Folgen des neuen Strafgesetzbuches motivirt (namentlich aus Art. 116 desselben), wonach jugendliche Vergehen bei Personen zwischen 1216 Jahren häufig nur mit einfachem Gefängniß bestraft werden. Diese würden also, wäh­rend bei ihnen gerade ein moralischer Einfluß auf ihre Erziehung und ihr Leben am nothwendigsten und wohl auch erfolgreichsten, strenge genommen von der Wirksamkeit dos Vereins ausgeschlossen sepn, die fich nach den Statuten nur auf die aus den Landes- und Provinzialstrafanstalten Entlassenen er­strecken soll. 2)Daß minderjährige Verbrecher durch ihre gesetzlichen Vertreter zum Beitritt in den Verein genöthigt werden können." Dem Anträge unter 2 ward unbedingt beigetreten, dem unter 1 unter der Beschränkung, daß nur solche Sträflinge sollen aufgenommen werden, welche wegen Diebstahls, Betrugs, Unterschlagung oder Fälschung bestraft wor­den sind. Der Präsident schloß hierauf die Versammlung. Möge der Verein auch forthin in seiner wohltätigen Wirksamkeit, von edlen und erfah­renen Männern in allen Theilen des Landes unter­stützt, sich recht segensreicher Erfolge erfreuen!

(Gabriele

oder

das M ä d ch e n v o n N o m.

Novelle aus der Zeil Gustav Adolph's von Schweden (Fortsetzung.)

Es war natürlich, daß Valentin bald von seinen Lieblingsträumen zu plaudern begann, Clärens Theil­nahme ihn bald den ganzen Zustand seines Herzens diesem offenbaren ließ. Clärens konnte pch bei den sehnsuchts­vollen Ergießungen felnes Freundes oft des Lachens nicht erwehren, so daß Valentin am Ende laut zu be­reuen anfing, dem Unempfindlichen den ganzen Himmel seiner Liebe ausgeschlossen zu haben. Da schaute Clärens eine Zeil lang still lächelnd hinaus in die frühlings- heitern Weiten, nahm dann die Laute von seiner Seite und sprach: Trägst Du allein so reiche Blüthen im Herzen? Sieh' um Dich rings die Hügel und Auen, auch ihre Blüthen hat ein Liebchen entfaltet, das un­sichtbare Geister ihnen hernieder brachten. Rasch griff er in die Sailen und sang eine jener gemächlichem heitern, schottischen Liebesballaden.Ja Du liebst, rief Valentin,auch Dir hat der italische Himmel daS Herz erschlossen!"Heiter wie der Himmel," erwte- derte Clärens,unter dem sie erblühte, reist die Bluthe zur Frucht z darum ziemt es sich, daß wir in unbe-