Ausgabe 
8.1.1842
 
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Die Stimmzettel erhalten die Wähler auf dem Rathhause, sie haben solche dort abzuholen, und in Selbstperson an den Wahlcommissair zurück zu bringen, dieselben jedoch nicht zu unterzeichnen. Deßhalb ist aber nothwendig, daß die gewählten Personen auf eine solche genaue und bestimmte Weise bezeichnet werden, daß durchaus keine Ver­wechselungen und Mißverständnisse möglich sind.

Die höhere Behörde setzt übrigens in die Einsicht der hiesigen Wähler das Zutrauen, daß sie bei der Wahl ihres Bürgermeisters, nur die Interessen der Stadt im Auge behalten, und solche Personen wäh­len, die durch ihre Fähigkeiten und sonstigen Eigen­schaften zu der Hoffnung berechtigen, daß sie ihr Amt nur im Nutzen für die Stadt verwalten werden.

Gießen den 29. December 1841.

Der Beigeordnete

E. C. Rühl.

Versteigerungen.

21) Montag, den 21. Februar 1842, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhaus das dem Bürger und Schlossermeister Franz Wannig dahier zustehende Wohnhaus, ohnweit des alten Arrcsthauses dahier, als:

11 lUKlftr. oder

3, 3 Ruthen Hofraum mit Wohnhaus und Grund, gibt der Stadt 4 fr. Zins, öffentlich an den Meistbietenden, unter den alsdann bekannt zu machenden Bedingungen, versteigert werden.

Gießen, den 29. Decbr. 1841.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.

1793) Fruchtversteigerung bei dem Rent- amte zu Gießen.

Mittwoch, den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden auf hiesigem Rathhause 100 Malter Korn und 200 Malter Hafer unter den bekannten Be­dingungen versteigert.

Gießen, den 4. Januar 1842.

Der Großh. Rentamtsvicar Lcichtweiß.

1799) Die Lieferung von 220 Malter Renten- Hafer wird Montag, den 10. Januar, Vormitags 10 Uhr, auf dem hiesigen Gemeindehause an den Wenigstsordernden vergeben werden.

Gießen, den 4. Januar 1842.

Die Bürgermeisterei.

E. C. Rühl.

28) Montag, den 17. Januar und die folgen­den Tage, des Nachmittags von 1 Uhr an, sollen in der Behausung des verstorbenen Orgelbauers Bürgy verschiedene Mobilien, als: Handwerksge- räthschaften, Bettungen, Weißzeug, Schränke rc., gegen gleichbaare Zahlung versteigert werden.

Gießen, den 4. Januar 1842.

23) 2 alte Treppen und circa 12 Stecken nicht umgeriffenes Buchenscheitholz sollen Montag, den 10. Januar, Nachmittags 2 Uhr, im Hinter, garten des Bäckers Joh. Noll in der Neustadt, in kleinen Parthien versteigert werden.

265) Mittwoch, den 12. Januar 1842, des Morgens 10 Uhr,

sollen in der Wohnung des Unterzeichneten fol, gende Reparaturarbeiten an den Wenigstnehmen­den versteigert werden.

Die Hrn.Bürgermeist. werden ersucht, dieses in den «nterhabenden Gemeinden bekannt machen zu lassen.

1) Maurer, und Steinhauerarbeit veranschlagt

2)

8)

4)

5)

6)

7)

r»........

Dachdeckerarbeit veranschl. zu

Schreinerarbeit

Schlosserarbeit

Glaserarbeit u

Weißbinderarbeit ,,

Pumpenarbeit

383 ft. 37 fr.

22 ff 45

120 28

39 3 ff

14 24

14 40

12 ff

606 fl. 57 fr.

Hausen am 20. Decbr. 1841.

Der Bürgermeister. Dern.

Feilgebotcne Sachen.

39) Bieber, Multum, Hemden- und Futter, flanell, Rockläng, wollene Vett- und Pserde-Decken, gestrickte Manns, und Frauenjacken, wollene Hand­schuhe und Stauchen, Palatins, alle Arten Futter­zeuge in Shirting, Barchent und Sarsenet, empfeh­len zu den billigsten Preise

Gebrüder Heß

in der Schloßgasse.

37) Englische Makintosch zu Ueberröcken und Mützen, auch fertige Makintosch-Röck« bei G. E. Böhm.

35) Brantweinwaagen von vorzüglicher Güte, für deren Richtigkeit garantirt wird, sind zu haben bei L. Jungk, Mechanicus.

43) Bettfedern und Flaumen, Barchent, Zwillich, Leinen-Bettzeug, Lederleinwand, Haus- macher-, Tisch- und Handtücherzeug in schöner Auswahl, werden billigst empfohlen von

Gebrüder Heß.

38) Woll- und Baumwoll-Strickgarn, Reste von Leinwand und Einschußgarn habe ich neu erhalten.

F. Holberg, am Marktplatz.