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Geschmack zu erhalten. Dark folgende Mittel wird in einer englischen Zeitschrift, als durch Erfahrung bewährt und geschickt, die Butter sogar mehrere Jahre läng gut zu erhalten, und gegen das Ranzigwer­den zu verwahren, angegeben. Man nehme s Theike vom besten groben Seesalz, einen Theil Salpeter, und einen Theil weissen Zucker. Dies stoße man in einem Mörser recht klein, und menge es recht tüchtig durch einander. Bei diesem Gemengsel nimmt man alsdenn 2?okh auf jedes Pfund But­ter, und behandelt sie damit eben so, wie man gewöhnlich mit dem Küchensalze zu verfahren pflegt. Anfangs spürt man zwar an der Butterden Geschmack von Sal­peter und Zucker etwas; allein nach Ver­lauf von drei Wochen kann man durchaus nichts weiter davon merken.

Von den Renn;eicben einer guten Baumschule.

i) DaS Erdreich, auf welchem die Obstbaumschule angelegt worden, muß schlechterdings mit keinem stark treibenden Düngungsmittel zubereitet ftyn, sondern blos aus einem guten tragbaren natürlichen Boden bestehen, welcher einige Zeit geru­het hat, daß auf solchem weder Bäume noch andre stark anziehende Gewächse ge­standen haben. Die Ursachen davon sind, weil die durch Mist und andere Düngung schnell getriebenen Bäume bei der Verse­tzung an andre Orte schwer anwachsen, überdies auch noch nach Ablauf einiger Jahre den Brand bekommen , das geruhete Land aber das WrchSkhum und die Ge­sundheit des Baums befördert, und ihn dadurch zur Versetzung in andern Grund Und Boden tauglicher macht.

2) Ist die Baumschule vom Unkraute, ja selbst von Wurzelwerk und Gartenge­wächsen aller Art rein zu halten, weil sol­che- dem gesunden und baldigen Anwüchse

deS BaumS durch Erziehung seiner Nah­rung nachtheilig ist.

3) Die in solcher übliche Verädlunz muß hauptsächlich im Oculiren und Kopu- liren bestehen, indem die Erfahrung be­wahrt hat, daß die auf diese Weise güt ge­machten Bäume gesünder , dauerhafter und tragbarer, als die gepfropften undablactlr- tcn Stämme sind.

4) Taugen die aus den Waldern zu» ftmmen gesuchten wilden Obstbaume zu Baumschulen nichts, sondern e» müssen solche aus Obstkernrn im guten Lande an« gezogen worden ftyn. Die Ursache davon ist, weil Vie aus den Waldern zusammen gesuchten Stämme mehrentheils unter Holz - und Strauchwerk langsam herange- wachsen, und also schon veraltet sind, daß dabei weiter keine Veredlung, als durch Pfropfen in den Spalt, vorgenommen werden kann, welches mehrentheils wegen des starken Baums, viele Jahre lang nicht genug wächst; da hingegen bei jungen Stämmen solches, besonders beim Kopu- lirm und Oralsten, gleich im ersten Jahre völlig zu und überwächst.

5) Die niederstämmig gezogenen Bäu­me, an Spalier - Ktssclbäumen und Py­ramiden, müssen nicht auf wilden Stäm­men , sondern die Birnen auf Quitten - und die Aepfe! auf Johannisstämmen ver- ätelt worden ikyn, weil sie sonst nicht tra­gen , sondern blos ins Holz treiben, bi< man sie nicht weiter niedrig hält, sondern zu hochstämmigen Bäumen, was sie der Natur wirklich sind, fortwachsen läßt.

6> Muß in der Baumschule eine ge­naue Ordnung vorhanden ftyn, da jede Obstsorte ihre besondere Reihe und Platz hak, worüber der Eigenthümer rin richti­ges Verzeichnis in Händen haben muß, da­mit jeder Kauflustige mit der Sorte, die er verlangt, versorgt werden kann.'

Vor»