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vorkenntnis der Witterung. Monat März.

Dieser FrühlingSmonar führt eine Hauptveranderlichkeit der Witterung her­auf , weil in diesem Monat das erstemal im Jahre Tag und Nacht gleich ist, da der Winter uns verläßt unv der Lenz eintritt. Bald mit Ende des Februars empfindet man die Luft nicht mehr so strenge, son* dern lau.

Neumond.

Ist im Jenner unD, Februar viel Schme gefallen , Dann möchte der März viel trockne und frühe Gartenwilterung mit» dringen. Der Himmel wird uns in diesem Monate und zwar zu allen Zeiten trübe, und der Mond düster Vorkommen , und eben zu solcher düstern Zeit, daß der Mond seine Hörner nicht klar und deutlich sehen läßt, so tritt die Luft aus ihrer Ruhe, und es entsteht heftiger Wind, weil dieDunst- kugel mit heftigen Dünsten angefüllet ist. Die Menge von Dünsten, die aus der Erde steigen, bewirken Nebel, welche alsdann in der Berechnung des vierzigsten Tages seit ihrer Entstehung, Anschwellen der Ge- wasser, und Austreten der Ströme zur Folge haben. Erzeugen sich Die Märzne- del häufig, so werden es bedeutende Was- lerfluthen. Eben deshalb Häufigkeit der Dünste und feuchten Luft, welche alsdenn die Sonne oder Menschenwärme auf Ge­sichtern oder Händen , so bald und zwar recht unbemerkt zum Trocknen bringt, eben daher kann man mit Gewißheit sagen und behaupten, daß dle Marzluft sehr schwärze.

ES erzeugen sich auch schon in diesem Monate Die Gewitter, die zur Nachtzeit durch Bl'tz und dumpfes Donnern sich Ho­rm lassen, aber unreif genennet werden, weil solche noch nicht, wegen der immer abwechselnden kalten Lust, zur Vollkom- menheit gelangen mögen. Tritt noch Kalte ein und der Himmel liefert Schnee, so hat

solcher Marzschnee viel schwefelartigeS bei sich, und also auch viel Schärfe, Daher dies Wasser so geschätzet wird.

Wenn bei warmen Frühlingswetter des Märzmonate sich die Frösche äusser Dem Wasser auf dem Lande begatten, so bekom­men wir noch vierzehen Tage lang strenge Kälte.

Bekanntmachung.

Nachdem, von Dem von Ludolpi- schen in der Gemarkung Des Orts Allen- Dorf, Fürstl. Hessen Darmstädtischen Amts Hütkenderg gelegenen, großen und kleinen Zehenden, welcher aus 72 Theilen bestehet und nach eenem 9 jährigen Durchschnitt jährlich vhngefähr 170 bis 180 si. eintra- gen mag , 23 Theile, welche der Frei-Frau von Siegel zu Hanau, und denen Frau­lein von Langwenh zu Breßlau gehörig sind, und auf welchem weiter nichts als die gewöhnliche Rittersteuer haften, auf Montag den Lten April d. I. meistbietend versteigt werden sollen; als wird dieses hier«.' mit öffentlich bekannt gemacht, damitdie- jenige, welche Darauf zu steigern Lüsten ha­bens sich auf gedachten Tag im Ort Allen- Dorf, nahe bei Giesen, einfinden, und alsdann, oder auch noch vorhero bei mir Die nähere Bedingungen und Den ganzen Verhalt Der Sache vernehmen können. Langgöns am 9ten März 1799.

Vermöge Auftrags

Fürstl. Hess Iustizamt daselbst, C. G. v. Zangen.

Gorrendieni? am 31. Märf.

In Der St. Pancratiuekirche. Mor­gens Herr Superintendent Müller. Nach­mittags Herr Kaplan Müller von Königs­

berg.

In der Durqkirche. Morgens Herr Pfarrer Duff. Nachmittags Herr Kandt-

dat Reutrr.

Mor-