Nr. XIII. Z°. Märj. !7YY-

Giesser JnkelltgeuzZlütt.

Vom Bau der Steckrüben.

Die Steckrüben oder Stickelrüben, scheinen eine Abart von Kohlrabi unter der C-rde zu ftyn. Sie haben große glatte Blatter, und entfernen sich im Geschmack vom Kohlrabi über der Erde. Es ist ein sehr ergiebiges wohlschmeckendes Produkt; und es' ist daher wohl der Muhe werth, daß man die Cultur desselben mit möglich­ster Sorgfalt betreibe. Die Steckrüben verlangen meistentheils einen etwas schwe­re thonichten Boden. ES giebt mehrere Arten derselben, unter denen aber eine vor» züg ich zu empfehlen ist, weil sie einet The,!- sehr dick wird, und auch einen vor- srefikchen Geschmack hat.

Man säet den Saamen im April, und versetzt alsdann die Pflanzen in der Mitte, spatsten- aber im Ausgang des Junius. Gewöhnlich pflanzt man sie auf solches Land, worauf Erbsen oder Wurzeln rc. gestanden. Am besten aber ists , wenn man das Land ausdrücklich dazu im Frühjahre unbestellt liegen laßt. Die Ursache ist wohl diese. Die Steckrüben verlangen einen compacten, dichten Boden, im Winter wird der Boden durch den häufigen Regen und Schnee sehr durchgeweicht, folglich auch ziemlich com. pact, und bewächst im Frühling mit ade*-= lei Kräutern. Dadurch bleiben die näh­renden Theile in dem Boden, weil sie nicht von der Sonne ausgetrocknet werden kön­nen , so lange bis er herumgegraben wird. Ist ober dieses Land schon einmal mit an­dern Früchten bestellt gewesen , so ist es na­türlicher Weise nicht so compact.

Die Steckrüben vertragen kein mage­res Land, es muß also ziemlich stark ge­

düngt werden, wenn man sich etwas da­von versprechen will. Dazu kommt, daß man das Land recht tief herum grabe, da­mit der Mist nicht ffad) liege, und die dün­gende Kraft desto besser würfen könne. Nach dieser Zubereitung wird das Land ge­hackt, und man kann entweder die Pflan­zung gleich vornehmen, oder, wenn der Boden etwa gar zu naß, und es die Witte­rung erheischt, noch einige Tage damit warten.

Bei dem Pflanzen selbst sind folgende Stücke zu beobachten: i) Man nimmt blo- solche Pflanzen, die von keinen Würmern oder sonstigen Insekten angefressen sind, putzt sie wohl ab, und schneidet unten die Spitzen der Wurzeln sowohl, als oben das Kraut ein wenig ab; 2) setzt man die Pflan­zen wieder so tief in die Erde, als sic vor­her gestanden haben; z) läßt man, wenn es trockne- Wetter ist, bei jeder Pflanze eine kleine Vertiefung stehen, worin sich alsdenn da- Wasser sammeln kann. Ist aber nasses Wetter, so muß dieses unter­bleiben. Man pflanzt sie gewöhnlich auf die Durchschnittspunkte von Quadraten, in der Weite von etwa 1 1/2 Fuß. Auch muß das Feld, wie die Kartoffeln gerei­nigt werden. Wird da-Kraut in der Folge sehr stark , so daß e- in einander wachst, so ist e- gut, daß man die untersten Blät­ter, wie bei Kohl abnehme, und sie dem Vieh gebe.

Mittel, die Butter gegen übel» Geschmack und Ranzigkeit za bewahren.

Da- gemeine Kuchensalz ist nicht hin­länglich, um Butter, besonder- während der Sommerzeit, immer rein und gut an

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