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hoch, und e< regnete doch einige Tage, ja auch Wochen lanae? Einigemal fiel das Quecksilber, und zwar tief unter veran- de rlich, herab, und wir hatten demunge- »chtet anhaltende schöne Witterung. Ei­gene Erfahrungen üderjeugen un» also, daß der Barometer al» Wetterprophet nicht» taugt.

Bisher hatte man kein Instrument, da» die Witterung so zuverlässig voraus- sagte, daß man sich sicher darauf verlassen dürfte. Bürger Quatremere-Dislvnval, Mitglied der ehemaligen Pariser Akademie und Holländischer Generaladjutank, hat durch unablässiges Forschen und Beobach­ten glücklicherweise diese» nützliche Jnsiru- ment in der Spinne gefunden. Ja feie Spinne, dieses mit Unrecht von Vielen so verachtete und gehaßte Thierchen, ist nach seinen mehrjährigen Erfahrungen die untrüglichste Wetterprophetinn, wel­che, durch ihre Vorempfindungen, die de- vorstehende Veränderungen de» Wetter» mehrere Tage voraus ankündiget, und auf eine Art ankündiget, daß man sich auf ihre Voraussagungen sicher verlassen darf, und die deswegen den ersten Vorzug vor den Barometern, Thermometern und an­dern dergleichen Instrumenten verdient. E» muß doch auch gewiß Jeden interessi- ren, die Geschichte dieser merkwürdigen Entdeckung zu wissen. Wir wollen also zuerst hören, was zu dieser wichtigen Ent­deckung Gelegenheit gab.

Quatremere Diejonval hatte bei dem Aufstande der holländischen Patrioten ge- a,n den Erbftaathalter eine Rolle mckge- fpielt. Beim Einrücken der Preussischen Armee unter dem Herzoge von Braun­schweig im Jahr 1787. wurde er gefangen genommen, zu einer 25 jährigen Gefangen­schaft verurteilet, und zu Utrecht m einen Werfer gesetzt, in welche« er 89 Monate zugebracht hatte, bi» er endlich im Iaht

1795. von seinen Landsleuten, bei der Einnahme von Holland, wieder befreiet wurde. r i

Der Verfolg künftig.

An das Direktorium der Französischen Republik, von Johann Caspar Lar varer.

Beschluß.

Al» ein Frühstück dachtet ihr diese Wa­ckern , deS Schweizernamens allein noch würdigen Helden zu verzehren, die ihr eu­ren schuldlosen Soldaten al» Empörer vor- loget. Die Edlen, (ach mir blutet da» Herz, daß wir ihnen nicht halfen, daß wir, 0! der unabwaschbaren Schande für un- fern Kanton, diesen Barbaren Kanonen und Munition gegen unsere edleren Bruder zu- führten!) die Edlen stritten, wie ihre Vä­ter , pflegten in der Morgenröthe noch ih­res Viehes, eilten zur Gegenwehr ; welche Gegenwehr war je gerechter? kämpften, wie Helden je gekämpft, fielen als biedere Schweizer, und blieben von den siegge­wohnten Franken unbesiegt! Tausende fie­len auf beiden Seiten al» Freiheits­freunde die Schweizer, als Freiheitsmör­der die Franken! Welche Vergütungen ge­gen das Vaterland dieser Edlen, gegen Wittwen und Waisen dieser Wackern, kann Reue und Schaam, kann Billigkeit und Großmuth für diese schreienden Ungerech­tigkeiten erfinden? Welche Geschenke kön­nen diese ehrlosen G-waltthätigkeiten je bedecken? Doch sage ich die», damit noch da» Mögliche, wa» geschehen kann, ge­schehe, und alle» ausgesonnen werde, wa» den Beschädigten da» Leben leichter machen kann.

Ich ziehe, Franken ! den Vorhang weinend über manche», über den ungeheu­ren Despotismus , den sich einzelne Man­ner, die sich eure Agenten nennen, in der Schweiz verübten, über die noch unver­güteten Plünderungen, Ermordungen, ver-