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Strohschneidekade m ganze Und halbe Zolle geschnittene Heu allenfalls die Dienste. Bloser Pferdedünger, der aber nicht auS- gegvhren, sondern frisch ftyn muß, ist auch unter dem geschlemmten keimen gut, man nimmtalSdenn so viel weniger Sck^ve oder Haare. Blut von Kühen verbessert die Verbindung noch mehr, macht die Masse zähe, und gegen warme und kalte Witterung ungemein dauerhaft. Man nimmt alsdann weniger Mehlkleister. Fichten- und Tannenäpfel gekocht, und dies harzige Wasser statt deö gewöhnlichen, zum Leimen und dem Kleister angewandt, dient ebenfalls zur Bindung, wodurch auch etwas Mehl erspart wird. Man muß jedoch auf keinen Fall dasselbe ganz weglassen, und wenigstens zwei Drittheile von der anfänglich angezeigten Zahl beivehal, ten. Kalk und Leimen zum Uebcrzug der Hauser mit diesem harzigten Wasser eingeweicht, verschafft in freier Luft ungemeinen Nutzen, rveil der Regen die harzigten Therle nicht so leicht aussösel.
Eine ganz neue Erfindung, äussere Wände von Ziegelsteinen oder auch Lei- menwände mit einem Pechfirriis zu überziehen , daß keine Feuchtigkeit durchdringen fann , ist folgende : Auf i Pfund Leinöl, wenn es warm geworben, setzt man 4?oth kleine Stücken Pech und 8 Loth Bleiglatte zu, und laßt es so lange sieden, bis der hölzerne Rührstock braun wird. In heissen Sommertagen überstreicht man mit dieser heissen Materie die Wände der Ziegelsteine und Leimenwände. Nach 2 bis z Tagen, wenn es trocken ist, wiederholt man den Anstrich noch dreimal. Wem die Farbe nicht anständig ist, überziehe sie mit einer beliebigen Oelfarbe. Mit obigem Pechlack können 8 Quadratfuß viermal angestrichen werden, und dient besonders für freistehende Gebäude, die trotz allen angewandten Mitteln durch Echlagregen und Frost ruinirt werden.
Auf Ziegeleien würde es am besten ftyn, den Thon, der zu Dachziegeln bestimmt ist, schlemmen, und wie vorhin ganz zurichten, in Ziegelsteinformcn schla- un$ trocknen läßt, so kann man mehrere Materie zu Hause bringen, als wenn man den nassen , schweren Leimen von andern Gruben holt, der überdies, wie zu furchten ist, nicht so rein und klar auü- fallt, sondern mit fremdartigen Erdthei- len vermischt ist, und wohl gar wieMau- erlermen in Staub und Koth abgeladen wird. Die getrocknete Masse schlägt man m grobe Stucke, wirft sie in ein reines ©ei^irr, Und läßt ste mit Wasser ein paar Tage emw-jchen , hernach fein aus einan» der arbeiten, und bis zu dem vorhin erwähnten T,ig abtrocknen. Soll der Maurer in einer Behausung die ganze Zurich» tung machen, da der Hauswirth mit seinen otnechten und Pferden Hülfe leisten kann, so muß er auf Eid und Pflicht zu Werke gehen i denn es ist redem zu viel daran gelegen , als daß vergebliche Arbeit gemacht werde. Die gewöhnliche Rede,'daß es wohl so genau nickt darauf ankommen durste, muß und darf hier nicht statt ha- bm. Die beste Bedeckung der Dächer sind platte Ziegel, wenn sie gerade gebacken stno. jn verschiedenen Provinzen Deutsch-- EdS kennt man keine andre. Der Ein» wurs, daß das Haue dadurch zu sehr beschwert werde, kann bei starker Holzbau» art nicht in Erwägung kommen; Die Sparren sind gewöhnlich so stark, daß sie sic») deehalb nicht durchliegen, wenn die Dachverzimmerung gehörig eingerichtet wtrd^ Die Last des Daches fällt bkes auf Vie ^ettenwande, folglich ist nur für ein gutes Fundament zu sorgen, dann kann die rast des Daches immer 2 bis ioo Eents "" Twerer ftyn. Ein Gebäude leidet mehr durch Druck und Schwere, wenn die Etagen mrt vielem gedroschenen Korn -der andern schweren Wagten gefüllt sind.
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